Wie lange dauert ein Shooting, wie viele Bilder mache ich und wie viele gebe ich dem Kunden?

Am 8. September 2011 von Paddy veröffentlicht

Hin und wieder werde ich gefragt wie lange ein Shooting bei mir dauert. Die Antwort ist simple: Bis es fertig ist. Ich nehme zwar einen Festpreis und müsste demnach ja auch eine feste Stundenzahl kalkulieren. Das klappt aber nur bedingt. Manchmal hat man nach einer Stunde viel gutes Zeug im Kasten und manchmal braucht man vielleicht drei Stunden. Oft kommt es auch vor, dass das Shooting so viel Spass macht, dass ich die Zeit verliere. Dann können es auch mal vier oder fünf Stunden sein. Der Preis ist aber immer fix. Was am Ende zählt ist ein gutes Ergebnis und ein glücklicher Kunde. Damit fahre ich bisher sehr gut.

Die nächste Frage, die oft gestellt wird lautet: Wie viele Bilder ich bei einem Shooting mache. Also z.B. bei einem Paarshooting oder einem Portraitshooting. Hier ist die Antwort: So viele wie ich für ein top Ergebnis brauche. Manchmal sind es 200 Bilder, manchmal 400 und letztens beim Shooting mit Tobias war mein Auslösefinger vollkommen ausser Kontrolle, so dass es 900 geworden sind. Meistens liege ich aber zwischen 200 und 500. Kommt halt darauf an wie gut sich der Protagonist vor der Kamera schlägt. Manch einer braucht halt etwas länger.

Klar, dass dann die Frage kommt wie viele Bilder der Kunde bekommt. Auch die Antwort ist einfach: Sämtliche guten Bilder. Es kann sein, dass bei einem Shooting 20 gute Bilder hängen bleiben, es können aber auch 200 sein. Jedes Shooting ist anders und nicht jeder ist so sicher vor der Kamera, dass jedes Foto gleich top wird. Genau das sage ich auch meinen Kunden, wenn sie fragen. Ich sage Ihnen, dass sie sämtliche guten Fotos bekommen. Im Normalfall bleiben nach einem Paar- oder Portraitshooting zwischen 50 und 100 Bilder übrig. Davon sind ca. 10-30 richtige Top-Bilder.

Ihr seht also, dass es bei mir keine festen Zahlen gibt. Sowas finde ich total beknackt. Ebenso wie Fotografen, die einem 50 Bilder versprechen und dann jedes weitere für € 8,50 verkaufen. Das Ziel sind immer dem Kunden das bestmögliche Ergebnis abzuliefern. Mit der Zeit hat man jedoch ein paar Erfahrungswerte, so dass es durchaus möglich ist mit Festpreisen zu arbeiten.

Veröffentlicht in: Foto nach oben

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Kommentare (53)

  • Anne schrieb am 08.09.2011

    Ich halte es genauso und bin damit immer gut gefahren.

  • Richard schrieb am 08.09.2011

    Man merkt du machst das nur als Hobby oder ?
    Also kein professioneller Fotograf könnte so arbeiten, weil dann ja je Shooting immer ein Tag ein ganzer Tag einzuplanen wäre …. Und viel bearbeiten tust du deine Bilder dann auch nicht weil 200 Bilder wirklich gut zu bearbeiten dazu brauchst du mehrere Tage …..
    Also bietest du hier keine Qualität sondern Masse an !!!
    Ich nehm alles zurück wenn du für so ein Shooting 1000 Euro nimmst alles andere wäre mutwillig den markt zerstören !!!!!!!
    Also was verlangst du für so ein Shooting was du oben aufzählst ????

    • Paddy schrieb am 08.09.2011

      Richard, ganz im Gegenteil. Ich lebe gut davon.

      • Sascha schrieb am 08.09.2011

        Ja ja da spricht der Neid von Richard, würde ich sagen. Wer aus seinem Hobby Beruf macht so wie Paddy, dann kann ich ihn gut verstehen!

