Es ist doch irgendwie absurd. Es gibt immer noch jede Menge Menschen, die selbst nichts mit Kirche am Hut haben, seit Jahren nicht mehr in der Kirche waren und sogar Probleme haben den Eingang zur Kirche zu finden. Anscheinend gibt es auch nur zwei Events für die dieser Schlag von Menschen die Kirche braucht. Einmal zur Hochzeit, wo man dann mal einen auf Prinzessin machen kann und dann noch einmal zur Konfirmation der Kinder. Die Kids finden Konfirmation meistens ziemlich ätzend, dieser Konfirmanten-Unterricht ist ja auch ziemlich öde, wenn man nichts für die Kirche übrig hat. Aber dann gibt es da ja diese riesige Motivation, dass man zur Konfirmation zum ersten mal als Jugendlicher richtig Kohle abgreifen kann. Mittlerweile wird dann auch von den Gästen erwartet, dass sie mal eben nen Hunni oder auch zwei springen lassen, dafür wird dann aber irgendwo ein Tisch in so einem pseudovornehmen Restaurant gemietet wo der Vatti vom Konfirmanten dann auch endlich mal wieder seinen Konfirmationsanzug anziehen kann. Egal, man reisst sich halt mal einen Tag zusammen, denn diese Festivität ist eine der wenigen, die sich rechnen. Der frisch gebackene Konfirmant wird für seine 2-jährige Qual (oder wie lange dauert das heute?) endlich entlohnt und sackt nicht selten eine vierstellige Summe ein.

Sorry Leute, aber ich finds sowas von zum Kotzen. Entweder man bekennt sich zur Kirche und lässt sich dann auch mal außerhalb von Beerdingungen und Konfirmationen dort blicken oder man lässt es ganz bleiben. Auch in der Kirche zu bleiben nur um in Weiss heiraten zu können ist ziemlich schäbig.

Zur nächsten Konfirmation wo ich eingalden bin, bringe ich jedenfalls eine in Leder eingefasste Bibel oder ein Büchlein mit Losungen als Geschenk mit. Ich denke, dass ist durchaus angemessen zu so einem Event ;-)