Nikon D750 + Sigma 50/1.4 vs. Leica M240 + Summilux 50/1.4

Am 31. Mai 2016 von Paddy veröffentlicht

Leica M240 vs Nikon D750

Wieso musste ich so einen dämlichen Test machen? Anfangs dachte ich, dass es doch eine super Idee wäre mal die Bilder aus meiner D750 mit denen aus der Leica M240 zu vergleichen. Ich habe mir vor einigen Monaten eine sündhaft teure Kamera gekauft, die ich wirklich über alles liebe und von der ich überzeugt bin, dass sie Bilder macht wie keine andere Kamera. Ja, die Leica ist toll und ich bin sicher, dass sie mich zu einem besseren Fotografen macht. Was musste ich mir nicht alles anhören von den vernünftig denkenden und handelnden Menschen um mich herum, weil ich mir dieses vermeintliche Statussymbol von Kamera gegönnt habe. Damit soll nun Schluss sein, denn in einem Anfall geistiger Umnachtung kam mir die brilliante Idee mal einen 1:1 Vergleich der Bilder aus der Leica mit meiner Nikon D750 (Testbericht / Amazon-Link) zu vergleichen. Beides Vollformatkameras, beide 24 Megapixel. Um die Waffen auf gleichen Niveau zu halten, greife ich bei den Objektiven zu Typen gleicher Spezifikation. Auf Seiten der Leica das hochgelobte und von mir gefeierte Summilux 50 mm f/1.4. Die Nikon wird dagegen mit dem ebenfalls gefeierten Sigma 50 mm f/1.4 (Testbericht / Amazon-Link) bestückt. Auf dem Papier also gleiche Voraussetzungen. Den geringfügigen Preisunterschied vernachlässige ich einfach mal. Über Geld wollen wir heute nicht reden. Lieber nicht!

Ich bin kein Labortester und ging pragmatisch an den Vergleich heran gegangen. Aus beiden Kameras möchte ich die JPG-Dateien mit Standardeinstellungen nehmen, so wie die Kameras ab Werk geliefert werden. Weißabgleich steht auf Automatik. Belichtung wird manuell vorgenommen. Es geht mir nur um den Output, nicht um die Bedienung oder wie die Belichtungsmessung arbeitet. Ha, da muss die Leica die Nikon doch sowas von an die Wand spielen. Ich werde es allen Schnackern zeigen. Also traf ich mich mit Maria, um ein paar Vergleichsfotos aufzunehmen. Alle sehr offenblending, denn so ein Summilux hat ja ein unschlagbar schönes Bokeh, wie ich überzeugt bin. Here we are. Das erste Bild kommt jeweils aus der Leica, das zweite entsprechend aus der Nikon. Es wurde nichts nachträglich daran gemacht. Mir ist klar, dass Farben, Weißabgleich, Kontraste usw. problemlos nachträglich korrigiert werden können. So ein JPG out of Cam sieht man heutzutage selten noch. So schien es mir am vergleichbarsten. Ich wollte einfach nur sehen, welche Kamera von Haus aus die subjektiv schöneren Bilder produziert. Speziell das Bokeh ist etwas, das sowohl im JPG als auch im RAW gleich sein würde und nicht durch nachträgliche Bearbeitung verändert werden kann.

Leica M240 f/1.4Nikon D750 f/1.4Leica f/2.0Nikon f/2.0

Tja, so sieht das aus, wenn ein Bild vollkommen unbearbeitet ist. Die nackte Wahrheit. Aber hey, der Beginn eines guten Fotos war schon immer ein hübsches Model 😉 Beim ersten Bild zeigt sich, dass der Weißabgleich bei der Nikon etwas wärmer ausfällt. Beim zweiten wird der Unterschied noch deutlicher. Vor allem sind die Unterschiede stark in den Grün- und Hauttönen zu sehen. Da mir hier die Schwankungen doch etwas zu groß waren, habe ich danach den Weißabgleich auf Tageslicht gestellt.

Leica f/1.4 Leica f/1.4

Auch beim kamerainternen Preset für Tageslicht fallen die Bilder der Nikon wärmer aus. Was mir aber vor allem auffiel ist, dass die Nikon rund 1/2 Blende lichtstärker ist. Wenn ich also mit der Leica 1/1000 s belichtete, brauchte ich bei der Nikon nur 1/1600 s um etwa die gleiche Belichtung zu erhalten. Dass Kameras bei exakt gleichen Belichtungseinstellungen leicht unterschiedliche Ergebnisse liefern ist mehr oder weniger normal. Es kann sogar vorkommen, dass zwei identische Kameras sich da leicht unterschiedlich verhalten. Woran das genau liegt, kann ich auch nicht sagen. Aber Belichtungszeiten sind keine geeichten Werte.