      • Richard schrieb am 09.09.2011

        Sascha :
        Neid? Auf keinen Fall… ich bin seit 6 Jahren ProfiFotograf und verdiene richtig Asche damit…. jedes Monat Durchschnittlich im hohen 4 Stelligen Bereich… also glaub mir NEID das ist es nicht.
        Ich hab mit Paddys Bilder angesehen und sind schon welche dabei die ich cool finde…. er erfindet das Rad nicht neu aber sind schon anständige Portraits dabei!!!
        Ich habe meinen Beitrag geschrieben, weil ich vor Jahren in etwa das gleiche Model der Preisgestaltung gewählt hatte und ich aber wieder davon abgekommen bin.
        Wenn man ne Freie Arbeit macht oder TFP fürs eigene Portfolio etc…, dann ist das kein Thema.
        Jedoch wenn man für den Endkunden arbeitet, dann gehört sich ein Preismodel aufgestellt, welches dem Kunden nicht verwirrt…. Grundsatz :
        so unkompliziert wie nur möglich !!!
        Das macht Paddy !!!! allerdings wie lange machst du das schon so Paddy?
        und ich schätze nicht länger als 2 bis 3 Jahre so oder?
        Glaub mir danach gehst auch Du wieder in ein kalkulierbares Model über…. weil wenn Du Auftragsarbeit annehmen willst, musst Du Planen können und da kann ich nicht für ein Shooting das mal eben nen guten halben Tag dauert und der Kunde am Ende weil er sich nicht mehr leisten kann (ihm aber alle Bilder gut gefallen) nur 5 Bilder kauft gerade mal 250 Euros berechnen…. da fährst Du dein Ding irgendwann mal an die Wand….!!!
        Dir Entgeht dadurch Zeit um eigene was ich sehr sehr wichtig finde eigene Projekte umzusetzen und um Dich um grössere Aufträge zu kümmern, weil du ständig mit irgendwelchen Leuten stundenlang shootest und im Endeffekt nicht dabei rauskommt.
        Mich Bitte nicht falsch verstehen, ich kritisiere nicht Dich persönlich, weder Dich Deine Arbeit oder diesen schönen Blog hier, der wunderbar läuft …….
        Ich nehme alles zurück, wenn Deine Festpreise so kalkuliert sind das Du am Ende anständig entlohnt wirst und Du circa je Stunde mit nem knappen 100er und Bearbeitung je Bild digital 20 Euros aus der Sache rausgehst…. das wäre für mich im privaten Bereich eine Entlohnung die OK wäre … und wenn man die Qualität hat auch locker durchsetzen kann!!!
        Aber die Preisgestaltung ist ja Dein grosses Geheimnis 😉
        Also gib mal was Preis…. vielleicht merke ich dann ich hab mir umsonst die Finger blöd getippt und wir sind auf einer Wellenlänge 😉
        gruss
        Richie

      • Richard schrieb am 09.09.2011

        Na siehste … der Klaus kennt sich aus…. (Reimt sich sogar 😉 )

      • Andreas schrieb am 09.09.2011

        Also mal ein kurzes Rechenbeispiel:
        Gehen wir mal von 2 Shootings / Woche aus:
        450 € x 2 = 900,00 €
        Bei 4 Wochen im Monat:
        3600 € / Monat
        Und dann habe ich aber 1 Woche insgesamt Zeit, 2 Shootings nachzubearbeiten.
        Gut, es ist jetzt nicht unbedingt ein besonders üppiges Monatsgehalt aber damit kommt man durchaus ganz gut über die Runden. Wenn Du dann noch die Schulungen mit dazunimmst und den ein oder anderen Panoramaauftrag.

    • Ronny schrieb am 08.09.2011

      Richard, ein bisschen googeln hilft manchmal weiter…http://patrickludolph.de/preise/

      Die Linie die Patrick fährt finde ich persönlich gut und sein Erfolg gibt ihm recht. Ich kenne Patrick nun auch persönlich und weiß, dass es definitiv kein Hobby mehr ist.

      …Und viel bearbeiten tust du deine Bilder dann auch nicht weil 200 Bilder wirklich gut zu bearbeiten dazu brauchst du mehrere Tage …..
      Also bietest du hier keine Qualität sondern Masse an !!!….

