Das Flickr-Experiment – 10.000 Follower in einer Woche

Am 10. April 2015 von Paddy veröffentlicht

flickr-shit

Flickr war für mich eigentlich tot. Ich glaube das letzte Bild hatte ich vor drei Jahren hochgeladen. Irgendwie konnte mich die Plattform nach verschiedenen mehr oder weniger missglückten Relaunches nicht mehr begeistern. Ich hatte Flickr komplett aus den Augen verloren.

Mit Thomas Leuthard habe ich mich ein wenig über Flickr unterhalten, da er u.a. ein Tutorial heraus gebracht hat, in dem er zeigt, wie man in kurzer Zeit neue Follower auf Flickr bekommt. Eine alte Marketing-Sau wie mich interessiert sowas natürlich und klar musste ich das auch selbst ausprobieren. Ich ahnte ja nicht, was auf mich zukommen sollte.

Wie bekommt man neue Follower? Egal ob das nun Flickr ist oder eine andere Plattform, man muss auf sich aufmerksam machen, sich an der Community beteiligen und für die Fotos der anderen Mitglieder interessieren. Folgt anderen Fotografen, dann bekommen sie darüber eine Nachricht und folgen Euch evtl. zurück. Das ist ein ganz normaler Vorgang und nicht verwerflich. Man kann mit einer Quote von ca. 10% rechnen. D.h. Ihr folgt 100 Leuten und 10 folgen Euch etwa zurück.

Was passiert aber nun, wenn man ein Script verwendet, welches automatisch Leuten folgt? Ich habe es ausprobiert und habe einen Husarenritt von „Voll Geil“ zu „Shit, was hast Du getan“ hinter mir. Ich dachte mir zunächst nichts dabei und wollte meinen inaktiven Flickr-Account für das Experiment nutzen. Also lud ich ein paar aktuelle Fotos hoch und lies ein Script automatisch rund 90.000 (in Worten: Neunzigtausend) folgen. Plötzlich ging die Post ab. Im Sekundentakt folgten mir neue Leute, Fotos wurden geliked und kommentiert. In kürzester Zeit war ich bei 5.000 neuen Followern. Holy Shit, da Lacht das Herz des Marketeers.

Dann kamen aber die ersten Dankemails von Leuten, die mich kennen und meinen Blog verfolgen. Die haben sich tierisch gefreut, dass ich ihnen folge und sich dafür überschwenglich bedankt. Verdammte Scheiße, jetzt hatte ich ein schlechtes Gewissen, da ich mir die Fotos dieser Leute nie angeschaut hatte. Die Dankemails häuften sich. Irgendwann hatte ich rund 100 davon erhalten. Zeit das Script zu stoppen und erst einmal nachzudenken, was ich eigentlich angerichtet hatte. Das war echt für’n Arsch. Natürlich flog der Schwindel auch recht schnell auf. Erste böse Emails erreichten mich. 90.000 Leuten zu folgen sieht auch irgendwie verdächtig aus. Jetzt tut es mir richtig leid vor allem für diejenigen, die sich geehrt fühlten, dass ich ihnen folge. Dafür muss ich mich an dieser Stelle erst einmal entschuldigen. Das geht gar nicht und ist ein Fußtritt für die Community. Tut mir richtig richtig doll leid Leute, da habe ich nicht weit genug gedacht.

Ich habe dann überlegt wie das eigentlich alles zu werten ist und bin auf ein grundsätzliches Problem gestossen. Es gibt viele Fotografen, die eine grosse Fangemeinde und Lobby haben, aber nicht unbedingt die besten Bilder machen. Die können sich jeden Scheiß leisten und werden gefeiert. Dann gibt es aber andererseits viel mehr richtig geile Fotografen, von denen kein Mensch je irgendeine Notiz nimmt. Sie haben keine Bekanntheit und könnten die besten Bilder der Welt machen, es interessiert niemanden. Ist das gerecht? Ich weiss es nicht, aber so ist die Welt nun mal. Werbung und Marketing verkauft und nicht das gute Bild. Was ist, wenn so ein kleiner Fotograf nun den oben genannten Trick anwendet, um auf sich aufmerksam zu machen? Ist das falsch?

Wenn mir jemand zurück folgt, dann ist das entweder ein simples Dankeschön dafür, dass ich ihm folge oder aber derjenige hat sich die Bilder in meinem Stream angeschaut und entschieden, dass dieser würdig ist gefolgt zu werden. Ich habe auch sehr viel Lob für meine Bilder bekommen, u.a. auch von sehr vielen ausländischen Usern, die keine Ahnung von mir und meinem Blog haben. Es war sogar jemand dabei, der mir vorgeworfen hat meine Bilder wären so gut, die sind doch aus dem Internet geklaut. Das schmeichelt natürlich und irgendwie ist dieses Lob ja auch echt. Der kleine Fotograf hat lediglich nachgeholfen auf sich aufmerksam zu machen. Nur hat er dafür keine Marketing-Euros in die Hand genommen, sondern sich eines Tricks bedient. Dieser Gedanke erscheint mir grundsätzlich legitim, aber ist aus Community-Sicht natürlich ein No-Go. Problem dabei ist, dass eben eine Nicht-Kommerzielle Community missbraucht wird. Spätestens wenn ein professioneller Fotograf auf die Art seine Reichweite erhöht wird es problematisch und nun dürft Ihr mich mit Katzenscheisse beschmeissen. Spinnt man das Szenario nämlich weiter, so könnte ich ja auch Flickr dazu benutzen, um meine Tutorials zu bewerben. Einfach ein paar Bilder daraus hochladen und einen Link drunter setzen.

Das Experiment ist technisch geglückt und mit Volldampf gescheitert. Ja, man kann mit diesem Trick neue Follower bei Flickr bekommen. Aber bitte nicht mit einem Script. Es ist zwar für den Nerd und Marketing-Freund als Experiment  interessant, aber so sollte man nicht spielen. Es gibt vielleicht Leute denen das egal ist, mir aber nicht. Daher habe ich mich entschieden meinen Flickr-Account zu löschen. Es fühlte sich nicht gut an. Nun fange ich wieder von vorne an.

Auch mit Thomas Leuthard habe ich über das Thema gesprochen und ihn gebeten doch mal dazu Stellung zu nehmen. Hier seine Antwort dazu:

„Die Frage, die hier angebracht ist, wäre wohl: Wann hört Marketing auf und wo fängt Spam an. Natürlich haben wir es beim Flickr Account von Paddy übertrieben. Aber es war ja ein Feldversuch und mich interessiert ja der Mensch und wie er reagiert. Das Ganze ist eine Mischung aus Flickr besser kennenlernen und Marketingkampagne. Aber wie wir sehen, kann das sehr schnell schief gehen. Wahrscheinlich sollte man die ganze Sache sanfter angehen und sich die Leute, denen man folgen möchte gezielt aussuchen und nur denen folgen, die auch mein Interesse wecken. Jedenfalls konnten wir erkennen, dass mindestens 10-20% der Flickr Nutzer einem folgen, wenn man ihnen folgt. Es soll jeder für sich entscheiden, wie weit er gehen mag und was für Experimente er im Netz wagen soll. Ich finde es nach wie vor spannend und herausfordernd, hinter die Kulissen von Flickr und deren Nutzer zu blicken, auch wenn ich von einigen dadurch wohl „entfreundet“ werde. Meine ganze Fotografie ist ja eine Art soziales Experiment, welches auch umstritten ist. Einmal umstritten, immer umstritten. Aus dieser Nummer komme ich wohl nicht mehr so einfach raus.“

Und nun bin ich auf Eure Kommentare und die Diskussion gespannt. Ich ziehe schon mal den Kopf ein 🙂

Veröffentlicht in: Foto nach oben

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Kommentare (99)

  • Jan schrieb am 10.04.2015

    Hallo Paddy,

    als dein Name in meiner Timeline erschien, habe ich das gemacht, was ich in so einem Fall immer mache: Erst die Bilder desjenigen ansehen und dann sein Profil. Zu dem Zeitpunkt folgtest du bereits etwa 25.000 anderen Mitgliedern, also konnte da was nicht stimmen. Gefolgt bin ich dir aber nicht. Wie soll jemand Tausende Bilder pro Tag von anderen Fotografen verfolgen? Die Intention ist klar. Meine Zahl liegt nach 9 Jahren flickr übrigens bei 92. Aber böse bin ich dir sicher nicht, du bist ein viel zu netter Typ aus Hamburg! 🙂

    Viele Grüße, Jan.

  • Ben schrieb am 10.04.2015

    Hallo Paddy, vielen Dank für deinen sehr offenen und ehrlichen Bericht. Mir geht es mit Flickr ähnlich. Ich habe im Februar mal ein anderes Experiment gemacht und einen Post bei Bellamy Hunt gemacht (http://www.japancamerahunter.com/) und dort mein Flickr-Profil gepostet. Ich hatte nur wenige Klicks vorher auf meiner Seite und den Bildern, einfach aus Zeitgründen. Innerhalb weniger Tage habe ich mehr als 5x soviele Follower und die Bildaufrufe sind teils schnell über die 1000er Marke gegangen, für mich ein Riesenerfolg.
    Bei Interesse:
    http://www.japancamerahunter.com/2015/03/bag-no-1141-ben-nickel/
    Beste Grüße, Ben Nickel

  • Simon schrieb am 10.04.2015

    Ich finde das Experiment sehr interessant und auch nicht verwerflich.

    Vielmehr macht es mich eher etwas traurig, weil es eben im Internet kaum eine Möglichkeit gibt sich anhand seiner Bilder wirklich messen zu lassen. Marketing ist oft alles und alleine dass die Möglichkeit besteht, dass theoretisch jeder Möchtegern-Fotograf mithilfe eines Skripts bekannt werden kann bedrückt mich schon. (Hoffe Paddy sieht das nicht auf sich bezogen, er ist ja kein Möchtegern sondern hat echt was drauf).
    Klar, ein wenig Marketing gehört auch bei guten Fotografen dazu, wie soll man sonst auch auf ihn aufmerksam werden.

    Die frage ist auch ob flickr „flollower-spam“ unterbinden kann, weil sonst kann das ziemlich aus dem Ruder laufen. Gerade wenn man etwas vermarkten möchte.

  • Josef schrieb am 10.04.2015

    Hi Paddy,
    danke für den Artikel. Habe bis jetzt noch nicht von so einem Skript gehört. Klar, kennt man so Link-Skripte von früher, als man noch Links auf seine Seite haben wollte, aber diese Follower-Geschichte war mir neu. Aber ist ja auch irgendwie logisch.
    Ich finds gut, dass du das Skript verwendet hast, darüber geschrieben hast und dann wieder alles gelöscht hast. Aber ich hätte dich auch nicht anders eingeschätzt. So ist das eben mit Versuchen, man muss es einfach mal machen, sonst kann man nichts dazu sagen. Klar bekommt man erst einmal noch ein paar hundert Hatermails, aber gute Leute polarisieren ja immer.
    Nochmals Danke und bis demnächst.