Leica f/2.0 Nikon f/2.0Leica f/2.0 Nikon f/2.0

Beim gemeinsamen betrachten der Bilder schrie Maria dann sofort auf, dass sie auf den Bildern der Leica einen dickeren Kopf hat. Ja, die Mädels sehen sowas sofort. Beim näheren hinschauen fiel es dann aber auch mir auf. Vor allem bei den nahen Portraits sieht man die unterschiedliche Verzerrung der beiden Optiken. Sicherlich habe ich nicht zu 100% den gleichen Ausschnitt getroffen, aber ich meine den Unterschied erkennt man. Ein schönes Beispiel, dass 50 mm nicht gleich 50 mm sind. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Betrachter hier das Ergebnis des Sigma vorziehen.

Leica f/2.0Nikon f/2.0Leica f/1.4Nikon f/1.4

Bei der Schärfe geben sich die beiden Optiken nicht viel. Beide sind bis in die Ränder sehr scharf, auch schon bei f/1.4, wie das Bild vor der Mauer zeigt. Die Nikon liefert etwas mehr Kontrast, was aber auch einfach an der JPG-Einstellung in der Kamera liegen mag. Dadurch kommen die Details etwas besser zum Vorschein. Insgesamt erscheinen die Bilder der Leica immer etwas weicher.

Leica f/1,4Nikon f/1.4Leica f/1,4Nikon f/1.4

Und was ist denn nun mit dem vielbeweihräucherten Bokeh? Die Leica zeigt in meinen Augen das etwas weichere Bokeh und einen etwas homogeneren Schärfeverlauf. Bei den Bildern im Wald ist das Bokeh des Sigma-Objektivs ein klein wenig ruppiger, wenn man das so sagen kann. Aber um ehrlich zu sein, ist der Unterschied so marginal, dass man schon Leica-Besitzer sein muss, um ihn groß zu reden. Verdammte Axt aber auch, wieso musste ich mit diesem Vergleich anfangen. Je länger ich mir die Bilder anschaue, umso besser schneidet die Kombination aus D750 und Sigma 50 mm ab. Ja, das ist hart, wo doch der Leica ein ganz besonderer Look nachgesagt wird, den ich natürlich auch sehe und jedem von vorschwärme. Leica-Bilder erkennt man eben sofort (hüstel). Tja Paddy, viel Kohle für nichts ausgegeben. Haben ist besser als brauchen bla bla. Das riecht nach einem fetten Fehlkauf aus dem Leica-Lager. Ja Nein, also Jein, ne, Moment mal. Also eigentlich bestätigt das ja nur, was ich schon wusste. Die Leica macht tolle Bilder, aber die deutlich günstigere Kombi aus Nikon D750 und Sigma 50 mm ART steht ihr in nichts nach, wird wahrscheinlich von vielen sogar bevorzugt. Im Normalfall steht das Problem hinter dem Sucher und alle Hersteller kochen mit dem gleichen Wasser. Und einen habe ich noch fürs Phrasenschwein: „Man kann mit der besten Kamera der Welt scheiß Bilder machen“. Für zwei D750 und zwei von den Sigma-Linsen bekommt man noch immer nicht die Leica mit dem Summilux. Wem es also rein darum geht für sein Geld die technisch beste Kamera zu bekommen, der macht mit der Nikon und dem Sigma einen sehr guten Fang. Eine Leica kauft man sich wohl aus einem anderen Grund. Das ist mehr der Spaß an dem Messsuchersystem, der Optik und Haptik der Geräte und der reduzierten Technik. Die Fotografie mit einer Leica ist eine andere, in meinen Augen eine bewusstere. Und um ganz ehrlich zu sein ist es auch das Gefühl sich selbst zu sagen „Yeah, ich kann mir eine Leica leisten“. Habe ist eben doch besser als brauchen und man kann sich so ziemlich alles schön reden. Immerhin bin ich mit der Leica nun aus allen Technikdiskussionen raus 😉

Bin mal gespannt, wie Ihr die Unterschiede empfindet. Ich habe bei diesem Beitrag mal wieder die Kommentare geöffnet.

