Anruf von faz.net – wir können keine Links

Am 14. August 2012 von Paddy veröffentlicht

Ich bin ja jemand, der seine Bilder gerne hergibt und sich darüber freut, dass sie überhaupt irgendwo abgedruckt oder verwendet werden. Um ehrlich zu sein, habe ich wohl noch nie Geld dafür erhalten, dass eins meiner Bilder gedruckt wurde. Kam aber bisher auch erst ein oder zweimal vor. Ich weiss, das treibt einigen Kollegen die Tränen in die Augen, aber in der Anfangszeit war mir die Nennung meines Namens wichtiger als das dünne Honorar.

Heute ist mir dann aber die Hutschnur geplatzt. Da kommt ein Anruf von faz.net (ein Link ist technisch leider nicht möglich) und der durchaus freundliche Mensch am anderen Ende der Leitung erzählt mir, dass sie am Sonntag einen Artikel bringen in dem sie gerne ein Foto von mir verwenden würden. Es geht um ein aktuelles Thema, auf das ich jetzt nicht weiter eingehen möchte.

Für den Bruchteil einer Sekunde denke ich “Goiiiiillllll – Megafame”. Aber ich habe noch nicht zu Ende gedacht und bevor ich antworten kann, kommt gleich hinterher: “für Online-Veröffentlichung bezahlen wir nichts”.

Waaaatschhhh! Einmal rechts und links in die Fresse. Gib her Dein Foto und sei froh, dass wir Dich überhaupt fragen. So in etwa kommt das bei mir an.

Nun gut, ich frage nach, wie es denn zumindest mit einer Verlinkung zu meiner Webseite wäre. Das kostet ja nichts. “Das ist technisch leider nicht möglich, wir können nur den Namen unter das Foto schreiben”.

Nicht nur dreist, sondern auch noch blöd. Hallo? Internet? Hyperlink? Nicht möglich? Also ich kenne niemanden, der auf seiner Webseite technisch keinen Link einfügen kann, ausser faz.net. Wir wissen doch alle, dass Links einen gewissen Wert haben. Mir wäre dieser Link sogar sehr viel Wert und absolut ausreichend als Gegenleistung. Ich würde sogar behaupten, dass es üppig wäre für ein Foto, dass auf meiner Festplatte rumgammelt. Die Jungs von faz.net würde es hingegen nichts kosten.

Wir sprechen hier ja auch nicht davon, dass das Eidelstedter Wochenblatt oder die Schülerzeitung des Pinneberger Gymnasiums anfragt, sondern wir reden von der FAZ (egal ob online oder nicht). Ich dachte die sind ne grosse Nummer. Nene, die haben nicht mal das Budget um jemanden einzustellen, der Links kann. Dafür haben sie natürlich fett Anzeigen auf der Seite verteilt …. und die sind verlinkt. Sollte ich vielleicht nach einer Anzeige fragen?

Liebe Leute von faz.net (Verlinkung immer noch nicht möglich), so nicht. Ihr habt den Schuss nicht gehört. Es geht mir nicht darum ein fettes Honorar abzugreifen, denn mir ist durchaus klar, dass Ihr es auch nicht immer einfach habt. Aber das ist einfach nur schlechter Umgangston.

Ich würde ja jetzt Links anbieten für alle, die ihr Abo der FAZ kündigen. Aber dann kommen bestimmt die Anwälte (für die Budget da ist) und verbieten mir auch wieder Links zu setzen. Ist aber auch ein verdammtes Elend mit diesem Internet.

Veröffentlicht in: Aufreger nach oben

Kommentare (118)

  • Sven schrieb am 14.08.2012

    Da fehlen einem echt die Worte und das von der faz oO

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  • docW schrieb am 14.08.2012

    Das ist dann scheinbar von der Lokalzeitung (eigene Erfahrung) bis zur großen Zeitung wohl immer das gleiche Spiel. Willkommen km Mittelalter.

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  • Markus schrieb am 14.08.2012

    Könntest ja quer über das Bild (weil technisch gar nicht anders möglich) fett http://neunzehn72.de drüberklatschen :)

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  • Barbara schrieb am 14.08.2012

    Mach doch ein Wasserzeichen ins Bild ;-)

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  • Sven schrieb am 14.08.2012

    Ohne die Damen und Herren von der FAZ in Schutz nehmen zu wollen: Ich kann mir schon vorstellen, dass die Verlinkung eines Foto-Credits mit ihrem CMS nicht möglich ist, weil das entsprechende Eingabefeld dies einfach nicht zulässt, bzw. HTML in diesem Feld beim Ausspielen nicht interpretiert wird. Das kann sehr gut sein – es gibt so seltsame Programme (spreche aus Erfahrung), bei denen man die selbstverständlichsten Dinge nicht machen kann.
    Was ich aber wirklich dreist finde ist die Aussage “für Online-Veröffentlichung bezahlen wir nichts”. Das ist schon arg frech.

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    • Paddy schrieb am 14.08.2012

      ich nehme ihm das ja auch ab, dass es technisch nicht geht. Aber mal ehrlich, in den heutigen Zeiten so ein System einzusetzen ist doch lachhaft. Bin mir sicher, dass sich das lösen lässt.

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      • Sven schrieb am 14.08.2012

        Lachhaft ja – aber (leider) nicht ungewöhnlich.

      • Toto schrieb am 14.08.2012

        Aber Text kann man doch eingeben wa? Sonst wär es noch alberner :-) kein platz wenigstens da????????? Unmöglich.

      • Robert schrieb am 14.08.2012

        Es geht auch mehr darum, dass (egal welches online Medium) der Trend dahin läuft Leser auf den eigenen Seiten zu behalten, und eben diese Leser nicht auf andere Seiten zu leiten. Da jeder Mensch (mehr oder weniger) nur eine bestimmte Zeit im Netz verweilt, und nach neuesten Studien nur eine bestimmte Anzahl an Links pro Session klickt, sollen diese eben im eigenen Programm geschehen.
        So läuft das Spiel bei den Grossen.
        Das jedoch den Mitspielern/Fotografen zu erklären halte ich jedoch für schwierig bis unmöglich, und da muss halt wie so immer die technische Möglichkeit herhalten.
        Zum Thema Bezahlung ist ja schon genug gesagt worden.

      • Oni schrieb am 14.08.2012

        Was Robert sagt. Es geht im CMS nicht, weil es nicht gehen soll. Die Redaktion hat ne billige Ausrede und die Leute bleiben auf der Seite. Alle sind glücklich, außer den Lesern.

      • Ben schrieb am 15.08.2012

        “Es geht im CMS nicht, weil es nicht gehen soll. ”
        Der Grund ist aber bestimmt ein anderer. Und zwar, dass Redakteure nicht einfach HTML-Code reinkopieren sollen. Natürlich benutzt die FAZ wahrscheinlich ein grauenhaften System, die sind ja auch zu blöd um ein Print-CSS einzubinden. Bei einer solch großen Seite ist es aber eine (durchaus verständliche) Vorsichtsmaßnahme, dass die Redakteure kein direktes HTML eingeben dürfen. Ist bei einem Link natürlich harmlos, aber wer weiß was da wer woher kopiert (man könnte natürlich parsen, dass nur bestimmte Tags zugelassen werden, aber das ist dann natürlich wieder zu viel fürs System…).

        Und im Übrigen: So läuft das doch. Die Verlage machen einen riesen Buhei um ihre “tolle Leistung” (Agenturmeldungen zu übernehmen) und fordern dafür ein Leistungsschutzrecht, damit ihr Urheberrecht gestärkt wird und so böse Seiten wie GoogleNews für den vielen Traffic denen sie ihnen (werbefrei) liefern, bezahlen dürfen. Aber die Urheberrechte anderer sind Ihnen ziemlich wertlos (im Falle von Paddy) oder oft einfach ziemlich egal (Tagesschau: “Quelle: Internet”). Da wird mit zweierlei Maß gemessen und zeigt eigentlich die wahren Beweggründe die dahinter stecken: Gier.

  • Hauke schrieb am 14.08.2012

    … kein Grund sich aufzuregen, Paddy. Ist usus in den heutigen Zeiten des Online-Journalismus … Was mich aber wundert ist, dass die sich die Mühe machen, sich bei Dir telefonisch zu räuspern, anstatt sich wie sonst üblich für 69 centimes aus irgendeinem microstock-Pool zu bedienen …

    Und Verlinkungen auf die Seiten der Fotografen unter Bildern hab ich ehrlich gesagt noch bei keiner Online-Ausgabe der grossen Zeitungen und Zeitschriften gesehen …

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    • Paddy schrieb am 14.08.2012

      Es ging um ein Bild von einem Schauspieler. Denke das gab es nicht im Stock.

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      • Christian schrieb am 15.08.2012

        Ah, dann kann ich mir schon denken um welchen Schauspieler und welches aktuelle Thema es geht.