    Viele Grüße aus dem Süden
    Josef

    • Matthias schrieb am 10.04.2015

      Naja, das kann ja die normale Flickr-API. Lustig ist, dass er sehr wohl ein Limit gibt, wenn man per API neue Kommentare schreibt. Dann bekommt man irgendwann als Meldung nur noch zurück, dass man zu viel schreibt und dann muss man warten. Diesen Mechanismus gibt es bei tausenden von neuen Follows scheinbar nicht – da müssen die Kollegen von Flickr wohl noch etwas nacharbeiten 😉

      Würde man die neuen Follower pro Woche auf z.B. 100 beschränken, würde man ja ewig brauchen um auf 90.000 zu kommen. Und das Limit würde im Alltag wahrscheinlich niemand wirklich erreichen.

      Also ich sehe den Fehler eher auf der Seite von Yahoo, als von Paddy. Er hat nur gemacht was möglich ist. Als Entwickler muss man solchen Szenarien eigentlich vorbeugen, … Er war auch sicher nicht der Erste der diese „Lücke“ ausgenutzt hat. Lücke ist sicherlich das Falsch Wort, da alles offiziell und für jeden zugänglich offen liegt.

      • Es ist so, dass Flickr die Limite sogar aufgebohrt hat. Sie war vor ein paar Monaten noch bei 3’000 non-reciprocal-contacts. Aktuell ist sie bei 100’000. Es geht wohl eher darum, dass Marissa Mayer (CEO von Yahoo) Flickr etwas populärer machen möchte.

  • Christian schrieb am 10.04.2015

    Da ich Deinen Namen kannte, dachte ich auch erst, „Fein, der interessiert sich auch für meine Bilder“ und habe im Umkehrverfahren auch Dich als follower angeklickt.

    Tja, so kann man sich irren. Meine Bilder scheinen Dich nicht im geringsten zu interessieren, aber das macht nix – war ja vorher auch so 🙂

    Spannend, dass Du dieses Experiment gemacht hast und noch spannender, dass Du Deine Erfahrungen geteilt hast. Das bringt sicher noch mehr follower.

    https://www.flickr.com/people/87596636@N00/

  • Frank schrieb am 10.04.2015

    hallo paddy,

    ich finde es großartig das du die eier hast dich dafür zu entschuldigen bei deinen fans, daß hätte nicht jeder

  • Thomas schrieb am 10.04.2015

    Auch ich bin Opfer geworden und war als langjähriger Leser deines blogs und winziges Licht am Flickr-Horizont doch Recht verwundert und ein Stück weit stolz dass mir auf einmal neuzehn72.de folgte! 😉

    Nun weiß ich wie ich zu der „Anerkennung“ kam… das Experiment hätte ich an deiner Stelle sicher auch gewagt. Umso mehr schätze ich dein ehrliches Statement dazu. Ich finde unterstreicht den Eindruck, den ich bisher von dir und deiner Arbeit hatte und noch immer habe. so what… ^^

    Du hast soeben einen neuen follower auf flickr an der Backe! 😉

    • Katrin schrieb am 10.04.2015

      Ha. Genau so ging es mir auch.

    • Andre schrieb am 10.04.2015

      Das kann ich so unterschreiben

    • dl6hbl schrieb am 16.04.2015

      Danke – für den Kommentar – muss ich nicht alles noch mal schreiben.

      Zur Strafe lese ich jetzt einen Monat (na gut -eine Woche) das Blog nicht´.

  • sabekr schrieb am 10.04.2015

    Ahhh..und ich dachte schon..Mensch das gibs doch gar nicht..Der Paddy folgt mir…Aber ok jetzt weiss ich Bescheid …bisschen traurig weil ich im ersten Moment dachte das Dir das gefällt …Aber ok Danke für deine ehrlichen Worte 🙂

    Gruss

    • Paddy schrieb am 10.04.2015

      es gefällt mir tatsächlich 😉 Jetzt habe ich auch wirklich geschaut

      • fiatluchs schrieb am 10.04.2015

        na, wenn Du jetzt auf alle 90.000 Streams schauen willst, denen Du gefolgt bist oder nur denen, die Die auch gefolgt sind müssen wir wohl einige Wochen wenn nicht Monate auf neue Nachrichten im Blog verzichten 😉

  • Klaus schrieb am 10.04.2015

    Moin!
    Jo, da haste Mist gebaut, aber wer kann schon immer die Tragweite seines Handelns abschätzen. Ich habe auch bei mehreren gelesen, das Sie Stolz wie Bolle waren, das Du ihnen folgst. Für die meistens ist es wohl eher peinlich als das sie sauer sind. Du kommst als kumpeliger Typ rüber und das du hier die Eier hast das aufzudecken, untermauert das ganze. Weiter so, aber ohne Tricks. „Don´t be Evil“
    Gruß

  • GambaJo schrieb am 10.04.2015

    Ohhh. 😉
    Ich habe mich zuerst geschmeichelt gefühlt, mich dann gewundert, und zum Schluss einfach vergessen, weil nichts weiter passierte.

    Ich habe genug Selbstbewusstsein und lege nicht so viel Wert auf Follower. Lieber nur eine Hand voll, dann aber auch wirklich Interessierte, als Massen von „Karteileichen“. Sieht zwar nett aus, bringt mich aber nicht weiter.
    Und nicht zu vergessen: Jesus hatte nur 12 Follower, und man sieht ja, was draus geworden ist.

    Prinzipiell verpuffen solche Massenaktionen, wenn sie sich stark häufen und ein solcher Informations-Kanal kann sich so irgendwann „abnutzen“.
    Das ist so, wie mit der Auto-/Moped-Hupe in so manchen asiatischen Großstädten. Sparsam eingesetzt hat so eine Hupe eine gewisse Signalwirkung und wird gut wahrgenommen. Explorativ eingesetzt verkommt die Hupe zu einem Hintergrundrauschen, welches rausgefiltert und kaum noch wahrgenommen wird. Wenn sich also jeder wie wild durch die Gegend hupt, dann ist das so, als würde keiner hupen, weil niemand mehr auf das Hupen hört.

    So kann es auch irgendwann auch mit den Followern kommen. An sich könnte das ein Indikator dafür sein, wie beliebt etwas oder jemand ist, bzw. wie groß das Interesse daran ist. Heute schon kann man Follower „kaufen“. Viele handeln auch nach dem Prinzip „Folgst Du mir, folge ich dir“, was aber nur ein Tauschhandel und kein wirkliches Interesse ist. Die Aussage des Indikators ist damit unscharf und verliert dadurch ihre Relevanz.
    Man sollte sich daher gut überlegen, ob man solche Aktionen, wie hier gemacht, auch tatsächlich „produktiv“ nutzt (das hier war ja nur ein Experiment).

  • Matthias schrieb am 10.04.2015

    Das ist verrückt, denn auch ich habe direkt nach der Mail ein Facebook-Post geschrieben! Gerade in Deiner „Position“ potenziert sich das Ganze Experiment sicher noch einmal.

    Ich hatte mir damals ebenfalls ein Script gebaut, schon fast ein Framework, welches 100 vorgefertigte Kommentare enthielt und mir immer 25 Fotos aus beliebigen Kategorien, von bestimmten Personen oder von bestimmten Orten anzeigt. Diese konnte ich dann mit einem Klick kommentieren. Pro Person habe ich dann noch anzeigt, wie oft ich bei dem User schon kommentiert habe, und welche Kommentare ich schon verwendet hatte. Damit es nicht in Spam endet.

    Also insgesamt auch eine Masche, um an viele Follower zu kommen, wenn auch ein wenig ehrlicher 😉 Von daher kann man dir da nichts vorwerfen denke ich.

    Gruß
    Matthias

  • Michael schrieb am 10.04.2015

    Obwohl ich nicht zu den „glücklichen“ gehöre, die von dir (ver)folgt werden, lass ich hier mal meinen Senf ab.
    Flickr ist seit dem für mich tot, da ich einen Yahoo- account brauche, um mich anzumelden, und ich selbst dann nicht Bilder von Goya’s Maja anschaun darf, von wegen nackter Brüste und so (bin verheiratet mit 3 Kindern; also bitte!).
    Angeblich, weil die deutschen Gesetzte zensierender sein sollen als die US- Gesetze, was ich nicht so recht glauben kann – ich denke, es geht eher dahin, in wieweit Platformbetreiber bei Persönlichkeitsverstößen…. aber ich schweife ab!

    Dein Experiment, lieber Paddy, wäre in meinen Augen ab dem Moment verwerflich, sobald du tatsächlich alles mögliche bewerben würdest.
    Andererseits ist hier genau einer der Friktionspunkte, wo Machbares und Moral aufeinander stoßen.
    Ob es die Postwurfsendung mit dem lange erwarteten Millionengewinn ist oder Product Placement („Schleichwerbung“ für uns ältere) im Kinofilm, beworben wurde schon immer auf ethisch bedenklichen Vehikeln.

    Was aber auch nicht aus den Augen verloren werden darf; und das gilt für alle, die gerne im Internet kostenlose Dienste in Anspruch nehmen:
    Wie wird der ganze Scheiß finanziert?!
    Wenn du, lieber Paddy, etliche Stunden pro Woche online unterwegs bist, deinen Blog unterhältst, oder die Betreiber von Flickr, 500px oder, Gott sei’s geklagt, Facebook:
    Alle erwarten einen mehr oder weniger direkten monetären Gegenwert für ihre Zeit und Investitionen.
    Und da ist es in meinen Augen völlig legitim, wenn hier und dort in der Werbetrommel gerührt wird.
    Und ein http://www.knigge für das verträgliche Platzieren von Werbung und Eigenwerbung habe ich noch nicht gesehen.

  • Michael schrieb am 10.04.2015

    Ich denke eigentlich, dass das Problem noch tiefer geht, als von Dir beschrieben.
    Zunächst einmal halte ich Dein Vorgehen grundsätzlich nicht für verwerflich. Warum auch. Es ist wie im Sport, wer sich dopt, bescheisst sich selbst…

    Ich denke nur, dass in einer Gesellschaft die Leistung an der Anzahl der Likes und Follower gemessen wird ein grundsätzliches Problem hat. Jemand der seinen eigenen Wert an Likes und Followern misst hat ein persönliches, psychologisches Problem.