      Kennst du Patricks Arbeiten? Wenn ja, dann würdest du soetwas nicht schreiben. Was macht für dich eine gute Bearbeitung aus?? Das lässt sich nämlich nicht definieren, da es immer auftragsabhängig ist.

      Im Übrigen verstehe ich auch nicht, wie man so gegen Patricks Art der Preisgestaltung wettern kann. Ich bin mir sicher, das Patrick schon weiß was er tut und das es sich für ihn sicherlich lohnt.

      • Richard schrieb am 09.09.2011

        Ich wüsste nicht was das mir geholfen hätte ????
        Wenn wir um Preisgestaltung sprechen, dann muss man halt mal n Preis rausknallen und nicht um den heissen Brei reden….

      • Paddy schrieb am 09.09.2011

        Hallo Richard,
        1. erzähle ich jemandem, der eine Fake-Email-Adresse im Kommentar angibt nicht meine Preise.
        2. Habe ich nie von Preisgestaltung geredet, sondern lediglich davon, wie viele Bilder ich schieße und abgebe.

      • Richard schrieb am 09.09.2011

        Wie lange dauert ein Shooting, wie viele Bilder mache ich und wie viele gebe ich dem Kunden?

        Das das alles vom Preis abhängig ist, ist doch klar oder?

        DAUER + ANZAHL DER BILDER + ENDRESULTAT = ENDPREIS

        Ok Du willst also die Formel nicht zu ende führen, da frag ich mich was bringt dann dieser Blogeintrag… ??

        versteh mich nicht falsch , mir ist es egal was DU für so ein Shooting verlangst , aber das würde den meisten Leuten hier sicher sehr weiterhelfen,
        weil die meisten denken es spielt sich zwischen 150 und 200 Euro ab, und stimmen Dir zu.
        Was ist aber wenn du 2000 Euro dafür verlangst ??
        Glaubst Du die Leute stimmen Dir dann immer noch zu ???
        Also was ich sagen will, ist das DEIN ENDPREIS sehr wohl in dieser Diskussion eine Rolle spielt !!!!

        Hast du meinen Beitrag oben Gelesen von heute?

      • Richard schrieb am 09.09.2011

        P.S: Fake Email adress :
        Beim ersten Beitrag hab ich meine Originale Email Adresse angegeben… kuck nach….
        danach hab ich als Joke nur noch ichschonwieder@gmx.de angegeben….
        Also die erste die is die Echte… hab nichts zu verbergen !

      • Klaus schrieb am 09.09.2011

        …………in der ersten Zeit wird man ja geschont, aber dann kommt auch das Finanzamt. Gewerbesteuer…. Umsatzsteuer…… ach ja, Sozialabgaben. Von Betriebskosten rede ich erst garnicht. Ich habe ja schon gestern gesagt, dass ich mich über euren Elan freue, aber ihr müßt das alles rechtzeitig im Auge behalten.

    • Julian schrieb am 09.09.2011

      Also für mich wäre es ein Grund einen Fotografen nicht zu buchen, wenn dieser für jedes Bild einzeln Geld verlangt. Ich bin einfach begeistert wie Patrick sein Ding macht und kann bestätigen, dass die Festpreis/All inclusive Angebote bei den Kunden verdammt gut ankommen.

      • Philipp schrieb am 12.09.2011

        „die Festpreis/All inclusive Angebote bei den Kunden verdammt gut ankommen.“

        Logisch oder nicht? Sieht man ja auch am Reisemarkt. Dort aber nicht immer zum Vorteil der Qualität.

        Ansonsten finde ich es interessant, dass hier mal ein bisschen Schmackes in der Diskussion aufgekommen ist 🙂

  • Ein großes Danke ! Ich glaube bei mir ist soeben der Groschen gefallen 🙂

    Gruß
    Alex

  • Stefan schrieb am 08.09.2011

    So und nicht anders !

  • Danke für den Einblick!

    Es ist ja bekannt, dass du auch andere Einnahmequellen hast. Wenn du nur von deine Fotografie leben müsstest, könntest du dir dann auch deine Zeit so frei einteilen, oder hast du in deinem Festpreis genug Reserven das es sich amotisiert?

