VDSL – der Turbo fürs Internet

Seit eini­ger Zeit taucht immer öfter in den Medi­en die Abkür­zung “VDSL” auf, wenn es um schnel­le Inter­net­zu­gän­ge geht. “DSL” ist jedem ver­traut und steht in Deutsch­land als Syn­onym für schnel­les und güns­ti­ges Inter­net. Doch was hat es mit dem “V” im “DSL” auf sich?

Wach­ab­lö­sung im Internet

Jah­re­lang war das gute, alte DSL das Non­plus-Ultra in Sachen Breit­band­zu­gang. In den 1990ern kamen ers­te Ange­bo­te auf dem Markt. Die groß­flä­chi­ge Ver­brei­tung begann mit sin­ken­den Prei­sen und mehr Wett­be­werb ca. seit 2004. Der tech­ni­sche Fort­schritt geht jedoch auch an der Breit­band­tech­no­lo­gie nicht vor­bei. Wäh­rend die DSL-Tech­no­lo­gie mit dem ADSL2+ Stan­dard in Deutsch­land Daten­ra­ten von bis zu 16 Mbit/s lie­fert, bie­tet das fort­schritt­li­che­re VDSL ein Viel­fa­ches an maxi­ma­ler Geschwindigkeit.

VDSL – Vor­tei­le und Anwendungen

Das “V” bei VDSL steht für “Very High” und bezieht sich auf die Geschwin­dig­keit der Inter­net­zu­gän­ge auf VDSL-Basis. Theo­re­tisch sind Über­tra­gungs­ra­ten von 200 Mbit/s mög­lich. Eine neue Tech­no­lo­gie ermög­licht in Pra­xis­tests sogar Daten­ra­ten von 500 Mbit/s. Kom­mer­zi­ell ange­bo­ten wer­den hier­zu­lan­de momen­tan VDSL-Anschlüs­se mit bis zu 50 Mbit/s. Was immer­hin noch rund drei­mal schnel­ler ist, als der flot­tes­te ADSL2+-Internetzugang.
Der Geschwin­dig­keits­vor­teil macht natür­lich nur Sinn, wenn es Appli­ka­tio­nen und Anwen­dungs­sze­na­ri­en für der­ar­tig schnel­le Inter­net­ver­bin­dun­gen gibt. Die wohl wich­tigs­te und inter­es­san­tes­te ist IPTV. Inter­net­fern­se­hen bie­tet nicht nur eine Rei­he von Vor­tei­len gegen­über klas­si­schen TV-Quel­len, wie Kabel oder SAT, son­dern ermög­licht Über­tra­gung in HD-Qua­li­tät (HDTV). Ein schnel­ler Inter­net­zu­gang (> 16 Mbit/s) vor­aus­ge­setzt. Für sol­che und ähn­li­che anspruchs­vol­le, mul­ti­me­dia­le Zwe­cke ist VDSL wie geschaf­fen. Ein wei­te­rer Aspekt für VDSL ist die Mög­lich­keit der par­al­le­len Nut­zung meh­re­rer Res­sour­cen hung­ri­ger Anwen­dun­gen zur glei­chen Zeit. Z.B. wenn ein Haus­halts­mit­glied am Com­pu­ter WebTV schaut, ein wei­te­rer Teil­neh­mer tele­fo­niert und ein drit­ter sieht Fern­se­hen via IPTV. Nur mit genü­gend Reser­ven kommt es dann nicht regel­mä­ßig zu Störungen.

Wo gibt’s VDSL?

VDSL ist lei­der nicht über­all ver­füg­bar. Momen­tan sind ca. 50 Städ­te zum Teil mit VDSL ver­sorgt. Ten­denz stei­gend. Bis die Ver­füg­bar­keits­si­tua­ti­on ähn­lich der heu­ti­gen DSL-Anschlüs­se ist, dürf­te es lei­der noch eini­ge Jah­re dau­ern. Hier gibt’s eine Aus­bau­kar­te zur VDSL Ver­füg­bar­keit.

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1 Gedanke zu „VDSL – der Turbo fürs Internet“

  1. Tja, VDSL ist schon echt eine cole Sache, vor­al­lem wenn man es hat, so wie ich 😉 . Macht schon echt Spaß einen 1,7 GB Down­load in unter 5 Min zu haben 😀 . Natür­lich gibt es da auch einen Hacken bei der gan­zen Sache: Der Preis, der ist mich noch sehr hoch! Mal schau­en, wenn die Tele­kom ab Mit­te des Jah­res ihr VDSL-Netz für ande­re Anbie­ter öffnet …

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