    Wenn ich meine Facebook Seite als Beispiel nehme (www.facebook.com/WithDesignInMind), dann sind es gruselig wenig Follower, obwohl ich denke, die Bilder sind nicht sooo schlecht. Sehe ich hingegen auf meinen 500px Account (500px.com/michael_gundelach), dann sind dort deutlich mehr. Zum einen, weil ich vielleicht dort auch mehr reinschaue, aber letztlich weil es eine alte Weißheit gibt: Sex sells.

    Klar mag es Leute geben, die völlig verzweifelt sind, wenn plötzlich 10 Follower auf einmal abspringen, zu solche möchte ich aber nicht gehören. Ich bin der Meinung, dass sich echte Leistung und Qulität auf Dauer durchsetzen und dies dann auch sehr stabil bleibt.

    Dazu braucht es allerdings Durchhaltevermögen und das „gewisse etwas“. Vor allem braucht es Eigenständigkeit unabhängig von sozialen Netzwerken. Nehmen wir diese Seite. Die Leute, die hier sind, werden bleiben, währen Facebook, Flickr und Co. irgendwann so viel Content erzeugen, dass die eigenen Bilder ich „weißen Rauschen“ verschwinden.

  • edgar schrieb am 10.04.2015

    Hallo paddy,

    nun, ich fühlte mich schon geehrt. Verfolge dich ja auch bei fb. Nun hier auf flickr .. hm. Ich bin etwas ratlos, warum du dieses Experiment genau so durchgezogen hast. Marketing hin oder her, hab da jetzt ein komisches Bauchgefühl. Ich schau mir immer an, wer mich verfolgt. Erst dann werde ich selbst aktiv, oder: mir gefallen die Bilder anderer User und dann möchte ich deren Werke auch weiter verfolgen. Dein Experiment stimmt mich jetzt nicht um, dies zu ändern, schau jedoch künftig genauer hin. Klar, das kann ich bestätigen, manche machen saugeile Pics, bekommen dafür kaum Resonanz, andere kriegen für mittelprächtige Nummern tausende Liks. OK, wofür mach ich das… ich weis, doch, was ich wert bin .. 🙂
    Dein Experiment brachte und bringt mich zum Nachdenken, vielleicht war das auch ganz gut so.. Danken möchte ich dir auf jeden Fall für die Offenheit, so kann ich das auch richtig einordnen.. Respekt von mir!! Ich werde deinen Neuanfang beobachten 🙂

    Gruß
    Edgar

  • Christian schrieb am 10.04.2015

    Und genau deswegen habe ich (unter anderem) bei dir nicht auf „Folgen“ gedrückt.
    Experiment hin oder her, ich finde es nicht richtig wenn sich User aus Geltungsdrang so verhalten. In deinem Fall mag es natürlich Geschäftsinteresse sein, menschlich ist es aber dennoch nicht in Ordnung.

    Übrigens Thomas Leuthard „folgt“ mir mittlerweile schon zum dritten mal…
    Ich ihm nun nicht mehr.

    Gruß

  • Steve schrieb am 10.04.2015

    Hallo,
    wenn du flickr nicht toll findest:
    Welche Plattform würdest du empfehlen um seine Werke zu veröffentlichen?
    danke

  • Manu schrieb am 10.04.2015

    Hatte mich schon gewundert, warum du mir auf einmal folgst. Dann habe ich in dein Profil geschaut und die Following-Anzahl gesehen. Da ich Flickr auch nicht mehr nutze (seit der Umstellung auf das yahoo Account habe ich irgendwie keine Zugangsdaten mehr) und pro Woche ein paar neue Follower bekomme, habe ich mir schon gedacht das es bei dir auch nur um die Vernetzung geht.

    Bisher ist das eher ein negativer Punkt für dich, durch diesen Post hier relativiert sich das ganze wieder ein bisschen. Ich finde sowas hast du nicht nötig und folgen werde ich solchen Leuten erst recht nicht. Finde sowas schade und das macht auch die Plattformen kaputt, genauso wie einige jedes Bild bei 500px liken.

  • Sebastian Bräutigam schrieb am 10.04.2015

    Hatte mich erst gefreut! Was für eine Ehre, Paddy folgt mir! Dann habe ich gesehen das du über 40.000 hattest und das relativ schnell. Da wurde mir klar das es gemogelt war.
    Böse bin ich nicht, aber enttäuscht weil man sich als Fan über sowas natürlich freut.
    Ich habe übrigens nach knapp 1 Jahr 39 Follower und werde so eine Masche nicht machen. Ich folge nur Leuten die ich gut finde und nicht um damit selber Likes abzustauben.
    Wie gesagt Schade das es nur ein „Experiment“ war und kein echter Like. 🙂
    VG

  • Oha…
    Mir ging es genauso; ich war durchaus überrascht und hatte mich doch ziemlich hefreut, daß der Paddy sich meinen Stream anschaut und sagt: toll.

    War wohl nix.

    Ich heule deshalb zwar nicht 😀
    Aber die Entschuldigung ist durchaus fällig,
    Das Script mag funktionieren, ist bei Bloggern mit Kunden aber eher kontraproduktiv.

    Reißleine hoffentlich erfolgreich gezogen.
    Ich komme urspr. auch aus dem Marketing. Solch eine Aktion kann idT böse nach hinten losgehen.

    Aber es gibt ja noch die Schubrakete 😉

    Schöne Grüße
    Sebastian Fischer aka seelenpfluecker auf Flickr

  • Michael schrieb am 10.04.2015

    da hast du doch mal diesen ganzen Like-Scheiss ad absurdum geführt und gezeigt, das eine hohe Zahl von Followern, Likes oder was auch immer erstmal gar nichts aussagt…
    Darum ist es ja auch so mühsam, sich die wahren Perlen aus dem ganzen Sumpf heraus zu fischen 😉

  • Peter schrieb am 10.04.2015

    Ach so ist das;
    tatsächlich hatte ich tags zuvor einen meiner ersten Nightshots mit der A7S bei ISO 12.800 bei flickr hochgeladen. Das Bild hat mir selber unheimlich gut gefallen und war (an den Referrer Links zu erkennen) zwischenzeitlich auch in Explore von flickr gerutscht.

    Als dann der Follower kam hab ich mir gedacht, „kuck an, das Bild ist wirklich RICHTIG gut“.

    Verwundert hat mich das nicht, weil der Anlass war ja für mich gegeben. Drauf gesch…..

    Ob ich noch so einem Skript aufgesessen bin kann ich natürlich nocht beurteilen, aber mit vielen Followern tausch man sich natürlich mal per Comment oder Favoriten Klick aus. Bei mir ist sogar eine echte transatlantische Freundschaft mit analogen Besuchen daraus entstanden. Da finde ich so ein Skript irgendwie peinlich bis seltsam. Hat was von Facebook-Follower kaufen.

    Ich werde dann den Follower wieder einkassieren 🙁

  • Andreas schrieb am 10.04.2015

    Hallo Patrick,

    es ist schon schade, dass die Qualität eines Fotografen heutzutage in Relation zu seiner Präsenz in sozialen Netzwerken u.ä. gesetzt wird. Ein Herr „Bollywood“ macht das sehr gut vor. Ich bin noch ziemlich frisch bei Flickr aber folge nur Leuten, deren Bilder interessant sind. Natürlich ist noch zu unterscheiden, ob ich einen kommerziellen oder privaten Hintergrund dabei besitze.

    Zu Deinem Experiment. Ok, das Skript hat funktioniert. Experiment gelungen. Das ist mir aber wirklich zu wenig! Bedeutend aus Vertriebs- und Marketingsicht wäre, was heißt das für deinen Umsatz in €, also das, wovon du dich und ggf. Family ernährst? Von daher finde ich das Experiment nicht zu Ende gedacht und eher daneben.

    Vielleicht ist die Sache aber auch komplett inszeniert? Inkl. Entschuldigung und Läuterung? Hast auf jeden Fall mehr Fans dadurch bekommen (im neuen Account kann ich drauf wetten). Ich folge dir jedoch, weil Deine Foto´s gut sind. Weil du dich engagierst in soz. Netzwerken, fleissig Blogs schreibst und gute Video´s einstellst.

    Insgesamt finde ich es traurig, dass Berufsfotografen sich mit Werbung und Marketing so extrem präsentieren (müssen), um ihren normalen Lebensunterhalt verdienen zu können. Oder ist das nur mein internet geprägter Eindruck?

    Just my 5cents
    Andreas

  • exgrambker schrieb am 10.04.2015

    Na, du schlimmer Finger 😉

    Wir haben schon in den Fotogruppen bei FB spekuliert was passiert sein könnte.
    Ja, schön wenn man von einem bekannten Bildschaffenden bemerkt wird. Erst ist man Bauchgepinselt und dann stutzt man…Naja, Du kannst es ganz einfach wieder gut machen, indem Du tatsächlich alle Accounts anschaust und ehrlich darüber berichtest, welche Dir dann doch gefallen… Viel Spaß beim stöbern 😉

  • Bruno schrieb am 10.04.2015

    Schade, auch ich hab mich über den prominenten Follower gefreut und ein Dankesmail ging auch raus. Nach der ersten Enttäuschung über den Fake gehts wieder besser 😉

    Naja, aber das zeigt die Realität Heutzutage. Likes, Bewertungen, usw können einfach gekauft werden, oder mittels Scripten und anderen Anreizen erschwindelt werden.

    Das zeigt auch wie die Bilder heute überhaupt wahrgenommen werden. Ein Bild das mehr als 2 Sekunden betrachtet wird, gilt schon als gutes Bild. Die meisten Bilder werden nicht mal während halben Sekunde beachtet. Wozu dann der Aufwand überhaupt ?? Das ist heute generell das Problem, ich denke, das geht Richtung „Reizüberflutung“. Keine Ahnung, es gibt genügend Statistiken die zeigen, wie/wo/wieviele Bilder hochgeladen werden, das ist halt mit den heutigen Mitteln möglich.

    Zurück zu Deinem Experiment… schade dass es nicht ernst gemeint war, aber Du kannst ja trotzdem mal ein Blick auf meinen Account werfen.. Du kannst ja mittels Script jedem den Du verfolgt hast, ein Download-Code für sämtliche Schubraketen rausjagen 😉

  • Anton schrieb am 10.04.2015

    Und noch eins drauf: Noch blöder ist, dass es gar nicht Dein eigenes Experiment war. Ich finde jetzt gerade den Link nicht, aber ich bin mir zu 100(0)% sicher, dass ich genau die Story schonmal gelesen habe – vor mehr als einem halben Jahr. Kann evtl. sogar sein, dass die Thomas Leuthard gebracht hatte? Aber ich meine mich zu erinnern, dass es auf Englisch beschrieben war.

