Photo Booth im Hardcore-Einsatz – und wieder 10 Jahre älter

Am 22. August 2014 von Paddy veröffentlicht

Photo Booth

Gestern Abend war es dann soweit. Meine neue Photo Booth Konstruktion musste ihren ersten Live-Einsatz überstehen. Ich war als Fotograf auf dem Sommerfest eines grossen Unternehmens. Da waren dann so schätzungsweise 400 Leute und ein ganzer Haufen Kinder. Wir hatten uns ein schönes Plätzchen ausgesucht, wo auch viele Leute vorbei kommen. Problem war nur, dass es dort kein Dach gab. Schirme waren auch nicht vorhanden … äh und nun? Nach checken der Wetter-App und Bereitlegen einer Plane gingen wir das Risiko ein. Der Platz war einfach zu cool. Ins Zelt wollte ich nicht, weil das ab vom Schuß war. Immerhin gab es einen grossen Baum über uns.

Meine Konstruktion auf einem Gleitschieberstativ hat sich ehrlich gesagt als gar nicht so übel herausgestellt. Alles auf einem grossen Stativ braucht recht wenig Platz. OK, sieht etwas abenteuerlich aus und für meinen Geschmack auch noch deutlich zu viele Kabel, aber der Tower hat auch reges Interesse bei den Leuten des Tech-Unternehmens ausgelöst.

Um es vorweg zu nehmen, der Abend war eine Katastrophe. Glücklicherweise nur für mich und nicht für die Gäste. Der Photo Booth läuft mit NKRemote, der Nikon-Variante von Breeze. Die Software ist leider alle paar Minuten abgeschmiert. Immerhin hatte ich einen ganzen langen Abend Zeit, um den Fehler einzukreisen, was aber nicht gelang. Ich habe ein paar Vermutungen, denen ich nachgehen muss. Eine ist der USB-Hub, der kein eigenes Netzteil hat. Da es im Test nie Probleme gab, habe ich auch noch die Vermutung, dass es da ein Speicherproblem bei exzessiver Nutzung gibt. Da muss ich mal die Konfiguration von Breeze überdenken. Auf jeden Fall führte dieser Umstand dazu, dass man den Booth nicht alleine lassen konnte. Das ist natürlich extrem nervig. Immerhin hatten die Gäste nach einer Weile raus, wie man die Software neu startet ;-) Superätzend, aber damit muss ich leben und in den nächsten Tagen eine Lösung suchen. Die muss es geben, da andere Leute mit Breeze gar keine Probleme haben. Als ich einen Screenshot vom Fehler machen wollte, merkte ich dann auch, was ich für ein Windows-Honk ich bin und griff zum iPhone ;-)

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Neben diesem extrem nervigen Punkt gibt es aber auch Positives zu berichten. PicPic Social rannte wie sau und die Druckfunktion über das iPad kam überragend gut an. Es sind rund 800 Fotos gedruckt worden, was ca. 1/3 der Gesamtmenge ausmachte. Der DNP DS40 Drucker hat auch einen extrem guten Job gemacht und ein Blatt nach dem anderen rausgerotzt. Das Ding kann ich sehr empfehlen. Es fehlt nur eine Art Frühwarnsystem, sobald das Papier zu neige geht. Man müsste dann eine Nachricht auf das Handy bekommen.

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PicPic Social lief wie gesagt einwandfrei. Nur als das verk**** Breeze mal wieder abgeschmiert war, wollte es danach die Kamera nicht erkennen. Neustart also. Danach musste ich auch den PicPic Server neu starten, was dazu führt, dass erst einmal alle bis dato gemachten Bilder neu geladen werden müssen. Das dauert bei der Menge. Ich habe dann einfach alle bisherigen Bilder in einen anderen Ordner verschoben und quasi neu angefangen.