        Wie hier schon einige vermuten, ist es tatsächlich oft nicht vorgesehen, dass “normale” Autoren Links setzen oder HTML verwenden. Deinen Namen wollten sie ja unter das Foto setzen, das zeigt, dass sie nicht ganz ohne Gegenleistung von Deinem Foto Gebrauch machen wollten.
        Was die Bezahlung angeht, ist das natürlich auch schon traurig. Allerdings habe ich mal eine Sendung gesehen in der es auch um die Online-Variante einer Zeitung ging. Dort wurde das Bild vermittelt, dass die eigentlich so gut wie nichts miteinander zu tun haben – außer dem Namen. Und finanziell werden die auch nur gerade am Laufen gehalten. Allerdings weiß ich nicht, ob das bei allen so ist.
        Aber warum sollte der Fotograf das ausbaden? Die müssen eben lernen, dass der Betrieb einer Online-Zeitung genauso Geld kostet wie das Print-Medium. Und das lernen sie eben nur, wenn man als Fotograf stur bleibt und “nein” sagt.

        Du hast die richtige Entscheidung getroffen.

    • Mynnia schrieb am 15.08.2012

      derstandard.at ?

      Ist zwar “nur” eine der großen österreichischen Tageszeitungen, dürfte aber eine recht gut besuchte Onlineversion einer Printzeitung sein. Verlinkt ganz brav unter ihren Artikeln, zB zu Studien, Websites von Ausstellungen, Museen, Künstlern.

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  • Birgit schrieb am 14.08.2012

    Dazu fällt mir nichts ein. Ok, doch. Einige Begriffe, die ich aber dank meiner guten Erziehung nicht in den Mund nehme.

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  • Mac-Attack schrieb am 14.08.2012

    Lächerlich…..dann hoffen wir mal, dass das keinen fetten Shitstorm von genervten Fotografen nach sich zieht. Denn in Zeiten von sozialen Medien ist das schnell gemacht und wie man eine Sozialmedia-Seite einrichtet wissen die von der FAZ anscheinend: https://www.facebook.com/faz

    Gruß mac-attack ;)

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  • Eric schrieb am 14.08.2012

    ich würd es ja verstehen, wenn er gesagt hätte: “unser StyleGuide oder eine Richtlinie verbietet das Setzen von Links unter Fotos” …aber technisch nicht möglich ? Da hat er sich ganz schön disqualifiziert der FAZer.
    Insgesamt find ich diese Art und Weise schon ganz schön dreist und unverschämt.

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  • Gunther schrieb am 14.08.2012

    Und, hast Du ihnen abgesagt?

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  • EMQI schrieb am 14.08.2012

    Aber Paddy, das ist doch der Anfang des Übels, wenn Fotografen nur um der Ehre wegen ihre Werke für umme hergeben….Würden sich ALLE Fotografen zusammenschliessen und generell nur gegen Bezahlung abgeben, würde diese Welt etwas anders aussehen…

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  • Hallo,

    seit nunmehr 25 Jahren arbeite ich als Fotojournalist und war im Zuge meiner Tätigkeit nahezu überall auf der Welt. Dabei entstanden unzählige Fotos über unendlich viele Themen. Bevor es das Internet gab verkaufte ich gerne und häufig Bilder an Zeitungen, Zeitschrifen etc. weltweit. Gezahlt wurde dabei IMMER. Seit es aber das Internet gibt, zahlt so gut wie NIEMAND (und ich spreche von großen Firmen, auch selbige, die ein Internetportal mit Millionen von Klicks betreiben) etwas für veröffentlichte Fotos. Du bist daher in guter Gesellschaft und: Seither bin ich mehr und mehr als Hochzeitsfotograf ;-) unterwegs….rate mal wie die Geschichte weiter geht?

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  • Thomas schrieb am 14.08.2012

    Wenn du ein seriöses Bildportal suchst, bei dem wirklich auch ab und zu eins deiner Bilder verkauft wird dann probiers mal hier: http://stockstage.com/

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  • Lustige Sache – insbesondere so manche Schlußfolgerung im Artikel und in den Kommentaren. Aber wenigstens gab es auch die vermutlich richtige Erklärung bezüglich des Links…

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  • Dieter Fröhling schrieb am 14.08.2012

    Ich sach mal eins.

    Wenn die mich fragen täten wie den Paddy, dann kann ich nur sagen “online nix, dann gibt es nur Print.” Käm noch ne Frage, käm mein “welchen Teil von NEIN habe Sie nicht verstanden???”

    Nee, da muß sich was ändern. Immerhin ist man ja selber einer dieser Contentanbieter dann.

    Mich kennen so viele nicht (muß sich das ändern?) jedoch solch Einstellung wie beschrieben kommt eher allen zugute, mein ich.

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  • martin schrieb am 14.08.2012

    Das erinnert mich an den Esperanto-Artikel neulich bei N-TV, den sie sich noch von einem bekannten Esperantisten auf Esperanto haben übersetzen lassen, um dann auf ganzer Linie die Sonderzeichen zu verkacken, weil das Redaktionssystem nur ä, ö, ü und ß kann. Die Redaktionen scheinen also wirklich so vorsintflutlich zu arbeiten.

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  • Thomas schrieb am 14.08.2012

    Sie haben wenigstens angerufen und um ein Foto gebettelt …
    Es geht auch anders, Fotos werden einfach von der Webseite kopiert und so kostenlos für Veröffentlichungen genutzt. Ich verdiene mitlerweile mehr Geld durch nachträgliche Honorarvereinbarungen (Danke das Sie mein Bild verwenden, hier ist die Rechnung) als durch regulären Bildverkauf.
    Wer Geld mit fremden Content verdient, sollte für Fotos auch ein Honorar zahlen.

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    • EMQI schrieb am 14.08.2012

      Jetzt sag mal ehrlich, kommt da dann noch tatsächlich was rüber oder nehmen die nicht einfach entsprechend angemahnte pics einfach wieder raus….

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      • smial schrieb am 15.08.2012

        “Für Online-Fotos zahlen wir nichts” ist natürlich Bauernfängerei. Die MFM nennt die gängigen Tarife. Man wird die dort gelisteten Preise freilich nur selten erreichen, aber es sind schon mal Anhaltspunkte. Wenn FAZ nichts zahlen will, dann müssen sie eben auf eine Nutzung verzichten oder sich woanders umschauen. Wenn sie trotzdem nutzen, schreibt man eine Rechnung. Auch hier hilft die MFM – es wird für FAZ dann schon teurer, denn bei ilegaler nachnutzung wird gern das fünffache Standardhonorar eingesetzt. Wollen sie immer noch nicht zahlen, hilft ein erfahrener Anwalt. Dann wird es für FAZ erst richtig teuer, denn den bezahlen sie dann auch noch.

        War die FAZ nicht auch eine der führenden Beteiligten an der Erfindung des Leistungsschutzrechts für Verlage?

  • Günter schrieb am 14.08.2012

    Da ist eigentlich jedes Wort zu viel – was würden die FAZ sagen, wenn man für die Zeitung nichts bezahlen möchte?

    Kennst Du das schon?
    http://www.pixtacy.de/

    Gruß

    Günter

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  • Sabine schrieb am 14.08.2012

    Ich kann Deine Wut und Deinen Frust sooo gut nachvollziehen. Mir wäre ebenfalls die Hutschnur durchgebrannt.

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  • Sorry – aber Du schreibst selbst, dass faz-online auf der Webseite Anzeigen hat. Warum um alles in der Welt soll man dann seine Bilder *kostenlos* einer Zeitung überlassen, die anschliessend Geld damit verdient? Niemals!

    Ich hätte nach dem Hinweis, dass es kein Geld für Online-Veröffentlichungen gibt, mit den Worten: “Sie verschwenden meine wertvolle Arbeitszeit mit ihrer unverschämten Anfrage!” aufgelegt.

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  • Wolfgang schrieb am 14.08.2012

    Leider entwickelt sich das im Pressebereich völlig in die falsche Richtung. Jetzt, wo es viele ambitionierte Fotografen mit viel gutem Material gibt, sind Verlage auf einmal nicht mehr bereit dür Bildmaterial zu bezahlen.

    Von daher: Meine Hochachtung für die Entscheidung keine Bild rauszugeben – wer nicht will, der hat schon.

    VG Wolfgang

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  • Chrisi1966 schrieb am 14.08.2012

    DAS KANN MAN NICHT GROß GENUG SCHREIBEN: BESCHISSENE ZEITEN!

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  • Tobias schrieb am 14.08.2012

    Tja, die Internetausdrucker in perfekter Ausführung ihrer Berufung ;)

    Vor Jahren habe ich mich mit zwei gestandenen Journalisten einer großen deutschen Tageszeitung unterhalten, die sich beide sehr darüber erregten, wie häufig unter Fotos in Printmedien der dezente Hinweis „Quelle: ADI“ (Aus dem Internet) zu finden ist und häufig die Urheber nicht einmal etwas davon mitbekämen.