    Für mich bleibt hängen:
    – Der Trick bei Flickr funktioniert immer noch
    – Ihr beide seid Euch für keinen Marketing-Gag zu schade
    – Only no news is bad news

  • Paddy² schrieb am 10.04.2015

    Da ist die Erklärung!

    Ich war schon ziemlich irritiert, wie Du auf mein eigentlich so gut wie inaktives Flickr Profil gestoßen bist und wieso Du auch noch meintest gerade mir zu folgen, obwohl wir eigentlich ziemlich verschiedene Bildstile/Geschmäcker haben.

    Nachdem ich meine Irritation meinem Kumpel erzählt habe und dieser meinte sein anderer Freund schwärmt schon den ganzen Tag davon, dass ein gewisser neuzehn72 ihm folgt, war mir die Sache relativ klar. Eine Marketing Aktion (und der Verdacht sogar da, dass dies mit der Gewinnmaximierung und denn angestrebten Absatzzahlen des zufällig am Tag danach gestarteten Schubrakete-Projektes zusammenhängt).

    In dem Zusammenhang hatte auch ich ernsthaft eine Weile überlegt, Dir eine E-Mail zu schreiben, um zum Ausdruck zu bringen wie enttäuscht ich von Dir bin, da ich, nachdem ich Dir schon so laaaange Folge, eigentlich anderes erwartet hätte.

    Schlimm finde ich es gerade weil andere Menschen da nicht so skeptisch sind und sich sicher mega darüber gefreut haben, dass ein in Deutschland doch relativ „bekannter“ Fotograf gerade ihnen folgt!

    Aber okay, jeder macht mal Fehler und dieser Post hat mich milde gestimmt und ich werde weiterhin Deinen Beiträgen folgen 😀

    vg
    Paddy²

  • fiatluchs schrieb am 10.04.2015

    Hallo Paddy,

    nun, bin ich enttäuscht, dass Du mir gefolgt bist ohne Dich für meine Bilder zu interessieren? Eher nein!! Ich komme aktuell auf rund 430 Follower von denen ein Großteil bestimmt noch nie meine Bilder angesehen hat. So tickt das Internet

    Klar hatte ich gedacht oder gehofft: „Oh, da sind wohl ein oder zwei Bilder dabei, die sein Interesse geweckt haben könnten und vielleicht kommt auch mal eine konstruktive Kritik“ (ja, ich weiß, wer auf konstruktive Anmerkungen hofft ist auf flickr grundsätzlich fehl am Platz), auf der anderen Seite hatte ich aber auch ein wenig den Gedanken an eine Marketingaktion (hierzu fehlte aber oder zumindest ist mir das nicht aufgefallen der Link zu Deiner Homepage bei den Fotos. Ob das beim Profil war weiß ich nicht, das hatte ich mir nicht angesehen da ich Dich über Deinen Blog ‚kenne‘)

    Es gibt genug Leute auf flickr, die selbst tausenden folgen, jeden Tag unendlich viele Fotos ohne Hirn und Verstand favorisieren und dann (vielleicht) glücklich sind, wenn auf deren teilweise noch nicht mal mittelmäßigen Fotos hunderte Favs angezeigt werden.

    Da freue ich mich eher über zehn bis 15 Kommentare und ‚Sternchen‘ die dann ernst gemeint sind.

    Deine Fotos gefallen mir (ok. die Portraits mit 35 mm Objektiv muss man mögen, schmeicheln tun diese nicht unbedingt, diese bedürfen auch eine gewissen Mut des Models) und folge Dir nun weiterhin aus Überzeugung (nun unter Deinem neuen Profil). Und im Grunde genommen hast Du nur öffentlich gemacht, was man mit ein wenig gesunden Menschenverstand sich eigentlich selbst denken kann.

    Danke Dir für Deinen Mut Dein Tun öffentlich zu machen.

    Viele Grüße
    fiatluchs (aka kandreas71)

  • Ecke schrieb am 10.04.2015

    Thomas Leuthard folgt mir seit ca. 2 Wochen. Hab mich schon gewundert. Jetzt weiß ich ja die Antwort darauf 🙁

    • Susanne schrieb am 11.04.2015

      … mir folgt er seit Monaten, seit letzter Woche sogar schon zum 3. Mal. Nach Experiment sieht das leider nicht mehr aus.

      Ich hatte es mir gleich gedacht, dass es nur Mittel zum Zweck ist. Nur gut, dass mir Flickr ausschließlich wegen des angebotenen Webspace dient.

  • Moin Paddy, so ist das also. 🙂 Und ich hatte mich schon gefreut (und ein bisschen gewundert) dass du meinem Flickr account, den ich zwar schon seit ewigen Zeiten habe und auch einige Tausend Bilder dort gepostet habe, seit langem nicht mehr pflege. Dort war mir irgendwann die „Signal-to-Noise Ratio“ einfach zu gering.
    Auf die Idee mit der „Following-Bomb“ bin ich natürlich nicht gekommen. Aber dass das Experiment mit den Refollowern (heisst das so?) funktioniert, wundert mich gar nicht. Ist bei Twitter auch nicht anders. Wenn dort die Follower organisch wachsen sollen, dann dauert das sehr lange, um auf eine signifikante Zahl zu kommen, es sei denn, man ist irgendein It-Girl. Andererseits gibt es auch „Nobodies“ (ganz neutral gemeint) die 50,000 Follower haben, aber selbst auch 100.000 Leuten folgen (was natürlich völliger Krampf ist). Und Google+ ist auch so… das wird immer mehr wie Flickr. Es gibt Leute auf G+, die völligen Müll posten, der aber von ihren zig-Tausend Followern (die meistens aus irgendwelchen frühen Circles generiert wurden) in den höchsten Tönen gelobt werden. Und die sich dann jeden Tag „Guten Morgen“ und „Gute Nacht, liebe Follower-Gemeinde“ wünschen. Naja, wie auch immer, wünsche dir gutes Licht, und vielleicht treffen wir uns mal an der Elbe.

  • Lutz schrieb am 10.04.2015

    Ich gehöre dann wohl auch zu den Deppen die geglaubt haben das wäre echt – allein aus dem Grund das du ja eigentlich eher mit (und von) der Community lebst. Bin auch jetzt – erst Recht nach dem Post – schon ein wenig entäuscht… nicht dramatisch aber ein wenig schon 🙂

    Aber als Entschuldigung würde ich akzeptieren wenn du dann doch von den Leichtgläubigen die Bilder anschaust und den einen oder anderen ehrlichen Kommentar dazu abgibst. 🙂

    PS: aber ein Pluspunkt gibt es für das öffentliche Eingeständnis… Ehrlichkeit zahlt sich immer aus…

  • Chris schrieb am 10.04.2015

    Hatte mich nur gewundert, dass Du mir plötzlich folgst?
    Auf meine persönliche Mail an Dich kam keine Antwort und da ahnte ich schon, dass dies nicht mit rechten Dingen zu ging.

    • Paddy schrieb am 10.04.2015

      Aus irgendeinem Grund konnte ich keine Mails bei Flickr beantworten. Keine Ahnung woran das lag. Sorry.

  • Oliver schrieb am 10.04.2015

    Das klärt warum machen Flicker Accounts Millionen von Followern haben. Unabhängig davon, ist es in meinen Augen einen persönliche Stärke die eigene Scheiße zuzugeben, die man(n) verzapft hat. Hätte sicherlich nicht jeder so gemacht. Hut ab dafür!

  • Karen schrieb am 10.04.2015

    Hallo,
    mir bist Du auch plötzlich gefolgt und ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass Du meine Fotos meinen könntest, so wenig wie ich bei Thomas Leuthard auf die Idee komme – dem habe ich kürzlich mal etwas zu seiner flickr-Methode geschrieben – und bei vielen anderen, die mir so jeden Tag folgen wollen auch nicht.

    Ich bekomme am Tag so etwa 10 Nachrichten, davon ist maximal vielleicht eine ernst gemeint und ich habe mir nur gedacht: „Ach schau, der Paddy macht so etwas auch“.

    Ich bin Dir sogar dann auch gefolgt, aber nicht weil ich mich geehrt fühlte, sondern weil mich Deine Fotos wirklich interessierten. Ich folge auch Thomas Leuthard, weil der gute Bilder macht, aber den meisten anderen, die mich spammen, nicht. Das mit den vorgefertigten Kommentaren, wie es hier einer beschreibt, finde ich noch schlechter.

    Ich habe mir schon überlegt, dass ich es mir überhaupt nicht mehr anschaue, wenn mir einer folgt, sondern erst wenn einer etwas kommentiert oder favorisiert. Allerdings, wenn das öfters so ablaufen sollte, wie dieser Matthias das beschreibt, sollte man vielleicht wirklich am besten bei flickr ganz aufhören.

    Diese Followermasche hat erst in den letzten Monaten so zugenommen und mir verdirbt es ein wenig den Spaß an flickr. Vor allem finde ich es immer wieder erstaunlich, dass die User auf so etwas reinfallen.

    Es sind nicht nur Streetfotografen, aber doch sehr viele, was bei mir dazu führt, dass ich dieses Genre immer kritischer sehe – ich mache selbst manchmal welche. Wie gesagt, Thomas Leuthard macht gute Streets, aber bei sehr vielen habe ich den Eindruck, dass die bloß auf die Straße rennen und irgendwelche Leute fotografieren. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Auf alle Fälle finde ich Deinen Artikel oben sehr ehrlich und sympathisch. Vielen Dank. Möglicherweise kommen dadurch ja auch einige ins Nachdenken, die diese Vorgehensweise gut finden. Ich finde sie schade für all die flickr-User, die dort ihre Bilder hochladen und auf ein Echo hoffen und die wirklich daran Interesse haben, sich das anzugucken, was andere machen.

    Grüße
    Karen

    • Matthias schrieb am 11.04.2015

      Hi Karen,

      das Problem wird immer sein, dass man den Nutzern und anderen Entwicklern möglichst viele Möglichkeiten möchte, mit dem Dienst zu Agieren. Die Website selbst ist eben nur ein kleiner Teil dessen, was Flickr bietet.

      So wie ich es eine Zeit betrieben haben (zirka 10.000 Kommentare), ist es sogar von Flickr gewünscht dass man das kann und tut. Das hat nichts mit Tricks oder gar hacken zu tun. Ich habe mir ja auch jedes Foto angesehen und damit auch nur kommentiert, was auch Sinn ergeben hat. Nichts automatisches. Es war lediglich eine schnellere Variante Kommentare zu schreiben. Dass da am Ende nicht für jedes Foto eine paar ausführliche Sätze bei rum gekommen sind, logisch. Aber das ist auf Flickr auch überhaupt nicht üblich und deswegen fällt man auch nicht weiter in der Masse auf.

