Bei meiner ersten Untersuchung zwecks Augen-OP haben mich natürlich besonders die Risiken und Nebenwirkungen interessiert. Laut Auskunft von Euroeyes ist bei jedem Patienten für einen Zeitraum von 3-5 (manchmal auch 8) Wochen eine erhöhte Trockenheit des Auges zu erwarten. In der Zeit muss man mehrmals täglich mit künstlicher Tränenflüssigkeit nachhelfen.

In wenigen Fällen muss nachgelasert werden, den genauen Prozentsatz habe ich vergessen, aber ich meine er lag irgendwo zwischen 1-5%, wobei entscheidend ist wie viel Dioptrien beim Patienten korrigiert wurden. Je höher die Fehlsichtigkeit umso höher die Chance, dass nachgelasert werden muss. Das liegt daran, dass das Auge nach der OP wieder ein bisschen “nachgibt” und wieder etwas in die Fehlsichtigkeit zurück rutscht. Dies wird bei der OP mit einberechnet und entsprechend mehr weggelasert.

Es kann durchaus sein, dass durch die Wellenfront-Behandlung nicht zwingend eine Verbesserung der Nachblendung eintritt. Kann also sein, dass man für weniger Geld das gleiche Ergebnis erhalten hätte.

Die Trockenheit in den Augen kann in Einzelfällen auch länger anhalten. Ich habe von Leuten gelesen, die damit noch nach 3 Monaten zu kämpfen hatten. Das soll aber angeblich äußerst selten vorkommen.

Ebenfalls kann es zu Komplikationen mit dem Flap kommen, das ist das Stück Hornhaut welches abgetrennt und für die Korrektur umgeklappt wird. Dieser Flap kann evtl. nicht wieder zu 100% glatt liegen oder sich später sogar ablösen.

Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit von Problemen angeblich viel geringer als beim Tragen von Kontaktlinsen. Gut, Kontaktlinsen kann man raus nehmen, das gelaserte Auge jedoch nicht wieder in den Urzustand zurückversetzen ;-)

Alles in allem finde ich das Risiko für vertretbar. Eine 100%-ige Garantie wird man niemals erhalten, aber die Chancen auf eine erfolgreiche Korrektur sind sind doch verdammt hoch. Angst habe ich nur davor anschließend ständig Augentropfen zu brauchen oder dass die Sehkraft nicht so gut korrigiert wird, dass ich ohne Brille auskomme. Aber letzteres kann man ja evtl. durch Nachlasern korrigieren. Man muss sich jedoch auch darauf einstellen, dass man ab ca. 45 Jahren mit der Altersweitsichtigkeit zu kämpfen hat und dann eine Lesebrille benötigt. Das wird so oder so kommen. Also kann ich mich auf etwa 8-10 Jahre ohne Brille einstellen.