Die Druckfunktion kam sehr gut an. So gut, dass eine Mutter sie dazu genutzt hat erst einmal 40 Bilder von ihrer kleinen Tochter anzufertigen. Da kommt selbst der schnellste Drucker irgendwann an seine Grenzen und es entstanden doch längere Wartezeiten. Die Druckerwarteschlange war voll bis oben hin. Ich hatte auch fast das Gefühl, dass diese Mutter gleich von der Menge gelyncht würde. ;-) Um die Druckkosten ging es mir gar nicht, aber die Traube um Drucker und iPad wurde natürlich immer grösser. Dazu muss ich sagen, dass ich den DNP mit dem matten Finish laufen habe, weil ich das schöner finde. Damit braucht er aber fast doppelt so lange, wie mit glänzender Oberfläche. Glanz wollte ich trotzdem nicht ;-)

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Ich habe meinen Photo Booth noch um einen externen Monitor erweitert, auf dem eine Diashow läuft. Die Diashow ist mit Photolive realisiert, gut und kostenlos. Der Chromecast kam dagegen nicht zum Einsatz, da es keine vorhanden Geräte gab. So ein Monitor wiederum ist recht günstig zu bekommen und wurde einfach ganz professionell mit Kabelbindern am Tower befestigt ;-)

Die Funktion mit Synchronisation zur Dropbox lief leider auch nicht richtig rund, was einfach daran lag, dass das Netz sehr unstabil war. Mal gab es 3G, aber die meiste Zeit dann doch nur Schneckennetz. Vom Ding her lief es aber und irgendwann trudelten die Bilder auch ein. Ich habe mich dann aber doch entschieden die Funktion abzustellen, da es einfach für die Gäste nichts brachte. Also wurden die Ausdrucke munter abfotografiert ;-) Hier denke ich darüber nach ein lokales Netz aufzumachen, an das sich die Gäste hängen können, um so die Bilder direkt vor Ort zu saugen, ohne vom Mobilnetz abhängig zu sein.

Das Feedback war insgesamt supergeil und die Druckfunktion kommt sehr gut an. Hätte ich nicht gedacht, aber so ein Hardcopy ist doch noch am geilsten.

Als nächstes muss dann aber doch ein Gehäuse her, um noch etwas aufgeräumter und geschützter zu sein. Der Drucker scheint eine super Getränkeablage zu sein ;-) Am Ende fing es dann auch noch an zu Regnen, was aufgrund des Baumes kein grosses Problem war. Wir waren eh kurz vorm Ende. Aber da muss ich mich mal nach einem leicht aufzubauenden Pavillon umschauen, um die Geschichte auch Outdoor betreiben zu können.

Fazit: Konzept geil, Umsetzung verbesserungswürdig ;-)

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Das Paddy und das Maddin – Staffel 2 – Folge 14

Am 18. August 2014 von Paddy veröffentlicht

DAS PADDY UND DAS MADDIN

In Folge 14 unseres Podcasts geht es um die Photokina, das Sigma 50mm f/1.4 aus der Art Serie und den Mix aus Fotos und Video.

Sponsor ist dieses mal Foto-Morgen. Wir stellen den SMDV Bowens S-Type Adapter vor, mit dem man die SMDV-Softboxen an Blitzen mit Bowens-Bajonett betreiben kann. Kleines, aber sehr nützliches Utensil.

Besucht uns auch in unserer Facebook-Gruppe, wo Ihr eingeladen seid Fragen zur Sendung zu stellen.

Nicht vergessen: Das Staffelfinale am 11.10.2014 in Köln.

Nicht vergessen dürfen wir natürlich die Credits für unseren Song:

Lyrics by: Edgar Wallis soundcloud.com/edgarwallis
Music produced by: Dienst&Schulter soundcloud.com/dienst
Vocal production by: DJ Burnt soundcloud.com/dj-burnt

Tschüs

Das Paddy und Das Maddin

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Photo Booth bauen – die Software

Am 17. August 2014 von Paddy veröffentlicht

Dass ich mal an einem Photo Booth gefühlte 10 Jahre altern sollte und deswegen Haarausfall bekomme, hätte ich auch nie gedacht. Es lief ja alles wunderbar bisher. Mein Setup hatte sich bereits auf Dutzenden von Hochzeiten bewährt und nie hat jemand gemeckert. Aber wer keine Arbeit hat, der macht sich eben welche.

