Sigma 50 mm f/1.4 DG HSM Art-Series – Test

Am 21. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

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Sigma und ich hatten keinen guten Start. Bisher konnten mich die Produkte nicht so richtig überzeugen. So war ich auch skeptisch ob der Lobgesänge, die man im Internet auf die Objektive der Art-Serie vernimmt. Ich konnte nicht glauben, dass sich Sigma plötzlich im Premiumsegment tummeln sollte.

Nikon hatte sich allerdings bisher mit den 50 mm Objektiven auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, besonders das 50mm/1.4 glänzte vor allem mit konstanter Unschärfe. Nun ergab es sich aber, dass ich urplötzlich wieder mehr Verlangen nach einer Normalbrennweite verspürte. 50 mm bezeichnet man auch als Normalbrennweite, da das Abstandsempfinden in etwa dem Sehempfinden des menschlichen Auges entspricht. Die Nikon 50 mm mochte ich beide nicht so richtig, das 58 mm schlägt mit über 1.500,- Eurotacken zu buche. Also versuchte ich es einfach mal mit Sigma und lies mir bei meinem örtlichen Fotodealer versichern, dass ich es bei Nichtgefallen zurück bringen kann. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe es behalten.

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Das ist mein erstes Sigma Objektiv der Art-Serie. Auch das 35mm soll ja klasse sein, aber da bin ich mit dem Nikon 35mm f/1.4 bestens bedient. Auffällig ist die gute Verarbeitung, aber auch die Größe und das Gewicht. Wer so ein schnuckeliges Objektivchen wie das 50mm/1.8 von Canon erwartet, der wird eine schwere Überraschung erleben. Der Fokusring ist ok, kann aber nicht mit einem Zeiss-Fokus mithalten, was er aber auch nicht muss, denn das Sigma hat ja bekanntlich einen Autofokus. Dieser arbeitet auch schnell und zuverlässig. Ausrutscher beim Fokussieren sind meistens auf den Trottel hinter dem Sucher zurück zu führen.

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Die Schärfe ist sehr gut, auch bei f/1.4, wobei es da bekanntlich bei Vollformatsensoren schon häufiger zu Ausschuss kommt. Das liegt einfach in der Natur der geringen Tiefenschärfe und ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Man kann mit dem Sigma rasiermesserscharfe Fotos bei f/1.4 produzieren, aber entspannter geht es bei f/1.8 oder f/2.0. Ja, das reicht meistens schon. An der Stelle auch noch einmal der Tipp es evtl. mal mit dem Live View zu probieren, wenn es unbedingt f/1.4 sein soll und sich möglicherweise mal auf die Fotografenkrankheit hin untersuchen lassen ;-)

Sigma-50mm-f14-07-1-800 Sek. bei f - 1,4 ISO 160

Schärfe kann man einen Harken dran machen, das kann Sigma nun endlich. Stellt sich die Frage nach der sonstigen Abbildungsleistung. 50 mm ist keine Brennweite, wo es zu grossartigen Verzeichnungen kommt. Das zeigt auch folgendes Bild sehr gut, wo keine Objektivkorrektur angewendet wurde.

Sigma-50mm-f14-13-1-100 Sek. bei f - 1,4 ISO 320

Das viel diskutierte Bokeh ist ebenfalls vorhanden. Ob das nun schön ist oder nicht, fällt mir immer schwer zu beurteilen. Ich finde, dass es ein bisschen ruppig daher kommt und nicht so cremig ist, wie z.B. bei meinem Zeiss 135mm. Aber das ist auch eine ganz andere Brennweite. Das Bokeh des Sigma ist trotzdem gefällig und neigt auch nicht zu den ovalen Katzenaugen, wenn man die Blende komplett aufreisst.

