28 mm – Peoplefotografie mit der Leica Q

Am 31. Januar 2016 von Paddy veröffentlicht

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Dies soll keine Hommage für die Leica Q sein, der Blogpost bezieht sich eher auf die spezielle Brennweite. Zur Q gibt es bereits einen Testbericht. Ich wollte mal einen kleinen Statusbericht abliefern. Seit August 2015 besitze ich nun die Leica Q und habe sie sowohl auf Reisen als auch bei Fotoshootings mit Menschen eingesetzt. Wenn über die Leica Q oder ähnliche Kameras geredet wird, geht die Diskussion irgendwann gerne in Richtung der Brennweite. Mir ist klar, dass 28 mm keine klassische Brennweite für die Portraitfotografie ist und das wird sie auch nie werden. Aber mit dem Vorurteil, dass diese Brennweite gar nicht dafür geeignet ist, möchte ich mit diesem Blogpost ein wenig aufräumen. Ich habe mal im Archiv gekramt und Bilder von Menschen rausgesucht, die alle in den letzten Monaten mit der Q aufgenommen wurden. Dabei fällt auf, dass ich oft etwas weiter vom Model entfernt bin, man also nicht unbedingt von einem Portrait sprechen kann. Dafür zeigen die Fotos dann mehr Umgebung. Aber andererseits finden sich auch viele Bilder bei denen ich einen typischen Portraitausschnitt gewählt habe und das bedeutet, dass die Kamera ganz nah am Model war. Klar darf man in dem Fall keine Berührungsängste haben, denn wir sprechen tatsächlich von einem Abstand unter einem Meter, dafür wird man aber mit sehr ausdrucksstarken Portraits belohnt. Das Feedback der Models ist auch durchweg positiv, weil alle die Bilder als sehr intensiv empfinden.

85 mm hat schon zurecht die Bezeichnung als Portraitbrennweite verdient, das heisst aber nicht, dass man nicht mit allen anderen Brennweiten nicht auch Portraits machen kann. Meiner Meinung nach fördert es extrem die Kreativität, wenn man die klassische Brennweitenverwendung einfach über den Haufen wirft und drauf sch…. (tschuldigung). Mit Objektiven bewusst etwas zu tun, wofür sie augenscheinlich erst einmal ungeeignet erscheinen, gibt einen kreativen Tritt in den Allerwertesten.

Wie gesagt hat das nichts mit der Leica Q direkt zu tun. Allerdings hat sie mit 28 mm eine etwas eigenwillige Brennweite. Andere Vertreter der Festbrennweitenkameras verwenden meistens 35 mm, die wiederum oft etwas klassischer als Reportagebrennweite zum Einsatz kommt. Auch 35 mm ist super für Portraits geeignet (schaut mal hier). 28 mm empfinde ich momentan als die etwas grössere Herausforderung, was jedoch sehr subjektiv ist. Andererseits entspricht es der Brennweite des iPhone.

Um aber auch mal einen Status zur Q abzugeben: Guckt Euch die Bilder an. Macht einfach Spaß die kleine Gurke. Und Flirtfaktor hat die Kamera auch. Die Mädels lieben sie 😉

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Veröffentlicht in: Hardware Tests nach oben

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