Dieses Wochenende hatte ich seit langem einen Samstag an dem ich nicht einen einzigen Computer angefasst, angeschaltet oder auch nur angesehen hätte. Wir waren mit einer Truppe Tauchern aus Hamburg beim Kreidesee in Hemmoor. Hemmoor zähöt zu den absoluten Tauchereldorados in Deutschlandund ist leider auch sehr berüchtig, da dort immer mal wieder Tauchunfälle passieren und leider auch bereits einige Taucher ums Leben gekommen sind. Da diese Unfälle jedoch fast ausschließlich auf menschliche Fehler zurückzuführen sind, haben wir uns nicht Bange gemacht und sind aufgebrochen zum Tauchen in Hemmoor.

Der erste Tauchgang ging von Einstieg 1 los. Da ich mit meinem Buddy bisher noch nie getaucht bin, sind wir zunächst ganz langsam die Strasse entlang zum Segelboot getaucht, dann ein wenig durch den Wald, einmal über die Kante der Steilkante geschaut und in einem Bogen langsam zurück zum Einstieg 1.

Der zweite Tauchgang ging dann von Einstieg 0 in Richtung Ultraleichtflieger. Der kleine Flieger liegt in Hemmoor etwa 200 m vom Einstiegssteg entfernt auf ca. 17 m Tiefe. Das Problem daran, man muss ein gutes Stück navigieren ohne eine Referenz zu haben, da der Flieger frei im Wasser hängt und nicht am Boden liegt. Die Herausforderung haben wir natürlich angenommen und sind glatt erst mal vorbei getaucht. Gefühlt waren wir am anderen Ende des Sees :-) Auf dem Rückweg haben wir den Ultraleichtflieger von Hemmoor aber doch gefunden. Offensichtlich sind wir nur weniger Meter dran vorbeigetaucht. Da die Sicht nicht sonderlich gut war, konnten wir uns das verzeihen :-)

Zuletzt stand am Samstag noch ein Nachttauchgang auf dem Programm. Kurz zuvor habe ich noch gemeinsam mit einem anderen Taucher über die geilste Lampen der Welt von TillyTec getönt und prompt fällt an dem Abend meine Lampe aus, weil entweder der Akku oder das Ladegerät im Eimer ist. Glücklicherweise konnte ich mir dann eine Backup-Lampe von jemandem leihen und der Nachttauchgang fand statt. Ich pesönlich bin ein echter Fan von Nachttauchgängen. Sie haben so etwas beruhigendes und man konzentriert sich irgendwie viel mehr auf Details, die man momentan anleuchtet. Zudembekommt man ganz andere Tiere zu sehen.

Am Sonntag war nach einer harten Nacht im Zelt dann erst mal Katerstimmung angesagt. Zudem gab es jede Menge Regen, was nicht unbedingt lusst auf einen nassen Neoprenanzug macht. Trotzdem konnten wir uns dann noch einmal aufraffen und haben einen letzten entspannten Tauchgang im vorderen Bereich gemacht.

Die hinteren Einstiege 3 und 4 haben wir dies mal ausgelassen, da wir keine Lust hatten die Klamotten bis dorthin zu schleppen. Natürlich redet jeder über den ominösen Rüttler, ich finde ihn aber gar nicht so spannend. Lieber ein bisschen die natürliche Unterwasserwelt bewundern.

So geht ein geiles Wochenende Tauchen in Hemmoor zu Ende. Nächstes Jahr kommen wir bestimmt wieder und aus Hamburg kann man ja auch mal eine Tagestour machen. Tauchen in Hemmoor ist immer eine Reise wert.