Sigma-50mm-f14-06-1-250 Sek. bei f - 2,8 ISO 100

Sigma-50mm-f14-11-1-60 Sek. bei f - 1,8 ISO 800

Auch der Schärfeverlauf könnte ein klein wenig weicher sein, ist aber insgesamt ok. Ich denke das ist der sehr guten Gesamtschärfe des Objektivs geschuldet. Berichte im Internet testieren z.B. dem 58 mm Nikon ein weicheres Bokeh, dafür geringere Schärfe. Dürfte aber alles im Bereich der Pixelpeeperei sein :-)

Sigma-50mm-f14-12-1-125 Sek. bei f - 2,0 ISO 800

Es gibt für die Objektive der Art-Serie auch ein USB-Dock, mit dem man verschiedene Parameter wie die Schärfe pimpen kann. Wenn ich mir allerdings die Oberfläche der Software und die Bedienungsanleitung anschaue, dann bekomme ich die Pimpernellen und die Vermutung macht sich breit, dass Sigma hier ein Problem auf den User abwälzen will. So weit kommt es noch, dass ich das Objektiv selber justieren muss. Aber es mag für den Technikfetischisten durchaus eine Option sein, um das letzte Quentchen an Schärfe aus der Linse zu quetschen.

sigma-usb-dock

Viel mehr fällt mir dann ehrlich gesagt auch gar nicht ein. Das Fazit ist sehr positiv. Es ist bemerkenswert, dass Sigma offensichtlich eine Kerhtwende vollzogen hat und echte Topobjektive zu akzeptablem Preis baut. Bedenkt man, dass Canon mit dem 50 mm f/1.8 für unter 100,- € schon ein echtes Kultobjektiv liefert, dann gehört das Sigma 50 mm f/1.4 DG HSM mit rund 800,- € nicht zu den Schnäppchen. Schielt man allerdings auf das Nikon 58 mm oder das Canon 50 mm f/1.2 relativiert sich der Preis. Angesichts der extrem guten Schärfe erscheint mir das Sigma momentan als sehr gute Wahl im Bereich der Normalbrenner. Größter Nachteil bleiben hingegen Größe und Gewicht, welche sich leider nicht wegdiskutieren lassen.

Amazon-Links:

Wer zuerst schreibt, dass ich das Objektiv putzen muss, bekommt einen Keks. Nur für Selbstabholer.

An dieser Stelle macht sich ein Hinweis auf meinen Youtube-Kanal gut. Dort wird nächstes Jahr wieder deutlich mehr passieren. Es lohnt sich ihn zu abonnieren.

Und zum Schluß habe ich noch ein paar weitere Bilder, die ich mit dem Objektiv geschossen habe. Exif-Daten findet Ihr jeweils im Dateinamen. Die Bilder wurden alle mit einer Nikon D750 gemacht. Dazu habe ich auch einen Testbericht geschrieben.

Sigma-50mm-f14-01-1-100 Sek. bei f - 1,6 ISO 200 Sigma-50mm-f14-02-1-100 Sek. bei f - 2,2 ISO 200 Sigma-50mm-f14-03-1-200 Sek. bei f - 2,0 ISO 250 Sigma-50mm-f14-04-1-640 Sek. bei f - 2,5 ISO 200 Sigma-50mm-f14-05-1-400 Sek. bei f - 2,2 ISO 400 Sigma-50mm-f14-08-1-500 Sek. bei f - 1,4 ISO 320 Sigma-50mm-f14-09-1-250 Sek. bei f - 2,5 ISO 320 Sigma-50mm-f14-10-1-160 Sek. bei f - 2,5 ISO 3200 Sigma-50mm-f14-14-1-4000 Sek. bei f - 1,8 ISO 800

 

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Richtige Belichtung bei Feuershows

Am 19. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

Ich war vor kurzem auf einer ziemlich coolen Weihnachtsfeier, wo u.a. auch eine Feuerkünstlerin auftrat. Neben mir war auch noch ein anderer Fotograf anwesend, der die ganze Show über mit seinem Aufsteckblitz gefeuert hat. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie die Ergebnisse des Kollegen geworden sind, aber da er den Blitz unter die Decke gejagt hat, vermute ich, dass er damit das Feuer ein wenig überblitzt hat. Anlass für mich, mal kurz über das Thema Feuer und Belichtung zu reden.

