Spiegellos mit Spiegelberg

Am 11. Januar 2013 von Paddy veröffentlicht

Vielleicht habt Ihr schon gemerkt, dass ich in letzter Zeit ein wenig mehr mit Videos experimentiere. Ich möchte mich ein wenig an die Materie herantasten um in Zukunft vielleicht auch mal ein paar Workshops auf DVD anbieten zu können. Daher spiele ich momentan noch viel mit der Technik. Das ist alles nicht so einfach, immerhin habe ich in diesem Video schon mal herausgefunden, wie ich das mit zwei Kameras und zwei Tonspuren irgendwie zusammengemixt bekomme.

In diesem Video präsentiere ich Euch den überaus unterhaltsamen Stephan Spiegelberg, der sich selbst als Fotofreund bezeichnet. Stephan hat sich viel mit Systemkameras beschäftigt und als er mich im Studio besuchte, musste er kurzerhand für einen kleinen Schnack herhalten. Es bedurfte etwas Überredungskunst, bis er einer Veröffentlichung des Videos zustimmte, aber ich finde seine trockene Art superlustig. Nebenbei könnt Ihr vielleicht die ein oder andere Info zu Spiegellosen in dem Video finden.

Veröffentlicht in: Dies und Das nach oben

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Kommentare (15)

  • Andreas schrieb am 11.01.2013

    Echt spannendes Thema! Mal wieder sehr informativ und unterhaltsam 🙂
    Weiter so! Gruß, Andi

  • gouvi schrieb am 11.01.2013

    Hust, zum Thema Handtasche dürft ihr noch mal einen zweiten Anlauf machen 😀

  • Johannes schrieb am 12.01.2013

    Lockerer Schnack über Fototechnik. Habt ihr echt nett gemacht!

    Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dennoch: Ihr sprecht über Fokuspeaking und enthaltet dem geneigten Zuschauer vor, wie das auf dem Display aussieht. Wäre schön gewesen, wenn ihr eine kleine Einblendung mit dem aktuellen Displaybild reingeschnitten hättet.

    Zum Zweiten: Warum trinkt ihr aus leeren Kannen? (zumindest hören sich die Dosen beim Aufsetzen ziemlich leer an 😉

    Weiter so,
    Johannes

    • Andreas schrieb am 12.01.2013

      Ich muss zugeben ich hab erst googlen müssen wie das aussieht, und bei der Gelegenheit gleich das hier für die OM-D gefunden. Hier wird ein Art Filter für das Peaking missbraucht.
      http://www.systemkamera-forum.de/micro-four-thirds-fourthirds-kamera-technik/39158-fokuspeaking-omd.html
      Es ist irgendwie wie mit allen Software Funktionen bei fast allen Herstellern. Manche wären so einfach zu ergänzen per Update, aber die Hersteller tun nichts. So z.b. bei der OM-D dass die Belichtungsreihe keinen sinnvollen Abstand hat und dergleichen.
      Und genau dass ist dem spiegellosen System z.b. von Olympus denke ich nicht gerade zuträglich, wenn man zwar eine Top Cam auf die Beine stellt (der Bildstabi ist einfach mal der Hammer), aber dann nicht an der Software feilt.

  • Andreas schrieb am 12.01.2013

    Sehr ungewöhnlicher Bericht, endlich mal DSLR Besitzer, der nicht vorschnell sagen, dass die spiegelossen nichts sind. Bei den Vorteilen (und auch Nachteilen) die Ihr angesprochen habt, kann man wiederspruchslos zustimmen. Ich habe auch eine OM-D E-M5, und bin mitterweile sehr zufrieden damit. Am Anfang war es doch etwas arg ungewohnt mit dem elektronischen Sucher, der aber auch echte Vorteile hat. Ich finde es z.b. sehr cool bei der OM-D aufgenommenes im Sucher bewerten zu können. Man muss z.b. die Kamera nicht vom Auge wegnehmen, um mit dem normalen Display das Bild zu kontrollieren. Und bei großer Umgebungshelligkeit endlich kein rumfuchteln mehr mit Arm und co um etwas Schatten auf das Display zu kriegen, so dass man die Aufnahme zumindest erahnen kann.

