Ein Tag im Studio – Dessous im Zeitraffer

Am 22. September 2014 von Paddy veröffentlicht

Endlich war es soweit und ich konnte mich mal wieder ein wenig austoben. Kein Kunde dahinter, sondern einfach nur Just for Fun. Wir wollten ein paar Dessousfotos machen, hot sollte es werden, etwas inspiriert durch den Roman “Shades of Grey”, den ich allerdings nicht gelesen hatte. Man hatte mir aber erzählt worum es darin geht und ich war dem Thema nicht abgeneigt ;-) Wer sagt schon nein, wenn ein Model mit solchen Ideen um die Ecke kommt? Aber wie das halt manchmal im Leben so ist, scheitert man an einfachen Dingen. Z.B. an der Frage, wie man jemanden mit einem Seil fesselt, so dass es kunstvoll aussieht. Da musste ich dann leider passen. Ich kann zwar ein paar Seemannsknoten, aber gut schaut das dann nicht aus. Dementsprechend war natürlich auch die Laune am Set, die dieses eine Bild verdeutlichen soll.

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Ich mag es total, da es halt nicht das Endergebnis ist, sondern den Spaß am Set ausdrückt. Jetzt schon mein Lieblingsfoto von dem Tag. Ich hoffe, dass bei Euch jetzt nicht das Kopfkino einsetzt. Dabei gestehe ich, dass es nicht immer einfach ist, bei so einem Shooting mit zwei so heissen Models sachlich und cool zu bleiben. Wenn die Chemie im Team stimmt, ist es aber ein grosser Spaß. Nur nächstes mal hole ich mir einen Fesselkünstler zur Unterstützung. Wer von Euch kennt sich damit aus? ;-)

Alle Bilder sind noch nicht fertig bearbeitet. Ich bin momentan noch unschlüssig, was damit passiert. Evtl. gibt es eine kleine Ausstellung bei Audrey & Fred, dem Dessousladen, der die Klamotten gesponsert hat. Auf jeden Fall müssen einige der Bilder in gross gedruckt werden. Wir haben auch überlegt, ob wir die Bilder nicht in kleiner Stückzahl direkt im Laden verkaufen, um so etwas Kohle für zukünftige Shootings dieser Art in die Kasse zu bekommen. Was haltet Ihr von der Idee? Meet & Greet mit mir im Dessousladen ;-)

Ich habe an dem Tag auch ein paar Kameras für einen Zeitraffer mitlaufen lassen. Das Ergebnis gibt Euch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen. Obwohl es spiegellose Kameras waren, hat das dauerhafte rhythmische Klicken des Auslösers irgendwann aber doch genervt ;-)

Und nun lese ich erst einmal dieses Buch. Hat ja so schlechte Bewertungen bekommen, dass ich wissen muss was drin steht ;-)

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Nikon D810 – erster Eindruck

Am 21. September 2014 von Paddy veröffentlicht

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Vor wenigen Tagen habe ich es dann nach einer kurzen Entscheidungsphase getan. Ab zu Calumet und dort eine Nikon D810 gekauft. Nun habe ich die ersten Shootings damit absolviert und hatte sie sogar mit beim Lotto King Karl Konzert im Stadtpark. Zeit für einen ersten Eindruck.

Der Grund für den Kauf der D810 war simple. Ich wollte eine Kamera mit mehr Auflösung haben. Für die Pentax 645z reicht die Kohle nicht, geschweige denn eine Phase One. Bleibt wohl nur die D810, zumal ich da ja auch die ein oder andere Linse besitze. Warum mehr Auflösung? Weil ich es zu 95% geil finde. Die restlichen 5% liegen darin begründet, dass es zum ersten mal etwas Probleme mit den 16 Megapixel gab. Es sollte ein Plakat in 4m x 2,50m gedruckt werden. Das ging letztendlich auch mit 16 MP, aber ich habe das als willkommenen Anlass genommen die D810 vor mir selbst zu rechtfertigen. Basta!

