Ich wundere mich ja immer wieder was es so an Gadgets und Krempel alles gibt. Eben bin ich über das LensAlign Fokus Kalibrierungs-System gestolpert und habe mich gefragt wer das denn schon wieder braucht.

Klar, der Hintergrund ist recht einfach und schnell erzählt. Nicht jedes Objektiv und jede Kamera ist exakt und zu 100% auf dem Punkt scharf auf den man fokussiert. Das sollte zwar nicht sein, ist aber leider so und anscheinend gibt es auch immer wieder Serienstreuungen bei den Herstellern.

Um nun zu ermitteln ob Objektiv oder Kamera einen sog. Frontfokus oder Backfokus haben fotografiert man am einfachsten ein Massband etwas schräg und schaut sich dann den Schärfeverlauf an. Moritz hat in seinem Bericht über das Canon 50mm f/1,4 mal ein Beispiel erstellt.

So weit so gut. Ich frage mich jetzt jedoch wieso ich noch so ein LensAlign brauche? Gut, da habe ich noch andere Testtafeln und kann natürlich auch bis in die Ecken hinein den Schärfeverlauf oder Verzeichnungen beurteilen.

Aber sein wir doch mal ehrlich. Das ist was für ErbsenPixelzähler. Natürlich kann ich mich den ganzen Tag vor meinen Monitor setzen und nach dem Haar in der Suppe suchen, aber am Ende zählt für mich der Gesamteindruck des Bildes und der muss passen.

Aktuell stehe ich z.B. noch vor der Entscheidung ob ich mir das Nikon 16-35mm f/4 oder das Nikon 14-24mm f/2,8 kaufen soll. Was man dazu in den Foren liest und mit welchen Mitteln dort auf Fehlersuche gegangen wird klappt einem die Fußnägel hoch. Danach hat mein keine Lust mehr irgendeins der Objektive zu kaufen. Genau das meine ich. Geht doch nichts über einen selbst durchgeführten Praxistest mit echten Motiven und nicht irgendwelchen Massbändern und Testtafeln.