  • Wolfgang schrieb am 14.01.2013

    Es gibt übrigens seit Jahren eine Systemkamera mit Kleinbild-Vollformat-Sensor, die in Berichten – auch in diesem – immer vergessen wird: die Leica M9
    Die Kompaktheit ist natürlich nicht mit einer NEX oder OM-D vergleichbar, dennoch ist meine Tasche nach dem Umstieg von der DSLR auf die M9 deutlich kleiner und leichter geworden. Bei der Bildqualität musste ich auch keine Abstriche machen – im Gegenteil 😉

    • Stephan schrieb am 15.01.2013

      Wir haben die Leicas nicht vergessen, wir haben sie weggelassen, weil sie trotz recht kompakter Größe und Wechselobjektiven für mich nicht in die Kategorie Systemkameras fällt. Die Leica ist eine klassische Messucherkamera mit Sensor, hat also einen optischen Sucher, wenngleich bei der neusten Generation auch Liveview Einzug gehalten hat.

      • Wolfgang schrieb am 15.01.2013

        Hallo Stephan,

        danke für dein Feedback.
        Ich kannte als Definition für Systemkameras bisher nur die Kriterien „spiegellos“ und „Wechselobjektive“.
        Wikipedia meint „Sucher bzw. Display“ und „Wechselobjektive“.
        Bei beiden Definitionen ist die M9 eine Systemkamera.
        Was genau sind denn deine Kriterien?

  • Ralf schrieb am 14.01.2013

    Zu deinem Interview „Spiegellos mit Spiegelberg“ wiederhole ich gerne auch noch mal meine auch an anderer Stelle „veröffentlichte“ Meinung:

    http://www.fotohits.de/apps/forum/viewtopic.php?f=11&t=3327

    Oder falls der Link nicht funktioniert:

    Das lässt ja für FOTOTHITS“/Forum und 2013 das schlimmste befürchten… Das Hohelied auf die spiegellose Systemkamera.

    Zwei Drittel aller DSLR-Besitzer fotografieren nur nur im Automatikmodus, will eine Studie (…) und so weiter und so weiter… Und?

    Ich frage mich mittlerweile mit welchen Mitteln sich ein bestimmter Kamerahersteller Magazine und entsprechende Internetportale gefügig macht, wie da geschmiert wird, dass auch von vermeintlichen, ehemaligen (?) Fachautoren/-verlegern dieser Unsinn vom Ende der DSLR ja schon gebetsmühlenhaft unters Volk gebracht wird. Die Luft im Verlags(un)wesen scheint sehr dünn geworden zu sein…

    Um es gleich vorwegzunehmen. Neben einer APS-C Sensor DSLR und 2 Vollformat-DSLRs fotografiere ich gerne auch mit einer alten Sony NEX 3 samt 2,8/16 und 3,5/30 Makro sowie – aus reinem Spieltrieb – mit der im Preis total abgestürzten Pentax Q. Die ist so „niedlich“ Von daher habe ich überhaupt kein Problem mit dem Thema „spiegellose Systemkamera“.

    Ein Riesenproblem habe ich aber mit der ausufernden Verlogenheit von Papier- und virtueller Internet-Presse. Da wird nachgeplappert, was die Marketing- und Presseabteilungen hergeben. Aber mal selbst überprüfen? Wozu? Der Konsument scheint ja dämlich genug zu sein. Man kann das auch anders machen!

    Beispielsweise schwedische Magazine schreiben Klartext. Sie bescheinigen Systemkameras einen tatsächlich extrem schnell zupackenden und genauen Autofokus, um aber sofort – sinngemäß – einzuschränken: Die (System) Kamera xyz ist nicht in der Lage bewegte Motive sicher zu fokussieren. PUNKT! Genau so ist es! Ist das so schwer, verwerflich, das festzustellen, zu akzeptieren?

    Keine Frage, die DSLR ist vergleichsweise klobig und für den einen oder anderen unhandlich. Und im Liveview einer Systemkamera klar unterlegen. Aber versuchen Sie mal mit den selbsternannten Weltrekordlern in Sachen Autofokus Ballsportarten bei weniger Licht, ja selbst draußen bei gutem Tageslicht auf dem Fußballplatz einer unteren Liga zu fotografieren. Das schafft mit hinreichender Trefferquote jede „C“ oder „N“ Einsteiger-DSLR. Auch ohne extremes Rauschen bei ISO 1600/3200 in einer Sporthalle.