    • Paddy schrieb am 08.09.2011

      Hallo Stephan,
      es ist halt eine Mischkalkulation. Natürlich kommt da auch mal ein Shooting bei raus, wo ich nicht ganz so viel dran verdiene. Aber dann habe ich dennoch einen sehr zufriedenen Kunden.

      • Da gebe ich dir Recht!

        lieber nehme ich mir die Zeit um Ideen auszuprobieren als immer die selben Bilder bei gleichem Lichtsetup wie es in anderen Studios schon mal gemacht wird.

  • Kettil schrieb am 08.09.2011

    Was mich noch interessieren würde, was machst du mit den nicht auserwählten Photos? Löscht du die Photos oder behältst du alle oder nur ein paar (schließt es die Backups mit ein)?

  • Finde ich gut.
    Warum sollte das auch nicht so funktionieren. Der Kunde zahlt für ein Ergebnis, d.h. für gute Bilder. Wie lange ich brauche um die Bilder zu bekommen kann ihm zurecht egal sein.
    Ich als Fotograf muss meinerseits so kalkulieren, dass ich im Schnitt wirtschaftlich arbeite.

  • Jens schrieb am 08.09.2011

    Diese Diskussion gibt es überall. In allen Dienstleistungsbereichen finden alteingesessene neue Modelle von Abrechnungen doof, kommen mit dem „Preis-Kaputt-Mach“ Argument ohne zu wissen, wie die Preise sind, und wollen oder können nicht verstehen, dass sich Dinge auch anders rentieren als man es selbst macht.
    Man muss nicht mit 2 Euro Stundenlohn rauskommen, nur weil man Festpreise festlegt. Letztendlich hat man ja sehr wohl in der Hand, wie lange man macht. Hat man einmal Erfahrung, wie lange das Ganze im Durchschnitt braucht, rechnet man einfach so, dass sich das ausgleicht. Und wenn ich sehe, in welch kurzer Zeit Paddy sich selbst aus dem Boden gestampft hat, in welcher Regelmässigkeit Shootings gezeigt werden usw. sieht das für mich stark danach aus, dass das Konzept aufgeht. Immerhin kann er sich damit sein Leben, das Studio und neues Equipment finanzieren.
    Wenn man auf der anderen Seite ein Shooting auf 1h beschränken muss, weil danach noch 2 Shootings anstehen, weils sonst nicht reicht mit dem Geld, könnte man kurz in Versuchung kommen, ob die eigenen Preise nicht ggf. einfach zu tief sind 🙂

  • Paddy schrieb am 08.09.2011

    Jens, das Gute ist doch, dass es genug Menschen gibt, die anders denken. Die sind alle keine Konkurrenz 😉

  • Fabian schrieb am 08.09.2011

    Danke für den Beitrag! Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie andere es handhaben!

  • Stefan schrieb am 08.09.2011

    Jens dein Beitrag verdient ein +1 Klick *geht hier aber nicht*

  • Timo schrieb am 08.09.2011

    Ja, die leidige Amateur-Keule. Ich selbst biete keine Shootings an, das sind bei mir Freundschaftsdienste auf TFCD-Basis, und verfahre dabei genauso. Und natürlich wäre eine Kalkulation auf professioneller Basis so schwierig – aber nicht unmöglich. Ich bin hauptberuflich im Bereich Social Media und Web tätig und handle ebenfalls mit vielen Kunden Pauschalpreise aus statt Wortabrechnung oder Einzelleistungsabrechnung – natürlich muss man vorher einen gewissen Rahmen festlegen, aber hier reicht ein grober Umriss. Der Vorteil dabei: ich erspare mir einigen Verwaltungsaufwand, denn sowas ist mir ein Greuel. Und ich habe keine Lust, aus Pseudo-Professionalität so komplexe Tarife zu basteln, wo ich am Ende dasselbe verdiene und sich nur mein Steuerberater eine goldene Nase verdient.
    Jeder nach seiner Facon – solange man den Überblick behält. Denn 900 Bilder sichten – das weiß ich aus Erfahrung – macht auch keinen Spaß, und man übersieht dabei durchaus die eine oder andere Perle. Solange man das aber im Griff hat, kann ich über „Preisdumping“-Geschreie und Ähnliches nur lachen.