Wenn immer auf einem Event Feuer zum Einsatz kommt, arbeite ich ohne jegliche Hilfsmittel. Normalerweise ist das Feuer hell genug, um als einzige Lichtquelle zu fungieren. OK, ein bisschen Action muss schon sein, ein Teelicht beleuchtet keine ganze Bühne. Aber wenn Feuerspucker am Werk sind oder ausgewachsene Fackeln geschwungen werden, dann wird es nicht nur warm, sondern auch hell. Die Belichtung stelle ich grundsätzlich manuell ein. Da sicherlich die Frage nach der Messmethode aufkommt, muss ich leider sagen, dass ich da keine vorgefertigte Methode habe. Meistens mache ich die Einstellung nach Gefühl, meistens Spotmessung. Aber sicherlich kommt man hier auch anders ans Ziel. Mir ist wichtig, dass die Belichtungszeit in diesem Fall nicht zu lang wird, damit ich nicht zu viel Bewegungsunschärfe habe. Hier gilt es ein gesundes Mittelmass zu finden, denn evtl. kann bei so einer Feuershow Bewegungsunschärfe sehr cool wirken, doof finde ich es nur, wenn die Künstler unscharf werden. Je kürzer die Verschlußzeiten sind, umso mehr erkennt man die Struktur der Flammen auf dem Foto. Hat man richtig viel und damit helles Feuer, so solltet Ihr ruhig auch mal kürzere Zeiten ausprobieren.

Für die Künstlerin auf der Weihnachtsfeier griff ich zu ISO 3200 bei f/2.5 und 1/160 Sek. Bei diesem Bild ist das Feuer mehr im Hintergrund, was auch dazu führt, dass die Flammen ausbrennen (tolles Wortspiel, haha …). Vorne war nicht genug Licht für kürzere Zeiten. Insgesamt finde ich die Beleuchtung nur durch die Flammen aber sehr stimmungsvoll und würde niemals zu einem Blitz greifen. Wäre es ein Shooting, wo die Künstlerin nur für das Foto posiert, würde ich evtl. ein sehr gerichtetes Licht auf ihr platzieren und darauf achten, dass dieses nicht den Hintergrund erreicht, aber bei so einer Show ist dafür oft zu wenig Zeit und auch meist zu wenig Platz für das extra Licht. Die 1/160 Sek. habe ich gewählt, da die Dame zeitweise doch ganz schön rumgewirbelt ist.

Feuerkünstlerin

Ein weiteres Beispiel, das ich dieses Jahr in Zingst gemacht habe. Hier haben wir den Sonnenuntergang abgewartet. Feuer und Sonnenuntergang vertragen sich belichtungstechnisch sehr gut. Die Flamme wurde so gespuckt, dass sie die weibliche Artistin auch noch beleuchtet. Das Feuer macht auch hier die typische orangene Farbe auf der Haut, die meiner Meinung nach für die Stimmung sehr wichtig ist. Das war übrigens ISO 100 und 1/1400 Sek. bei f/2.8. Wenn man die Belichtung zuvor auf den Sonnenuntergang einstellt, passt das ganz gut. In diesem Fall konnte ich auch das Kommando “Feuer frei” geben. Es gibt noch mehr Bilder aus Zingst, wenn Ihr mal schauen wollt.

Feuerspucker am Strand

Beim letzten Bild wurde mir richtig warm. Ich lag unterm Feuerspucker ;-) Danach musste ich auch das Objektiv und die Kamera putzen, denn dieses gespuckte Ölzeugs verbrennt nicht komplett, nein es landet grundsätzlich auf dem Fotografen. Aber egal, es hat sich gelohnt und die Kamera ist gut geölt. ISO 200, f/3.2 und 1/500 Sek.