Ich hatte seinerzeit die D800 getestet, lange mit der D4 gearbeitet und zuvor auch andere Nikons in der Hand gehabt. Ich wusste also was mich erwartet. Um es kurz zu machen: die D810 bringt keine Überraschungen. Das ist icht negativ gemeint. Ich habe genau das bekommen, was ich wollte. Mehr Auslösung, und sonst nix. Nikon hat sich in letzter Zeit nicht gerade als Innovationstreiber einen Namen gemacht. So finde ich auch kein Feature an der D810, das ich nicht auch an der D4 oder einer anderen Kamera habe. Klar gibt es ein paar Neuerungen, aber aus rein fotografischer Sicht sind diese nicht wirklich relevant. Das sehe ich ehrlich gesagt positiv, denn ansonsten würde ich ja nur anfangen alles Bisherige in Frage zu stellen, was ja natürlich quatsch ist. So reiht sich die D810 nahtlos in meinen Kamerapark ein.

Die D810 ist eben eine Nikon. Schwarz, schwer und klobig. Meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Aber dafür ist sie kompromisslos in der Bildqualität. Was ich bisher an Fotos geschossen habe war klasse. Wahrlich gestehe ich, dass kein Shooting dabei war, das nicht auch eine meiner anderen Kameras locker gepackt hätte. Aber die Auflösung und Brillanz der D810 Bilder ist schon klasse. Ich möchte aber betonen, dass meine Bilder dadurch nicht besser werden, der Schrott lässt sich nur noch mehr vergrößern. Ich reite extra auf diesem Thema rum, da ich davor warnen möchte, sich eine neue Kamera zu kaufen, weil man sich einredet sie unbedingt zu brauche. Ich kenne das wohlbekannte Haben-Wollen-Gen.

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Natürlich gibt es einige Neuerungen an der D810, die eine kurze Erwähnung verdienen. Da wäre z.B. der extrem leise Verschluss, der wirklich merklich leiser geworden ist. Interessant ist für mich auch der untere ISO-Bereich von 64, bzw. minimal 32. Der Autofokus wurde angeblich verbessert, doch leider muss er den Vergleich mit meiner OM-D halten und da macht die D810 nicht so eine gute Figur. Zwar ist der AF der Nikon deutlich schneller bei bewegten Motiven, aber die Treffsicherheit lässt doch etwas zu wünschen übrig. Die Ausschussquote beim Konzert war für mein Empfinden zu hoch. Mittlerweile glaube ich einfach, dass der Phasen-AF antiquiert ist. Positiv scheint mir jedoch der neue Gruppen-AF, bei dem 5 AF-Felder zusammengefasst werden können. Das neue S-RAW ist auf den ersten Blick interessant, für mich jedoch nicht relevant. Möchte ich kleine Dateien, nehme ich die D4 oder E-M1. Eine D810 kaufen und dann nur halb nutzen ist doch auch Quatsch. Ich glaube damit erkauft man sich Pseudoflexibilität. Es gibt nun einen elektronischen ersten Vorhang, der Verwacklung vermeiden soll. Das habe ich allerdings noch nicht getestet und zudem auch keinen direkten Vergleich zur D800.

Den Stich macht die D810 dann aber, wenn es um die Bildqualität geht. Ich habe selten so ein sauberes und detaillreiches Bild gesehen. Da muss ich schon zur Pentax 645z greifen, um das zu übertreffen. Ansonsten gehört die D810 meiner Meinung nach zum besten Kameragerät was man für das Geld auf dem Markt bekommen kann. Keine grossartigen Probleme beim Rauschen bis ISO 6400 (höher bin ich noch nicht gekommen). Wenn der AF sitzt, dann schlackert man mit den Ohren. Ich habe übrigens an Objektiven das 35mm/1.4, 24-70/2.8, 70-200/2.8, 85mm/1.4 und 105mm/2.8 von Nikon dran gehabt und mit allen Linsen knackscharfe, aber auch unscharfe Bilder hinbekommen. Den Mythos, dass einige Objektive nicht an der D810 taugen kann ich so nicht bestätigen, wobei die eingesetzten Linsen alle schon zu den Topscherben gehören. Ich behaupte mal, dass Schärfeprobleme an der D810/D800 in den meisten Fällen durch schluderiges Fotografieren entstehen.

Hier mal ein Bild aus dem letzten Studioshoot mit dem oblogatorischen Pixelpeeper-100%-Crop.

