Nodal Ninja 3 vs. Nodal Ninja 5 – welches ist der richtige Nodalpunktadapter?

Am 26. September 2010 von Paddy veröffentlicht

Auf der Photokina habe ich mir zum Messepreis noch den Nodal Ninja 3 gekauft. Ich besitzt zwar bereits den Nodal Ninja 5, wollte aber gerne den 3er noch als kompakte Alternative dazu haben. Da oft die Frage aufkommt was der Unterschied zwischen den beiden Panoramaköpfen ist, will ich das hier einmal beschreiben.

Größe und Gewicht

Der Hauptunterschied ist die Größe. Der Nodal Ninja 3 ist deutlich kleiner und damit natürlich auch leichter als der NN5. Die Größe des Kopfes muss zur Ausrüstung passen. Der NN3 ist gut für DSLR-Kameras ohne Batteriegriff und „kleinere“ Objektive. Ideal für meine D700 mit dem 16mm Fisheye, genau dafür habe ich mir den NN3 auch gekauft. Das 24-70 von Nikon passt nicht und das 14-24mm macht auch Probleme, da diese Objektive zu lang oder zu dick sind. Ideal ist der NN3 z.B. für so Objektive wir das 12-24mm DX oder z.B. das 10-20mm von Sigma.

Wer z.B. eine D3 oder eine Kamera mit Batteriegriff benutzten will, der muss den NN5 nehmen, bei längeren Objektive sowieso. Der Nodal Ninja 5 hat deutlich längere Arme und bietet somit die grösste Flexibilität. Wer sich gerne alle Optionen offen halten will, der greift eher zum 5er. Natürlich wiegt der NN5 auch mehr als der NN3, wieviel genau hängt allerdings auch von dem Rotator ab, dazu aber später mehr.

Raste im vertikalen Gelenk

Der NN5 besitzt eine Rasterung in 15° Schritten im vertikalen Gelenk. Das ist sehr hilfreich, wenn man den Kopf nach oben und unten schwenken muss. 15° Schritte sind dabei ganz praktisch. Zudem hilft es den Kopf genau bei 0° auszurichten. Dazu ist noch zu sagen, dass es auch einen NN5L gibt, der die gleiche Größe hat, wie der NN5, aber dann wiederum nicht die Rasterung.

Der NN3 besitzt ebenfalls keine Rasterung, was eigentlich etwas Schade ist, da ich die hilfreich finde. Ist aber für meinen Anwendungszweck nicht so dramatisch.

Rotator

Eigentlich nicht Teil des Nodalpunktadapters ist der Rotator. Dieser ermöglicht es den Panoramakopf zu drehen und bei bestimmten Gradzahlen einrasten zu lassen, so dass man immer die gleiche Überlappung der Bereiche hat. Es gibt bei Nodal Ninja eine ganze Reihe von Rotatoren. Beim NN5 habe ich den RD16 dabei, das Flagschiff. Dieser Rotator kann in Schritten von 3,75° bis hin zu 120° in insgesamt 16 Abstufungen eingestellt werden. Dazu muss man lediglich die kleinen Rändelschrauben in ein anderes Loch schrauben. Der Rotator ist superklasse, läuft butterweich, ist sehr präzise, robust und … schwer.

Für den Nodal Ninja 3 habe ich mir den einfachsten aller Nodal Ninja Rotatoren gekauft, den MKII. Den gibt es als Starterset zusammen mit dem NN3. Dieser Rotator hat nicht die praktischen Schrauben für die Einstellung, sondern man muss ihn aufschrauben und eine Scheibe mit unterschiedlichen Bohrungen austauschen. Je nach Bohrung bekommt man dann eine andere Gradeinteilung. Der MKII wird mit zwei dieser Scheiben geliefert für die Gradeinteilungen o, 15, 45 und 60. Weitere Scheiben kann man dazu kaufen. Der MKII ist nicht so flexibel wie der RD16, aber dafür deutlich kleiner und leichter.

Welcher ist besser?

Die Antwort könnt Ihr Euch sicherlich denken: Es kommt darauf an 😉 Ich mag beide Nodalpunktadapter sehr gerne und habe sehr lange ausschliesslich mit dem NN5 gearbeitet. Der tut es wunderbar und wirklich super flexibel und stabil. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich zum Grossteil 360° Panoramen mit meinem Fisheye mache. Diese möchte ich auch gerne unterwegs erstellen, wie z.B. auf meinen Trips nach New York und San Francisco. Da wünscht mans ich dann schon irgendwann etwas weniger Gewicht. Einmal eingestellt muss ich bei dem NN3 und dem MKII auch nichts mehr verstellen, da ich ihn nur für eine Konfiguration einsetze. Zusammen mit einem Einbeinstativ ist das eine grossartige Kombination.

Ihr müsst Euch also vorher überlegen was Ihr vorhabt und Gewicht und Mobilität eine Rolle spielen. Ganz vergessen darf man allerdings auch den Preisunterschied nicht. Der NN5 mit dem RD16 liegt bei ca. 470,- €, der NN3 mit MKII bei ca. 200,- €. Das ist schon eine Hausnummer und sollte gut überlegt sein.

Vielleicht konnte ich Euch ja ein wenig bei der Entscheidung helfen. Fals Ihr Fragen zu den Ninjas habt, schreibt sie einfach in die Kommentare, damit alle anderen Leser auch etwas von den Antworten haben.

Veröffentlicht in: Panoramafotografie nach oben

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Kommentare (5)

  • SaintX schrieb am 27.09.2010

    Bald dürfte die Entscheidung leichter fallen: Seit wenigen Wochen ist auf der Homepage von Nodal Ninja vermerkt, dass der Nodal Ninja 5 nicht länger produziert wird, lediglich die Restbestände werden abverkauft.

  • Hadmut schrieb am 27.09.2010

    Welche Software verwendest Du denn zum Stitchen?

    Ich überlege übrigens gerade, mir eine besonders tragbare Alternative zu meinem ziemlich großen und schweren NP zuzulegen: Ich überlege gerade, meine Stativköpfe und -platten von Manfrotto auf Arca Swiss kompatibel umzurüsten und mir für meine Kamera einen L-Winkel zu kaufen. Für ein einfaches horizontales Panorama würde dann eine einfache Schiene reichen, damit der Drehpunkt unter dem Nodalpunkt liegt. Das wäre zwar sehr eingeschränkt, würde für die meisten meiner Panoramen aber völlig reichen, und so ne einfache flache Schiene krieg ich in jeder Fototasche noch unter, die kann immer mit.

    • Paddy schrieb am 28.09.2010

      Ich verwende hauptsächlich PTGui zum stitchen, experimentiere aber momentan mit Autopano Giga rum.
      Bei mir ist auch alles auf Arca Swiss. Das macht es deutlich einfacher. So einen L-Winkel von Kirk setze ich auch ein. Das reicht absolut für Flächenpanoramen, bei denen man genug Abstand zum Motiv hat und der Nodalpunkt keine Rolle spielt. Ist natürlich nicht ganz billig die ganze Arca-Geschichte, aber extrem praktisch.

  • mannolo schrieb am 15.07.2014

    Kannst mir mal bitte sage welchen Schnellwechselhalterung du benützt und von wo du in her hast? Auf Traumflieger wird ein Set angeboten wo das Originalteil gegen Sirui Halter und Platte gewechselt wird die ARCA SWISS kompatibel sind. Jedoch fehlt eine Schiene bei diesem System was meiner Meinung nicht die 100% Ausrichtung vorgibt.

    Wäre über Infos sehr dankbar 😉

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