Feuerspucker

Wenn Ihr also mal irgendwo auf eine Feuershow trefft, dann keine Angst. Feuer macht genug Licht, so dass Ihr ohne weitere Hilfsmittel auskommt. Zumindest ist das so, wenn es eine richtige “Show” ist. Ich hatte auch schon Hochzeiten wo ein grosses Spalier mit Wunderkerzenspektakel angekündigt war. Am Ende war es dann eine Packung mit den normalen Wunderkerzen, die jeder kennt. Bis die letzte an war, gingen die ersten schon wieder aus. Da war dann nicht viel mit Feuer. Aber auch da hätte der Blitz nicht geholfen die Wunderkerzen besser aussehen zu lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Nächste Woche gibt es dann noch ein kleines Video zur Bearbeitung des ersten Fotos mit der Feuerkünstlerin in Lightroom.

One more thing …

… ist mir gerade noch in die Finger gekommen. Auch mit dem Artistenpärchen. Bei dem Bild wurde dann doch mit zusätzlichem Licht auf den Artisten gearbeitet. In dem Fall zwei grosse Dedo-Spots. Das Feuer war nur Hintergrund. ISO 1000, f/3.5, 1/125 Sek. Von wegen Regeln und Ausnahmen ;-) Wer mag, schaut sich das komplette Zirkusshooting an.

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Weihnachtsbundle mit allen Videos von mir

Am 19. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

Bald ist Weihnachten und zum 4. Advent gibt es noch einmal ein besonders fettes Angebot. Alles Videos + meinem Photobooth-eBook bekommt Ihr zusammen für 195,- €. Das ist eine Ersparnis von 40% gegenüber den regulären Preis. Lohnt sich auch, wenn Ihr schon das ein oder andere Video besitzt. Insgesamt handelt es sich um 33 Std. Video. Damit sollten sich doch ein paar kalte Wintertage überbrücken lassen. Lasst die Leitungen glühen, es handelt sich um 70 GB an Daten.

Das Angebot ist nur am 4. Adventswochenende gültig. Hier geht es direkt zum Bundle im Shop.

bundle

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Hauttöne optimieren mit RGB Kurven in Lightroom

Am 19. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

Lightroom RGB Kurven

Man kann die Farben eines Bildes in Lightroom auf unterschiedlichste Art beeinflussen. Die zickigste und zugleich mächtigste Möglichkeit sind die RGB Kurven, die sich beim Bedienfeld “Gradationkurve” im Entwickeln-Modul findet. Hier kann man die Kurven auf den drei Kanälen Rot, Grün und Blau beeinflussen. Dazu muss man jeweils wissen, dass die Kurven pro Kanal mit Komplementärfarben arbeiten. Ausserdem muss man wissen wo man den Punkt auf der Kurve setzt. Dazu habe ich ein kleines Video erstellt, in dem ich Euch mal mein Vorgehen zeige. Ich benutze ich die Kurven ganz gerne um vor allem Hauttöne anzupassen und den Farblook des Bildes zu steuern.

Im nächsten Jahr wird sich wieder mehr auf meinem Youtube-Kanal tun. Daher würde ich mich freuen, wenn Ihr meine Arbeit unterstütz, indem Ihr den Kanal abonniert.

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Panoramafotografie – rasiertes Fisheye reduziert Anzahl der Bilder für 360°

Am 17. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

rasiertes Fisheye 10,5 mm an Nikon D810

Wer 360° Panoramen aufnimmt, wird irgendwann feststellen, dass die Anzahl der Einzelbilder einen direkten Einfluss auf die Dauer der Nachbearbeitung, d.h. des Stitching hat. Problem sind nun mal die Übergänge, denn dort kann es z.B. Probleme geben, wenn sich Objekte bewegen. Ausserdem ist es speziell bei geometrischen Formen von Vorteil, möglichst wenig Schnittpunkte zu haben. Bei Innenraumaufnahmen z.B. kann einen eine weiße Wand schon mal ganz kirre machen, weil der Übergang von Wand zur Decke einfach nicht gerade werden will.

