Einen Placemark vom Tauchpark Ibbenbüren findet Ihr im Online Taucher Logbuch.

Tauchpark IbenbürenAm 30.09.2006 haben wir zum ersten mal den Tauchpark Ibbenbüren besucht. Es handelt sich dabei um die größte künstliche Teichanlage Europas, welche von der Firma Naturagart erbaut wurde um einmal zu zeigen, was heutzutage alles möglich ist.

Etwas zwiespältige Erwartungen haben uns dabei begleitet, da es im Internet sowohl sehr positive, als auch sehr negative Berichte gibt. Aber ein Bild kann man sich bekanntlich nur machen, wenn man auch selbst einmal dort war.

Die Anmeldung verlief reibungslos. Ein paar Tage vorher ein Anruf und wir hatten unsere Plätze sicher. Im Taucher.net habtte ich Berichte gelesen, dass der Unterwasserpark in Ibbenbüren schwer zu finden sei. Daher fragte ich am Telefon noch einmal nach. Der Basisleiter Helmut Schüssler verwies mich auf den Routenplaner auf der Homepage. Hmm, naja, mal sehen, dachte ich mir.

Als es dann los ging tippte ich einfach die Adresse in mein Navigationssystem ein und was soll ich sagen? Wer auch immer behauptet, dass der Tauchpark Ibbenbüren schwer zu finden ist, ist entweder zu dämlich einen Routenplaner zu benutzen oder kann schlichtweg keine Karte lesen. Auch jedes Navigationssystem findet den Parkplatz des Unterwasserparks problemlos. Also keine Probleme hier.

Am Eingang wird man dann auch gleich mit Hinweisschildern bombadiert, die einem den Ablauf erklären. Karre vom Vorplatz nehmen, Gerödel aufladen und zum Tauchplatz bringen. Anschließen Karre wieder zurück bringen. Überhaupt kein Problem. Die Karren sind so gebaut, dass man seine Flasche und Kiste problemlos darauf bekommt und seine Sachen ohne große Anstrengungen bis zur Tauchanlage transportiert bekommt.

Momentan erwartet einen noch ein provisorisches Zelt zum Umziehen. Für ein Provisorium ist das Zelt jedoch recht komfortabel. Es stehen Tische und Stühle zur Verfügung und ebenso Schließfächer für Wertsachen. Außerdem ist der Boden Wasserdurchlässig, so dass sich keine Pfützen bilden, man aber trotzdem nicht im Sand steht. Für die Zukunft ist ein befestigter Umkleidebereich geplant.

Als erstes steht die Anmeldung bei der Basis auf dem Programm. Hier bildet sich eine kleine Schlange und man muss durchaus mit 15 Minuten Wartezeit rechnen. An dieser Stelle mal ein Lob an Helmut Schüssler und sein Team. Wir wurden trotz des großen Andrangs sehr freundlich begrüsst und auch für ein Pläuschchen zwischendurch war Zeit. Da gab es dann auch noch den ein oder anderen Tipp, wo man am besten lang taucht.

Es steht ein Kompressor bereit und die Preise für die Füllungen sind auch fair (4,20 für eine 12l-Flasche). Das Tauchen selbst kostet 10,00 € für den ersten Tauchgang und 5,00 € für jeden weiteren.

Hat man die Anmeldung hinter sich ist alles recht entspannt. Einzig am Einstieg kann es noch mal zu einem kurzen Stau kommen.

Nachdem man über die Leiter ins Wasser gestiegen ist und seinen Tauchgang beginnt, befindet man sich in einer anderen Welt. Das Labyrinth aus Steinmauern mit verschiedenen Durchschlupfen ist wirklich einmalig. Man hat den Eindruck, als befinde man sich in einer alten Burgruine.

Während des Tauchgangs passiert man auch Höhlen mit unterschiedlichen Ebenen. Dort kann es vorkommen, dass man einen Taucher von oben in der unteren Ebene beobachten kann. Einige Höhlen sind auch sehr dunkel und man kann mit einer Lampe recht schöne Lichteffekte hervorrufen. Meistens ist jedoch keine Lampe notwendig.

Ein weiteres Highlight ist das Wrack. Hier kann man sehr schön hindurch tauchen und das Steuerhaus von innen begutachten, ebenso wie die Toilette.

Mein persönlicher Favorit ist jedoch der Vorplatz vor der Tempelanlage. Hier könnt Ihr verschiedene Statuen bestaunen, die teilweise ein Größe von ca. 4 Metern haben. Außerdem ist der Vorplatz der Tummelplatz der 23 Störe. Hier kann man sich ganz ruhig irgendwo hinlegen und die eleganten Tiere beobachten. Nicht erschrecken, denn die bis zu 1,30 m langen Tiere kommen teilweise ganz dicht an die Taucher heran und stupsen auch schon mal mit ihrer Nase. Die Störe alleine lohnen schon den Weg zum Tauchpark Ibbenbüren.

Darüber hinaus befinden sich auch einige Forellen im Becken des Unterwasserparks Ibbenbüren. Diese lassen sich ebenfalls sehr schön beobachten und verschwinden nicht beim leisesten Anzeichen von Blubberblasen.

Unterm Strich ist ein Besuch im Unterwasserpark Ibbenbüren schon jetzt absolut lohnenswert. Wenn in den nächsten Jahren die weiteren Bauvorhaben realisiert sind, kann es nur noch schöner werden. Einziger Nachteil: Es wird wahrscheinlich von Jahr zu Jahr voller werden.

Weitere Fotos vom Tauchpark Ibbenbüren.