Alles fing damit an, dass ich den Photo Booth von Martin in Zingst gesehen hatte. Die verwendeten dort ein Weitwinkel und ich mochte die dichte Perspektive total gerne. Würde ich Martin gegenüber natürlich nie zugeben ;-) Davon angefixt schraubte ich mein Nikon 14-24 vor die Photo Booth Kamera und experimentierte etwas damit herum. Sehr geil muss ich gestehen.

Bisher hatte ich immer fett in RAW aufgenommen und von Lightroom dann direkt ein Preset über die Bilder legen lassen. Das fand ich megageil und konnte somit die Bilder immer noch etwas pimpen. Lightroom war also bisher ein Muss für mich, aber ich hatte langsam die Befürchtung, dass sich das ändern sollte.

Dann kam noch mein Kumpel Holgi um die Ecke und redete mir ein, dass ich einen Drucker brauche. Ich habe noch nie einen Drucker am Photo Booth vermisst, nie never ever. Aber mir kann man so einen Flo ja locker ins Ohr setzen. Also brauchte ich plötzlich doch einen Drucker und dann fing das Hirn an zu rattern. Shit.

Alles muss neu

Ich war nun so weit den kompletten Photo Booth neu zu gestalten. Ich spreche hier erst einmal nur über die Software und Steuerung, nicht über ein mögliches Gehäuse o.ä. Schnickschnack. Was genau sollte das Teil denn überhaupt können?

  • Bilder sollen per Funkauslöser gemacht werden. Keinen Knopf und keinen Countdown. Das hat sich bewährt und ich finde so kommt mehr Action auf, als mit einem Countdown und mehreren Bildern hintereinander.
  • Nur ein Foto, keine Streifen mit drei oder vier Bildern. Ich finde die Streifen zwar ganz lustig, aber ein einzelnes Foto wirkt meiner Meinung nach besser. Ist aber Geschmacksache.
  • Die Fotos sollen mit einem weissen Rahmen gedruckt werden. Haha, das sollte noch Nerven kosten ;-)
  • Es soll nicht jedes Bild automatisch gedruckt werden, sondern die Gäste sollen wählen können. Es entstehen doch sehr viele Bilder bei der Variante mit dem Funkauslöser und da wäre es zu viel jedes Bild zu drucken.
  • Die Bilder sollen direkt in der Dropbox landen, damit die Gäste sich die Fotos sofort runterladen können.
  • Alle Bilder sollen auf dem iPad (oder anderem externen Terminal) angezeigt und noch einmal gedruckt werden können.
  • Eine automatisch aktualisierende Slideshow mit allen Bildern soll auf einem externen Monitor laufen.

Mann, das kann doch gar nicht so schwer sein. Denkste.

Mir war klar, dass ich das nicht mit Lightroom hinbekomme. Also musste ich mich auch von meinen RAWs mit Presetverarbeitung verabschieden. Demnach stand als erstes eine Optimierung der JPG-Verarbeitung in der Kamera an. Den sehr nahen Look mit dem Weitwinkel fand ich schon mal ganz cool. Licht hatte ich dann auch recht schnell hingebogen und mit etwas Probieren bekommt man auch sehr coole JPGs direkt aus der Kamera. So sieht das dann aus.

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Nach etwas Recherche war schnell klar, dass wohl eine Windows-Kiste her muss. Argh, das wollte ich vermeiden. Aber die meiste Photo Booth Software gibt es nur für Windows. Mit dem Mac und iPad rannte ich in eine Sackgasse oder konnte nicht alles so realisieren, wie ich es mir vorstellte. Das war der Anfang von deutlich mehr Kohle, als ich eigentlich ausgeben wollte. Ich entschied mich für ein Microsoft Surface  Pro 2. Es wäre auch deutlich günstiger gegangen, aber so hatte ich ein Gerät mit allem. Touchscreen, abnehmbarer Tastatur und USB 3.0. Ich kann Euch sagen, das Teil hat mich Nerven gekostet. Seitdem habe ich schon wieder gefühlte hundertmal neu gestartet und mit dieser neuen Oberfläche komme ich auch nicht klar. Ich kannte halt nur noch Windows XP. Aber egal, das kann man alles wieder zurück bauen und letztendlich soll das Gerät einfach rennen, was es auch tut. Freunde werden wir aber wohl nicht.