Daher greifen früher oder später die meisten Panoramafotografen zu einem Fisheye-Objektiv. Damit hat man möglichst viel drauf und schafft es mit 5-6 Aufnahmen eine komplette 360° Drehung aufzunehmen. Problem dabei ist, dass einem immer noch oben und unten ein klein wenig fehlen und man ein Bild für Nadir (unten) und Zenith (oben) aufnehmen muss. An der Stelle kommt das rasierte Fisheye Objektiv ins Spiel.

Normalerweise füllt ein Fisheye das Bild komplett aus. Das folgende Bild ist mit einem 16 mm Fisheye an einer Vollformatkamera gemacht.

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Das ist der “normale” Fall. So sieht es z.B. auch mit einem 8mm Fisheye an einer Microfourthird-Kamera aus. Damit benötigt man dann etwa 5-6 Bilder zzgl. einem Nadir und einem Zenith-Bild.

Nimmt man nun z.B. das Nikon 10,5 mm Fisheye, welches eigentlich für Cropkameras gemacht wurde und steckt dies auf eine Vollformatkamera, so sieht das so aus:

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Der Bildausschnitt ist nicht gross genug für den Sensor und ausserdem sieht man die Gegenlichtblende, welche ja fest am Objektiv sitzt. Rasieren nennt man es, wenn man diese Gegenlichtblende einfach abschleift. Zum Vergleich mal ein Fisheye mit und ohne Geli.

16 mm Fisheye Nikon rasiertes Fisheye Objektiv

Sobald die Gegenlichtblende abrasiert wurde, sieht das Bild an Vollformat so aus:

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Damit erhält man eine Bilddiagonale von 180° und benötigt nur noch 3 Bilder für eine komplette 360° Drehung. Ausserdem braucht man auch kein Nadir und Zenith-Bild mehr. OK, das Stativ ist natürlich noch mit drauf, das muss man entweder retuschieren oder eben doch noch ein Nadir-Foto aufnehmen. Die Verarbeitungszeit reduziert sich damit ungemein. Ich habe mal ein schnelles 360° Panorama in meinem Studio erstellt. Hier die drei Einzelaufnahmen:

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Ohne, dass ich weiter Hand anlegen musste, hat PTGui die Bilder zu einem sehr guten Ergebnis gestitcht.

Man sieht, dass nichts fehlt und die Ecken und Kanten wurden wirklich gut gestitcht. Nur an der Decke befindet sich in der Mitte eine dunkle Fläche, welche durch die leichte Vignettierung des Objektivs entsteht. Da könnte man in Lightroom noch etwas vorarbeiten.

Drei Bilder können aber auch etwas knapp werden. Vor allem, wenn die Software nicht genug Kontrollpunkte findet. Ich habe mal ein Panorama auf unserer Küchentheke erstellt. Hier habe ich den Panoramakopf einfach auf einem Stativkopf mit der Hand festgehalten.

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Beim Ergebnis sieht man, dass es doch ein paar Schwierigkeiten bei den Übergängen gab. Vor allem an der Theke. Wohl gemerkt auch wieder ohne händischen Eingriff in PTGui.

Abhilfe kann hier u.U. ein weiteres Bild schaffen. Bei 4 Einzelfotos ist die Überlappung grösser und man bekommt möglicherweise mehr Kontrollpunkte. Das kann helfen, muss es aber nicht. Linien und geometrische Formen sind nun mal ein Problem bei Panoramen. Ich mache dennoch möglichst 4 Bilder, da man schnell mal übersieht, dass nicht genug “Fleisch” für Kontrollpunkte vorhanden ist.