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  • Ich kenne solche anfragen, aber ich sage immer, “Ihr habt Geld, Ihr zahlt auch für andere Sachen und ich muss davon leben, das Copyright Tag ist außerdem selbstverständlich… ”

    Ich hab bis jetzt immer Geld bekommen für meine Fotos, oder mein mitmachen oder sonstwas, selbst von Irgendwelchen kleinen Produktionsfirmen die für Privatsender was machen und sonst nie Geld zahlen.

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  • Ich sage immer: Wenn man sich mit der Presse einläßt muss man schauen, ob man damit klarkommt, alle Regeln vorgegeben zu bekommen :)

    Sicherlich ist es eine großartige Angelegenheit eine Veröffentlichung auf einer Seite zu erhalten, die sicherlich mehrere 1000 Besucher pro Tag oder gar Stunde hat. Aber den Link würde ich mir auch wünschen.

    Presse ist aber leider ganz anderes als alles andere :)

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  • Kiki schrieb am 14.08.2012

    Da bleibt einem die Spucke weg. Und klar, die brauchen ein Leistungsschutzgeld für ihr notleidenden Websites. Gangster.

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  • Michael schrieb am 14.08.2012

    Finde ich gut dein Posting Kai! Erst berichtest du über Shitstorms und jetzt gehst du in die Offensive und eröffnest deinen eigenen :D

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  • Rainer schrieb am 14.08.2012

    Geht übrigens auch andersrum: Ich habe einem Hobby-Fotografen mal ein Honorar angeboten, weil eine Verlinkung direkt am Bild nicht möglich war (eher aus Design, denn aus Technikgründen). Wurde abgelehnt. Und wir haben nicht nur über 10 Euro reden wollen.

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  • Icke bins schrieb am 14.08.2012

    Ja gut, aber wenn es nunmal wirklich nicht möglich ist? Warum denn nicht. Einzeiliges Textfeld für eine Bildunterschrift, HTML wird gefiltert… ist nicht so unüblich.

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  • Guten Tag!

    Mir wurde vom Medienredakteur der FAZ im Frühjahr mitgeteilt, dass man von mir keine Texte mehr annimmt, weil ich mich über die lächerlichen 70 Cent pro Zeile als “Honorar” für eine investigative Geschichte geärgert und dies auch zum Ausdruck gebracht habe.

    Als ich mich daraufhin beim Herausgeber Schirrmacher beschwert habe, bekam ich von dem schriftlich, dass “70 Cent ein durchaus übliches Zeilenhonorar” im Feuilleton der FAZ.

    Gruß
    Hardy Prothmann

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    • Lena R schrieb am 15.08.2012

      …kann ich mir gut vorstellen… Das Printmedium Zeitung rechnet sich auch immer weniger. Nur sehe ich da auch den Teufelskreis; wer kauft denn teuer Print, wenn die Qualität nachlässt? Und wer liefert beste Qualität für ein leidiges Honorärchen bzw. kann das überhaupt liefern, da er – um davon zu leben – das x-fache an Arbeit machen muss?

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  • Gitta Dietrich schrieb am 14.08.2012

    kann meinen vorredner/innen nur beipflichten… im zeitalter, indem das internet quasi zum leben gehört (hierzulande zumindest erscheint es mir so), stellen sich gerade informationsquellen, wie die faz mal eben n bisschen doof…?
    danke fürs posten! lese deinen “blog” immer wieder gern.
    lg gitta

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  • südknipser schrieb am 14.08.2012

    Respekt für die “richtige” Entscheidung, Paddy!

    Kenne das Problem leider auch zu gut, habe jahrelang action-Fotos von Sportveranstaltungen im Süddeutschen Raum geschossen, die dann nebst eigener website teils sogar auf Titelseiten von Bild, Abendzeitung, etc. erschienen sind.
    Die dreisteste Variante war die mit der Bildunterschrift “foto: kn” (welches nicht meine Initialen sind!). Nach telefonischer Rückfrage in der Redaktion habe ich über mehrere Ecken herausgefunden was das bedeutet: Irgendjemand kopiert die Bilder von (m)einer website und stellt sie in den zeitungsinternen Bildpool ein; die dem Leser einen echten Bildautor suggerierende Untertitel ‘foto: “kn”‘ bedeutet mit dem “kn” = “kostet nichts” (!!!). Kein Scherz! Habe ich so von den Autoren erfahren. Zeitungen verwenden also, egal ob print oder online, intern bekannte Kürzel und der OttoNormalLeser denkt sich: das Foto hat ein KN für z.B. Karl Neumeier geschossen. Im Falle von Rechtsstreitigkeiten heißt es dann lapidar: Verwechslung bei der Autorenangabe, für eine Richtigstellung nicht relevant genug!
    “Saubande!”

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  • Was für ein Quatsch “für Online-Veröffentlichung bezahlen wir nichts” … natürlich zahlt die FAZ, genauso wie Springer, Gruner+Jahr, oder irgendein Popel-Verlag. Es ist nur so, daß einige Redakteure immer noch glauben, sie kämen damit durch, nach dem Motto “kannst froh sein, daß wir dein Bild bei uns veröffentlichen”. Natürlich kommt da nicht viel Geld rüber, wenn der Verlag ein kleines 400×300 pixel Bildchen irgendwo in den Katakomben der Website plaziert. Vielleicht 10 Euro, und wenn es über eine Bildagentur läuft, evtl nicht mal die Hälfte. Aber darum geht’s ja auch gar nicht. Von ein bißchen Stock Fotos verkaufen ist noch keiner Millionär geworden. Hier geht’s aber ums Prinzip, um Copyright und Arroganz. Also klare Ansage: FAZ will Bild -> Paddy will Kohle. Und der Bildautor muß sowieso genannt werden. Wenn die FAZ nicht bezahlen will, muß sie sich wohl woanders umschauen. Normale Härte.

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  • Pat schrieb am 14.08.2012

    Hi,

    will die FAZ auch nicht in Schutz nehmen aber je nachdem wie die CMS Templates aufgebaut sind ist da wirklich nir Plain Text als Bildunterschrift vorgesehen.
    Du könntest ja einmal eine Anregende Mail schreiben, dass sie ihre Implementierungspartner bitten sollen, dass auch Links hinzugefügt werden sollten.
    Das sollte anschließend über einen change request sehr schnell realisierbar sein.

    Viele Grüße,
    Pat

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  • Das das komische CMS-System der FAZ keine Links kann, glaube ich sogar. Und: Es ist ebenso glaubhaft, dass das nicht mal so eben ergänzt werden kann, dafür sind diese Systeme viel zu verschwurbelt und schwerfällig. Kenne ich aus eigener Erfahrung.

    Und dass sie kein Geld für Fotos haben, glaube ich ebenso. Zumindestens online wird vielleicht weniger Geld übrig bleiben, als mancher denkt.

    Aber: Super, Paddy, dass Du konsequent geblieben bist. Und ich hoffe, dass möglichst viele andere Fotografen ebenso entscheiden. Nur so besteht die (kleine) Chance, dass sich an einer solchen Situation überhaupt etwas ändert.

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    • Oni schrieb am 14.08.2012

      Die Frage ist doch *warum* das CMS keine Links kann. Weil es in der Entwicklung nicht vorgesehen war. Weil es nicht im Pflichtenheft stand. Weil der Kunde es nicht wollte. Weil die Leser bloß nicht auf eine “fremde” Website sollen. Die Arroganz fing also schon vor der Entwicklung des CMS an.

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  • Obwohl es mehrfach beschrieben wurde, wird´s anscheinend immer noch nicht für möglich gehalten: Das liegt nicht an der Technik oder am fehlenden Können der Admins, das zu implementieren. Völlig absurder Gedanke. Wie soll denn sonst die Seite funktionieren, wenn die Technik oder der Admin das nicht “könnte”?!?

    Die meisten Leute hier betreiben doch wahrscheinlich einen Blog. Dann solltet Ihr doch mit Rollen und Rechten von Redakteuren vertraut sein?! Man muß sich wundern…

    Also nochmal: Nicht jeder Redakteur darf alles. Und das ist gut so! Denn nicht jeder, der das ABC beherrscht, ist auch fit in HTML, CSS, PHP, ASP, XML und so weiter und so fort. Und bevor irgendsoein Möchtegernredakteur oder überfleißiger und selbsternannter Computer-Spezialist-Praktikannt die Seite mit irgendeinem Pfusch-Code versaut, kommt durch eine entsprechende Vorgabe an eine Stelle, wo nur simpler Text hingehört auch nur simpler Text hin.

    Das ist ganz einfach gewollt! Ob dem Redakteur oder Euch das nun paßt oder nicht – Ihr kennt das ja alle mit dem Sack Reis…

    Diejenigen, die es nicht verstehen, sind genau die Leutchen, vor denen man solche Seiten schützen will und muß. *lol*

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    • Helga schrieb am 15.08.2012

      Na ganz toll!
      The Administrators from Hell
      Hier einer mit Allmachtsphantsien.
      Er meint einfach, weil er mit seinen Job nicht klar kommen will, muss er alle anderen vor pösen Links schützen? Ach ne, er muss nur sich vor Überarbeitung schützen, und verdrängt es mit der angeblichen Schuld der Anderen in sein unbewusstes. Perfekt arrangiert.