Veröffentlicht in: Hardware Tests nach oben

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Kommentare (87)

  • Andreas schrieb am 31.05.2016

    Hi Paddy,

    schöner, ehrlicher Bericht. Ja das mit dem dickeren Kopf ist mir auch aufgefallen, aber auf dem Foto aus der Leica hat sie den Kopf auch etwwas höher …… oder?????

    Ein wichtiger Punkt fehlt mir als Hobbyfotograf noch ….. der Spaßfaktor. Und wenn der mit der Leica höher ist, tja dann schlägt er doch jeden technischen Faktor oder?

    Gruß aus Bremen
    Andreas

    • Torsten schrieb am 31.05.2016

      Spaßfaktor verstehe ich. Aber da ist auch wieder das Thema, dass jeder seine eigene Vorstellung von Spaß hat. Bei dem einen ist es die Leica, beim anderen die Nikon. Bei mir ist es meine uralte Fuji x100 (1. Modell ohne „s“ oder „t“ am Ende). Aldo faktisch ist auch hier kein Vergleich möglich. Und nur zum Verständnis… das ist meine persönliche Meinung 😉

  • Adrian schrieb am 31.05.2016

    Also Paddy, ich mag die Nikons auch mehr und kann mir eine Leica niemals leisten. Will ich auch nicht. Aber, wenn ich mir die Vergleichsbilder anschaue schneidet die Leica doch deutlich besser ab. Das Portrait kommt angenehmer rüber, die Leica schmeichelt dem Gesicht. Die Nikon sieht mit dem Sigma doch zu viele Feinheiten im Gesicht Deines Models. Andererseits kannst Du natürlich später in der Nachbearbeitung einen ähnlichen Effekt in die Bilder der Nikon reinzaubern.

    • Paddy schrieb am 31.05.2016

      Bei Portraits ist das mit den Details wahrscheinlich ein Vorteil für die Leica. Andere Motive hingegen profitieren wohl eher von den Details der Nikon. Aber wie Du schon sagst, lässt sich das nachträglich machen.

  • Moin,
    ich sehe es ähnlich wie Du auch vermutet hast, ich würde aus Vernunftgründen und des wärmeren Looks die Nikon mit Sigma vorziehen…aber, ich fahre auch keinen Porsche…ich glaube, dass wäre ein ähnlicher Vergleich, der Porsche (Leica) ist sicherlich ein tolles Auto (Kamera), aber ist sie den Preis wert? Auch oder wegen des Vergleichs zu anderen Sportwagen…oder iPhone gegen Samsung oder andere….solange man sich als Käufer wohl fühlt und man bereit ist, den Preis zu zahlen UND…nicht das Produkt nur weil teuer ist oder einen anderen Namen hat als das einzig Wahre lobt, was Du ja nicht tust, ist alles i.O.!
    Viel Spaß weiterhin mit Deinen Leica´s….
    Viele Grüße Michael

  • Steffen schrieb am 31.05.2016

    Also mich wundert es ehrlich gesagt sogar, dass die Leica mit der sehr guten Leistung der Nikon mithalten kann, und zu meiner Überraschung die Bilder der Leica (Achtung subjektives Empfinden!!!) auch noch gefälliger ausfallen.
    Bezüglich des „breiten“ Gesichtes muss ich gestehen, dass mir da die Nikon Proportionen nicht gefallen.

    Aber Paddy, viel mehr würde mich ein Vergleich zwischen der Leica Q und einer ähnlichen Kombi mit der Nikon D750 interessieren. (Keine Ahnung ob es ein 28mm Nikon gibt.)

    Ansonsten das übliche Lob für einen sehr tollen Bericht. Es macht Spaß deine Artikel zu lesen. Mach weiter so.

    • Paddy schrieb am 31.05.2016

      Gute Idee. Gibt ein 28mm/1.8 von Nikon. Nur besitze ich das leider nicht.

      • Thomas schrieb am 31.05.2016

        Ricoh GR kostet genausoviel wie die 28wr Linse. Ist aber vom Bildlook mit der Schärfe und den Farblook deutlich zu unterscheiden. Schicke es die gerne zu.