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Das ist schon geil, wobei ich ja fast der Meinung bin, dass das hintere Auge sogar noch einen Ticken schärfer ist. Aber das ist dann wirklich Ebsenzählerei. War aber übrigens auch f/8 ;-)

Auf dem Konzert von Lotto im Stadtpark hatte ich die D810 nur mit, weil sie noch neu war und ich da ganz gut testen konnte. Man kann mit der D810 gut auf Konzerten fotografieren, aber eine Spezialistin ist sie dafür nicht. Sie kommt wunderbar mit den Lichtsituationen klar, allerdings ist sie im Punkt Schärfe zu anfällig. Es bewegt sich sehr viel auf der Bühne, Licht wechselt ständig, die Musiker und Sänger hüpfen rum.

Richtig Spaß macht die D810 in kontrollierten Shootings. Portrait, Pärchenshootings, Landschaftsfotografie, Architektur, Studio, Fashion … alles Ideal und genau dafür möchte ich sie verwenden. Für Reportagen, Sport, Reise und Konzerte ist sie nicht ungeeignet, aber es gibt da bessere Kameras. Im Fall des Konzertes konnte ich eigentlich nicht von der Auflösung der D810 profitieren, bin aber mit den Ergebnissen trotzdem zufrieden.

Als erstes Fazit möchte ich behaupten, dass es momentan keine Entwicklung am Kameramarkt mehr gibt, die die Fotografie nennenswert positiv beeinflusst. Ich persönlich halte die DSLR für veraltert und bin eher ein Freund der kleinen spiegellosen Kameras geworden. Fuji, Olympus und Sony machen vor was da geht. Hätte ich nicht einen ganzen Eimer an Nikon-Linsen, würde ich jetzt keine D810 mehr kaufen. In meinem Fall reiht sie sich sehr gut neben D4 und E-M1 ein, aber müsste ich mich für eine Kamera entscheiden, wäre es nicht die D810. Trotz allem mag ich die D810, da sie einfach vom Bildergebnis absolut überzeugend ist.

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Nikon D750 oder D810?

Am 14. September 2014 von Paddy veröffentlicht

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OK, es muss sein. Ich musste mir mal die Spezifikationen der D750 und der D810 anschauen und miteinander vergleichen. Es möge bitte jeder selbst entscheiden, ob dieser Vergleich Sinn macht oder nicht. Auch ist mir durchaus klar, dass dadurch meine Fotos keinen Deut besser werden. Aber ich mache es trotzdem … weil ich es kann ;-)

Ich möchte eine neue Kamera kaufen. Der Grund ist, dass ich eine höhere Auflösung will. Nicht Brauchen, sondern Wollen. Aktuell stehen die neue Nikon D750 und die Nikon D810 zur Debatte. Die 750 kommt mit 24 Megapixeln um die Ecke und die D810 mit 36. Geht es um die pure Auflösung hat hier die D810 die Nase vorn. Das kommt u.U. auch mit Nachteilen um die Ecke. Bekanntlich erfordert die hohe Auflösung etwas genaueres arbeiten, aber das traue ich mir mal zu. 24 Megapixel sind aber streng genommen ein sehr gutes Mittelmass. Doch wenn ich ehrlich bin, dann langen die 16 MP meiner D4 und der OM-D E-M1 für 95% meiner Fotos vollkommen aus. Aus dem Grund muss ich sagen Ganz oder Gar nicht. Nein, die Pentax 645z kommt aufgrund des Preises nicht in Frage.

Die D810 besitzt den S-RAW Modus für kleinere RAW-Dateien. Allerdings kaufe ich mir doch keine D810, um dann das Potential der Kamera nicht voll auszuschöpfen. Bei S-RAW hat man nur 11 Bit Farbtiefe, was immerhin mehr ist als die 8 Bit eines JPEG, aber deutlich weniger als die 14 Bit des normalen RAW. Wie ich mich kenne würde ich S-RAW eh nicht nutzen.

Rein auf dem Papier hat die D810 beim ISO die Nase vorn. Ich weiss noch nicht wie das Rauschverhalten ist, aber ich finde eigentlich die Tatsache viel interessanter, dass die D810 mit ISO 64 nativ und minimal ISO 32 arbeiten kann. Es ist nicht kriegsentscheidend, aber hin und wieder ist es dann doch ganz hilfreich, vor allem beim Einsatz von Blitzen in der Sonne.