Nun musste eine Software für den Photo Booth her. Da gibt es einen ganzen Arsch voll. Breeze, DSLRBooth, Darkroom Booth, Sparkbooth, Social Booth und vielleicht noch ein paar mehr. Beschäftigt habe ich mich mit Breeze, DSLRBooth und Darkroom Booth, da die anderen keine Nikon Kameras unterstützen. Wer also Canon hat, der hat grössere Auswahl. Ich war auch kurz davor eine kleine Canon zu kaufen, aber dann scheute mich die Anschaffung eines Ultraweitwinkels dafür. Die Programme tun alle ihren Dienst, aber der Teufel liegt meistens im Detail. Ich habe mich nach mehrmaligem Hin und Her dann für Breeze entschieden. Es ist mit Abstand die hässlichste und benutzerunfreundlichste Software, die es auf diesem Planeten gibt. Ich glaube da kommt nur noch Lotus Notes ansatzweise heran. Aber der Dreck ist am flexibelsten. Das Ergebnis zählt und Breeze liefert am besten ab, auch wenn es dauert bis man das Biest davon überzeugt hat, was man will. Keine Software für Computerlegasteniker.

Mit Hilfe des Setup Assistenten von Breeze war mein kleiner Photo Booth schnell eingerichtet. Der hat ein Bild aufgenommen und wenn ich auf dem Touchscreen mit meinen dicken Fingern auf “Print” touchte, so kam ein Bild aus meinem Drucker, der übrigens ein DNP DS 40 ist. Breeze konnte ich auch ganz einfach dazu bringen mir einen weissen Rahmen um dieses Bild zu drucken. Wer also nichts mehr als das möchte, der ist fein raus.

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Voller Motivation machte ich mich daran die Bilder in die Dropbox zu packen. Ist doch easy, gebe ich einfach einen anderen Speicherort an. Ja denkste. Kann man zwar machen, aber Breeze speichert mit jedem Bild eine XML-Datei. Kann man das abstellen? Ich habe es nicht gefunden. Diese XML landet dann auch in der Dropbox. Will ich da aber nicht haben. Zwar kann man Breeze auch sagen, dass die Bilder beim Output an einen anderen Ort kopiert werden sollen, aber das passiert dann wiederum nur, wenn man ein Bild druckt. Automatisch geht das nicht. Ich will aber nicht jedes verdammte Bild drucken, da man damit nur unnötigen Müll erzeugt und schliesslich machen die Leute bei meinem Photo Booth mit dem eigenen Auslöser schnell mal tausende von Bildern.

Nun machte sich das nächste Problemchen in Kooperation mit einer anderen Anforderung breit. Ich wollte die Bilder ja auf dem iPad anzeigen lassen. Kein Thema … also in der Theorie. Da gibt es z.B. PicPic Social oder auch Photo Booth Connected. Die funktionieren beide nach dem Client/Server-Prinzip. Auf der Windows-Kiste läuft ein Server-Programm und auf dem iPad (oder Android) eine App, die sich daran connected. So ist z.B. auch der Druck über den am Windows hängenden DNP DS 40 möglich. Geilomat dachte ich mir und wurde höhnisch von beiden Programmen ausgelacht.

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Photo Booth Connected schied aufgrund unterirdischer Performance aus. Es dauert Ewigkeiten, bis die Bilder auf dem iPad angezeigt werden. Ausserdem war es zickig beim Ausdruck, denn irgendwie passte das Format nie so wirklich richtig gut. PicPic lief top, aber druckte nicht mit weissem Rahmen. Verdammt, aber ich will diesen blöden Rahmen beim Druck haben. Der Support (übrigens hervorragend schnell) rieht mir dazu ein Overlay über das Bild zu legen. Damit kann man z.B. sein eigenes hässliches Logo auf das Bild patschen. Allerdings würde dann ja etwas an den Rändern des Bildes fehlen. Skalieren geht nicht. Bah, leck mich doch.

