Bearbeitungszeit von Bildern

Am 5. September 2016 von Paddy veröffentlicht

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Ich möchte ein paar Worte über die Bearbeitungszeit von Bildern verlieren, da ich immer mal wieder höre, dass Fotografen teilweise mehrere Monate benötigen, um die Fotos fertig zu stellen. Natürlich kenne ich die Umstände nicht, warum es evtl. bei einigen länger dauert, aber ich bin der Meinung, dass die Zeit zwischen Fotoshooting und Abgabe ein wichtiger Teil des „Erlebniss Fotoshooting“ ist und ein Faktor für die Zufriedenheit (oder Unzufriedenheit) der Kunden oder Models sein kann.

Zunächst mal ist es von mir so eine Eigenheit, dass ich es hasse unbearbeitete Shootings rumliegen zu habe. Ich mag es einfach nicht, das nächste Shooting anzufangen, wenn das vorherige noch nicht abgeschlossen ist. Besonders bei Hochzeiten wurmt es mich, weil ich dann das Gefühl habe, vor mir stapelt sich ein riesiger Berg Arbeit auf. Ich will das einfach weg haben. Das wiederum ist natürlich von Vorteil für alle Beteiligten, die auf die Bilder warten, aber auch so ein Tick von mir.

Am wichtigsten finde ich aber die Euphorie aus einem Fotoshooting nicht verfliegen zu lassen. Solange man das gemeinsam erlebte noch spürt, möchte ich mir die Bilder anschauen. Am nächsten Tag bin ich noch voll drin und die Motivation für die Bearbeitung ist bei mir am höchsten. Da geht es viel schneller, als wenn die Bilder erst mal in meinem Kopf nach hinten wandern. Daher bin ich meistens schon am nächsten Tag dabei die Bilder zu sichten und zu sortieren. Die erste Auswahl steht relativ fix. Allerdings ist die noch nicht so eng gesetzt, denn andererseits hilft auch manchmal etwas Abstand um die Bilder besser beurteilen zu können. Auch wenn ich fix mit der Bearbeitung bin, so muss ich manchmal noch eine Nacht drüber schlafen.

Mir fällt es auch viel einfacher, die Bilder möglichst direkt nach dem Shooting zu bearbeiten. Besonders die Bildauswahl fällt mir dann deutlich leichter. Ich weiss ja in etwa was ich fotografiert habe und welche Bilder mich schon auf der Kamera geflasht haben. Die muss ich dann sofort angucken und kann auch direkt andere rausschmeißen. Lasse ich aber Bilder erst mal zwei Wochen liegen, dann muss ich mich nahezu aufraffen für die Bildauswahl. Übrigens ist das auch auf Reisen so. Ich könnte niemals alle Bilder erst sammeln und dann nach meiner Rückkehr zu Hause durcharbeiten. Der Berg würde mich abschrecken. Ohje, wenn ich mir vorstelle mit mehreren tausend Bildern von einer Reise zurück zu kommen und dann ganz vorne anzufangen, Hilfe! Daher habe ich immer ein Laptop dabei und gucke früh morgens oder abends kurz durch. Meistens komme ich dann mit einer fertigen Auswahl wieder nach Hause.

Ich fühle mich auch gegenüber dem Model in der Bringschuld die Bilder schnell abzuliefern. Jeder hat seinen Part bei einem Shooting und man kann bei freien Arbeiten, Tests und TfP erwarten, dass jeder seinen Teil zeitnah dazu beiträgt. Wenn ein Fotograf sich dann beliebig lange Zeit lässt, finde ich das aus Sicht des Models, der Visagistin und Stylistin eine Frechheit. Manchmal lese ich dann einen Post in dem sinngemäß steht: „Sorry Leute, aber vor lauter Shootings in den letzten Wochen bin ich nicht zur Bearbeitung Eurer Bilder gekommen“. Da denke ich mir doch, dass der Fotograf mal das ein oder andere Shooting auslassen sollte, um seine Hausaufgaben zu erledigen. Das sind für mich die Kleinigkeiten, die den Hals anschwellen lassen. Jeder freut sich auf die fertigen Bilder und möchte diese auch verwenden. Womit nimmt sich ein Fotograf das Recht heraus zu entscheiden, wann die Bilder fertig zu sein haben? Er erwartet ja auch Pünktlichkeit vom Model und ebenso eine pünktliche Bezahlung vom Kunden.