      Bitte?????????
      Hier geht es nicht um Scripte aller Art, jedes Datenaustauschformat mit möglicherweise potenziellen Gefahrenquellen. Es ist schon ratsam nicht alles zu erlauben was geht (auch beim eigenen surfen erlaube ich der Journaille nicht per default ihre ganzen Trackingwanzen auszuführen oder zu platzieren. Das sind meine Daten, für die ich ein Leistungsschutzrecht beanspruche *HrHr*), aber hallo? Hier dreht es sich doch nur um ein Anchor Element, das man freischalten müsste…… Von dem Wissen über Blogs reden, aber anscheinend keinen blassen schimmer, wie man in den zumeist JavaScript Editoren nen einfachen Link frei schaltet – oder wie????
      Der Herrenmensch mit seiner Allmacht, der hat das natürlich alles freigeschalten wenn er als SUBERADMIN rein geht. Aber hey, als SUPERADMIN, da ist das ja auch technisch möglich.

      Sie Typen haben echt den Knall nicht gehört und errinern eher und bestenfalls an ne Witzfigur mit Profilneurose.

      Sack Reis?? Bla Blub…. Gut aufgeschnappt…. und nachgeplappert…..
      nur. Es scheinen doch ein paar zu interessieren, wenn sie “wenigstens” “G00gle-Manna” als Anerkennung erhalten würden….

      Diejenige die es nicht verstehen, also die Unpassenden, die sind potenziell gefährlich…. Sie sind Ungeziefer im System…. passe dich an, oder verrecke….

      Gut n8 – Licht aus!

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      • icke schrieb am 15.08.2012

        Du kennst das FAZ CMS? Du stellst einfach nur dumme Vermutungen auf, dass es ja möööglicherweise mit anderem Benutzerkpnto möglich wäre.

      • *lol* Wer hat den Schuß jetzt nicht gehört? Man, man, man…

        Also erstmal: Das hat doch nicht der Admin zu entscheiden.

        Und was sollen solche Begriffe wie “Herrenmensch” und “Allmacht”? Und wieso sollte der Admin mit seinem Job nicht klarkommen? Und wieso sind Links böse? Wieso sind Redakteure, nur weil sie im CMS keinen Link setzen können, Ungeziefer im System?

        Und was soll sowas überhaupt: ‘Sie Typen haben echt den Knall nicht gehört und errinern eher und bestenfalls an ne Witzfigur mit Profilneurose.’? Schonmal irgendwas von Sachlichkeit gehört? Um mal ins gleiche Horn zu stoßen: Zur Witzfigur macht sich hier der Autor dieser Zeilen…

        Ich versuche es noch einmal:

        Es geht geht ganz einfach darum, daß die Seite immer und zu jederzeit ordnungsgemäß laufen muß. Nicht mehr, nicht weniger. Dementsprechend wird sie aufgebaut und jeder darf an den Seiten und Stellen arbeiten, an denen er arbeiten muß. Mehr soll er einfach nicht machen können. Das ist nicht gemine, das ist nicht böse, das dient der Ausfallsicherheit der Seite und auch der Beruhigung der Mtarbeiter, die mit dem System umgehen müssen und evtl. halt so gut wie keine Ahnung haben von dem ganzen Internet-Mist. Müssen sie auch nicht – sie sollen ja Content erzeugen. Deswegen ja auch ein CMS…

        Gaaaanz grobes Beispiel: Der Buchhalter der Firma darf ja auch nicht ins Labor, um da mal die eine oder andere Flüssigkeit zusammenzumixen….

        Falls das jetzt immer noch zur überflüssigen Aufregung Deinerseits führt, belassen wir es halt dabei: Ich habe keine Ahnung und Du hast die Weiheit dafür anscheinend mit Löffeln gefressen. Damit kann ich gut Leben und habe auch keine schlaflosen Nächte. Das wird Dir ebenso gehen…

      • Helga schrieb am 15.08.2012

        Ich vermute mal, Du vermutest, meine Vermutung wäre dumm, weil Du vermutest ich würde das CMS dieser Superspezialexperten nicht kennen. Richtitsch vermutet! Besser gesagt, ich weiß gar nicht welches sie verwenden, auch wenn ich es kennen würde.
        Schön für Dich, aber darum geht es gar nicht. Es ist bestenfalls ein schlechter Witz zu behaupten es wäre technisch nicht möglich, im Internet, im WWW also mit einem Protokoll das dafür ausgelegt wurde Hypertext zu transportieren, in einem CMS, das mit dafür prädestinierten Programmiersprachen entwickelt wurde um im Internet Hypertext darzustellen (auszuliefern, so dass es ein Programm zur Hypertextdarstellung – im Volksmund Browser), in diesem Hypertext auch Hyperlinks zu platzieren. Hat man einfach vergessen zu implementieren *HaHa*

        Nö, sagt er auch nicht. Es ist gar nicht gewollt und schiebt die wohltuende Geste vor, es wäre zu Sicherheit für wen auch immer. Wieder bestenfalls ein schlechter Witz. HAHA, die pösen Links, die zerfetzen ja nur das teuer bezahlte Template im günstigsten Fall. Eher eine Bevormundung und das absprechen von Kompetenz und Verantwortung, sowie das Vermögen und die Bereitwilligkeit zu lernen was ein Link genau ist, wie man ihn schreibt und auf was man achten sollte, der eigenen Kollegen und Mitarbeiter.

        Es ist völlig egal welches CMS dort eingesetzt wird. Wenn der Chef nicht sofort die Macher (oder andere) dieses tollen, eigentlich unbrauchbaren weil künstlich verkrüppelte CMS beauftrag da Nachbesserung zu leisten, damit es im Internet auch das kann, was das Internet, genauer was das WWW, den Hypertext zum Großteil ausmacht, dann, man möge es mir verzeihen, dann vermute ich dahinter Absicht, warum auch immer, aber keine die etwas mit Sicherheit im angesprochenen Sinn zu tun hat.

        Erzählt solche haarsträubenden Märchen lieber denen, die solche Märchen glauben wollen.

        Ist natürlich alles nur Vermutung – Gelle!?

      • Helga schrieb am 15.08.2012

        “[...][...]“

        Es geht geht ganz einfach darum, daß die Seite immer und zu jederzeit ordnungsgemäß laufen muß. Nicht mehr, nicht weniger. Dementsprechend wird sie aufgebaut und jeder darf an den Seiten und Stellen arbeiten, an denen er arbeiten muß.

        Ja muß, von wollen kann da ja kaum die rede sein, wenn man die Mitarbeiter dermaßen gering schätzt.
        Du hast es evtl. noch nicht gesehen, aber es gibt da einige online Redaktionen die schaffen es tatsächlich links in ihre Texte einzupflegen, manchmal sogar viele, und ihre Seite ist trotzdem 99,9% Ereichbar und läuft und läuft.

        Aber bitte…. was solls. Natürlich bin ich der dumme, wenn ich anspreche, dass man sich hier einfach nur Rechtfertigungen aus den Fingern saugt…. Kratzt mich nich1 die Bohne.

      • Du verstehst es tatsächlich nicht… Macht aber auch nix. Mittlerweile steht ja unten, daß die Redakteure könnten, wenn sie wollten. Umso besser… Dann muß man nicht mehr spekulieren und Du kannst weiter in Deiner kleinen Homepage-Welt leben. ;o)

      • Helga schrieb am 15.08.2012

        *rofl* Du bist ein ganz witziger! Meine kleine Hompage-Welt! Köstlich!
        Zum einen schreibst Du selbst dass es gar nichts mit “nicht können” oder “nicht möglich” zu tun hat, sondern wie ich vermutete, eben mit “nicht wollen”, und dann bist Du nicht in der Lage mir das zuzugestehen und anzuerkennen. nö ich hab da scheinbar nur Glück gehabt so etwas in meiner kleinen Welt überhaupt denken zu können, weil ich anscheinend ganz zufällig einen Löffel mit Weisheit essen durfte, mit dem ich trotzdem wirklich nix kappiere.

        Jetzt machst du mich deppressiv! Ich muss das unbedingt einem Psychotherapeuten berichten und nach Hilfe bitten, wie ich mein Leben in dieser kleinen mickrigen Welt wieder auf die reihe bekommen… so dass ich wieder geliebt werde…. von allen… und nicht so dumm herum vermute….. am besten ich lass mir gleich Psychopharmaka einflösen…. dann wird wenigstens mein Gehirn schon mal auf Line gebracht und mit der dämpfenden Wirkung fügt sich auch der Rest in mir. Da sind die Nebenwirkungen gar nicht mal mehr so schlimm. Bei dieser Aussicht endlich angepasst und konform zu sein.

