FeuerfischAuf der Tauchbasis des Robinson Clubs in Soma Bay ist man bestens aufgehoben. Ich habe hier meinen OWD gemacht und es zu keiner Zeit bereut diesen Ort dafür gewählt zu haben.

Man wird hier sofort empfangen und man kümmert sich um den Gast. Niemand muss lange rumstehen und erstmal darauf warten, daß sich jemand vom Personal bewegt. Trotz des vielen Personals (ca. 320 Angestellte bei 600 Betten) fühlt man sich nicht eingeengt.

Der Club selbst ist wirklich eine Größe für sich. Das Angebot an Aktivitäten ist reichhaltig: Tauchen, Wellness, Fitness, Segeln, Surfen, Beachvolleyball, Kulturreisen, Golf, Tennis etc. Es ist für jeden etwas dabei. Neben der tollen Clubanlage, die übrigens von allen Seiten gut bewacht ist, rundet das Essen den guten Eindruck ab. Es gibt nicht nur ein tägliches Standardbuffet, sondern jeden Mittag und Abend ein variierendes Angebot welches immer unter einem anderen Motto steht.

Highlight am Abend sind die Shows. Meistens werden bekannte Musicals wie “Mama Mia”, “Tanz der Vampire” oder “Aida” aufgeführt. Das professionelle Bühnenbild und die wirklich gut einstudierte Show zur Originalmusik macht richtig Laune, so daß man jeden Abend einen sehr schönen Auftackt hat, bevor es an die Bar oder in den Nachtclub geht.

Tauchen

Die Tauchbasis selbst ist mit ca. 10-12 Tauchlehrern sehr gut besetzt. Hinzu kommen noch ein paar Helfer, die stets um die Gäste bemüht sind. Man packt einfach morgens seine Kiste und muss sich dann eigentlich um nichts mehr kümmern, selbst die 500 Meter zum Hafen wird man gefahren und die Tauchausrüstung wird vom Personal aufs Boot verladen.

An Leihausrüstung stehen ca. 70 komplette Ausrüstungen zur Verfügung, die auch einen insgesamt gut gepflegten Eindruck machen.
Am wichtigsten finde ich jedoch, daß man sich hier auch viel Gedanken um Sicherheit macht. Auf einige Tauchfahrten kann man nur mit einer Mindestzahl an Tauchgängen mit und die Gruppen der einzelnen Guides sind niemals zu groß (max. 4-5 Taucher). Dinge wie ein Buddycheck sind auch den erfahrenen Tauchern nicht zu blöd.

Die Tauchfahrten beginnen täglich gegen 9:00 und 13:30. Dabei ist jedoch zu bedenken, daß es eine eigene Clubzeit im Robinson Club gibt, die nochmal um 1 Stunde hinter der lokalen Zeit ist. Das hat den angenehmen Effekt, daß es auch im Januar Abends schon länger hell ist und die Boote meistens die ersten an den Tauchplätzen sind. Sobald also die Flotte der umliegenden Basen anlegt, bereitet man sich auf den Booten des Robinson Clubs bereits auf die Rückfahrt vor und hat einen schönen Tauchgang in einem recht leeren Gebiet hinter sich.

Nach den Tauchgängen gibt es auf dem Boot warmen Tee und Kuchen, was besonders im Januar gern angenommen wird.

Angenehm ist auch die Fahrtzeit zu vielen der Tauchplätze, oft ist man nur ca. 10-15 Minuten unterwegs, bis man das Riff erreicht hat, wodurch man auch noch Zeit für andere Aktivitäten neben dem Tauchen finden.

Tauch-Ausbildung nach SSI

Ausbgebildet wird im Robinson Club nach SSI. Ich kann und will mir hier keine Wertung erlauben was denn nun der beste Verband ist und wo man die beste Ausbildung bekommt. Mein persönliche Erfahrung mit dem SSI-System war jedoch sehr positiv. Es ist klar gegliedert und der Aufstieg baut zum Teil auch auf Erfahrung, welche durch eine bestimmte Anzahl an Tauchgängen nachgewiesen werden muss.

Neben dem Open Water Diver könnt Ihr hier natürlich auch alle möglichen weiterführenden Kurse machen. Fast täglich finden ein oder zwei Specialties wie Nitrox, Tieftauchen, Wrack, Navigation etc. statt.

Oft hört und liest man, daß die Preise im Robinson Club sehr hoch sind und man viele Kurse in Deutschland viel günstier bekommt. Das mag auf den ersten Blick richtig sein. Ich gebe jedoch zu bedenken, daß Ihr Euch auch die Bedingungen auf der Tauchbasis in Soma Bay anschauen müsst. Hier seid Ihr wirklich gut aufgehoben und verfügt über eine erstklassige Infrastruktur mit super Personal. Irgendwie muss das ja schließlich auch bezahlt werden.

Wechsel zu PADI

In Deutschland habe ich mich mittlerweile für einen Wechsel zu PADI entschieden. Die Gründe dafür sind recht einfach. PADI ist doch am weitesten verbreitet und die Tacuhschule, die ich mir hier ausgesucht habe, bildet nunmal nach PADI aus. Ich halte die Schule und die Tauchlehrer für viel wichtiger als den zugehörigen Verband, dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, daß PADI nunmal die größte Organisation ist .

Zudem habe ich mich entschieden meine weitere Ausbildung weitestgehend in Deutschland zu absolvieren. Tauchkurse im Urlaub sind zwar sehr entspannt und machen viel Spaß, aber es geht dabei doch immer wieder etwas Zeit verloren, die man lieber für weitere Tauchgänge nutzen kann. Hinzu kommt, daß man in Deutschland mehr Zeit hat sich mit der Materie zu beschäftigen und das Gelernte in Ruhe verdauen kann.

Fazit

Alles in allem muss ich sagen, daß ich hier einen tollen Einstieg in das Hobby Tauchen gefunden habe. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir nochmal nach Soma Bay fahren ist sehr hoch.

Viele Bilder aus dem Club und von meinen Tauchgängen findet Ihr in der Bildergalerie.