Ob es sich um eine freie Arbeit oder einen bezahlten Job handelt, finde ich dabei unerheblich. Als Berufsfotograf sollte man natürlich zusehen möglichst schnell zu liefern. Ich zumindest schreibe die Rechnung erst, wenn die Bilder abgeliefert wurden und der Kunde zufrieden ist. Da wäre es schon blöd, das Zeug zu lange liegen zu lassen. Normalerweise vereinbart man mit dem Kunden aber auch eine Deadline. Davon unabhängig, will ich das Zeug erledigt haben. Ich habe aber auch schon von Kunden gehört, dass sie ihren bisherigen Fotografen gewechselt haben, weil sie einfach zu lange auf die Bilder gewartet haben. Da frage ich mich, wie die Kollegen überleben.

Natürlich ist nicht jeder Fotograf so schnell, dass er die Bilder gleich am nächsten Tag abliefern kann. Manch einer werkelt gerne etwas länger in der Postproduktion rum. Na klar lässt sich die Bearbeitung von Bildern leichter schieben als der nächste Termin. Alles ok, wegen ein paar Tagen wird auch niemand meckern. Was man aber evtl. auch bedenken sollte, ist die Erwartungshaltung des Models. Stellt Euch vor Ihr wartet vier Wochen auf die Bilder und bekommt dann drei Fotos geliefert. Wenn diese drei Bilder Euch dann nicht richtig vom Hocker hauen, dann ist Enttäuschung vorprogrammiert. „Was hat der nur die ganze Zeit gemacht?“, fragt man sich da. Ich schicke daher auch gerne schon am nächsten Tag ein paar Previews, vielleicht auch schon das erste fertig bearbeitete Foto. Vielleicht fand das Model das Shooting ja so toll, dass es gleich etwas darüber posten möchte.

Ich möchte niemandem vorschreiben wie er seinen Workflow organisiert und wann Bilder bearbeitet und abgegeben werden. Ich möchte Euch nur mal zu denken geben, welche Auswirkungen das evtl. haben kann und wie es auf die Beteiligten wirkt. Werden Bilder erst nach Wochen oder Monaten abgegeben, so spricht sich das vielleicht auch rum. Manch hohe Tagessätze eines Fotografen sind auch nicht nur durch die Bilder bestimmt, sondern weil der Fotograf zuverlässig abliefert. Für Kunden ein wichtiges Kriterium. Wenn ein Fotograf nicht mindestens das Kaliber eines Peter Lindbergh hat, dann wäre ich nicht bereit die Allüren hinzunehmen und auf die Fotos lange zu warten. Das ist natürlich gerade im TfP-Bereich doof, wo man ja auch ein wenig aufeinander angewiesen ist. Ist halt mehr Hobby. Da kann man nicht einfach damit drohen den Fotografen zu wechseln oder nicht zu zahlen. Aber diese kleinen negativen Erlebnisse brennen sich komischerweise mehr im Hirn ein, als die vielen positiven und geredet wird natürlich auch viel lieber über alles, was schief gegangen ist.

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Kommentare (24)

  • Thorsten schrieb am 05.09.2016

    Hi Paddy,

    bei einem TFP-Shooting ist es bei mir ähnlich wie bei Dir. Meist bearbeite ich die Bilder noch am Abends des Shootings und sende zwei bis drei Bilder (manchmal auch mehr) an das Model. Am nächsten Tag kommt das das „Finetuning“ und eine etwas größere Auswahl.

    Ausnahmen bilden Hochzeiten, Familienshootings oder ähnliches. Hier sage ich direkt beim Erstgespräch, dass ich zwei bis drei Wochen für die Bearbeitung brauche. Das liegt meist an der Menge der Bilder und ich hab dann keine Lust mich wegen einem Tag hin oder her stressen zu lassen.

    Viele Grüße
    Thorsten

    • eike schrieb am 05.09.2016

      das habe ich nun schon öfter gelesen. was machst du denn zwei bis drei wochen mit den bildern und wie rechnest du das ab? wenn du zwei bis dfei wochen an den bildern arbeitest, hast du entweder sehr zahlungskräftige kunden oder du machst extrem miese zahlen mit deinem geschäft.

      • Chris schrieb am 06.09.2016

        Hallo Eike,
        wenn man als Hochzeitsfotograf nebenberuflich eine ganztägige Hochzeit (>12 Std.) fotografiert, kommt man meist nicht mit unter 3000 Bildern zurück. Um diese zu überspielen und zu sichern und in Lightroom zu laden vergehen schon einige Stunden. Das Aussortieren und bearbeiten dauert i.d.R. genausolange wie die Reportage an sich. Daraus ergibt sich, dass man -bei mir zumindest so- wenn man am Morgen um 06:00 Uhr das Haus verlässt und um 19:00 Uhr wieder nach Hause kommt, nicht mehr so viel Zeit zum aussortieren und bearbeiten bleibt. Daher ist es absolut normal, dass Hochzeiten länger benötigen, wenn man nicht komplett Selbstständig ist.