    • Elias schrieb am 15.08.2012

      Denn nicht jeder, der das ABC beherrscht, ist auch fit in HTML, CSS, PHP, ASP, XML und so weiter

      Ziemlich genau 83,3 Prozent der angegebenen Technikkürzel werden für das Setzen eines Links nicht benötigt. Das Anchor-Tag in HTML ist weiß Gott keine Raketentechnologie, sondern etwas, dessen Benutzung auch ein weniger geübter Mensch mit geringem Aufwand zu lernen vermag.

      Und ich bin mir sicher, dass die Online-Redakteure bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sehr viele Dinge mit relativ hohem Aufwand gelernt haben. Nur eines eben nicht: Online…

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      • Damit wollte ich lediglich ausdrücken, daß ein Mitarbeiter, der für Content sorgt, nichts vom Internet und der entsprechenden Technik etc. wissen muß, um zu arbeiten.

        Die Restriktionen für etwaige Textfelder können können bei vielen CMS sehr genau definiert werden.

        Und es hat eher auch weniger hiermit zu tun: “Das Anchor-Tag in HTML ist weiß Gott keine Raketentechnologie, sondern etwas, dessen Benutzung auch ein weniger geübter Mensch mit geringem Aufwand zu lernen vermag.”

        Es kann auch ganz einfach mal ein Zeichen vergessen werden. Ein Anführungszeichen zu wenig und schon haben wir den Salat… Daher einfach nur ein Textfeld, wo nur Text hinkommen soll…

      • Elias schrieb am 15.08.2012

        Es kann auch ganz einfach mal ein Zeichen vergessen werden. Ein Anführungszeichen zu wenig und schon haben wir den Salat

        Klar, und Fehler, die mal passieren, können auch gar nicht korrigiert werden. Sehe ich ja immer, wenn bei den Dreckssi… Websites der Qualitätsjournalisten sogar sinnverändernde Bearbeitungen nach Veröffentlichung gemacht werden, und zwar regelmäßig ganz mit ohne jeden Hinweis darauf.

        Der Verweis auf das CMS ist ein technokratisches Scheinargument, hinter dem menschliche Verantwortung versteckt werden soll, mehr nicht. Und die Leute, die so etwas nötig haben, bekommen bei mir ein ganz bestimmtes Maß an Achtung, das ich lieber nicht genauer präzisiere, um weiterhin eine halbwegs druckreife Sprache in den Kommentaren beizubehalten.

  • Axel Amthor schrieb am 15.08.2012

    Hallo Patrick,

    alles gesagt, das mit dem “im Content Management System nicht machbar” stimmt leider, weiß ich aus Erfahrung, diese Redaktionssystem sind Redakteurgängelungssysteme. Anyway, Lohn für Leistung steht ebenfalls ausser Frage.
    Aber: gibt es nicht sowas wie copyright? Sind die nicht verpflichtet, Urheberrechtskennzeichnungen zu setzen? Das Urheberrecht an dem Bild hast doch du und das ist uunveräusserbar.
    Und: Gibt es für Fotografen nicht sowas wie eine “Verwertungsgesellschaft” wie bei Print? Wo ist eure Lobby?
    N.B: ich hoffe Roland hat seine Bilder bezahlt, wenn nicht, Rechnung an mich.

    Viel Erfolg,
    Axel Amthor

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  • Ronny schrieb am 15.08.2012

    Unabhängig davon ob die Links können oder nicht – zumindest hätte man eine Kompensation anbieten können. Ja, ich weiß – Für Online-Veröffentlichungen zahlen die nix. Also echt, eine der auflagenstärksten Zeitungen und alles schon für Umme haben wollen.

    Sorry Leuts, das geht gar nicht!

    Patrick – völlig richtig gemacht und ich hoffe mal, dass die von der FAZ das hier auch lesen.

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Henning schrieb am 15.08.2012

    okay, dass Redakteure nicht alles dürfen sollen, ist richtig. Aber am Ende des Artikels könnte doch stehen:

    Bildquelle: Name

    Das geht auch als Redakteur. Insofern gebe ich Paddy trotzdem Recht

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  • Reen schrieb am 15.08.2012

    Schwere Kost ;)

    Nur so als Gedanke. Könnte es tatsächlich möglich sein, dass die Bildunterschrift eines Bildes nicht verlinkt werden kann?
    Zudem wird es in der Tat so sein (siehe Heinning), dass Redakteure keine Berechtigung haben Links zu setzen. Das müsste man gegentesten.

    Ich würde am Telefon genau das fragen? Und nicht die Aussage ist technisch nicht möglich im Raum stehen lassen. Hast du das schon versucht?

    Achtung ein paar Fehler:

    “Honora”
    “Online-Veröffnetlichung”

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  • stefanolix schrieb am 15.08.2012

    Tatsache ist aber: Sie könnten die Anmerkung

    Quelle: http://neunzehn72.de

    unter das Bild setzen. Die meisten Browser bieten nach dem Markieren der Adresse die Möglichkeit an, die Seite in einem neuen Tab/Fenster zu öffnen. Wahrscheinlich funktioniert auch:

    Quelle: neunzehn72.de

    Ansonsten schließe ich mich der Meinung der Mehrheit an: Die Reaktion der Zeitung halte ich für unverschämt.

    Auf diesen Kommentar antworten

  • Ich wäre dafür das wir der FAZ ein paar billig Bücher von DATABECKER schicken, mit tollen Infos für die erste Internetseite, und wie man Hyperlinks setzt, vielleicht sogar mit Titel und Alt.-Tag.

    Deppen…

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  • Majestic schrieb am 15.08.2012

    Ach die FAZ wieder. Ja, so viel Kompetenz ist da nichts Neues. Vor zwei Jahren hatte ich die Onlineredaktion auf einen sichtbaren Fehler hingewiesen, da kam nur die lapidare Antwort, man hat das schon immer so gemacht und macht es auch weiter.. Die leben halt in ihrer eigenen Seifenblase, die können nicht anders. Wahrscheinlich ist Arroganz etwas, was man dort einatmet wie anderswo Schimmelpilzsporen und die machen bekanntlich krank.

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  • Huflaikhan schrieb am 15.08.2012

    Irgendwo kann man immer einen Link unterbringen, wenn nicht in der Zeile direkt beim Foto, dann eben an anderer Stelle.

    Komischerweise ist es offenbar heute besser, man wird nicht angerufen und die Zeitung bringt das Foto. Dann kann man einfach eine Rechnung stellen und die Sache ist durch.

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  • Redakteur vom Dienst, FAZ.NET schrieb am 15.08.2012

    Lieber Patrick Ludolph (aka Paddy),
    da Ihr Text den Eindruck erweckt, wir hätten eines Ihrer Bilder verwendet, zunächst der Hinweis: FAZ.NET hat zu keinem Zeitpunkt eines Ihrer Bilder veröffentlicht.

    FAZ.NET zahlt durchaus Honorare für Fotos im Internet. In diesem Fall handelte es sich aus unserer Sicht aber um PR-Bilder eines Schauspielers. Daher haben wir die redaktionelle Entscheidung getroffen, für diese PR-Bilder kein Honorar anzubieten und Ihre Bilder nicht zu verwenden.

    FAZ.NET ist durchaus in der Lage Links unter Bilder zu setzen. Auch hier handelt es sich um eine redaktionelle Entscheidung, ob wir auf die Seite einer Bildagentur oder eines Fotografen verlinken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Cai Philippsen, Redakteur vom Dienst, FAZ.NET

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    • FAZ-Abbestellt schrieb am 15.08.2012

      Schon alleine die so genannte “redaktionelle Entscheidung” ist eine Frechheit! Copyrights unterliegen NICHT einer red. Enscheidung!!
      Und die Nennung von Bildquellen ist (nach meinem Wissen) sogar rechtlich vorgeschrieben.

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    • FAZ-Abbestellt schrieb am 15.08.2012

      und dann hat der “Redakteur vom Dienst” auch noch die Frechheit, selbst auf die FAZ zu verlinken!!! Ich glaubs ja nicht!!

      Den Link würde ich hier entfernen!

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    • Paddy schrieb am 15.08.2012

      Lieber Cai,

      1. Blödsinn, an welcher Stelle erwecke ich den Eindruck?
      2. Ohne Worte …
      3. Klingt ja schon ein wenig hochnäsig

      Liebe Grüße

      Auf diesen Kommentar antworten

      • Christoph schrieb am 15.08.2012

        Die Unterscheidung zwischen den “nice to have” und “must have” respektive PR relevanten Bildern ist nicht neu und durchaus gängige Praxis. Es ist auch nachvollziehbar, dass die Zeitungsbranche mit aller Vehemenz auf eine Gewinnmaximierung zielt, um den eigenen Niedergang als aussterbendes Medium hinauszuzögern.

