Bei allerbestem Wetter, Sonnenschein und so ca. 27°C war ich heute auf Shopping- und Sightseeing-Tour in Austin. Trotz einer langen Einkaufsliste blieb die Ausbeute jedoch ziemlich schlecht.

Alles fing damit an, dass ich mich ins Taxi nach Downtown gesetzt habe. Ich dachte mir, dort müsse man doch jede Menge Shopping-Tempel finden. Pustekuchen, zwar viele kleine Läden, aber keiner dieser großen Konsum-Hallen, die man in USA erwartet. Vielleicht habe ich aber auch einfach nicht den richtigen Riecher gehabt. Aber egal, ich habe mir dann immerhin das Capitol angeschaut und eine kleine Sightseeing-Tour durch Austin gemacht, das war auch sehr interessant, aber danach taten mir gut die Füße weh.

Nun gut, also wieder ins Taxi und dann in Richtung Domain-Mall, so heißt das EInkaufszentrum in der Nähe meines Hotels. Zettel rausgeholt und los gings.

Als erstes habe ich versucht für meine Frau ein paar Duftwässerchen zu kaufen. Das ging mit “Tommy Girl” auch noch ganz gut, aber das andere auf der Liste kannte man hier in drei verschiedenen Läden nicht. Überall war man extrem hilfsbereit und wollte in anderen Filialen fragen odre versuchen es zu bestellen. Da hatte ich aber keinen Bock drauf, denn keine der Verkäuferinnen kannte das Wässerchen und daher hatte ich eher die Vermutung, dass es das zeug in USA nicht gibt. Nein, ich will keinen anderen Duft und nein, ich will auch nicht das mit so ähnlich klingendem Namen, nur in der blauen Flasche. OK, immerhin eins hab ich bekommen.

Danach hab ich mir di eFüße platt gelaufen und in gefühlten 38 Schuhläden nach ganz bestimmten Schuhen gefragt, die auf meinem Einkaufszettel standen. “We can try to order it for you”. Nein, ich will die Sachen heute haben, da ich nicht noch einmal her komme. “You can try at our other store downtown”. Nein, ich komme gerade von Downtown und will nicht wieder dahin zurück. Ahhh!

Egal, dann bin ich also weitergzogen nach einigen Metern erschien es or mir, das Objekt der Begierde, mein persönlicher Gebetstempel, das Gotteshaus. Der Apple Store! Ich also schnurstracks rein marschiert und gleich von einem Verkäufer angelabert. “Can I help you?” Ja, Du kannst mir von jedem Gerät, das hie rrumsteht eines einpacken. Bei den Macbooks haust du bitte vorher eine deutsche Tastatur drauf und beim iPhone kümmere Dich doch noch darum, dass es mit meinem Vodafone-Vertrag läuft. Shit, ein riesiger Apple-Store und ich kann nicht zuschlagen, bzw. es gibt nichts, was ich sinnvoller Weise kaufen könnte. Ein iPod Touch wäre ganz cool, aber sobald ich im Dezember das iPhone habe, brauche ich den auch nicht mehr. Also wieder raus :-(

Dann kam ich an einem Diesel-Store vorbei. Die haben immer sehr geile Uhren zu vernünftigen Preisen. Also rein und gleich ovn Gus nach meinem Namen gefragt worden, von nun an waren wir Freunde. “Hey Patrick, what can I do for you?”. Geile Show, der hatte so ziemlich alle Modelle da und jede Uhr, die ich umdrehete kostete nur 120$. Da nehme ich doch eine mit. Und dann sehe ich eine Uhr, die mir richtig gut gefällt. So voller Freude, dass ich endlich etwas für mich gefunden habe fragte ich nach dem Preis. Ausgerechnet diese Uhr sollte dann 250$ kosten. So ein Mist, hat der sich den Preis gerade ausgedacht? Das war mir dann doch zu iel und Ihr wisst ja wie das ist, wenn man sich eine Uhr ausgesucht hat, dann will man keine andere mehr haben.

Anschließend bin ich dann mit dem Taxi zurück zum Hotel, dort ist gegenüber noch so ein kleines Shopping-Center mit einigen wenigen, dafür aber größeren Läden.

Oh, dort ist ein Outdoor-Store. Die haben bestimmt coole Gadgets. Noch geiler, da ist “Anniversary Sale”. Alles mögliche diverse Prozente “off”. Da hingen dann am Gadget-Regal auch die Leathermans. Ein Skeletool CX sollte 59$ kosten. Das ist nicht schlecht, die Online-Händler nehmen dafür in Deutschland 98€. Es hat gekribbelt wie verrückt, aber dann bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich das Teil gar nicht brauche und wenn man etwas nicht braucht nutzt einem die Ersparnis auch nichts.

Weiter zum nächsten Regal, das mit den ganzen Uhren und GPS-Geräten. Wahhhhhh, ich flipp aus, ich krieg die Motten! Garmin Forerunner 305 Anniversary Sale – 169,99$. “Hey guy, I take one of the Forerunner 305″, “Sorry, the are sold out. We sold 30 pieces this weekend”. Mann! Mir ist scheißegal wieviel Du davon verscherbelt hast, sieh zu, dass ich sofort eins von den Teilen bekomme, ach quatsch, eine ganze Palette nehme ich. Zur Info: bei uns kostet das Teil 299€. Mit etwas Glück kommen Montag oder Dienstag noch mal welche rein.

Megagefrustet also raus aus dem Outdoor-Store und dann bei “Best Buy” rein, das ist sowas wie Mediamarkt. Natürlich schrie mich dort sofort die Canon EOS Rebel XSI an, in Europa bekannt unter dem Namen EOS 450D. Ich hatte mich aber bereits vor einigen Tagen komplett dagegen entschieden eine DSLR zu kaufen, da ich diese auch nicht wirklich brauche und in dem Fall sind 600€ einfach immer noch zu viel, auch wenn der Preis natürlich im Vergleich zu Deutschland spitze ist :-(

Ah, cool. Da vorne gibt es diese Flip-Kamera. Da kann ich wenigstens dem Jog-Man eine Freude machen. Der bestellt ja neuerdings per Blogpost und hat dort auch noch die gewünschte Farbe angegeben. “I Take one of these Flip-Cameras, a black one, please”. “Sorry, black is sold out. Is pink or white ok?”. Wuahhhhh! Nein, das ist nicht ok. “I can order it … other store … bla bla bla”. Der Powerbook-Blogger hat zwar bestimmt eine feminine Seite, aber wenn ich mit einer pinken Cam ankomme bringt der mich um. Mal sehen, ob er eine weisse will. Vielleicht sind ja auch Ende der Woche wieder schwarze da.

Nun sitze ich also in der Lobby an diesem endlos langen Post und bin sehr glücklich. Ich habe wenig Geld ausgegeben und jede Menge Stoff zu Bloggen gesammelt ;-)