      • Eike schrieb am 06.09.2016

        Dann arbeitest du aber nicht 2 bis 3 Wochen an den bildern sondern ein paar Stunden die dann verteilt sind. Bei mir sind wenn samstags die Hochzeit ist die Bilder montags oder Dienstag raus. Der Kunde kann nichts dafür was ich in der Woche mache oder auch nicht.

      • Ingo schrieb am 06.09.2016

        Samstag Hochzeit und montags sind die Bilder raus? Dann erfolgt die Auswahl und Bearbeitung aber nicht sorgsam und gewissenhaft, sondern eher über alle Preset drüber hauen und gut – anders wäre das ja sonst gar nicht zu leisten. An der Bearbeitung und allem sitzt man definitiv nicht nur paar Stunden.

    • FBP schrieb am 09.09.2016

      Eike, hast du mir mal deine Webseite?

      Möchte sehr gerne dein Portfolio ankucken.

  • Andreas schrieb am 05.09.2016

    Wir vereinbaren meistens mit unseren Kunden einen Zeitraum von max. 14 Tagen in denen die Fotos abgeliefert werden. ich sende am nächsten Tag ein paar Previews um die erste Neugier zu stillen. Gerade bei Hochzeits-Reportagen brauche ich immer etwas „Abstand“ vom Tag „X“ 🙂 Jedoch seine Kunden monatelang warten zu lassen, finde ich keine gute Grundlage für eine langfristige Geschäftsbeziehung.

  • Oliver schrieb am 05.09.2016

    Also ich schick meist unmittelbar nach dem Shoot ein paar coole Bilder.
    Maximal, hat es bei mir, so ne Woche gedauert.
    Wenn ich in der Zeit nicht fertig werde, hab ich was falsch gemacht.
    Sollte ein neuer Termin anstehen, wird dieser halt abgesagt und nichts neues mehr angenommen bis der alte Scheiß fertig ist.
    Ich hab sonst auch nicht den Kopf frei.

  • Kai schrieb am 05.09.2016

    Sehe ich im Kern ähnlich. Es ist aber auch ein bisschen eine Frage der Kommunikation. Es kann immer mal was Unvorhergesehenes passieren, man wird krank oder der Rechner raucht ab, die Software zickt, etc. Ich denke, wenn man dann kurz anruft oder eine nette Mail schreibt, geht das für den Kunden auch klar. Sofern man eben entsprechend kommuniziert und den Kunden nicht einfach warten lässt. Im Regelfall versuche ich die Sachen auch so schnell wie möglich vom Tisch zu haben, weil ich es a: nicht mag, wenn es sich stapelt und b: ich genau weiß, dass meine Leute neugierig auf ihre Bilder sind. Im Idealfall bis 24 Stunden nach dem Fototermin, wenn es mal etwas hakt ein paar Tage später, aber eigentlich nie länger als eine Woche oder sogar mehr.

  • Torsten Vaquet schrieb am 05.09.2016

    wie mir aus der Seele gesprochen … ich habe zwar keine „Kunden“ und mache nur TFPs, aber ich fange meist in der Nacht noch an, die Grundsortierung zu machen und vorzubearbeiten.

    Meist schicke ich nachts noch ein Preview raus 🙂 (der Hinweis das bitte noch nicht zu posten, nützt meist wenig 😀 )

    Aber einfach, weil ich so heiß auf die Bilder bin.

    Ich hatte bisher nur ein Shooting, das einen Spaß gemacht hat, wie eine Zahnwurzelbehandlung. Den Bilder war das leider auch genau anzusehen.
    Die lagen dann wie Blei auf meiner Platte und ich hab mich paar Wochen später mit dem Model drauf geeinigt, sie einfach zu löschen

  • Patrick schrieb am 05.09.2016

    joah…

    Ich würde nie am Tag des Shootings noch groß anfangen, Bilder zu bearbeiten. Da bin ich viel zu unkritisch. Deswegen lasse ich immer einige Tage vergehen, bevor ich ein Shooting überhaupt durchgehe.