        Verständlich vor diesem Hintergrund ist auch, dass Informationen fast ausschließlich ohne Honorar akquiriert werden. Das ist schließlich das Prinzip, nachdem eine Zeitung funktioniert. Wenn für jede Info Geld bezahlt werden müsste, würde das Prinzip der PROFESSIONELLEN Berichterstattung in Text, Bild und Ton nicht funktionieren. Das sollte hier allen klar sein. Aber das ist eine Grundsatzdiskussion.

        Was jedoch an das Messen mit zweierlei Maß erinnert, ist, dass die Verlage und Zeitungen – die FAZ allen voran – selber Geld für das Vervielfältigen dieser eigenen Texte und Grafiken (auch derer von Dritten) verlangen.

        Da ich davon aus gehe, dass Paddy hier mehr als 1 Mio PI im Jahr hat, müsste er laut FAZ Preis-Tabelle 165 EUR für die Nutzung eines der (eigenen) Bilder zahlen.

        http://www.faz-rechte.de/preistabelle-faz-grafiken.htm

        Da erscheint es fast schon als Ironie, dass der durch diesen Blog entstanden Reputationschaden finanziell nicht ins Kalkül der Redakteure der FAZ einbezogen werden.

        Das fehlende Umdenken der Printmedien im Hinblick auf die Möglichkeiten der Online-Welt ist jedoch nach wie vor bezeichnend für den eigenen Niedergang. An diesem wird sich so schnell vermutlich nichts ändern. Auch leider bei der FAZ nicht.

    • ebaer schrieb am 15.08.2012

      Wenn es PR Bilder vom Schauspieler sind, wieso hat sich die FAZ nicht an ihn gewand?
      Ich fotografiere Autoren FÜR die Verlage im Auftrag für die Verlage. Sprich, die Verlage zahlen mich, damit sie dann das Bild – kostenfrei an die Medien weiter geben. Und dann kommt auch noch mein Name drunter i.d.R.

      Wie ist es denn bei dem Fall hier Paddy? Hat Dich der Schauspieler bezahlt?

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      • oparazzi.de schrieb am 26.08.2012

        Ich wundere mich jeden Tag, wo die manchmal “tollen Honorare” für meine Fotos her kommen. Ohne komische Stock- oder Pressebildagenturen. Einfach nur über eine komische amerikanische Bilddatenbank.

        Fängt mit “f” an. Das melde ich dann ordentlich jedes Jahr an die VG-Bild-Kunst. 60 Millionen Euros verteilen die da, wegen der Kopierabgabe. Ich da bin auch mit dabei und kassiere mein Weihnachtsgeld um der zwölften Dezember. Viel isses nicht mehr!

        Lange wird das da aber nicht mehr gehen, da jeder Mensch ohne interne und spezielle Foto-Fachkenntnisse zukünftig gnadenlos gute Fotos mit jedem beliebigen Handy machen kann. In Auflösungen, die sehr, sehr hoch sind im Vergleich zu heute. So um das hundertfache schätzt man derzeit.

        Strukturen ändern sich durch neue blitzschnelle effizentere Foto/Bild-Standarts mit derzeit neuen Text- und Bild Lösungen. FAZ wird es eventuell in zehn Jahren noch geben, mit so Dingern, wie heute Fotos gratis nutzen zu können. Das wollten die ja 2012 so.FAZ ist dann Geschichte. Schätze FAZ ist dann eine Seniorentruppe, zu Zeiten, wo dann jeer einen TV Kanal im Netz betreiben kann und auch wird.

        Sieger sind dann so Typen, die Unterhaltung und Nachrichten glorios mischen. Wird sowas ähnliches wie RTL II sein. LügenTV, Lügeninternet.

        …………Lustig wird das schon ein bissel sein!

  • ebaer schrieb am 15.08.2012

    wenn der Bäcker 4,50 möchte, sag ich, nee, für Brot zahl ich nix
    wenn mein Verieter 450 möchte, sag ich, nee, für das Büro zahl ich nix
    wenn der Fotohänder 4500 möchte, sag ich, nee, für Kamera und Linsen zahl ich nix

    und wenn sie mich fragen, warum, sag ich, für meine Bilder will auch keiner was zahlen …

    Auf diesen Kommentar antworten

  • OMG!!!
    Wo soll das noch hinführen?
    So macht das echt kein Spaß mehr. Kann ich mir auf die Weise meine Brötchen kaufen? Sicher nicht!
    Wenn die faz vielleicht Platzprobleme gehabt hat, hätte man auch einfach das Bild als Link nutzen können und den Namen vom Fotografen am Bildrand platzieren … Möglichkeiten gäbe es sicher viele.

    Aber hast Du nun oder hast Du nicht – das Bild rausgerückt???

    Grüße und Kopf hoch; die Erfahrung haben schon viele vor Dir gemacht!

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  • Macht hier eigentlich jeder nur Bilder, um sie zu verkaufen?

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    • ebaer schrieb am 15.08.2012

      Ich mach Fotos um sie zu verkaufen, was die anderen hier mit ihren Bildern machen, weiss ich nicht. Aber manchmal mach ich auch Fotos, wo ich hoffe, dass ich sie verkaufen kann und dann mach ich Fotos, die “klebe” ich ins Familienalbum.

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  • CarolinN schrieb am 15.08.2012

    Ich kann die Aufregung über zwei Punkte nachvollziehen: die Selbstverständlichkeit, mit der faz.net kostenlos dein Bild nutzen will, und dass sie nicht in der Lage sind, eine URL als Credit anzugeben, das ist auch ohne die Fähigkeit, in Bildunterschriften zu verlinken, problemlos möglich.

    Aber deswegen Rückschlüsse auf die Fähigkeiten von Redakteuren zu schließen, finde ich etwas dreist. Ich habe bereits mit diversen Redaktionssystemen auch großer Medien gearbeitet und kann bestätigen: Einen Link setzen im Text – eine Sache; in der BU – eine ganz andere. Und ein Foto verlinken erst Recht.

    Wenn das CMS das nicht zulässt, müssen wir darüber sprechen, dass große deutsche Medien mit rückständigen Systemen arbeiten. Ist aber nicht wirklich der Knackpunkt hier, oder? Was nicht heißt, dass es so manchem Redakteur nicht mal gut tun würde, sich etwas detaillierter mit HTML und CSS zu beschäftigen.

    Der Redakteur bekam vermutlich den Auftrag, das Foto zu besorgen, und kann auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten handeln. Und überhaupt geht das, wenn ich mir so die Kommentare durchlese, doch auch am Thema vorbei. Nicht um technische Fertigkeiten von Redakteuren sollte es gehen, sondern um die Selbstverständlichkeit, mit der sie kostenlos über anderer Leute Werke verfügen wollen, während sie sich wiederum gegen die Nutzung ihrer Werke durch Suchmaschinen oder Blogger wehren…

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    • FAZ-Abbestellt schrieb am 15.08.2012

      @Carolin

      warum und aus welchen technischen Gründen kein Link gesetzt werden konnte, ob CMS und wie veraltet, ist sicher nicht die Frage. Und letztlich würde mich als Fotograf/Dienstleister das auch nicht interessieren.
      Man kann davon ausgehen, dass auch die Redaktion strukturierte Abläufe hat und egal wie schnell das Bild beschafft werden musste, dürfte klar sein, dass damit auch Koste für das Bild anfallen. Ich schicke auch nicht meine kleine Tochter einkaufen und gebe Ihr kein Geld mit …
      Den Red. noch in Schutz zu nehmen, ist für mich unverständlich.
      “Eigenverantworliches Arbeiten” heißt es immer so schön und wird von Mitarbeitern erwartet!

      Letztlich bleibt hier der fade Beigeschmack, dass für eine Dienstleistung nicht bezahlt wird! (wie so oft im Grafik- oder Fotobereich)
      Die FAZ kauft täglich mehrere Bilder aus großen Pressebilddatenbanken ein, nur dem Kleinen von neunzehn72.de wollen die nix zahlen!?

      … und was die Verlinkung angeht … lassen wir das mal raus, so hätte neben der Headline klein der Name vom Fotografen stehen können (z.B. Stuttgarter Zeitung) oder eben am Ende des Artikel. Möglichkeiten bieten sich viele, auch mit veraltetem CMS …

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      • CarolinN schrieb am 15.08.2012

        Deswegen habe ich ja auch bewusst davon gesprochen, dass die Art und Weise der Fotobeschaffung und der Zahlungsunwille nicht okay sind. Eigenverantwortlich Arbeiten heißt aber auch, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten agieren zu müssen. Dann müsste die Frage eher an den Redakteur lauten: Warum willst du unter diesen Bedingungen überhaupt arbeiten?

        Doch das führt ja wohl eindeutig zu weit und ist auch meiner Meinung nach wenig zielführend.

        Mir war es nur wichtig, zu betonen, dass es diese Schwachstellen in redaktionellen CMS gibt und dass ein Redakteur keinen Einfluss darauf hat, dieses System umzuschmeißen.

