Seit einigen Tagen sind wir nun stolze Besitzer eines Mini Cooper Cabrio. Die Auslieferung war wettermäßig eine Punktlandung, so dass wir bisher fast nur offen gefahren sind. Hier kommen nun die ersten Eindrücke.

Fahrfeeling

Ich bin niemand, der nun genau den Moto, das Getriebe oder Fahrwerk beurteilen kann, aber ich weiss wie es sich subjektiv anfühlt. Der Cooper hat irgendwas um 120 PS und wir haben uns für Automatik entschieden. Eine Rakete ist das Auto damit nicht, aber man kommt durch die Automatik an der Ampel richtig gut weg. Im normalen D-Modus fährt der Wagen für mein Gefühl etwas zu untertourig, so dass er manchmal etwas träge reagiert, wenn man Gas gibt. Drückt man jedoch den S-Knopf (Sport), dann ist das wie weggeflogen und der Wagen hängt richtig gut am Gas. Das macht ordentlich fun, kostet aber auch Sprit. Wie gesagt, eine Rakete ist es nicht, aber lahmarschig kann man die Kiste auch nicht nennen.

Das Fahrwerk gefällt mir ebenfalls sehr gut, ist auch sportlich abgestimmt und flitzt gut um die Kurven, so dass die Kurvengeschwindigkeit deutlich höher ist als bei unserem Touran oder dem Polo. Das macht ebenfalls richtig Laune.

Cabrio-Mode

Das Verdeck lässt sich bereits mit dem Schlüssel per Fernbedienung von weitem öffnen, was sehr angenehm ist. Auch öffnet sich das Dach in anständiger Zeit, so dass man das auch mal eben an der Ampel öffnen oder schließen kann. Ansonsten kann man das Dach auch während der Fahrt bedienen, aber nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit. Wo da das Limit ist, weiss ich nicht.

Offen macht der Mini Cooper Cabrio natürlich doppelt Spass und dann noch bei dem Wetter. Vom Wind her ist es auch angenehm, keine Windstille, aber auch kein lautes Ohrenpfeifen. Auf Rat der Verkäuferin haben wir erst einmal kein Windschott gekauft und haben das bisher auch nicht bereut. Zumindest bis ca. 130 auf der Autobahn ist es kein großes Problem, wobei ich bei längeren Strecken wohl irgendwann doch den Deckel zu machen würde.

iPhone/iPod-Integration

Wir haben die Standardlautsprecher und die sind leider keine klangliche Glanzleistung, da klingen die Standardboxen in meinem Touran deutlich besser. Aber irgendwo mussten wir ja mal aufhören mit der Sonderausstattung. Musik kommt trotzdem raus, wenn auch die Bässe quasi nicht existent sind. Dafür klappt die Integration des iPhones sehr gut. Wir haben uns für die Variante mit dem Y-Kabel entschieden. Dabei wird das iPhone oder der iPod unten in die Mittelkonsole gelegt und per Kabel angeschlossen. Die Freisprecheinrichtung läuft über Bluetooth. Der iPod lässt sich gut steuern, wenn auch manchmal das Scrollen in den langen Listen etwas nervig ist, vor allem da im Display des Mini immer nur zwei Zeilen angezeigt werden. Hier sollte man unbedingt mit Wiedergabelisten arbeiten. Lauter, Leiser, Nächster Titel geht übers Lenkrad.

Die Freisprecheinrichtung tut auch ihren Job. Das Telefonbuch wird angezeigt, ich kann problemlos wählen, Gespräche annehmen, Lautstärke regeln und wieder auflegen. Bei Bedarf kann ich auch Sprachkommandos programmieren, aber ich war noch nie ein Freund von Sprachsteuerungen. Die Qualität ist auch gut, zumindest verstehe ich alles ganz gut und der Gesprächspartner mich ebenfalls. Natürlich ist irgendwann bei offenem Verdeck das Limit erreicht.

Ab und zu zickt allerdings der Anschluss mal etwas rum. Plötzlich ist der iPod weg und man muss das Kabel abziehen und wieder anschließen. Muss ich mal beobachten, kam zum Glück nicht häufiger vor.

Platz

Auch mit knapp 1,90m hat man genug Platz vorne im Mini. Bei mir ist der Sitzt nicht mal ganz hinten. Mit der Höhenverstellung kann man den Sitz auch passend einstellen, so dass man auch ordentlich durch das Fenster nach draußen gucken kann und nicht immer irgendwas vor der Linse hat. Hinten wird es natürlich etwas eng, wenn ich vorne sitze. Es sind zwei Sitze da, aber für lange Reisen sind die nicht geeignet. Immerhin kann man die Sitze umlegen und hat dann etwas mehr Kofferraum.

Der Kofferraum ist natürlich bei so einem kleinen Cabrio kaum Größer als ein Schuhkarton. Aber was soll ich sagen, wenn meine Frau mit dem Wagen los zieht, dann müssen am Ende eh nur Taschen und Schuhe hinten Platz finden. Für den Wocheneinkauf ist der Cooper Cabrio jedenfalls komplett ungeeignet.

Sonderausstattung

Wir haben den Mini recht gut ausgestattet gekauft, allerlei Komfortgedöns drin, wie Regensensor, Klimaautomatik, Leder, anklappbare Aussenspiegel und einiges mehr. Ich bin froh, dass wir so viel Ausstattung drin haben, denn irgendwo machen diese Kleinigkeiten dann doch einen Unterschied aus. Gerade sowas wie Regensensor und automatisches Licht habe ich schon im BMW vorher genossen.

Das Highlight ist jedoch der Alway Open Timer. Eine extra Anzeige, die mir sagt wie lange ich schon offen gefahren bin. Totaler Schwachsinn, maximal unnütz, aber für so einen Gadget-Freak wie mich genau richtig. Ich habe keine Ahnung was das soll, finde es aber lustig. Bei dem Wetter haben wir auch schon einige Stunden auf der Uhr ;-)

Fazit

Bisher macht mir der Mini Cooper Cabrio richtig Spass. Leider gehört er eigentlich meiner Frau, aber mit viel Bitte Bitte darf ich auch hin und wieder mal damit fahren. Klar ist so ein Mini nicht gerade ein Schnäppchen, aber Lifestyle und Gadgets kosten nun mal viel Geld. Zumindest bin ich so begeistert von dem Auto, dass ich den Kauf bisher nicht bereut habe und da der erste Eindruck bekanntlich sehr wichtig ist, sehe ich das als gutes Zeichen.