Mann, was habe ich gesucht und überlegt. Ich war kurz davor den weissen Rahmen aufzugeben. Dann stiess ich auf Hotfolder Prints von Breeze. Das Programm überwacht einen Ordner und stellt mit neu ankommenden Bildern lustige Dinge an. Also sowas, was man am Mac mit dem Automator aus dem Ärmel schüttelt. Damit kann ich z.B. jedem neuen Bild das gleiche Layout zuweisen, wie schon in der Breeze Photo Booth Applikation. Die Schurken, hätten sie auch mal in eine Anwendung packen können. Also noch mal Kohle auf den Tisch gelegt. Zur Erinnerung: Breeze NKRemote für $175, PicPic Social für $299 und Hotfolder Prints noch mal für $99. Scheiss die Wand an.

Allerdings löste Hotfolder Prints auch mein Dropbox-Problem und kopierte die Bilder an einen beliebigen Speicherort. Allerdings mit weissem Rahmen, den ich aber bei den Bildern in der Dropbox gar nicht haben will. F*** you. Aber das nehme ich jetzt einfach mal in Kauf. PicPic Social läuft somit echt rund ist voll cool. Da können die Gäste dann in den Bildern stöbern und nach Belieben nachträglich drucken. Man kann in PicPic auch Knöpfe um Versand per Email oder Teilen auf Facebook und Twitter einblenden. Das habe ich aber deaktiviert. Die Leute sollen sich die Bilder aus der Dropbox holen und dann damit machen, was sie wollen.

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Aber damit nicht genug. Ich wollte ja gerne eine Diashow auf einem externen Monitor zeigen. Am liebsten natürlich auf einem Fernseher oder Beamer, da diese oft an Locations vorhanden sind. Nur kommt man dort meistens nicht mit einem Kabel hin. Chromecast heisst der Schlüssel. Diese kleine Teil von Google steckt man in die HDMI-Buchse und kann dann beliebige Inhalte darauf streamen. Fast beliebige Inhalte. Also alles, ausser den Fotos auf meinem Windows-PC. Jetzt werd ich hier aber langsam zum …

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Glücklicherweise will an dieser Stelle auch wieder jemand Geld verdienen. Der Hersteller von PicPic Social bietet auch eine Slideshow-Software mit Chromecast-Funktionalität an. Kostet auch nur $99. Egal, die haben ja eh schon meine Kreditkartendaten. Das Stückchen Software war dann zu allem Übel so zickig, dass es hinten und vorne nicht lief. Wieder ein paar Stunden versenkt. Aber der Entwickler ist fix und antwortete schnell auf meine Emails. Nach nur wenigen Stunden bekam ich eine neue Version geschickt. Damit ging es dann auch endlich und ich bin nun glücklich.

Was ich hier zusammengefasst habe, hat insgesamt mehrere Tage mit Stunden Recherche im Internet gebraucht. Wirklich gute Anleitungen gibt es leider kaum. Aber verdammt noch mal, jetzt löppt die Kiste. Glücklicherweise kann man die ganze Software vorher testen, was Ihr auch tun solltet. Ein einfacher Photobooth, der nur ein paar Bilder aufnehmen und drucken soll, ist übrigens verhältnismäßig leicht zu realisieren. Mit DSLRBooth geht das auch mit dem Mac.

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Als nächstes steht nun das Aufhübschen an. Der ganze Krempel muss schick verpackt werden. Es gibt da unterschiedliche Möglichkeiten und die naheliegenste und einfachste ist eine Kiste. Die ist praktisch und weitestgehend gegen Vandalismus geschützt, aber optisch bin ich damit noch nicht so glücklich. Mir schwebt etwas im Vintage-Style vor. Die Kamera in eine alte Balgenkamera, das Surface in ein altes Radio, das iPad in einen alten Bilderrahmen. Das ganze dann auf alten Reisekoffern gestapelt oder so ähnlich. Klar ist das viel Einzelzeug und auch nicht ganz so gut geschützt, aber ich mag es.