Die D810 liefert eine kürzeste Belichtungszeit von 1/8000s, die D750 dagegen “nur” 1/4000. OK, die Bilder, die ich mit 1/8000 mache, kann ich an einer Hand abzählen. Das ist mehr ein Unterschied für das Protokoll, aber möchte erwähnt sein.

Die D750 hat ein Klappdisplay, was der D810 fehlt. Das ist ein fetter Punkt. Seitdem ich die OM-D habe, möchte ich ungerne auf dieses verzichten. Besonders mag ich, dass das Display nicht zur Seite weggeklappt wird, sondern nach unten, bzw. oben schwenkt.

Das Top-Display der D810 ist grösser als bei der D750 und zeigt mehr Informationen.

Die D810 besitzt im Gegensatz zur D750 keinen Antialias-Filter. Ich muss gestehen, dass ich zuweilen schon unter der Fotografenkrankheit leide und was für scharfe Bilder übrig habe. Allerdings besitzt meine D4 einen AA-Filter und die Schärfe ist schon top. Das Thema wird meiner Meinung nach heisser gekocht als es wirklich ist.

Das Gehäuse der D750 ist mehr an der D7100 angelehnt, also den Consumer-Bodys von Nikon. Die D810 hat also mehr Knöpfe. Es fehlt bei der 750 z.B. die AF-ON Taste. Das ist auch mehr auf dem Papier ein Problem. Ich habe mich durch die Benutzung der OM-D wieder mehr an den AF auf dem Auslöser gewöhnt und benutze den auch mittlerweile bei der D4 wieder. Ist alles Gewohnheit und kein K.O.-Kriterium. Die D750 ist dafür ein bisschen kleiner und wiegt rund 140 gr weniger als die D810. Die Zeit, wo eine Kamera gross sein musste ist bei mir vorbei. Je kleiner und leichter, umso besser.

Wifi ist bei der D750 gleich mit an Bord. Allerdings weiss ich nicht genau welche Funktionen angeboten werden. Ich brauche vor allem die Übertragung der Bilder im Hintergrund an ein iPad oder ein Macbook für Shootings und Workshops. Das geht auf jeden Fall mit der D810 und dem WT-5 Adapter in Verbindung mit dem UT-1. Letztere Kombination ist zwar schweineteuer, aber immerhin besitze ich den WT-5 bereits.

Bei der Serienbildgeschwindigkeit hat die D750 mit 6,5 fps die Nase vorn. Die D810 liefert nur 5 fps. Ist mir ehrlich gesagt egal. Die D4 macht 10 fps und ich nutze die Funktion fast nie.

Das Okular der D750 ist kleiner und damit wohl auch der Suchereinblick. Ehrlich gesagt finde ich das grosse Okular der D4 und auch der D810 schon schöner. Aber auch damit kann man sich arrangieren.

Der Auslöser der D810 ist extrem leise, was wirklich sehr angenehm ist. Für die Kirche könnte das ein Kriterium sein. Hier habe ich aber keine Angabe zur D750 gefunden. Weiss das jemand? Ist der auch so leise?

Jetzt kommt aber das Killerkriterium. Die D810 hat nur 4 Programme, nämlich M, A, S und P. Die D750 bietet zusätzlich noch: Porträt, Landschaft, Kinder, Sport, Nahaufnahme, Nachtportrait, Nachtaufnahme, Innenaufnahme, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Dämmerung, Tiere, Kerzenlicht, Blüten, Herbstfarben und Food.
Obendrein die Effektmodi Nachtsicht, Farbzeichnung, Miniatureffekt, Selektive Farbe, Silhouette, High Key, Low Key. Das spricht wohl eindeutig für die D750 … hey das war ein Witz ;-)