      Klar habe ich das Ganze dahingehend optimiert, dass man die Kommentare auch liest. So habe ich mir auch anzeigen lassen, wie viele Kommentare es schon zu einem Foto gibt. Waren mir das zu viele, habe ich die Fotos direkt ausgeblendet.

      Aber so ist Flickr nunmal: Ein großer Haufen Mist. Wertige Kommentare oder ehrliche Follower sucht man dort vergebens. Das ist auch der Grund, warum ich vor ein Paar Jahren meine Aktivität auf der Plattform komplett auf null gefahren habe. Es macht einfach keinen Spaß mehr dort. Die Fotos habe ich natürlich online gelassen… Aber das war’s auch.

      https://www.flickr.com/photos/klein0r/

      Gerade vor ein paar Tagen habe ich beschlossen, mein angefangenes Projekt auf Flickr nach Jahren dann doch mal zu beenden – aber danach bin ich wieder auf 500px unterwegs oder widme mich lieber meinem Blog oder Portfolio. Da habe ich mehr von.

      Yahoo hat das Ding einfach an die Wand gefahren. Die Qualitätsfotografen verlassen die Plattform nach und nach scheinbar eh. Was bleibt ist größtenteils minderwertiger Mist – und zwischen diesem die Perlen zu finden ist extrem schwierig.

      Viele Grüße,

      dieser Matthias

  • Sven Hinkel schrieb am 10.04.2015

    Guten Abend,

    ich bin Dir schon vor Deinem „Experiment“ auf Flickr gefolgt (Du mir aber nicht) und folge Dir auch bei Deinem „Neuanfang“ wieder. Einfach weil mir Deine Bilder gefallen.
    Ich habe lieber wenige Follower, die mir ernst gemeinte Kommentare hinterlassen und nicht jeden Scheiss favorisieren, als 100.000 Idioten, welche um jeden Preis Follower sammeln.
    Flickr kann ich ohnehin nicht ernst nehmen. Man muss sich ja nur mal anschauen, dass es jeden Tag Legofiguren in Explore schaffen…?!
    Hab mich schon gewundert, warum Du mir plötzlich folgst…?
    Egal, wir sehen uns auf Flickr.

    Gruß Sven

  • Danke für diesen Artikel! er fasst so ziemlich genau zusammen, was mich an Flickr (und 500px) unglaublich stört. Lauter follower, die einem kein Kommentar zu auch nur einem Bild da lassen und eindeutig nur auf „follow“ geklickt haben, um selber zu sammeln. In wieweit das dem eigenen Marktwert oder Ego hilft, wenn dann zurück ‚gefollowed‘ wird, wissen diejenigen hoffentlich selbst,
    mir ist das nicht so klar.
    Mich hatte es ziemlich irritiert, als auf einmal neunzehn72 bei mir als follower aufgeplopt ist, und dann ehrlich gesagt noch mehr, als ich merkte, dass mein Profil eins von 37.000 anderen war („Hat er das nötig?“). Zurück gefolgt habe ich dennoch, denn mir gefallen die Bilder halt;)
    Die reflektierte Stellungnahme hier finde ich jetzt sehr gut. vor allem die take-home message, dass man sich die Leute aussuchen sollte, denen man folgt, besonders wenn man selbst so bekannt ist wie Paddy.

  • Katrin schrieb am 10.04.2015

    Tja, welchen Leuten folge ich auf Flickr?
    Denen, die ich kenne, deren Bilder ich mag und denen, die meine Bilder auch kommentieren, mir also aktiv folgen.
    Ich gehöre selber zu den Nutzern, die tatsächlich jedes neue Upload eines Kontakts ankucken und einen Großteil kommentiere ich auch. Täglich. Darum ist die Zahl meiner Kontakte auch begrenzt. (Ja, ich habe noch ein paar „Karteileichen“, von denen ich hoffe, dass sie demnächst mal wieder ein Bild hochladen, obwohl das letzte schon sehr lange her ist.)
    Ich sehe Flickr weder als Marketinginstrument noch als Möglichkeit bekannt zu werden. Ich weiß, dass sehr viele Leute da sehr gute Bilder machen und ich weiß auch, dass der größte Müll hochgejubelt werden kann. So wie überall im Netz.
    Gerade darum halte ich es so übersichtlich und auch ich gehöre zu den Leuten, die nicht nur Internet-Kontakte dort haben, sondern über Flickr auch auch im echten Leben Freunde (oder Bekannte) gefunden habe.
    Schade, dass Du meinst, so ein bescheuertes Experiment abziehen zu müssen. Aber gut, dass Du davon geschrieben hast.
    Dem neuen Stream von Dir werde ich nicht folgen. Ich sehe deine Bilder ja sowieso und die Erfahrung habe ich auch mit anderen professionellen Fotografen gemacht: Die kommentieren nicht zurück. Einfach ankucken kann ich auch außerhalb von Flickr.

  • Peter schrieb am 10.04.2015

    Achja, keine Überraschung.

    Folgte dir schon vorher auf Flickr und freute mich über dein Folgen als positives Feedback.

    Schaute dann aber gleich mal wieviel Leuten dein Account folgt und dachte angesichts dieser Dimension: Was ein Arsch. Missbraucht die Community nur für die eigene Sichtbarkeit.

    Bei Thomas übrigens genau das gleiche eine Woche davor…

  • Christoph schrieb am 10.04.2015

    Wer viel hinlangt, der langt auch mal daneben!
    ABER egal, ob zahlender Kunde seiner Dienstleistungen oder interessierter Konsument. Neunzehn72 ist aus der Szene nicht mehr wegzudenken und Paddy inspiriert mit seiner gigantischen Kreativität, Scharen von Fotointeressierten.
    Shit happens, weitermachen!

  • Sascha schrieb am 10.04.2015

    Hallo zusammen,

    das Experiment und vorallem den Ausgang finde ich sehr interessant, auch wenn ich natürlich beleidigt bin das ich es nichtmal in deine Top92.000 geschafft habe… da muss ich wohl echt noch an meinen Bilder arbeiten 😉

    Natürlich ist die Community von sowas nicht begeistert: wenn das jeder machen würde, hätte ja auch jeder sehrviele Likes und Follower (nähmlich von den Scripten der anderen User). Das Bewertungssystem der Likes wäre praktisch wertlos weil niemand mehr weis ob es echte Likes sind oder nur welche die andere in der Hoffnung gemacht haben selbst Likes zu bekommen. Es käme also zu einer Inflation von Like und Folower zahlen. Mit ehelichem und gutem Content hätte man dann überhaupt keine Change mehr.

    Als Belohnung für deine Eherlichkeit und natürlich vorallem wegen deine tollen Bilder folge ich jetzt deinem neuen Account.

    Gruß
    Sascha

  • Claudia schrieb am 10.04.2015

    Hallo Paddy,
    einfach mal aus Versehen den Finger in die Wunde gelegt 🙂
    Ich bin Dir zuerst gefolgt – ätsch. Erst hab ich mich kurz gefreut und dann dachte ich mir, dass Du vielleicht allen Followern als Motivation oder aus Höflichkeit per script zurückfolgst :°-D.
    Ich verfolge Deinen Blog und auch Dein inaktiver Flickr-Account hat mich als hamburger Hobbyfotografin inspiriert. Ich hätte gern die little Planets wieder…
    Alles gut – mach weiter – VG Claudia

  • Conny schrieb am 10.04.2015

    Hi,

    also…ein bisschen witzig finde ich Dein Experiment ja schon. So, alá Mama, dachte ich mir grade beim Lesen Deines „Geständnisses“, dass hätte ich Dir gleich sagen können. 🙂 Aber, Du musst jetzt die ganzen mails lesen.
    Seit Flickr andauernd irgendwas umstellt, bin ich auch nicht mehr so zufrieden. Aber nachdem ich mehrere solcher Plattformen ausprobiert habe, muss ich sagen. Flickr ist immer noch die netteste. Auf anderen scheint das „Runtermachen“ von Bildern üblich zu sein. Oder das übern Klee loben von schlechten Bilder…aber was ist gut ist und was nicht, muss am Ende eh jeder selber entscheiden. Fakt ist, dass ich bei Flickr bleiben muss, weil ich da meine eigene Entwicklung sehen kann und was mir noch viel wichtiger ist. Wir (mein Liebster Mann) und ich, haben über Flickr ganz viele tolle Menschen kennen gelernt. Wir haben aus digitalen Freunden, analoge gemacht. Das möchte ich einfach nicht missen. Und jetzt bleibe ich wohl grade, weil ich weiß, dass ich mir meine Follower selber erarbeitet habe! 🙂
    So, ich geh jetzt zu Flickr und kuck mal was es Neues gibt!

    Liebe Grüße, die Conny

  • Tobias schrieb am 10.04.2015

    Hallo Paddy,

    was soll man da sagen, außer: Respekt – Deine Antwort ist offen und ehrlich und zeigt zugleich das absurde an den „Like-Systemen“ diverser Plattformen.
    Das du die Konsequenzen nicht bis zu Ende gedacht hast ist schade, aber menschlich und kann nicht ungeschehen gemacht werden.
    Sauer bin ich höchstens auf deinen Bot, der meinen Account übersehen hat 😉
    Ich bin dir schon vorher auf Flickr und auch auf 500px gefolgt und folge dir auch jetzt wieder bei deinem Neuanfang, denn deine Bilder gehören einfach in meine Timeline zu Inspiration – genau deswegen bin ich selbst bei diesen Plattformen. Zumindest möchte ich mir einreden, dass ich deshalb bei 500px und flickr bin – und nicht um mein Ego zu stärken.

    Bleib weiter so ehrlich und verliere deine Experimentierfreudigkeit nicht!
    Grüße
    Tobias

  • Bingo!

    Mich hat es (vorgestern?) auch mit Patrick Ludolph auf Flickr erwischt. Erst war ich über diesen Artikel im ersten Moment entsetzt aber dann empfand ich das Fazit als doch sehr sympathisch. Meine Meinung: Dieses Skript braucht kein Mensch, ausser er möchte Interesse vortäuschen aber solchen Schauspielern gehe ich im Internet als auch im echten Leben lieber aus dem Weg.