    • Hauke schrieb am 08.09.2011

      Reines shooten € 100 / h
      Sichten : 25 € / h
      Nachbearbeiten 25 € / 15 mn
      Vorabdruck € 1 / Bild in 10×15
      Kontaktbogen € 5 / Stk.
      DVD € 25 pauschal
      Anreise 0,35 € / km oder Bahn 1.Klasse oder Flug Business
      Licht nach Aufwand
      Maske € 400 / Tag
      Assistenz € 250 / Tag
      Verwertungsrechte nach Größe / Auflage / Medium

      Bitte unterschreiben sie hier …. und hier …. und hier … und …

      Nee nee nee, da macht eine ordentlich überlegte Pauschale gegenüber ‚Normalkunden‘ deutlich mehr Sinn. Und wenn ich mit meinem für mich selbst gesteckten Zeitrahmen nicht hinkomme, zwingt es mich in keinen Erklärungsnotstand.

  • Andreas schrieb am 08.09.2011

    Ich glaube mit Festpreisen ist ein Kunde auch glücklicher. So weiß er VORHER was auf Ihn für eine finanzielle „Belastung“ zu kommt. Und wenn Paddy das vorher gut kalkuliert hat, ist es doch eine prima Vorgehensweise.

    Daumen hoch! +1 / Gefällt mir! 😉

  • Andreas schrieb am 08.09.2011

    Ich denke auch, dass das Konzept gut funktionieren kann. Es ist eine Erfahrungssache und 450 € für eine Privatperson ist kein Pappenstiel. Das muss man mal so sagen. Und in meinen Augen hat das nichts mit Preise kaputtmachen zu tun sondern das ist neuzeitliche denke. Das ich für jedes Bild 50 € verlange ist im digitalen Zeitalter altmodisch! Ich habe doch die Daten und kann Sie dem Kunden ohne großen Aufwand weitergeben. Warum also nicht. Und da es kein Shooting für einen Modekatalog ist, wo ich je Bild nochmal ne Stunde oder mehr an Nachbearbeitung reinstecke ist doch wohl auch klar. Wenn so eine Anfrage kommt wird Paddy wohl auch anders kalkulieren…

  • Michael schrieb am 08.09.2011

    Hallo Paddy,

    ich arbeite ähnlich. Ich bespreche mit meinen Kunden was gewünscht ist und mache dann einen Festpreis. Keine Mehrkosten für z.B. „ich war 1 Stunde länger am PC…kostet 80,- EUR extra“. Kann doch der Kunde nichts für, wenn der eine oder andere Fotograf sein workflow nicht im Griff hat 😉

    Außerdem frage ich im Vorfeld, ob es möglich wäre einige Bilder vom kommenden Shooting für Eigenwerbung zu nutzen. Dann wird ein etwas längeres Shooting zum großen „Eigennutzen“.

    Mit dieser Arbeitsweise kommen Kunden gerne wieder und empfehlen einen weiter…und das ist unbezahlbar und spart Werbekosten.

    Grüße

    Michael

  • Danny schrieb am 08.09.2011

    Der Kommentar von Richard fasziniert und verblüfft mich immer noch. Selbst die wenigen Sätze haben Rätselstoff bis ins nächste Jahrtausend.

    Von mir auch +1 an Jens, also schon +2.