    Und wie lange das nun dauert, dass ist ganz unterschiedlich. Das hängt auch sehr von der Art des Shooting ab. Wenn ich ein TFP mit Visa und Model mit Thema Beauty habe, dann mache ich auch ne Beautyretusche. In Handarbeit, Lr + Ps, kleine Voodooplugins. Für ein Beautyportrait, was auch bei ca. 20MP noch gut aussieht, braucht man halt ein bissel Zeit.

    Andere Richtungen brauchen nichts ausser ein bisschen Lr. Da geht es dann sehr schnell. Innerhalb von 4 Wochen liefere ich aber immer vereinbarungsgemäß.

    • Christian schrieb am 06.09.2016

      Mir geht es da wie Dir Patrick, etwas Abstand ist vor der echten Auswahl sehr hilfreich. Ich sortiere oft am gleichen Abend die technisch schlechten Bilder heraus und schicke dann die besseren zur Auswahl zum Model. Die Auswahl für mich mache ich 1-2 Tage später.
      lg Christian

  • Alex schrieb am 05.09.2016

    Sehr guter Artikel. Auch ich sichte die geschossenen Hochzeitsbilder am selben Abend durch. So kann ich nach der wohlverdienten Nachtruhe sofort mit der Bearbeitung der Bilder beginnen! Ich brauche in der Regel 1 Woche bis ich die Bilder abgeben kann. (Anmerkung: ich mache dies nebenberuflich)

  • Absolut richtig. 100% Zustimmung.

  • Barbara schrieb am 05.09.2016

    Meist geht es mir ähnlich und am liebsten würde ich (manchmal tue ich es auch) mich sofort hinsetzen und die halbe Nacht durcharbeiten.

    As verschiedenen Gründen hat es sich ergeben, dass meine privaten Fotos mehrere Wochen liegen geblieben sind. Für mich war es überraschend, dass ich die Fotos ganz anders beurteilte: ich hatte eine viel objektivere Sicht. Ich habe mich zwar noch erinnert, was mich an einem Bild so begeisterte, aber die Intensität war weg und mir gefielen plötzlich andere Bilder gerade so gut. Jetzt habe ich beschlossen, immer wieder einmal zu warten – und die Bilder quasi „von aussen“ auch noch anzusehen.

  • Bernadett schrieb am 05.09.2016

    Lieber Paddy,

    nun schreibe ich dir erstmals, obwohl ich dich schon lange verfolge. Aber was du zu dem Thema schreibst, sehe ich 1:1 so.

    Wenn die Fotos frisch geschossen sind, dann habe ich auch noch richtig Lust, sie zu sichten und zu bearbeiten. Wenn ich was dazwischen schiebe, was manchmal leider nicht ausbleibt, dann habe ich keine wirkliche Lust mehr. Aus den Augen aus dem Sinn. Aber bisher hat es zum Glück immer geklappt und ich habe alles schnellstmöglich abgeliefert.

    Ich fand es interessant, dass es bei dir ganz ähnlich läuft.

    Liebe Grüße
    Bernadett

  • Phil schrieb am 06.09.2016

    Bei Hochzeiten: kurz nach der Hochzeit gibt es eine kleine Auswahl an Fotos. nach ein paar Tagen sind alle Fotos fertig bearbeitet aber Übergabe ist erst nach ca. 3 Wochen. Seitdem ich das so mache verkaufe ich deutlich mehr Fotobücher und Prints 😉 reiner Business Gedanke

  • Hi Paddy

    Ich teile deine Ansichten weitgehend. Das Gesamterlebnis Fotoshooting ist nicht wirklich wow, wenn zwischen Shooting und Bildübergabe Wochen vergehen.
    Bildübergabe innerhalb von wenigen Tagen ist auf der anderen Seite auch nicht immer praktikabel bei voller Agenda. Und da unsere Branche ja nun mal nicht schon ausnivelliert über die Wochentage funktioniert, ist die Nachbereitung willkommene Arbeit, welche ohne Anwesenheit des Kunden abläuft und etwas flexibler planbar ist.

    Liebe Grüsse
    Fabian

  • Philipp schrieb am 06.09.2016

    Hm… Schwierig, ich mache fotografieren zwar nur aus Spass und auch keine Menschen aber rumliegen lassen sollte/will ich meine Bilder auch nicht. Was ich aber auf keinen Fall mache ist am gleichen Tag bearbeiten, meist hab ich die Bilder viel geiler im Kopf, da kann es nach dem import schon mal etwas ernüchternd sein, wobei natürlich auch die interne Entwicklung der Kamera fehlt.

    Genauso stelle ich ein bearbeitetes Bild nie am gleichen Tag online, immer eine Nacht drüber schlafen.