  • Christian schrieb am 15.08.2012

    Das ist wirklich bitter. Zumal dies wohl kein Einzelfall ist, denn mir erging es ziemlich ähnlich: http://cfkone.net/2012/05/14/selbstbedienungs-journalismus/

    Wobei die FAZ da eine wirklich “große Nummer” ist, von der ich das am wenigsten erwarten würde.
    So wie es aussieht ist das gängige Praxis im Journalismus. Sehr traurig.

    Auf diesen Kommentar antworten

    • Tondu schrieb am 15.08.2012

      @Christian: ohne deinen Name darunter, ist es zwar rechtlich immer noch dein Bild, aber du wirst schwer haben, dass zu beweisen. Darum kann die Zeitung damit erst einmal machen, was sie will…es verändern z.B. Du müsstest dann dagegen klagen und da vermutet man wohl zu recht, die meisten Urheber das nicht tun (auch weil sie ihre Rechte gar nicht kennen!).
      Lg Annette

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      • Christian schrieb am 15.08.2012

        @Annette: das Hauptproblem, sowie es auch Paddy schilderte, ist doch aber, dass die Zeitungen bzw. auch freie Journalisten es wohl überhaupt nicht bedenken dem Urheber ZUMINDEST die Urheberschaft anzuerkennen. Ganz gleich ob mit Namensnennung oder per Honorar.
        Bsp. in Form einer Verlinkung, was wirklich kein kosten- und arbeitsintensiver Umstand ist. Sogar, wenn wie in o.g. und in meinem Fall explizit nach dem Foto gefragt wird und somit nach gültigem Recht ein mündlicher Vertrag und damit auch eine Nutzungsgenehmigung zustande käme.
        Natürlich bei ungefragter Nutzung eines Bildes ist dies sicher eine ganz andere Situation, aber selbst das erlebe ich im “seriösen” Journalismus derzeit auch immer wieder.
        Gerade die Print- und Onlinemedien jammern doch im Rahmen der Leistungsschutzrechtsdebatte am lautesten, aber in solchen Fällen wird dann mit zweierlei Maß gemessen. Das ist nicht in Ordnung.

  • Jason schrieb am 15.08.2012

    Immerhin hat die FAZ vorher gefragt. Richtig witzig wird es, wenn man ein eigenes Foto in der digitalen Ausgabe einer großen deutschen Tageszeitung findet. Auf die erste (höfliche) Anfrage wird einem dann 30 Euro angeboten, bei der zweiten (nur noch sachlichen) Anfrage auf die Rechtsabteilung verwiesen. Aber Hauptsache eine Leistungsschutzrecht!!

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  • Tondu schrieb am 15.08.2012

    Insgesamt sind die Online Ausgaben eher ein Verlustgeschäft. Darum versuchen die meist externen Dienstleister, die diese Seiten betreuen mit wenig Personal und in der Regel auch für wenig Geld, alle unnötige Arbeit abzublocken. Bitte vergesst nicht, dass auch da nur Menschen arbeiten…und dann fragt euch selbst, ob ihr wirklich für irgendwelche Leute auch nur einen einzige Zacken mehr tun würdet, wenns dafür kein Geld, sondern nur mehr Arbeit gibt!
    Es werden sogar Dinge abgeblockt, die der Zeitung und den Autoren mehr Geld einbrächten, weil einfach die Kapazitäten nicht da sind, um diese Umzusetzen.

    Bei der FAZ kommt noch dazu, dass man zum Geldverdienen, die Archive kostenpflichtig gemacht hat (und “saubere” Links aus verschlüsselten Seiten heraus auf unverschlüsselte sind nun mal mit etwas mehr Aufwand verbunden).

    Die meisten Zeitungen wurden ins Onlinegeschäft genötigt und haben das sehr halbherzig umgesetzt. Mit dem Erfolg, dass es viele “selbstgestrickte” CMS gibt, die erst in den letzten Jahren Zug um Zug durch vernünftige Systeme ersetzt werden. Natürlich gibt es Verlage, die das schon längst ordentlich hinbekommen haben…die typischen Printverlage sind da aber eher nicht dabei.

    Beruflich ist mir der Online Bereich fast aller wesentlichen deutschen Verlage bekannt. Was Paddy erlebt hat, wundert mich nicht im geringsten. Es spricht sogar für die Seriösität der FAZ, dass sie seinen Namen unter das Bild hängt! Mehr ist da nicht zu erwarten…bös gesagt, weil es in der Printausgabe ja auch keinen Link zum draufdrücken gibt.

    HTML editieren können Redakteure übrigens in der Regel nicht…erstens weil die meisten es nicht können und zweitens weil fast alle es nicht dürfen. Es ist auf solchen Seiten alles zentral geregelt und die meisten laden nur den Rohtext und vielleicht die Bilder hoch und das wars.

    Bis deutsche Verlage alle im 21. Jahrhundert ankommen, wird es wohl noch dauern, aber ich nehme an, im 22. Jh haben sie es dann geschafft (meine persönliche Erfahrung macht mich hier ein wenig ungerecht, aber eben nur ein wenig… ;-)
    Lg Annette

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  • Björn schrieb am 15.08.2012

    Sehr geile Sache! Die FAZ wird damit aber nicht die Ausnahme sein. Als “großer” Player kann man es ja mal versuchen. Gute Reaktion von dir, hoffen wir das es viele so machen und die auch mal Blicken das es so im Internet nicht funktioniert.

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    • Henning schrieb am 15.08.2012

      Die Kommentare driften hier teilweise etwas ins groteske ab !

      Die FAZ hat vorher gefragt und schreibt natürlich auch den Namen unters Bild. Das die nichts für Schauspieler PR zahlen und keinen Link setzten wollen muss man akzeptieren und ist meines Erachtens auch nachvollziehbar.

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      • deemha schrieb am 17.08.2012

        Sehe ich absolut genauso. Kann aber auch die Meinung kein Geld – kein Bild nachvollziehen. Warum fragt die FAZ nicht direkt beim Schauspieler nach?

  • Marion schrieb am 15.08.2012

    Frechheit.

    Dabei ist es so einfach:

    Kein Honorar- keine Fotos!

    = Keine Leser.
    Kein Geld.
    Keine FAZ.

    Ganz einfach!

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  • Bernd schrieb am 15.08.2012

    Du hast “technisch nicht möglich” falsch verstanden. Ich übersetz dir das mal “da könnte ja jeder kommen” oder “unser Anwalt ist der Meinung in Deutschland gibt es nur Störerhaftung “.

    Gruss
    Bernd

    Quelle: Zeitung

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  • Jan schrieb am 15.08.2012

    Durch Deinen Artikel fühle ich mich bestätigt, diese Woche mein Abo gekündigt zu haben. Hätte ich es nicht schon getan, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür!

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  • Jan schrieb am 15.08.2012

    Ach ja, mittlerweile kramt der Stern für seine Titelbilder auch schon bei Fotolia rum. Ausgabe mit dem Olympia-London-Motiv direkt aus Fotolia.

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  • Thorsten schrieb am 15.08.2012

    Paddy, warum soll es Dir anders ergehen.
    http://thorsten-veith.com/bildanfragen-es-regt-mich-langsam-auf/

    Besten Gruß, Thorsten

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  • pgs schrieb am 15.08.2012

    “Liebe Leute von faz.net [...], Es geht mir nicht darum ein fettes Honorar abzugreifen, denn mir ist durchaus klar, dass Ihr es auch nicht immer einfach habt. ”

    Das ist fast schon vorweggenommene Unterwürfigkeit. Die FAZ-Gruppe hat auch 2011 einen dicken Gewinn ausgewiesen. Wer Geld mit Bildern verdient, soll auch dafür zahlen.

    mfg, pgs

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  • Friedemann schrieb am 15.08.2012

    Hey Paddy, hast du ihn denn gefragt warum in Gottes Namen du ihm dann dieses Bild zur Verfügung stellen solltest?

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  • tom schrieb am 15.08.2012

    Schade :-(
    faz? = frech ab zocken!

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  • südknipser schrieb am 15.08.2012

    … vielleicht sollte man mal zwei Stockwerke über dem Büro des “Redakteur vom Dienst” (ist das ein Titel oder eine Diagnose?) anrufen und um finanzpolitische Stellungnahme bitten, wieviel Image-Schaden durch Vorgänge wie diesen verursacht wurde?!

    … eine online-Redaktion, die nicht verlinken (erst) ‘kann’ oder (dann) ‘will’ – böse Themaverfehlung! Vielleicht nochmal ganz zurück auf Anfang “Internet” – was macht man da so?

    … ein Erklärungsmodell: Wenn Angst besteht, ein so belangloses Internet-Angebot zu haben, dass zu befürchten sei, durch die (technisch immer mögliche!) Ausbringung einen links den Leser sofort wieder zu verlieren, sollte das Gesamtkonzept in größerer Runde als der betreffenden Redaktion diskutiert werden.
    (Für technisch interessierte Redakteure hier mal der Hinweis, dass links auch “in neuem Fenster/Tab öffnend” erstellt werden können, die Basis-Seite bliebe dann weiterhin geöffnet; dies ist aber was total Neues, was es erst seit ein paar Tagen auf dem Markt gibt!)