  • Christian schrieb am 08.09.2011

    Ich glaube, das man bei allem nicht die Unterschiede vergessen darf. Hobbyfotografen machen das Shooting eher für gute Freunde und nehmen sicher nur einen Bruchteil von dem, was Berufsfotografen für die gleiche Leistung nehmen würden. So geht es mir jedenfalls. Trotzdem ‚zerstören‘ sie nicht den Markt. Es gibt einige, die sich nie, nie, nie für teures Geld einen Profi engagieren würden. Also ist dieser Kunde gar keiner – denn er würde mit dem Profi erst kein Shooting machen.
    Der Berufsfotograf hingegen muß damit seinen Lebensunterhalt vedienen. Das stelle ich mir eher manchmal nicht so lustig vor. Eben auch aus diesem Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass Paddy irgendetwas zu verschenken hätte. Doch für Referenzen wird er sicher so manches Shooting günstiger anbieten. Das muß aber er selber kalkulieren – und nicht irgendwelche ‚Profis‘, die immer nur auf die sog. ‚Amateure‘ schielen und stöhnen, das man ihnen das Wasser abgräbt. Stattdessen sollte derjenige sich fragen, warum er dieser Meinung ist. Liegt’s vielleicht an seiner Qualität ?
    Ich hatte jahrelang eine Mobildisco – als Nebenverdienst. Ich lag mit meinen Preisen genau im Mittelfeld – und musste mir trotzdem vorwerfen lassen, dass ich Dumpingpreise nehmen und demjenigen, der es hauptberuflich macht, das Wasser abgraben würde. Da konnte ich nur mitleidig lächeln und antworten: ‚dann hast du irgendetwas falsch gemacht.‘
    So – oder so ähnlich verhält es sich mit dem Fotografieren. Ich kenne Leute, die sagen: Oh -deine Fotos sind toll ! Und wünschen sich Fotos von mir. Wenn ich denen dann mitteile, was so etwas kostet, sind die plötzlich gar nicht mehr interessiert. Macht man aus reinem Freundschaftsdienst dann doch mal Fotos, gibt’s einen feuchten Händedruck und nette Worte dazu ! Toll !
    Ich behaupte mal: nur Qualität und ungewöhnliche, ausdrucksstarke Bilder haben heute noch eine Chance (siehe Paddy und ‚der Stilpirat). Dazu gehört ein umfangreiches Equipment, das eben bezahlt werden muss.
    Wer ins Geschäft kommen will, dem bleibt oftmals nichts anderes übrig, als für referenzen seine Dienste günstiger – oder gar kostenlos anzubieten.
    Bei allem aber nicht vergessen: weiterhin allen viel Spaß beim Fotografieren 😉

  • Peter Sturn schrieb am 08.09.2011

    Die Idee finde ich eigentlich super. nur wenn man es hauptberuflich macht sehe ich einfach lange wartezeiten im studio für die kunden die danach kommen…also ich habe 6 tage di ewoche täglich zwischen 2 – 6 kundenshootings (keine pass oder bewerbungsfotos)…udn muss somit perfekt planen können. trotzdem sind die kunden sehr zufrieden mit dem ergebnis.

  • shayenne schrieb am 08.09.2011

    Hallo Du

    Ich finde diese arbeitsweise auch die beste und ehrlichste und arbeite daher genau so wie du 😉
    Ich mag mich nicht in gleihe linie stellen wie total überteuerte Fotografen die dien job machen um des geldes willen ( MEINE MEINUNG und ich will niemanden damit angreifen) sondern weil ich es liebe mit der Kamera umzugehen und möchte das meine Kunden sich rundum gut fühlen und starahelnw enn sie sehen wieviel Liebe in den Bildern steckt

    Liebe Grüßle MANU

  • Alex schrieb am 08.09.2011

    So unrecht hat Richard ja nicht. Mal allgemein betrachtet ist es doch überall so, das gewisse Personen/Firmen einer anderen Person/Firma -> „wäre mutwillig den markt zerstören“ <- wobei es nicht mutwillig ist.

    Sprich ich als "Hobbyfotograf" oder "Hobbywebdesigner" biete alles weit unter Marktpreis an und kann dennoch davon gut leben und habe Abends sogar warmes Essen. Aber das ist letztendlich normal in unserer modernen Zeit.

    Jeder kann sich eine DSLR Kamera und Studioequipment für wenig Geld kaufen oder Software für Webdesign.

    Das wichtigste ist doch hierbei, das der jenige der z.B. fotografiert dies mit Freunde an der Arbeit tut, immer sein Bestes gibt (jeder hat mal klein angefangen) und nicht nur eben mal versuchen schnell Geld zuverdienen. Und solange man Spass hat und der Kunde nicht genervt ist nach 5h immer noch vor der Kamera zu stehen ist doch alles gut ;).

