Tion 2010 Tag 1 – Recap
Der erste Tag auf der Tion 2010 ist vorbei und das Fazit ist sehr gemischt. Am meisten habe ich mich gefreut den Bielefelder mal wieder zu sehen, die Veranstaltung selbst ist jedoch verbesserungswürdig.
Positiv sind einige herausragende Vorträge. Zum einen wäre da die Session zur Beauty Retusche mit Calvin Hollywood zu nennen. Richtig geil was der Mann drauf hat, sowas möchte ich auch gerne können. Das gepaart mit hohem Unterhaltungswert, guter Show und einem derben Dialekt hat den Vortrag zum absoluten Highlight des Tages gemacht. Ebenfalls sehr positiv ist Martin Krolop aufgefallen, den ich ja bereits gestern live erleben durfte. Einiges hat sich zwar mit den Themen aus dem gestrigen Workshop überschnitten, aber die Vorträge waren ebenfalls auf hohem Niveau, ebenfalls mit gutem Unterhaltungswert.
Das war es dann leider schon mit den positiven Eindrücken, denn die restlichen Vorträge waren entweder total abgespaced vom Thema oder einfach nur langweilig, wie der HDR-Vortrag. Auch das ganze Drumherum passt nicht. Wenn ich etwas Community Event nenne und damit auf der Barcamp-Welle mit schwimmen will, dafür zwiscehn 150,- und 200,- EUR kassiere und dann noch nicht mal Getränke und eine gewisse Grundverpflegung im Preis mit drin ist, stößt mir das bitter auf. Sieht man dann noch wie viele Referenten ihre Bücher oder DVDs promoten, die dann gleich am Stand gekauft werden können und die doch hochkarätigen Sponsoren (die bestimmt gut gezahlt haben), dann macht sich der Gedanke breit, dass da irgendjemand beim Community Event richtig gut verdient.
Ich habe kein Problem damit 150,- Euro für einen Event zu zahlen, sonst wäre ich ja auch nicht da. Aber dann muss auch mehr geboten werden. Rahmenprogramm rund um die jeweils parallel laufenden Sessions ist fast nicht vorhanden. Ich habe keine Ahnung was so eine Location wie das E-Werk in Köln kostet und ich habe auch keine Ahnung was die ganze Organisation verschlungen hat oder was die Referenten bekommen. Darum kann ich auch nicht sagen ob der Preis gerechtfertigt ist oder nicht, mein subjektives Empfinden sagt jedoch: “Zu teuer”.
Aber gut, es ist auch nicht nur schlecht, auch wenn sich das jetzt vielleicht so anhört. Es sind tolle Leute hier und die haben auch fast alle richtig was drauf. Networking steht daher ganz oben auf dem Abendprogramm, vielleicht ein paar Kontakte knüpfen und sich austauschen. Das ist am Tag leider zu kurz gekommen, sollte aber doch eigentlich im Mittelpunkt so einer Veranstaltung stehen.
Konkreter Vorschlag zur Verbesserung: Wenn man schon den Beinamen Community-Event verwendet, dann gebt der Community auch Raum und das meine ich wörtlich. Ein dritter oder vierter Vortragsraum in dem im Barcamp-Stil die Teilnehmer selbst eigene kleine Sessions organisieren. Morgens ein Thema ans Brett pinnen und dann einfach Hands-On was aus dem Ärmel schütteln. Da hätte ich Lust zu und das fördert meiner Meinung nach mehr das Networking als alles andere.
Schauen wir mal, was der zweite Tag bringt.








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