    … oder zusammenfassend:
    “wer keine links kann – kann mich mal!”*
    (Zitat-Quelle ist zwar bekannt, kann aber irgendwie grad nicht verlinkt werden, wir würden zwar gerne, aber redaktionell noch etwas indifferent, farblich nicht so schön, psychosomatische link-Allergie, übermorgen Neumond, … … …)

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  • Heike schrieb am 16.08.2012

    Das Übel, das Du da beschreibst, hat seine Wurzel genau in dem Umstand, dass es Fotografen und Autoren gibt, die ihre Leistungen gratis zur Verfügung stellen, nur um mal ihren Namen hübsch gedruckt zu sehen. Wenn jeder, der etwas leistet, dafür auch auf ein Honorar bestehen würde, hätten wir diese verquere Lage nicht. Du beschreibst einen Missstand, den Du selber förderst.

    Heike, die von ihrer Arbeit als Autorin leben muss

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  • hAnnes schrieb am 16.08.2012

    Hallo Paddy,

    finde es gut, dass du uns einen Einblick hinter die Kulissen gewährst, und Andere auf etwaige Situationen vorbereitest.

    Ich finde, dass du richtig gehandelt hast, es ist schier Wahnsinn mit welcher Macht das Internet bzw. die digitalen Errungenschaften bestimmte Dinge abwerten. Erst heute habe ich mich mit einem Kollegen darüber unterhalten: früher kaufte man Schallplatten, später CDs, dann kamen die ersten Brenner, dann kam ganz schnell die MP3 – seitem sinken die Verkaufszahlen von analogen Medien. Selbiges spiegelt sich auch in der Fotografie: früher war es ein Handwerk, später kamen die ersten Kompaktknipsen für die breite Masse, dann kam digital, dann kam irgendwann das Handy/Smartphone, und jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, wo eine breite Digitalbilderflut täglich über die Deiche des Internets schwappt – vermehrt von Telefonen.

    Und jetzt geht es auch noch los, dass selbst große Agenturen kein Honorar mehr für Fotos zahlen wollen? Die Welt ist verrückt geworden. Die größte Frechheit ist die Aussage, dass für eine Onlineausgabe kein Honorar bereitgestellt wird – aber im Gegenzug die FAZ-App fürs iPad mit einem Euro neunundfünfzig veranschlagen. Bisschen frech ist das schon.

    Danke für deinen Bericht!

    Viele Grüße,
    Hannes

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  • Eric H. schrieb am 17.08.2012

    Erstmal Respekt das du uns deinen verständlichen Aufreger mitteilst!

    Anzurufen und zu fragen ist eine nette Geste, aber aufgrund technischer Unzulänglichkeiten die nicht zeitgemäß sind zu behaupten, es wäre nicht möglich einen Link zu setzen halte ich bei einem Portal bzw. einem Medium wie der FAZ eher für fragwürdig. Man hätte dir ja nebst Namensnennung zum Bild, wie es sich gehört auch als angemessenes Honorar quasi natural eine Werbeeinblenung anbieten können, wenn die Herrschaften sich damit eh schon verdienen…

    Des weiteren muss man sich an der Stelle mal fragen wo die ganzen Bilder die dort Verwendung finden her stammen und vor allem ob sie auch bezahlt wurden ? Wahrscheinlich kannste froh sein das der Redakteur mehr Schiss davor hatte das da ne Klage kommt, als das er freiwillig den obligatorischen Betrag von einem Cent bezahlt hätte ;-)

    Scheinbar ist die FAZ nicht nur nicht gewillt für ein Foto das von einem Fotografen gemacht wurde für die redaktionelle Verwendung Geld zu bezahlen, sondern auch noch dazu mit einem solch schmarrotzerhaften Geschäftssinn ausgestattet das man sich fragen muss ob man der FAZ überhaupt noch als Leser beiwohnen möchte!

    Ich für meinen Teil bin Abonent “gewesen”!

    Nachdem ich das hier gelesen habe, kann ich als Fotograf kein Medium unterstützen welches sich so gibt!

    Liebe FAZ Redaktion, sollten Sie dies jemals lesen müssen, schämen Sie sich!!!

    Paddi, deine Entscheidung zu dem Thema das Bild aufgrund der vorliegenden Tatsachen nicht herzugeben finde ich sehr gut, mach weiter so!

    Ich frage mich ja schon manchmal wo die Quellenangaben der Honorartabellen herkommen, wenn diese Schmarrotzer die sich ja auch teils Verwerter schimpfen meinen das sie auf Dauer mit solchem Verhalten durchkommen…

    Direkt zu erwähnen man würde nichts für die Veröffentlichung bezahlen ist total toll (weil mutig), aber einfach nur dreist und arm!

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  • Askan Worms schrieb am 17.08.2012

    Ich als Zeitung würde mich auch auf nichts anderes einlassen, damit der Inhalt der Nachricht möglicherweise nicht nach einigen Stunde nur noch die Hälfte wert ist da das verlinkte Bild fehlt.

    Dies bedeutet für mich als Zeitung das ich mich in gewisser Weise erpressbar mache, da jeder Linkgeber einfach sagen kann entweder du zahlst mir mal die Summe X oder lösche meine Links. Dies bedeutet das mein Zeitungsarchiv lückenhaft ist.

    Oder noch viel besser, es erscheint anstatt des erwarteten Bildes einer Miss Germany, eines von Frau Merkel.

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  • Die FAZ wird wohl irgendein spezifisches CMS nutzen. Wirklich schade, dass es nicht möglich ist einen Link einzubauen. Ich sehe da aber schon allein das Problem, dass die meisten “Online Redakteure” nicht gerade viel Ahnung von den Hintergründen ihrer Seite haben.

    Dass es keine Bezahlung für Online Publikation gibt, finde ich dagegen skandalös. Immerhin generieren auch Onlineinhalte Umsätze.

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  • mac schrieb am 18.08.2012

    Ich glaube wo etwas nennt man in manchen Kreisen einen Shitstorm, oder? ;-)

    Paddy, du machst geile BIlder, und wenn ich eins davon haben möchte, bezahl ich dafür!

    Wer das nicht tut hat es einfach nicht kapiert!

    Aber so ist die Welt, da laufen leider manchmal ein paar Vollpfosten durch die Gegend!

    Lass dir das schöne Wochenende nicht versauen!

    aufmunternden Gruß
    Matthias

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  • Jan schrieb am 19.08.2012

    Wieviele der Kommentatoren haben eigentlich schon mal “die Piraten” gewählt? Bei dieser Resonanz würde mich mal eine Stellungnahme dieser Partei interessieren – Stichwort “Urheberecht”.

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  • Tom schrieb am 19.08.2012

    Hossa, das hat aber Traffic gebracht … :D

    Was ist denn eigentlich vorgefallen? Die FAZ hat dir gegen Nennung deines Namens angeboten, ein Bild von dir online zu veröffentlichen. Die einzigste Entscheidung die du jetzt noch treffen musst, ist die zu entscheiden, ob du damit leben kannst, oder ob dir das zu wenig ist. In letzerem Fall lehnst du das Angebot dankend ab und widmet dich weiter deiner Arbeit … fertig. Wen das alle Fotografen so händeln würden, gäbe es vielleicht ein Umdenken bei den großen Medien …

    Was den Link setzen anbelangt, sehe ich das allerdings ähnlich wie die Zeitung. Nehmen wir an, der zu verlinkente Seiteninhaber entschließt sich seine Seite aus welchen Gründen auch immer mit anderen Inhalten zu füllen – vielleicht politisch … Oder deine Seite wird mit sexistischen Inhalten jedweder Art gefüllt, weil du sie vielleicht für ein Top-Angebot verkauft hast. Vielleicht schliesst du ja auch morgen seine Seite, so wie der Heidefotograf. Ja, ja, ja, das ist wahrscheinlich bei dir ausgeschlossen aber die Möglichkeit bestünde. Natürlich kenne ich den Haftungsausschluss für Hyperlinks, doch der Beigeschmack und endlos Diskussionen sind die Folge. Das wollen die vielleicht nicht?

    Wie auch immer, deren Angebot hat dir nicht gepasst – morgen geht die Sonne wieder im Osten auf ….

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  • Toni schrieb am 19.08.2012

    sehr gut geschrieben!

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  • Robert schrieb am 20.08.2012

    Paddy, das interessiert dich vielleicht: in österreich dürfen bilder nur dann online gratis veröffentlicht werde, wenn im printauftritt ein kostenpflichtiges bild abgedruckt wird…

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  • iPhone4ever schrieb am 07.09.2012

    Sehr mutig das du darüber berichtest und nur klug auf den Link zu verzichten :)
    Wir leben eindeutig in einer Ich Gesellschaft!

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