    OK, wer macht das von den angeblich zwei Dritteln der DSLR-Vollautomatik-Fraktion? Sportfotografie… Dann gehen wir noch etwas weiter runter. Wenn die Kamera nicht mal in der Lage ist die eigenen spielenden, laufenden (!) Kinder abbildungsscharf abzulichten, oder der schnellste Autofokus der Welt in einer dem Mittelalter nachempfundenen Backstube (mit zwei 25 Watt Glühbirnen und glühenden Kohlen im Ofen) vollkommen versagt, würde ich das Ding in die Ecke schmeißen. Geschmissen habe ich nicht, aber schleunigst abgestoßen, diesen untauglichen Kamerakram.

    Dazu kommt noch was: Die mFT-Fraktion kann sich das schönreden wie sie will: ein 2,8/35-100 mFT ist KEIN 2,8/70-200 Zoom im vollen 24×36 mm KB-Format. Von der Tiefenschärfe und von der Unschärfeanmutung – ich hasse den Begriff Bokeh – habe ich nur ein 5,6/70-200. Oder die unsinnige Meinung, wie bequem es doch wäre die Kamera in Hüfthöhe zu halten und auf den Klappmonitor zu schauen, statt durch den Sucher einer „vorsintflutlichen“ DSLR mit der Kamera vor der Nase. Wofür? Um den Hintern des Vordermanns formatfüllend anzusehen? Und mit dem Timelag des hochauflösenden Monitors leben zu müssen, mit dem ich die entscheidenen Szenen zu schnell verpasse? Und mit welchem Objektiv? Mit einem noch nicht verfügbaren 2/200 mFT, um wenigstens ein 4/400 @KB zu haben?

    Ich habe auch überhaupt kein Problem „irgendwann“ eine Systemkamera zu nehmen. Aber keine mit zu kleinem 13×17 mm Sensor. Und nur dann, wenn der Autofokus in der Lage ist, bewegte Motive mit ausreichender Trefferquote zu erfassen. Solange Magazine nur Konzertfotos mit gut ausgeleuchteten Akteuren, die sich langsam bewegen als „bestandenen“ Autofokus-Test heranziehen oder Snowboarder mit ISO 200 bei Sonnenschein und f/8 = reichlich Tiefenschärfe von je nach Sensorgröße f/11 bis 16 und 1/1000 s ablichten, was die Schnelligkeit des Spiegellosen-Systemkamera-AFs beweisen soll, können die Hersteller ihre Produkte behalten… Wie auch die Magazine und Internetseiten ihre „geschönten“ Beiträge…

    Da bleibe ich als Deutscher (Verbraucher) doch weiter gerne behäbig und skeptisch…

    Und ich schätze mein Nikon P510 Auslauf-Bridgekameramodell sehr! Auch wenn deren E-Sucher Sch… ist. Aber 24-1000 mm immer dabei. Und bis ISO 400 sogar brauchbar…

    Viele Grüße

    Ralf

    • Wolfgang schrieb am 15.01.2013

      Warum so aufgeregt?
      Ich mache mit meiner Olympus OM-D auch Sportfotografie im Hobbyfußballbereich und kann mich nicht beklagen. Du hast Recht, dass der Autofocus manchmal nicht trifft, aber untauglich ist das garantiert nicht!
      In der Sporthalle hab ich auch schon fotografiert, auch mit ISO 1600. Das Rauschen war dabei sicherlich nicht höher als damals mit meiner Nikon D300.
      Ich muss mir übrigens auch nicht schönreden, dass ein 35-100/2,8 kein 70-200/2,8 ist. Lichtstärke ja, Schärfentiefe nein. Aber gegenüber einem 70-200/5,6 hat es natürlich dieselbe Schärfentiefe bei besserer Lichtstärke.
      Zu Zeiten von Rolleiflex und anderen Kameras mit Schachtsucher haben die Leute übrigens auch ganz ansprechende Fotos gemacht. Einen Hintern habe ich dabei auf den Bildern eigentlich nie als bildfüllendes Motiv bemerkt. Mal ein Tipp: Mach ruhig mal ein Foto aus Hüfthöhe, das wirkt z.B. bei Kinderfotos echt Wunder.