    Klar wäre es für mich auch mal interessant zuwissen, was den wirklich die Stunde kostet oder ein Festpreisshooting. Das sind ja immer die großen Geheimnisse 😉 Aller.

  • Sebastian schrieb am 08.09.2011

    Super Blogbeitrag und wirklich spannende Diskussion. Ich kann aus eigener Erfahrung dem Beitrag von Jens voll zustimmen!

  • Tom schrieb am 08.09.2011

    Ist doch klar, dass du mit deinem Artikel, aber auch mit deinen ganzen anderen Tätigkeiten den s.g. etablierten, studierten und höchstprofesionellen Fotografen dermaßen ans Bein pickelst, dass es schon fast weh tut. Du bist sehr erfolgreich mit dem was du tust, und dem Kunden gefällt’s was er für sein Geld bekommt. Darauf kommt es an. Neid muss man sich erarbeiten. Gruß Tom

  • Beobachter schrieb am 08.09.2011

    Ob nun Hobby-Fotograf oder nicht, da dürften die Grenzen oft fließend sein. Interessant beim Thema Preisfindung ist doch auch die Betrachtung der Zukunft. Wenn jemand neu im Geschäft ist, wird er sich immer extrem reinhängen und mit allen Mitteln versuchen, den Kunden zufrieden zu stellen. Der eigene Profit, der sich auch über die benötigte Arbeitszeit definiert, tritt da in den Hintergrund. Je länger man dann im Geschäft ist, umso schwieriger dürfte es werden, den einmal „verwöhnten“ Kunden wieder unter Profitgesichtspunkten zu behandeln.

    Deshalb sollte man eigentlich von Anfang an versuchen, die Kunden an den reellen Preis zu gewöhnen. Wenn man dann jedoch Festpreise nimmt und dafür mal eine und mal 3 Stunden arbeitet, dann ist das eher suboptimal.

  • Andreas schrieb am 08.09.2011

    Hi Jens,

    toller Beitrag, finde die Diskussion toll.

    Ich konnte dir auch sehr gut folgen.

    Aber was ich nicht nachvollziehen kann, wenn du sagst, du machst Pauschalbeträge, wie hast du die berechnet? Du hast das Shoot aber auch eine Nachbearbeitungszeit. Du schreibst du hast mal 20 Top Bilder, da gehe ich davon aus, dass diese auch nach bearbeitet werden? Wielange brauchst du für die Nachbearbeitungszeit? Wenn ich mich sehe, ich brauche für ein Bild 20min.

    Ich finde hierzu keine Angaben, vielleicht überlese ich diese auch.

    Wäre sehr interessant zu wissen. 🙂

    grüße
    Andreas

    • Paddy schrieb am 08.09.2011

      Alles verrate ich ja nun auch nicht 😉 Aber 20 min pro Bild würde mich ruinieren.

      • Michael schrieb am 08.09.2011

        Wer ein LR3 Buch schreibt….kann das bestimmt ganz schnell 😉

        Das Buch ist klasse….und ich bin in der Nachbearbeitung deutlich schneller….äh wirtschaftlicher geworden.

        Michael

  • Klaus schrieb am 08.09.2011

    ich finde eure Begeisterung und Freude an der Fotografie wunderbar, möge sie euch auf ewig erhalten bleiben, damit ihr auch immer erfolgreich bleibt. Allerdings, die „alten“ Regeln der Betriebswirtschaft werdet ihr damit nicht ausser Kraft setzen.

  • Jan Sieg schrieb am 08.09.2011

    Ich denke auch das jeder Fotograf es anders macht, der eine hat Festpreise und wiederum andere lassen sich nach Zeit bezahlen.
    Wenn Paddy einen Festpreis für ein Shooting hat, egal wie lange es dauert und er damit vor allem finanziell gut leben kann, dann ist doch alles super. Ich bin der Meinung das es keine Richtlinien gibt, wie man es genau und am besten hand haben sollte. Jedem das seine.