  • Carsten Till schrieb am 10.04.2015

    Na danke, nach dem ich mir schon einen Schrank bei meinem Tischler bestellt hatte um meine Objektive richtig zu lagern, um dann erfahren zu müssen das alles nur ein Scherz war!!!
    Kommt nun die zweite Pleite auf mich zu!!! Anfang der Woche das Paddy folgt mir auf Flickr ich war begeistert!!! Nach dem ich allen erklärt hatte was Flickr ist und wer du bist, gab es ein rauschendes Fest endlich Anerkennung die sooo lange gefehlt hatte!!! Am nächsten Morgen kleine Augen, großer Kopf und Mecker vom Chef, und nun schon wieder ein Scherz???!!!
    Spaß bei Seite ich fotografiere um meine Ideen umzusetzen oder Momente fest zu halten und kann nicht erwarten, dass du meine Momente teilst oder Zeit zu durchstöbern meiner Bilder hast, du bist Profi und käuflich!!! An Hand meiner Aufrufe habe ich dann gesehen, dass dich meine Machwerke nicht interessieren, da ich dir vor deiner Aktion schon gefolgt war ist das Ganze auch nicht relevant für mich. Mach weiter Bilde und Kurse das ist künstlerisch wertvoll und überlass das Tarnen und Täuschen den Mundprofis.
    Gruß Carsten

    • Haha! Guter Sarkasmus ist immer gut 🙂 In der PC-Spieleecke wurde sowas „Cheating“ genannt, also das Bescheissen mit fiesen Tricks, um als Spieler besser dazustehen als der Rest. In der IT-Welt scheint das ja öfters praktiziert zu werden.

  • Harald schrieb am 10.04.2015

    Hi Paddy,

    auch ich war „Opfer“. Nun lese ich schon länger gerne deinen Blog per RSS und bin auch bei YouTube Follower. Als am Handy die Mail kam, dass neunzehn72 mir folgt, war ich schon überrascht, aber auch erfreut. Obwohl ich schon gerätselt habe, wie du auf mich kommen solltest- ich nutze flickr im Wesentlichen nur als Fotospeicher, um z.B. mit anderen (Hobby-) Fotografen Bilder gemeinsamer shootings auszutauschen. Nun ja, ich bin dir dann nach einem Blick auf deine Bilder auch gefolgt, und jetzt habe ich etwas dazu gelernt.

    Ganz ehrlich: was ich schade finde, ist, dass jetzt andere dafür büssen müssen. Ich werde zukünftig ganz sicher nicht mehr so schnell jedem, der mir folgt, auch folgen, auch wenn mir seine Bilder gefallen.

  • Christian Andersen schrieb am 10.04.2015

    Und ich habe mich schon gewundert, warum Du mir plötzlich folgst, insb. da ich dort selbst derzeit nicht besonders aktiv bin. Obwohl ich mir schon dachte, dass Du einfach Deinen Flickr-Account reanimieren und so etwas Aufmerksamkeit erzeugen wolltest (was mich jetzt aber nicht störte).

    Aber da mir so aufgefallen ist, dass ich Dir bei Flickr bisher noch nicht folge, habe ich das dort dann auch schnell nachgeholt. Gleiches gilt übrigens für den neuen Account ;-).

  • Thomas schrieb am 10.04.2015

    Schon sehr interessant das Ganze.

    ICH für meinen Teil wäre ja dermaßen traurig, wenn du mir gefolgt wärest und ich dann im Nachhinein diesen Hintergrund mitbekommen hätte…

    Aber Spaß beiseite: Dieses Kopfkratzen „warum hat der so viele … und ich nicht… “ kennt man, seit es FCs gibt. Jeder muss für sich entscheiden, wo es hingehen soll, ob man alle „aktuellen“/erfolgreichen Motive nachknipsen geht, einem EBV-Trend folgt, … um am Rum anderen teilzunehmen, ob es um Spaß und Leidenschaft oder Geld gehen soll und vorallem, ob man nicht auch trotzdem wagt eigene Wege mit 50 Followern zu gehen und selbst damit zufrieden wird. Vielleicht sind ja 3 Follower dabei, die dich inspirieren und mit denen du arbeiten möchtest. Letztlich ist es dann auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung, betrachtet man den Zeitaufwand, den die „echte“ Pflege von Buddies betrifft.

    VG aus Geseke in den Norden
    Thomas

  • Norbert schrieb am 10.04.2015

    Oh, meinen Kommentar kann ich ganz schnell verfassen. Ich muss einfach nur meine flickr-Mail kopieren, die natürlich unbeantwortet blieb. Das hielt man wohl für nicht notwendig und zu aufwendig. Man war wohl viel zu beschäftigt mit der Reichweitenvergrößerung. Ich bin schon ein wenig angepieselt.

    ( From: Fotofabrikant )
    To: daspaddy
    Subject: Danke fürs Folgen, aber warum?

    Sehr geehrter Herr Ludolph,

    darf ich fragen, was Sie veranlaßt hat mir auf flickr zu folgen? Gefällt Ihnen eins meiner Bilder oder gar mehrere?

    Oder entstammt dieses Interesse womöglich doch einem Spam-Skript, wie es etwa von einem Herrn Thomas Leuthard entgeldlich vertrieben wird? Ich könnte mir vorstellen, dass diese Form der Eigenwerbung mit dem deutschen Wettbewerbsrecht nur schwer zu vereinbaren ist. Ich wünsche jedem Gewerbetreibenden, der sich solcher Spam-Methoden bedient, einen ganzen Briefkasten voller Abmahnungen.

    Sollte ich mich jetzt doch getäuscht haben und „DER Paddy“ hat wirklich Interesse an meinem armseeligen flickr-Stream dann entschuldige ich mich für meine Mutmaßungen und Unterstellungen, aber leider ruinieren die Skripter gerade meine Art flickr zu nutzen.

    Gruß
    Norbert *******

    —–

    Nachtrag zur Flick-Mail, bezugnehmen auf den Blog-Beitrag:

    Toll, solche Spam-Attaken sind also nur Experimentent? Das unterscheidet sich nicht im geringsten von einem gewöhlichen Spammer. Der eine versucht Viagra unters Volk zu bringen, der andere seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, der für sein Geschäftmodel äußerst nützlich ist. Und es ist mitnichten so, dass sich die Re-Follower für die Bilder interessieren. Ich wette 95% drücken einfach nur auf „If you’d like to follow neunzehn72 too, click on this link: …“, weil sie das bei jeder Anfrage so machen.

    Übrigens läuft gerade ein Thread mit ähnlichem Thema im Systemkamera-Forum im nur für Mitglieder zugänglichen Bereich „Small Talk & Forumstreffen“. Daher wird der Link nur bei angemeldeten Usern funktionieren:
    http://www.systemkamera-forum.de/topic/102680-meine-fotos-bei-flickr/page-29#entry1163904

    Gruß
    Norbert

    • Paddy schrieb am 10.04.2015

      Hallo Norbert,
      ich wollte allen noch per Flickr-Mail antworten, bevor ich den Account lösche. Aus irgendeinem Grund ging das nicht. Habe immer einen Fehler bekommen. Soll keine Entschuldigung sein. Es tut mir wirklich leid.

      • Eine echte Community lebt halt vom Prinzip „Geben und Nehmen“. Da passen Egozentriker halt schlecht rein, die um jeden Preis Bekanntheitsstatus erlangen wollen.

        Solche Skripts zerstören eine Community eigentlich nur. Für mich war das Grund genug den Thomas Leuthard aus meiner FB und Flickr Liste zu kicken. Die „Credibility“ ging bei mir nach so einer Aktion (auch noch zu kaufen in einem Workshop) auf null runter.

  • Guido Kruse schrieb am 10.04.2015

    Hi Paddy,

    Na dann gehöre ich wohl auch zu Deinen Opfern und denen die geantwortet haben.
    Da ich flickr seit neustem wieder nutze und auch immer mehr Leuten folge (Leute bei denen mir die Bilder gefallen, aber natürlich auch noch Freunden) und auch meine Bilder in Gruppen reinstelle, hatte es mich nicht wirklich gewundert.

    Auf dem Tablet sind mir die Follower aber nicht aufgefallen.
    Erst heute am PC.

    Also hier erst mal was Katzenscheisse für Dich von mir… 😉

    Werde Dir aber trotzdem folgen, da mir Deine Arbeiten echt gut gefallen.

    Wollte dir auch auf diesem Weg noch mal danke für die tollen Videos und Podcasts sagen, es macht immer Spaß und ist meistens lehrreich.

    Falls du mal wieder einen Walk durch Hamburg machst, so wie letztens in Berlin, dann würde es mich freuen daran teilnehmen zu dürfen.

    Mach weiter so und immer gutes Licht!

    Viele Grüße aus Ahrensburg,
    Guido Kruse

  • Tobias Zils schrieb am 10.04.2015

    Hallo Patrick.

    Irgendwann kam eine Push Benachrichtigung von Flickr, neunzehn72 würde mir folgen. Ich muss ehrlich gestehen das mich das sehr gefreut hat, ein bekannter Fotograf folgt meinem Flickr Account, super, dachte ich mir. Gerade weil ich dein Blog erst seit ein paar Wochen lese. Jetzt weiß ich, dass es leider nur der Bot war, aber egal. Dem Bot hat es gefallen ;). Ich werde auch deinem jetzigen Account folgen, denn „deine Bilder gehören in meine Timeline zur Inspiration“ und zur Bewunderung.

    Besten Dank für deine Ehrlichkeit.
    Tobias.

  • jörg schrieb am 10.04.2015

    Tja, Paddy, Du kannst Deinen Account löschen, und mir nicht mehr folgen, aber hey: Dir entgehen schweinegeile Fotos 😉

    Abgesehen davon: es wäre interessant, mehr über die Funktion des Skritps zu erfahren. Welche Kriterien sind ausschlaggebend (Follower und Favy bzw. Aufrufe sind es bei mir wohl nicht gewesen)?

  • Oliver schrieb am 10.04.2015

    …und ich hatte mich schon gewundert, wieso auf einmal der Thomas Leuthard mir auf Flickr folgt :/

    Scriptkiddies 😛

  • Jascha schrieb am 10.04.2015

    Ich bin tatsächlich auch drauf reingefallen, was mir etwas peinlich ist, aber okay, passiert ist passiert. Hätte ich auch drauf kommen können.

    Ein wenig Enttäuschend bin ich aber schon, dass du da nicht vorher drauf gekommen bist was das für Wellen schlagen wird. Du bist doch nicht irgendwer, Mensch, Mensch.

    Immerhin hast du den Schneid es offen zugegeben.

  • Och man, jetzt hab ich meinen Freunden stolz davon erzählt…
    Aber ändert nix daran, dass es einer der sehr interessanten Artikel von dir ist und Thomas und Du coole Fotos machen:)

  • Christian Rohweder schrieb am 10.04.2015

    Hi Paddy, ich hatte die Push-Nachrixht gesehen, mich gewundert, mich aus Zeitgründen allerdings nicht weiter gekümmert. Stecke mitten im Umzug und da sind die Prios anders ;-). Einerseits schade dass es ist wie es ist, andrerseits schön das Du drüber schreibst. Zum einen würde das nicht jeder tun, zum anderen macht es einen dafür sensibler wer einem folgt.