Ziel vieler Photo Booth Betreiber ist es ein Gerät zu haben, das man einmal aufstellt und dann den ganzen Abend unbeaufsichtigt laufen lässt. Das ist natürlich im Betrieb einfach und rein aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Ich mag aber den Photo Booth als sozialen Treffpunkt. Hier schnacke ich gerne mit den Gästen und lache mit ihnen gemeinsam über die Bilder. Da kommt man super ins Gespräch. Meistens sind wir ja eh im Team unterwegs und so kann auch jemand ein Auge auf den Booth werfen. Wenn Ihr aber alleine unterwegs seid, dann ist eine feste Box natürlich besser. Zudem ist der Photo Booth auch nicht mein Kerngeschäft, sondern eher ein Goodie für meine Hochzeitspaare.

Vielleicht mache ich auch einfach zwei Varianten. Eine Kiste und eine im Vintage Style. Evtl. habt Ihr da ja ein paar Ideen und könnt weiterhelfen. Bin offen für alles. Wenn Ihr irgend etwas an altem Zeug habt, was passen könnte, also Koffer, Radio, Bilderrahmen, Balgenkamera o.ä. dann würde ich mich auch riesig über eine Nachricht freuen. Vielleicht kommen wir ja ins Geschäft.

Zum Schluß noch eine lose Linksammlung. Einige der Links sind schon im Text enthalten.

  • Breeze Systems – Photo Booth Software
  • Open Photobooth – freie Photo Booth Software, die ich aber nicht ausprobiert habe
  • PicPic Social: Software für Bilder auf iPad/Android und Slideshow über Chromecast
  • DSLRBooth – auch für Mac. Nicht schlecht und einfach zu bedienen. Hat nicht ganz so viel Optionen wie Breeze, aber einen Blick wert.
  • Chromecast bei Amazon
  • Photo Booth Props (keine Ahnung warum die Dinger Props heissen)
  • Drucker DNP DS 40 (gibt es z.B. bei Tetenal). Braucht nur 8 Sekunden für ein Bild. Qualität ist gut, aber nicht so gut, wie z.B. ein Epson Fotodrucker.
  • Alternativ Epson SureLab D700 Drucker. Autsch im Preis.
  • Wenn man wenig Druckvolumen hat, dann kann es auch ein Canon Selphy tun, die Dinger sind klasse.
  • Mobiler Hotspot mit LTE. Baut mein lokales Netz auf und um die Bilder in die Dropbox zu packen. Alternativ zur Dropbox eignet sich auch Google Drive sehr gut.
  • USB 3.0 Hub mit SD-Kartenleser. Ganz praktisch um am Surface mehr USB-Plätze und mehr Speicher zu haben. Darauf kann man z.B. die Bilder ablegen.
  • Griffin Controller. Falls Ihr mit einem Countdown arbeiten möchtet, dann ist das Teil als Startknopf ganz schick.
  • Christian Horn zeigt, wie man einen Yongnuo Funkaulöser in einen Grobhandtaster bauen kann. Funktioniert super.
  • USB Buzzer
  • Blitzschuhadapter, um den Blitz per Kabel auslösen zu können, falls Eure Kamera keine Syncbuchse hat. Funkauslöser geht auch, aber ich wollte möglichst wenig mit Batteriebetrieb.
  • Coole Druckvorlagen, falls Ihr doch mit den klassischen Streifen und mehr Bildern drucken möchtet.
  • Photo Booth Owners – Seite mit News rund um das Thema Photo Booth
  • iSiT – Photo Booth Software für das iPad. Habe ich nicht ausprobiert.
  • QR Code Generator. Damit erzeuge ich den Link zur Dropbox. Der Code wird ausgedruckt und am Booth aufgehängt.
  • Photolive: Kostenlose Slideshow-Software. Super, wenn Ihr einen zweiten Monitor angeschlossen habt und nicht über Chromecast geht.

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Sekonic L-758DR Belichtungsmesser und Elinchrom Skyport

Am 12. August 2014 von Paddy veröffentlicht

Sekonic L-758DRIch mag die Belichtungsmesser von Sekonic. Selbst besitze ich einen Sekonic L-758DR. Über die Verwendung von Belichtungsmessern hatte ich schon mal berichtet.