      • Ralf schrieb am 15.01.2013

        Hallo Wolfgang

        >> Warum so aufgeregt? <> Ich mache mit meiner Olympus OM-D auch Sportfotografie im Hobbyfußballbereich und kann mich nicht beklagen. Du hast Recht, dass der Autofocus manchmal nicht trifft, aber untauglich ist das garantiert nicht! <> In der Sporthalle hab ich auch schon fotografiert, auch mit ISO 1600. Das Rauschen war dabei sicherlich nicht höher als damals mit meiner Nikon D300. <> Zu Zeiten von Rolleiflex und anderen Kameras mit Schachtsucher haben die Leute übrigens auch ganz ansprechende Fotos gemacht. Einen Hintern habe ich dabei auf den Bildern eigentlich nie als bildfüllendes Motiv bemerkt. Mal ein Tipp: Mach ruhig mal ein Foto aus Hüfthöhe, das wirkt z.B. bei Kinderfotos echt Wunder. <<

        Auch kein Problem! Mache ich oft und gerne. Mit besagter NEX3 oder einer Nikon P510 samt Klappsucher. Oder eben „blind“ mit der DSLR… Besagter (Klapp-)Sucher wurde aber an anderer Stelle so penetrant beworben, als ob die DSLR morgen am Ende wäre…

        Viele Grüße

        Ralf

  • ebaer schrieb am 14.01.2013

    hallo Ralf, da hast Du sicher in vielem Recht. Für mich ist der entscheidente Punkt: Sensorgröße und -dichte. Und hier spielen die Vollformat Kameras ihre Stärken aus.
    Mag sein, dass die APS-C DSLR „aussterben“ aber was Rauschverhalten und Tiefenschärfe angeht, so wird es wohl noch etwas dauern bzw. rein aus physikalischen Gründen wohl nie möglich sein, dass die System Kameras die DSLRs ersetzen.

    • Ralf schrieb am 15.01.2013

      Hallo ebaer

      Seh’ ich genauso – Sensorgröße! Ich will da aber gar nicht ungerecht sein. Mir hat meine Olympus PEN E-P3 ausnehmend gut gefallen! Als der damals „beste AF der Welt“ aber nicht in der Lage war eine schöne Szene in einer dem Mittelalter nachempfundenen Backstube, beleuchtet nur vom Ofenfeuer und einer verdeckten 25 Watt Glühbirne zu fokussieren, war meine Geduld am Ende. Jede Einsteiger DSLR hätte das mit dem Kitobjektiv geschafft. Nicht aber das damalige Olympus-Flaggschiff PEN E-P3! Und ich hatte keine Lust mehr das Ganze mit irgendeiner Panasonic oder dem heutigen Flaggschiff OM-D zu testen. Das wäre eigentlich Aufgabe der sogenannten Fachblätter. Offensichtlich aber nicht der deutschen… Wie schon erwähnt, die schwedischen Blätter sind wenigstens so ehrlich sinngemäß zu schreiben: „extrem schnell zupackender und genauer Autofokus, aber mit großen Problemen bewegte Motive sicher zu fokussieren.“ Exakt meine Erfahrung! Gerne lasse ich mich aber mit bewegten Sportszenen aus einer Ballsporthalle vom Gegenteil überzeugen. Wenn sie nachweislich mit einer spiegellosen Systemkamera aufgenommen wurden!!

      • Andreas schrieb am 15.01.2013

        Hallo Ralf,

        bei dem mit den Fachblättern kann man dir nur zustimmen. Da sind schon auffallend viele Beschreibungen der Hersteller 1:1 übernommen worden. Gerade die allersten spiegellosen wurden meiner Meinung nach viel zu schnell als „Tod der DSLR“ angepriesen.

        Zum Autofokus, im Sommer habe ich mit der OM-D einige Bilder von Motorräden (forbeifahrt) gemacht. Sagen wir mal so, ich habe mehr Ausschuß produziert, weil ich das Motorrad nicht so wie gewünscht eingefangen hatte, weniger weil der Autofokus nicht gepasst hat.

  • Georg schrieb am 23.05.2013

    Schöner Beitrag :)) Coole Intro… Habe auch die Olympus OM-D und bin voll und ganz mit ihr zufrieden. Wirklich super schöne Fotos macht diese 🙂 Hatte mir auch die Olympus PL-5 angeschaut und ausgetestet, aber die OM-D hat mich überzeugt. Freue mich auf weitere Video-Beiträge 🙂