Fazit: Ehrlich gesagt tut es ganz gut sich die Unterschiede mal aufzuschreiben. Angesichts eines Preisunterschieds von rund € 1.000,- spricht nicht viel für die D810. Hätte ich keine Kamera und würde mir nun eine für alles kaufen, dann würde mich die D750 doch sehr ansprechen. Aber ich fotografiere sehr viel und gerne mit der OM-D. Die hat 16 MP, Klappdisplay, 10 fps, 1/8000s und ist dazu klein und leicht. Die einzige Motivation für eine neue Kamera ist bei mir die hohe Auflösung. Ich brauche keinen Allrounder, sondern einen Spezialist. Hohe Auflösung, super Dynamik, ganz saubere Bilder. Letzteres wird die D750 auch leisten, aber die D810 hat nun mal in der Auflösung die Nase vorn und daher kommt sie für mich aktuell erst einmal mehr in Frage. Für alles andere habe ich die OM-D.

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Polarlichter über Norddeutschland

Am 14. September 2014 von Paddy veröffentlicht

Ich hatte auf verschiedensten Webseiten gelesen, dass die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter in der Nacht von Freitag (12.09.2014) auf Samstag sehr gross sein soll. Kurzzeitig fest entschlossen auf die Jagd zu gehen, wurde ich von der Realität eingeholt. Verdammt, mein Führerschein lagert für einen Monat bei irgendeiner Behörde. Aber eine Gruppe von norddeutschen Fotofreunden war erfolgreich und ich so habe ich einfach mal gefragt, ob Daniel und Dennis nicht Lust haben einen kurzen Gastbeitrag zu schreiben. Schliesslich ist das ja schon ein sehr seltenes Ereignis und für Fotografen schon etwas besonderes. Hier der Artikel und die Ergebnisse der beiden.

Polarlichter

Was treibt einen dazu sich nachts, über 200km vom Heimatort die Zeit um die Ohren zu schlagen?
Ganz einfach: Polarlichter. In unseren Breitengraden zwar nicht so oft und stark zu sehen wie auf Island oder den Lofoten, aber für das Wochenende gab es eine amtliche Polarlichtwarnung. Klar dass das ausgenutzt werden musste.

Die Idee hatte mein Fotofreund Dennis Siebert auch, und er hatte sogar die passende Location parat.
Denn wir wollten auch nicht einfach nur plump in der Landschaft stehen und „Hauptsache Polarlicht“ machen, sondern es brauchte einen passenden Vordergrund.
Das ganze bot ein alter Fähranleger in der Flensburger Förde, der genau in der optimalen Himmelsrichtung lag. Also machten wir uns zusammen mit Hundedame Stella auf.

Polarlichter

Vor Sonnenuntergang angekommen haben wir erst mal unsere typischen Graufilteraufnahmen gemacht bis dann die Nacht über uns herzog. Wir hatten immer wieder in den Himmel geschaut in der Hoffnung dass man irgendwas sehen würde. Dennis bekam einen Tipp über seine Facebook Seite, dass man die Polarlichter meist nicht in den gewohnten Farben sehen kann, aber selbst so konnten wir nichts ausmachen. Aber dann: der Zufall brachte uns dazu hier und da mal Testbilder zu
machen. Und dann bemerkten wir dass der Himmel auf den Fotos sich leicht rosa gefärbt hatte. Bei weiteren Bildern konnten sogar die typischen Linienstrukturen erkannt werden.

Nun haben wir mit den Einstellungen gespielt bis das Ergebnis gut aussah. Funktionierende Einstellungen waren z.B. 15 Sekunden, Blende 4.5 und ISO 4000 oder 8 Sekunden Blende 3.2 und ISO 2500. Dass man bei diesen Aufnahmen Abstriche in Sachen Rauschen machen muss, ist etwas womit man leben muss, aber auch kann. Lightroom entrauscht da wirklich gut.

Gegen 0 Uhr bemerkten wir wie sich so langsam der Himmel zuzog, die sichtbaren Sterne immer weniger wurden. Der Plan noch weiter Abzuwarten, denn es sollte noch ein stärkerer Ausbruch in der Nacht kommen wurde dann verworfen und der Heimweg angetreten.

