Bei vielen Bloggerkollegen lese ich immer wieder wie neue Plugins ausprobiert und vorgestellt werden. Die Blogger schreiben dann auch meistens eine Geschichte warum sie der Meinung sind, dass mit genau diesem Plugin ihr Blog so viel wertvoller wird.

Den größten Fehler, den fast alle Blogger dabei begehen ist nicht zu messen wie erfolgreich das Plugin denn nun wirklich ist. Wird es überhaupt genutzt und nehmen die User es an? Ich habe auch viele Plugins ausprobiert, z.B. die Cute-Profiles, diese kleinen Icons links am Rand, die man in sehr vielen Blogs sieht. Ergebnis: 130 kb mehr Zeug zu laden und bei 100.000 Besuchern im Monat nur 100 Klicks. Gern gesehener Vertreter ist auch die WP-Greetbox von der sich viele Blogger mehr RSS-Abos und Tweets erhoffen. Pustekuchen, Nutzung deutlich unter 0,5%. Auch WPTouch zur besseren Darstellung auf dem iPhone ist oft im Einsatz, aber wenn nur 46 User von 100.000 mit dem iPhone kommen, dann ist das ein Fall für den Schredder. OK, ich habe WPTouch drin gelassen, da sich der eine User persönlich gemeldet hat, der anscheinend regelmäßig mit dem iPhone kommt.

Ich will damit nicht den Nutzen der vielen Plugins in Frage stellen, einige machen echt Sinn und helfen auch die Usability zu verbessern. Ich warne jedoch davor wild ständig neue Plugins auszuprobieren, nur weil man so gerne mit WordPress spielt. Damit handelt Ihr Euch nur vollkommen zugemüllten Code und furchtbare Ladezeiten ein. Die Messung der Nutzung der Plugins ist gar nicht so schwer und sollte in jedem Fall gemacht werden, damit man auch wirklich weiss wie viel die Helfer genutzt werden. Weniger ist auch hier oft mehr.