    Bei der bildauswahl halte ich es so wie gunther das mal beschrieben hatte und ziehe das auch gnadenlos durch. Inzwischen mache ich auch nicht mehr so viele Bilder. Bin ich vor ein paar Jahren noch mit tausenden Fotos aus Frankreich zurück gekommen, waren es letztes Jahr nur 150. mal gespannt ob ich das hier in Kanada auch durchhalte.

    Grüße

    Philipp

  • Lieber Paddy,

    ich stimme dir voll und ganz zu. Es ist ein Unding, den Kunden lange warten zu lassen!

    Ich fotografiere Hochzeiten und mache mich ebenfalls am Folgetag schon an die Bildbearbeitung, sodass ich in 2 bis 3 Tagen damit fertig bin. Dann gebe ich die 30 besten Hochzeitsfotos ins Fotolabor zum Entwickeln. Die Prints sind ein zusätzliches Geschenk von mir, welches ich immer nett verpacke und was Bombe ankommt.

    Meine Hochzeitsfotografie soll ein Erlebnis für meine Brautpaare sein, deswegen lasse ich es mir auch nie nehmen, die Fotos persönlich bei meinen Kunden abzugeben. Zumindest bei den Paaren, die in meiner Nähe wohnen. Der Blick der Brautpaare, wenn ich eine Woche nach ihrer Hochzeit bei Ihnen vor der Haustüre stehe (obwohl im Vertrag 2 Wochen Lieferzeit ausgemacht wurde), ist unbezahlbar 😉

    Liebe Grüße, Christian

  • Hochzeitsfotografen müssen flink sein, sonst holt sie die natürliche Scheidungsrate ein..:)

  • Gunnar schrieb am 07.09.2016

    Witzig wie unterschiedlich die Ansätze dabei sind. Und wie gelegen du dieses Thema ansprichst, da es mich selbst gerade immer wieder beschäftigt, welcher Workflow für mich am besten passt. Vor kurzem erst habe ich einen interessanten Podcast mit den beiden von Hafenliebe Wedding Photography gehört (http://www.uncle-bob-cast.com/blog/2016/7/26/episode-22-interview-mit-hafenliebe-wedding-photography Minute 01:01:04), indem Björn davon erzählt das es bei ihm 4-6 Wochen sind.
    „Die Gefühle des Paares sind anders, die Arbeit ist schlecht nach einer Woche, die Auswahl leidet.“
    Ich habe erst 5 Hochzeiten fotografiert und bin nach dem Shooting auch immer hoch euphorisiert und freue mich die Auswahl zu treffen. Die engere Auswahl ist dann auch relativ schnell gefunden, ab da wird es dann aber schwierig sich auf einige, wenige Bilder zu beschränken. Mir hilft dann wieder etwas Abstand, allerdings schwindet damit, so wie du es auch beschrieben hast, die Lust weiter zu machen. Im jeden Fall muss der Kopf mitspielen. Eine halbherzige Bearbeitung funktioniert einfach nicht. Ich werde weiter ausprobieren müssen, welcher Weg der richtige für mich ist Aber ich mag es auch nicht Sachen liegen zu haben, von daher muss man sich manchmal vielleicht einfach etwas dazu zwingen.

    • Boris schrieb am 09.09.2016

      Die Folge habe ich auch gehört und fand das zwar interessant aber auch merkwürdig. Die Begründung ist ja sinngemäß, dass sich das Paar die tollen Erinnerung nach einer längeren Wartezeit noch mal neu in den Kopf holen kann wenn die Bilder eben später kommen…

      Naja, mag schon sein.
      Meine Erfahrung war bisher eher die andere: „Hast Du schon ein paar Fotos fertig?“, „Unsere Freunde fragen schon wann sie die Bilder mit der Braut sehen können“, etc. Die sind gierig und wollen die Bilder sehen 😀

      Und – wie Paddy oben schon schreibt – Wann wird denn die Rechnung gestellt? Will ich wirklich 6-8 Wochen auf das Geld warten? Will ich wirklich die Bilder so lange auf der Platte liegen lassen und ständig nur „hinterher“ arbeiten?
      Ne – ICH nicht 😉 – wenn das aber bei anderen gut funktioniert, gibt der Erfolg denen ja durchaus auch recht

  • Matthias schrieb am 26.09.2016

    Ich finde, es kommt halt auch immer ein wenig auf die Anzahl der Bilder an. Und leider gehöre ich selbst zu denen, die tendenziell zu häufig abdrücken.

    Das fällt einem dann später auf die Füße, wenn hunderte Bilder auf die Nachbearbeitung warten 😉