Daniel Rosch
http://www.dr-nightpix.de/
https://www.facebook.com/DanielRoschPhotography

Dennis Siebert
http://www.shadowandlight.de
https://www.facebook.com/shadowandlightfoto

 

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Nikon stellt D750 vor – erste Gedanken

Am 12. September 2014 von Paddy veröffentlicht

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Ich habe in den letzten 1,5 Jahren viel mit verschiedenen Kameras experimentiert und dabei oft darüber nachgedacht den ganzen Nikonkram komplett zu verkaufen. Aber so ganz konnte ich mich nie trennen und erfreue mich doch immer wieder am Look des FX-Sensors. Leider hat es Nikon nach der D4 nicht verstanden mich mit neuen Kameras so zu begeistern, wie es damals bei der D90 oder der D700 der Fall war. Zuletzt löste die D810 eine leichte Erregung in mir aus und ich hätte wohl auch gekauft, wenn da nicht die ersten Gerüchte über die D750 aufgetaucht wären.

Plötzlich war es wieder da, dieses Nikon-Fieber, das ich verloren glaubte. Ich war nicht böse drum, denn mittlerweile hatte selbst ich erkannt, dass eine neue Kamera meine Fotos nicht verändern würde. Aber Ihr kennt mich, neben dem Fotografen steckt hat auch ein Spielkind in mir und meine Spielzeuge sind eben Technikkram.

Nikon hat nun endlich die D750 vorgestellt. Leider weiss man ja eh schon alles vorher. Die Gerüchteküchen lassen zwar die Vorfreude aufflammen, zerstören aber auch jede Überraschung.

Was ist an technischen Spezifikationen bei mir hängen geblieben? Die Nikon D750 hat einen 24 MP Vollformatsensor. Das ist genau die Auflösung, die ich momentan für interessant halte. Ein Klappdisplay … endlich. Von einigen wird es ja verteufelt, ich gehörte auch zu dieser Gruppierung. Aber seitdem ich mit der OM-D fotografiere, möchte ich es nicht mehr missen. ISO-Leistung ist ganz ordentlich, aber scheint auch nicht überirdisch zu sein. Ich glaube aber auch, dass das Thema ISO langsam durch ist. Das können die Kameras alle ganz gut. Wifi ist nun auch integriert. Ein aufatmen, dennoch bleibt abzuwarten wie die Funktion umgesetzt wurde, denn hier gibt es gute und schlechte Umsetzungen. Video kann sie auch, 1080p mit 50/60 fps stehen auf der Liste. Leider kein 4K und keine hohen Bildraten.

Alles in allem eine solide Kamera, die nicht überrascht, aber aufgrund des Sensors für mich doch interessant ist. Die D610 bietet ebenfalls diese Auflösung, steckt aber in einem Consumerbody, den ich persönlich nicht so gerne mag. Dennoch hat sich der Sensor der D600 schon bei meinem Test als der m.M.n. damals beste Nikon-Sensor herausgestellt.

Ich hatte grosse Hoffnung in die D750 gesteckt und wurde dann leider ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ich dachte Nikon schafft es nun endlich die Erfolgsstory der D700 fortzuschreiben. Bei Betrachtung des Gehäuses offenbart sich aber, dass hier wieder ein Consumerbody verbaut wurde. Das sieht man an dem Programmwählrad, einer fehlenden AF-ON Taste und vor allem dem kleinen Okular. 1/4000 s als kürzeste Belichtungszeit reicht zwar aus, ist aber auch nicht State of the art. Die D750 ähnelt mehr der D7100 als der D810 und das finde ich richtig schade. Das mögen Äusserlichkeiten sein und der Test der inneren Werte steht noch aus, aber die D600, bzw. D610 konnte mich aus diesen Gründen nicht auf Dauer überzeugen. Es bleibt nun abzuwarten wie es in der Praxis ausschaut. Ich lasse mich ja von einer tollen Bildqualität gerne milde stimmen. Auch der Preis von empfohlenen 2.149,- € passt, lässt aber auch vermuten wo Nikon die Kamera positioniert, deutlich unter der D810, was nicht nur durch geringere Auflösung, sondern auch mit weniger Funktionen demonstriert wird.

Die anfängliche Euphorie und Vorfreude wurde leider arg gedämpft. Ich werde mir die Kamera bestimmt mal live anschauen, um mein Bild davon zu komplettieren, aber evtl. wird es dann doch lieber die D810. Schauen wir mal ;-) Was haltet Ihr von der neuen Nikon D750?

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