    Wer sich selbst Autor nennen kann und ein Buch über LR3 veröffentlicht, wird sicher eine schnelle Hand im Umgang mit der Bearbeitung haben. Außerdem kann man ja prima mit Presets arbeiten und diese jeweils noch verfeinern. Wer seine Software beherscht und genau weis wie das Bild am Ende aussehen soll, der wird mit Sicherheit keine 20 Minuten brauchen (wie oben gelesen).

    Fakt ist einfach, dass ein guter Fotograf mit viel Leidenschaft und bereits einigen Referenzen (Shootings) und einer Portion Erfahrung im Business gut einschätzen kann, wie und in welchem Umfang er seine Brötchen am besten verdienen kann. So schätze ich Paddy ein. So lange er zufrieden ist, seine Kunden glücklich und er davon gut leben kann, gibt es keinen Grund diese Einstellung zu kritisieren.

    Meine Meinung

  • Marcus S. schrieb am 08.09.2011

    Ich bin auch der Meinung das mein kein straffes Programm durchziehen sollte, das stresst den „Kunden“ und den Fotografen ..
    Ich bin kein Profi, sondern nur ein Amateur, aber dennoch bin ich der Meinung wenn jemand schon für Fotos zahlt, dann soll er auch das bestmögliche dafür bekommen..Ob es am Ende, wie Paddy schon sagt, 20 oder 200 Fotos sind, spielt m.M.n. keine Rolle..hauptsache die Qualität stimmt.
    Noch wichtiger finde ich aber, das beide Seiten Spass dran haben und vorallem der Fotograf das nicht nur als „job“ sieht.Denn gerade den „spass“ erkennt man oft hinterher bei den Fotos.

  • Bernd schrieb am 08.09.2011

    Interessante Einstellung, die ich zu 100% für gut befinde. Ein zufriedener Kunde kommt wieder und sucht nich nach anderen „günstigeren“ Angeboten. Solange du dich mit dieser Art der Preisgestaltung über Wasser halten kannst, ist das vollkommen in Ordnung und schließlich hat man selbst auch an sich den Anspruch, dass optimalste Ergebnis zu erstellen. Es gibt für die Motivation nichts schlimmeres, als getaktete Aufträge, bei denen man mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist.

  • Normen schrieb am 09.09.2011

    Ach wir wissen doch wie es läuft: So lange Nikon brav Kompaktknipsen raushaut passt die Kalkulation.
    Leider habe ich gerade keinen Anlass ein Shooting bei Paddy zu buchen, aber wenn würde ich das definitiv VOR der Nikon D4 und der D800 machen :))

    • Paddy schrieb am 09.09.2011

      Keine Angst. Das Geld für die D4 liegt schon an der Seite 😉

  • Marie schrieb am 11.09.2011

    Ich schließe mich an, das Endergebnis muss den Kunden zufriedenstellen. Und mit einem bereits festgesetzten Preis würde ich mir als Kunde keine Gedanken machen, wenn es mehr Zeit in Anspruch nimmt, weil ich mir ja sicher sein kann, dass das Resultat meinen Erwartungen entspricht. Mach also mal so weiter! 🙂

    Lieben Gruß

    Marie

  • Hendric schrieb am 14.09.2011

    Also Kunde kann ich Paddy nur zustimmen. Hab das hier auch mal aus Kundensicht zusammen gefasst. http://blog.hwws.de/blog/2011/07/wie-findet-man-den-richtigen-hochzeitsfotografen/

  • André schrieb am 16.09.2011

    Neid ist nicht gleich Neid. Die Kommentare enthalten alle vier Formen. In seiner schlimmsten Form meistens von sprachlosen Schwätzer, die zu allem eine Meinung aber von nichts eine Ahnung haben.
    Tragisch, dass diese Art des Artikulierens, vor allem im deutschsprachigen Raum, sehr publik ist.

  • Sarah schrieb am 16.09.2011

    Interessanter Beitrag. Ich hätte nicht gedacht, dass bei einem einzigen Shooting so viele Bilder entstehen. So viele Bilder mache ich in einem ganzen Urlaub, aber nicht in ein paar Stunden. Wahnsinn.

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