    In der letzten Zeit sind da einige Follower dazu gekommen und wenn ich habe mir mal die Verhältnisse angesehen. Und bei dem einen oder anderen riecht das nach Script. Ergo danke für das Experiment und den Bericht.

  • HAHA 😛 und ich hatte mich schon gewundert…tststs aber ne Mail hätte ich deswegen nicht geschrieben 🙂 gefreut hatte ich mich auf jeden Fall!

    Aber du verpasst mein 365 Tage Projekt wenn du mir nicht mehr folgst 🙂 nicht gut mein Lieber! Ich habe es das erste mal bis zum 99ten Tag geschafft und werde weiter machen. -> https://www.flickr.com/photos/marcwiegelmann/

    Das was das Skript erledigt erarbeite ich mir wirklich sehr mühsam. Suche mehrere Stunden pro Woche immer wieder Favoriten von Kontakten durch um wieder neue tolle Kontakte zu bekommen. Teilweise anstrengend aber auch immer extrem interessant.

    Der Weg ist da das Ziel für mich 🙂

  • Daniel H. schrieb am 10.04.2015

    Moin,

    soeben habe ich Deinen Post zum Anlass genommen, mich auf meinem ebenfalls nur mehr sporadisch genutzten Flickr-Profil anzumelden und Dir ab jetzt auch auf Flickr zu folgen. Selten ein Schaden ohne Nutzen! 🙂

    Tolle Bildauswahl übrigens, gerne mehr davon.

    LG aus IBK

  • ? schrieb am 10.04.2015

    Hi Paddy,

    das „sub4sub“ funktoniert ist seit langem bekannt. Auch die Script Methode ist ein ganz alter Hut. Ich selber habe ein ähnliches Experiment mal bei 500px gemacht und auf meinem Blog darüber berichtet wie man seine Fotos hochvotet.

    Wenn man das übertreibt fällt es auf und „feuert zurück“ und Follower sind zwar nett, aber ob das deine „Conversion“ so massiv hochschraubt steht auf einem anderen Blatt. 😉

    „Es gibt viele Fotografen, die eine grosse Fangemeinde und Lobby haben, aber nicht unbedingt die besten Bilder machen.“

    Etwas ähnliches sage ich auch schon seit längerem. Bestimmt 2/3 der bekannten Internetfotografen kommen aus der Marketing-Ecke (oder wissen sich gut zu vermarkten).
    Aber so ist das in vielen Bereichen. McDonalds macht auch nicht die „leckersten Hamburger“ und ist trotzdem mit Marktführer in dem Bereich.

    Toller Artikel, mir hat auch deine Ehrlichkeit gefallen.
    Beste Grüße

  • Hatte mich schon gewundert (und gefreut), dich als Follower zu sehen, weil ich erst kurz vorher meinen Flickr-Account nach langer Zeit wieder aktiviert hatte. Aber gut, dass du darüber schreibst, so weiß ich wenigstens was los ist und werde mich lieber nicht mehr mit meinen Followern brüsten. 🙂

  • Hubert Zeller schrieb am 11.04.2015

    Hallo Paddy
    Abgesehen von all dem bereits erwähntem, funktioniert es natürlich nur dann, wenn nur wenige betrügen. Denn wenn es jeder macht, dann hat am Schluss jeder hunderttausende Follower und kann unglaublich stolz sein (insofern man ausblenden kann, dass das nur eine Zahl ist und kaum einmal jemand tatsächlich seine Fotos anschauen wird). Und da kommen wir zum Hauptproblem: es gibt viel mehr Menschen, die ihre Werke am liebsten mit der ganzen Welt teilen möchten, als es Menschen gibt, die sich das jemals anschauen könnten/möchten. Die Frage ist auch, was hat man davon? Bei dir Paddy ist es klar, du lebst davon und musst Einkommen generieren. Das ist nichts verwerfliches, solange du es mit fairen und erlaubten Mitteln machst. Ohne Marketing wird man zu wenig wargenommen. Aber was hat ein 0815 Fotograf davon, wenn er seine Follower und Likes mit allerlei Tricks nach oben pusht? Ich folge dir, du folgst mir, und beide interessiert es einen Dreck was der andere macht. Aber unser Zählstand mit Followern klettert munter nach oben. Sorry, ich verstehe es nicht.
    Danke für deinen ehrlichen Bericht. Ich hoffe es hat manchen die Augen geöffnet, denn wenn viele von euch ehrelich wären, macht ihr das permanent, was Paddy mit einem Tool automatisiert hat. Mal erhlich: Wie viel Interesse und Zeit kann man einem Foto schenken, wenn man hunderten Fotografen folgt, die permanent abertausende Fotos hochladen?
    Lieber Gruss, Hubert

    PS. Ich liebe deinen Blog.

    • Richtig. Diese ganze Geschichte ist einfach sinnlos. Man baut sich Online eine Scheinwelt auf. Letztendlich entsteht da nur ein Luftschloss.

  • Tim schrieb am 11.04.2015

    Sehr spannend finde ich das. Wie sieht es mit Facebook aus? Gibt es denn da ähnliche Skripts, Experimente, Zahlen und Erfahrungen?
    Ich denke auch dass das ein sehr kritisches Thema ist (Habe in meiner Bakk-Arbeit auch ein bisschen was darüber recherchiert.)

    Wobei ich auf der andere Seite das kaufen von Scheinfans die gar keinen Bezug haben schon noch viel krasser finde.

    Würde mich interessieren wie Ihr/Du das bezüglich Facebook siehst.

    Danke für Info,
    LG Tim

    • Das was facebook betreibt ist sich einzukaufen um die Reichweite seiner Beiträge zu erhöhen. Eigentlich ist das absurd. Es geht bei den meisten facebook Seiten lediglich um ein Hobby und die Qualität der Uploads auf fb ist ziemlich beschränkt (die Bilder werden nach dem Upload sehr stark komprimiert was deutliche Artefakte nach sich zieht) . Da würde mir nie der Gedanke aufkommen sich dort einkaufen zu müssen – ob das ganze irgendeinen Erfolgsfaktor verspricht ist auch fraglich. Aber es ist ein gutes Geschäftsmodell um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, weil es zunächst plausibel klingt.

  • esther schrieb am 11.04.2015

    ich finde es auch nicjt verwerflich sls experiment. du machst es wieder gut mit dem post.
    ich folge nur leuten, deren binder ich gut finde, was dazu führt, dass es nicht so wahnsinnig viele sind und ich so auch nicht an tausender marken komme und meine bilder nie explored sind… es gibt natürlich viele bessere bilder als meine, die explored sind, aber auch viele schlechtere. was ich such oft erlebe ist, dass meine zahl der follower steigt und dann wieder runter geht. ich nehme an, das sind leute, die wahllos folgen und wenn man nicht zurück liked, dass wieder rückgängig machen. ich fonge nicht, damit mir der gefolgte folgt (wenn es so ist, freue ich mich :), sondern, weil ich die bilder mag.

    • Ein irrationales Verhalten in solchen Online Communities. Eigentlich ist es logisch das man nur den Leuten folgt, derren Bilder man attraktiv findet und auch nur Bilder angeschaut, kommentiert und favorisiert werden, die einem gefallen. Alles andere ist einfach Quatsch – irrationales Verhalten weil man glaubt dadurch käme man besser weg als die anderen. Ist eben einfach Online zu bescheissen, das zeigen ja auch viele Foto Wettbewerbe, wo man die Möglichkeit hat online abzustimmen (dort kann auch mal mit Skripten manipuliert werden).

  • Nicky Nikon schrieb am 11.04.2015

    Hey Du Paddy, alter Schwede,
    so kommste wieder ins Gerede,
    Marketing im Selbstversuch,
    erst ein hype und dann ein Fluch!

    Geschmeichelt hat auch mich Dein „like“,
    zuerst, dann dachte ich, ich schreib,
    den Ludolph an, was der da macht,
    sieht aus wie reine Fassenacht,
    der liked so ziemlich jeden Depp,
    das kann nicht sein, find ich nicht nett!

    Dann wird der Fehler prominent,
    vermarktet – denn wer Paddy kennt,
    vermutet schon einen Gedanken,
    hinter diesen Flickr Ranken,

    Das ganze dann im Blog vermarkten,
    der treue Leser dankt es Ihm,
    schlägt der Kollege noch nen Harken
    und bekommt nen Preis verliehen….

    Hätt ich im Job mich das getraut,
    dann wär ich sicher, mit verlaub,
    nicht mehr in Stellung, sondern out –
    of Arbeit …. aber das geht nun schon fast zu weit – lieber Paddy:
    Mach und schau Dir eben wirklich mal meine Bilder an –
    dann wirst Du mir schon selber folgen wollen!!!

    PS: Das einzige was ich bis jetzt von Hamburg kenne ist meine Schmuddelwedda Jacke.
    Aber ich muss da unbedingt auch mal hin…..

    VG
    Steffen (Nicky Nikon)
    https://500px.com/NickyNikon

  • Markus schrieb am 11.04.2015

    Was für ein Fanboy-Theater! Clever! ????

    • Etwas gutes hat dieser Artikel ja schon. Man wird aufgeklärt das es wahrscheinlich noch viele Leute da draussen geben wird, die sich so ein Skript zur Manipulation von angeblich interessierten Fotografen einsetzen werden, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Also jeder der in seinem Profil einen Follower bemerkt, der bereits 7.000 – 9.000 Leuten folgt kann muss dann mal merken, das da was nicht stimmen kann.

  • Sven schrieb am 11.04.2015

    Moin Paddy,

    und ich dachte, du hättest meine Bilder gesehen, …bist mir daraufhin gefolgt.
    Übel nehme ich es dir im Nachhinein nicht, bin ja nun durch diesen Artikel im Bilde. Du zeigst ja Reue und hast draus gelernt. 😉

    Ich werde trotzdem deine Videos schauen und deinen Blog besuchen! 🙂

    Gruß,
    Sven

  • Um ehrlich zu sein, ich gehöre zu den Flickr-Nutzern, die keine besonderen Fotos machen und dazu weniger Follower vorzuweisen hat. So geht das vielen Fotografen, beim Bloggen ist es auch nicht viel anders. 🙂 Tja, man kann nicht genug jammern.

    Ich hatte auch keine Ahnung, dass es solche Scripte überhaupt gibt. Ich gehöre zu denen, die sich tatsächlich ein bisschen gebauchpinselt fühlten, weil du plötzlich als Follower aufgeschlagen bist. Schön, dass du meinen Irrtum aufgedeckt hast. Danke dafür. Denn es kommt in der Tat nicht so häufig vor, dass jemand mit dieser Erfahrung an die Öffentlichkeit geht.