Der Sekonic hat ein eingebautes Funkmodul, mit dem sich Blitze auslösen lassen. Das ist sehr praktisch, da man nicht extra den Testbutton am Auslöser drücken muss, wenn man die Blitzleistung messen möchte. Es reicht der Auslöser am Belichtungsmesser. Die Sache hat nur einen Schönheitsfehler: Der Sekonic unterstützt nur die Pocketwizard-Funkmodule und die sind nicht kompatibel mit Elinchrom Skyport, welches in vielen meiner Elinchrom Blitze verbaut ist.

Seit einiger Zeit gibt es jedoch Abhilfe. Jörg Pickel von TriggerWizard hat ein Skyport-Modul für Sekonic-Belichtungsmesser gebaut und ich durfte dieses jetzt mal ausprobieren. Das Modul lässt sich einfach einsetzen und ersetzt das Pocketwizard-Modul. Danach kann es sofort losgehen. In der Anleitung findet man die Information was am Sekonic einzustellen ist, um die passende Frequenz des Sykport zu treffen.

Das funktioniert einwandfrei und ich freute mich wie ein kleines Kind, das ich ab jetzt nur den Belichtungsmesser in der Hand halten muss, wenn ich Blitze einmesse, bzw. kann der Assi beim Licht messen direkt abdrücken, während ich Pause mache ;-)

Jörg hat auch eine Lösung, um die Leistung vom Skyport aus zu regulieren, was die Arbeit noch einmal erleichtert. Nur die Gruppensteuerung ist ein kleines Problem. Das Umschalten zwischen zwei Gruppen am 758 finde ich im Vergleich zum Skyport-Sender etwas umständlich.

Dennoch freue ich mich sehr, dass dieses Feature nun in meinem Sekonic enthalten ist. Oft arbeite ich ja eh nur mit einem Blitz und dann ist es ideal. Besonders Outdoor will ich mal etwas mehr den Belichtungsmesser einsetzen, um das Verhältnis zwischen Umgebungs- und Blitzlicht auf ein bestimmtes Verhältnis zu bekommen. Ebenso brauche ich das Gerät für meine Polaroid-Leidenschaft ;-)

Falls Ihr Interesse habt, dann schaut Euch einfach mal auf der Webseite von Jörg um. Er zeigt zumindest, was möglich ist. Schade, dass die Hersteller alle ihr eigens Süppchen kochen, wenn es um Funkauslöser geht.

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Buchempfehlung: Steve McCurry – Untold

Am 10. August 2014 von Paddy veröffentlicht

untold_mccurryIm Vorbeigehen habe ich während meines Urlaubs einen Bildband gekauft. Untold von Steve McCurry. McCurry ist bestimmt vielen von Euch ein Begriff, er hat bereits sehr viele weltbekannte Fotoreportagen veröffentlicht, viele aus den Regionen Indien, Pakistan und Afghanistan.

In Untold werden die Geschichten hinter den Bildern und Reportagen erzählt. Man erfährt etwas über den Menschen Steve McCurry, wie er drauf war, gearbeitet hat und über seine Einstellung. Ich muss gestehen, dass ich Bildbände mit viel Text eigentlich meide. In diesem Fall fesseln die Hintergrundgeschichten aber enorm, da sie neben der reinen Story auch immer wieder fotografischen Background liefern, z.B. zu Bildaufbau und vor allem der Entstehung der Fotos. Steve McCurrys Reportagen sind eine Mischung aus Spontanität und tagelanger Planung.

Es gibt nicht viele Fotografen, die es schaffen in einem einzigen Foto eine komplette Geschichte zu erzählen. McCurry ist ein Meister darin. Man findet Dutzende von genialen Fotos in dem Buch, von dem jedes für sich alleine eine ganze Story beinhaltet.

Wer sich für Fotoreportage interessiert, sollte zugreifen. Neben den grandiosen Fotos kann man hier auch viel lernen, das sich in den Alltag eines jeden Fotografen übertragen lässt.

Die deutsche Fassung kostet bei Amazon 49,96 €, wer der englischen Sprache mächtig ist, kann mit der englischen Originalfassung ein paar Taler sparen.

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