Jetzt hat nicht jeder Lust die Gegenlichtblende an seinem Objektiv abzudremeln, was ich gut verstehen kann. Dabei geht bestimmt jegliche Garantie flöten. Einen Service dazu bietet Tobias Vollmer an, der zumindest die Beschädigung durch die Rasur auf seine Kappe nimmt. Aber die Herstellergarantie ist trotzdem dahin. Tobias liefert aber sehr saubere und schnelle Arbeit ab. Alternativ gibt es auch Fisheye-Objektive, die keine Geli besitzen, wie das 8 mm von Sigma. Das hat sogar einen noch grösseren Bildkreis, ist aber auch etwas teurer als z.B. das Nikon 10,5 mm. Ich bilde mir zudem ein, dass die Abbildungsleistung des Nikon besser ist als beim Sigma. Grösstes Problem bei den Fishaugen scheinen aber eh die chromatischen Aberrationen zu sein, die trotz Korrektur in Lightroom auch beim Nikon noch deutlich auftreten.

Wie es genau bei Canon aussieht, kann ich nicht sagen. Das Sigma gibt es auch für Canon. Aber soweit ich weiss, lassen sich nicht alle Linsen beliebig auf jede Canon-Kamera schrauben. Aber im Canon-Lager gibt es immerhin ein schickes Fisheye-Zoom, um das ich die Canon-User beneide. Für meine Olympus OM-D habe ich noch nichts passendes gefunden. Vielleicht habt Ihr ja Tipps, auch bzgl. Sony und evtl. auch Fuji.

Möglichkeiten gibt es einige. Das Ziel ist immer gleich, man möchte die Anzahl der Bilder reduzieren. Als ich mit der Panoramafotografie angefangen habe, lag der Nachteil in der verhältnismäßig geringen Auflösung. Mit dem rasierten Fisheye hat man auch einiges an Pixeln verschenkt. Das ist in Zeiten von 36 MP Kameras kein Thema mehr.

Videotutorial_Panoramafotografie

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Setaufbau Posingvideo

Am 13. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

Morgen kommt mich wieder einmal meine gute Freundin und Megamodel Akvile Jurksa besuchen. Nachdem unser gemeinsames Videos zum Einstieg in die People- und Portraitfotografie so gut ankam, wurde sehr oft der Wunsch geäußert, dass wir doch mehr zum Thema Posing und Umgang mit Menschen vor der Kamera machen sollten. Genau das soll nun der Fall sein. Ich möchte noch nicht zu viel verraten. Geschnackt wird erst, wenn der Film im Sack ist. Aber Aki hat eine lange Liste vorbereitet. Heute habe ich schon mal im Studio gewerkelt und das Set für den Studioteil aufgebaut. Dabei ist ein kleiner Zeitraffer entstanden, den ich Euch gerne zeigen möchte. Der ein oder andere schaut ja durchaus mal ganz gerne hinter die Kulissen. Und ich sag Euch: diesen Hintergrundkarton hänge ich echt nicht gerne auf ;-)

Der Release wird aber bestimmt nicht vor April/Mai sein, da wir auch einen Teil Outdoor drehen möchten und dafür warten wir auf den Frühling.

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Adventsangebot Nr. 3

Am 12. Dezember 2014 von Paddy veröffentlicht

Zum 3. Advent gibt es in meinem Onlineshop wieder ein paar Rabatte. Zum einen das bisher bestverkaufte Video “Wie ich Licht sehe” für 29,- € statt 39,- €. Ausserdem noch das Lightroomvideo ebenfalls für 29,- €, statt 35,- €. Die Aktion ist am Samstag und Sonntag gültig.

Falls Ihr an mehr als zwei Videos Interesse habt, dann wartet noch bis zum vierten Advent. Dann gibt es noch einmal eine Aktion für alle Videos im Bundle.

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