    Aber das Ganze hatte auf alle Fälle auch sein Gutes. Ich habe deinen Blog wieder entdeckt. Das Projekt „Schubrakte“ habe ich mir näher angesehen. Es ist eine schöne Idee. Ich wünsche viel dafür viel Erfolg. Meine Schwester fotografiert auch gern. Ich habe ihr gestern deinen Blog empfohlen. An dieser Stelle also auch meinen Dank für die schönen Tipps.

    LG Horst

  • Moin Paddy – das ist Typisch an euch „Nordlichtern“ das liebe ich so an euch 🙂 Ihr seit ne Ehrliche Haut die Sagen wie es ist, unverblümt und offen. Dein Experiment fand ich sehr spannend, deine Gedanken sehr tiefgründig, dein Entschluss nachvollziehbar und Respektvoll.

    Ich bin nur einfacher Hobby-Fotograf. Ich muss nicht auf mich aufmerksam machen. Doch sehe ich eine Community auch als ein Teil meines Hobbys. So kommt es das ich mich mit dieser und vor allem den Leuten dort hinter auch beschäftige. Das heisst ich schaue mir deren Arbeiten an, dann schaue ich was ich über den Mensch dahinter erfahren darf und kann und dann entscheide ich im einzelnen ob ich diesem folge oder auch nicht. Auf keinen Fall folge ich jemanden nur weil er mir folgt, so werde ich das auch immer halten. Ich folge auch bisher nicht deinem Blog, dennoch bin ich immer wieder Zaungast. Deine Bilder finde ich ansprechend und sehr gut, sie gefallen mir einfach. Doch sind sie auch gleichzeitig nicht wirklich meine Interessenrichtung. Dafür mag ich aber sehr viel mehr auf deinem Blog oder deinem Youtube-Kanal als nur deine Bilder. Das Thema hier war nun für mich aber das I-Tüpfelchen um zu sagen – ich folge nun mal deinem Blog. Vielleicht auch der Grund warum ich mich nun mal zu Wort melde – Ich sage Danke für dein Experiment, für deine wunderbaren Infos, Berichte, deine Art dies alles zu betreiben und deine Bilder (auch wenn es nicht meine Richtung ist).

    Gruss & immer gutes Licht Oliver K. – fotOKo

  • Pierre Vau schrieb am 11.04.2015

    Es ist nichts zu sagen gegen Popularität, solange sie durch Qualität, Engagement und faires Verhalten erworben wird. Ein Skript hingegen pervertiert sämtliche Netzwerke von vermeintlich Gleichgesinnten. Es macht aus dem Austausch eine Einbahnstraße.-
    Ich hatte mich schon länger über die 78.000 Fotografen gewundert, denen z:B. Thomas Leuthard angeblich auf Flickr folgt. Ich selber schaffe es ja kaum, 500 Leute dort zu beobachten und deren Fotos anzuschauen, geschweige denn angemessen zu würdigen. Jetzt ist mir klar, dass er nie und nimmer die Fotos all dieser Menschen anschauen kann, sondern sehr profane Interessen verfolgt. Irgendwie fühlt man sich ja auch geschmeichelt, wenn man in der Liste der „20 einflussreichsten Streetfotografen“ auftaucht. Allerdings hat der Begriff Einfluss bei mir jetzt einen sehr unangenehmen Beigeschmack. Enttäuschend.

  • Oliver Weigel schrieb am 12.04.2015

    Hi Paddy,
    ich denke Dir war als ehemals aktiver Plattformnutzer der psychologische Aspekt schon ziemlich klar.
    Wie immer wenn wir Dinge ausblenden, die wir eigentlich wissen können, ist auch für den „Ausblendenden“ interessant sich zu fragen warum er es (meist unbewusst) getan hat.
    Dies aber nur so für Dich…. 😉
    Persöhnlich hat es mich, habe ich meine Erfahrungen vor einigen Jahren auf 500px gesammelt, nun nicht so schwer getroffen.
    Tatsächlich finde ich das Lernen über die eigene Vermarktung für jeden wichtig der ein kleines wenig über die „ich zeig Dir meins, zeig Du mir Deins“-Schiene raus will.
    Und auf welcher Seite einer Marketingstrategie man nun steht, so das Ganze aufgelöst wird, ist, was den Lerneffekt angeht, egal.
    Vielleicht sieht ja der Eine oder Andere sein „Flickr-Dasein“ jetzt ein wenig mit anderen Augen.
    Hat doch auch was….
    Dennoch möchte ich nochmal meinen, als Kommentar auf Flicker formulierten, Dank an Dich wiederholen:
    Ich habe von vielen Dingen auf Deinem Blog ordentlich profitiert. Information und Inspiration bekommen. Und Spaß gehabt. Und nicht einen Euro dafür gelöhnt.
    Was soll ich mich also beschweren?
    Danke einfach.

    Oliver

  • Paul schrieb am 12.04.2015

    Na da hast du ja was angerichtet. Seit deinem „Geständnis“ habe ich zehn neue Follower die je etwa 50.000 Menschen folgen… Also als Anleitung durchaus erfolgreich 😉

    • Ist dieser „Follower“-Missbrauch auf Thomas Leuthard zurückzuführen oder gab es diese Skripte schon von anderen IT-affinen Menschen?

  • Stefan schrieb am 12.04.2015

    Die alte Frage eben: Geld/Aufmerksamkiet/Macht um jeden Preis oder Anständigkeit/soziale Verantwort?

    Es freut mich, dass Du Dich für letzteres entschieden hast – da sei es Dir umbenommen, dass Du nun eben immer noch mittelbar davon profitierst 🙂

    Ansonsten sehe ich das wie beim Doping: einfach jeden machen lassen und das Problem egalisiert sich von alleine…

    vg, Stefan

  • paulo schrieb am 12.04.2015

    Mitr Flickr würde ich vorsichtig sein. Das mag eine gute Plattform für internationale Reichweite und evtl. Backlinks sein, jedoch verkaufen die deine Bilder. Gerade wenn du improfessionellen Bereich fotografierst ist es glaub ich nicht in deinem Sinne wenn Du dein Bild OHNE dein Einverständlin auf einer Hauswand oder einem Plakat siehst.

    Abgesehen davon ein schöner Dienst.

    Hier ein Beitrag zu dem Thema Yahoo und Flickr Bilderverkauf.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/yahoo-verkauft-creative-commons-fotos-von-flickr-nutzern-a-1006166.html

    Viele Grüße nach HH

    Übrigens dein letzter Vlog über die Videotechnik war super.

    • Paul schrieb am 15.04.2015

      Die verkaufen deine Bilder, wenn man sie unter eine Lizenz stellt, die ganz klar die gewerbliche Nutzung erlaubt.

      Unter der CC gibt es auch Lizenzen, die gewerbliche Nutzung ausschließen.
      Ganz ehrlich, wenn ich eine Lizenz nicht verstehe, stelle ich meine Bilder nicht darunter.
      Standardmäßig ist bei Flickr eine Lizenz die gar nichts erlaubt außer anschauen…

      Und wenn ich möchte, dass meine Bilder gewerblich genutzt werden, warum sollte dann ausgerechnet die Plattform über die ich die Bilder anbiete NICHT davon profitieren dürfen?

      Ich finde diese Aufregung extrem künstlich…

      • Hallo Paul. Deine Ausführungen sind korrekt. Offensichtlich haben manche Leute im Internet nicht mitbekommen, das es verschiedene Arten von Lizenzen auf Flickr gibt.

  • ich war auch verwundert, aber es hat geholfen, wieder mal auf deiner seite vorbeizuschauen. also quasi erfolgreiche aktion.
    lg / tom

  • Martin schrieb am 14.04.2015

    Na, nun weiss ich immerhin warum „Paddy“ eine Anfrage via Flickr gesendet hat.
    Nicht dass ich Deinen Blog nicht regelmässig lesen würde.
    Kuhle Idee ! 🙂

    Grüße,
    Martin

  • Sebastian schrieb am 16.04.2015

    Ich gehöre auch zu den „Glücklichen“.
    Einen Tag lang war ich echt stolz, denn ich hatte auch auf die Follower geschaut. Aber da waren noch nicht so viele, als das ich das als Spam erkannt habe.
    Außerdem hätte ich bei einem „Experiment“ von einem Profi erwartet, dass er es unter einem Pseudonym tut.
    Aber so, hätte ich nicht erwartet, dass es ein Script ist, denn ich hätte es Paddy nicht zugetraut, dass er so etwas unter dem Klarnamen tut.
    Mir zeigt es, dass man selbst denen nicht trauen kann, denen man vertraut;-)Jedenfalls nicht im Internet und wenn es um Marketing geht.
    Hört sich böse an, aber man wird misstrauischer dadurch. Ist auch nicht so böse gemeint.
    Umso besser finde ich es aber, dass er offen darüber gesprochen und geschrieben hat und ich nehme die Entschuldigung an.
    Denn jeder macht mal Fehler im jugendlichen Wahn…..
    Ich werde deinen Blog trotzdem weiter treu sein…!

    Viele Grüße von einem blauäugige Anfänger..;-)

    Sebastian

  • Roman schrieb am 16.04.2015

    Hey Patrick.
    Ich finde es so lustig, dass du das gemacht hast! Echt super. Das zeigt doch auch echt Mal, was hinter all diesen Online Communities steckt. Und wie soll man denn besser werden, wenn man nichts Neues versucht? 😉

    Lg

    Roman

  • Andreas schrieb am 16.04.2015

    Anscheinend bin ich alleine mit meiner Meinung.
    Ich finde das ganze aber ziemlich armselig!

  • Mirko schrieb am 20.04.2015

    Witzigerweise ist mir dein Script genau an dem Tag gefolgt, als du mir auf Instagram gefolgt bist, dabei sind meine beiden Accounts garnicht verbunden.
    War dann wohl ein sehr großer Zufall.
    Daß man duch extremes Folgen große Wellen schlägt ist klar, aber ich fands immer schmeichelhafter, wenn mir eben Leute folgen, obwohl ich ihnen nicht folge.
    Einfach, weil sie etwas an meinen Bildern mögen.

    Was mit bei Flickr im Vergleich zu Instagram immer auffällt, daß es extrem viele Leute gibt, die zwar folgen, aber nicht interagieren.
    Wenn ich auf der Explore-Seite von Flickr ein paar Bilder favorisiere, habe ich wenig später neue Follower.
    Auf die Anzahl der meiner Favs hat das aber so gut, wie keinen Einfluss.
    Bei Instagram ist das nach meiner Ansicht bei weitem nicht so ausgeprägt.

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