  • Hallo Paddy
    Ein spannender Vergleich und eine ehrliche Betrachtung. Also ich sehe keinen wirklichen Unterschied. Interessant wäre es gewesen, die Bilder ohne Angabe der Kamera zu betrachten. Wenn man nur eine Kamera verwendet und keinen Vergleich hat, sieht man gar nichts. Alles spielt sich nur im Kopf des Fotografen ab. Und wenn dieser an seiner Kamera zweifelt, wird es nie zufrieden sein.
    Ich kann gut reden mit meiner OM-D E-M10II, welche ja sehr preisbewusst ist. Für mich ist Inhalt und Gestaltung wichtiger wie die schwarze Kiste, mit der das Bild gemacht wurde.
    En liebe Gruess
    Thomas
    P.S. Ich war ja beim Leica Kauf dabei und das war schon ein Erlebnis für sich. 🙂

    • Paddy schrieb am 31.05.2016

      Den Kauf werde ich wohl so schnell nicht vergessen 😉 Du hättest mich abhalten können, Du hattest es in der Hand 😉

    • Günter schrieb am 31.05.2016

      Da haben sich zwei echte „Typen“ gesucht und gefunden! Thomas spart sein Geld für später, wenn er mal wegen den „Rechten am eigenen Bild“ verklagt wird. Da kommt schnell eine Leica M240 zusammen. Viel Spaß euch beiden, der vom Wasser und der aus den Bergen.

  • Günter schrieb am 31.05.2016

    Von den Nikons kenne ich nur die D800 und von den Leicas die Leicaflex SL, R7 + R8 persönlich. Da ich Paddy’s Weg seit Jahren verfolge und weiss, wie schnell er sich für Kameras begeistert, nehme ich den Test nicht allzu ernst. Ich glaube, er hat das herausgefunden, was er wollte, die Leica ist nicht nur teuer, die Fotos sind doch (sehr) o.k. Mit einem guten Model, vernünftigen Licht und einem talentierten, erfahrenen und fachkundigen Fotografen wie Paddy, hätte auch „fast“ jede andere Kombi aus Kamera + Objektiv funktioniert. Ich denke, die Ergebnisse bestehen um fair zu sein, aus 50% Objektiv, 30% Fotograf, 20% Kamerabody und 10% Zufall und Glück.

  • Mark schrieb am 31.05.2016

    Moin Paddy,

    als Leica-und ex Nikon D750- Nutzer habe ich den Bericht mit Interesse und gerne gelesen.

    Bzgl. des dickeren Gesichtes von Maria ist mir vor Deinem Text aufgefallen, dass Du offensichtlich etwas näher dran bist.

    Aber ansonsten kann ich meinem Vorredner beipflichten, es kommt (mir) nicht immer auf die technisch perfekteste Kameraausrüstung an, sondern dass mir das Fotografieren Spass macht.

    Gruß Mark

  • Frank schrieb am 31.05.2016

    Schön, dass Du Dich trotzdem getraut hast. Als Du mit Leica begonnen hast, erwähntest Du bereits, dass sie möglicherweise jeden Technikvergleich oder jedes Pixel-Peeping verliert. Deswegen hast Du drauf verzichtet.

    Fand ich gut – neuer Ansatz.

    Nun also doch und Du kommst ein bisschen zu dem Schluss, den Du befürchtet hast.

    Auch gut.

    An einen Maserati hänge ich auch keinen Wohnwagen und der hat hinten auch so wenig Platz – fährt sich aber schön. Es muss auch Fans geben, die die Leica wegen alledem mögen, was Du beschrieben hast. Das ist Grund genug sie zu behalten. Und auch rund genug, anderen zu sagen, dass Sie mit einer „Nicht-Leica-Kombination“ sich nicht als „consumer only“ abstempeln müssen.
    Die Besonderheit der Fotos macht der Fotograf mit dem Aufbau etc. Die Kamera ist evtl. das Topping.

    Wie gesagt – ich finde den Weg spannend den Du gehst und er inspiriert, immer wieder über sein eigenes Tun nachzudenken.

    VG Frank

  • Stephan schrieb am 31.05.2016

    Moin Paddy,

    ist es nicht schon fast nen Frevel, solche Sachen nüchtern betrachten zu wollen?

    Gibt es denn z.B. aus irgendwelchen Gründen, die rational belegbar sind, Leute die sich z.B. freiwillig in eine Corvette schwingen? Das Auto hat nur 2 Sitzplätze, ist hart und direkt, es ist kein Leisetreter und effizienter wäre es auch, man führe einen Kleinwagen mit Dieselaggregat. Aber dennoch wird sie verkauft, in Massen…weil sie dem Fahrer (m/w) genau das Spaßgefühl nahe legt, das er sucht. Man fährt so ein Auto mit Freude, weil man nicht mehr alle Latten am Zaun hat (positiv gesprochen) und dieses Gefühl, diese Urgewalt genießen will.

    Was das mit Kameras zu tun hat? Nimm und arbeite mit dem, was Dir Spaß macht. Du kannst Dir ne Leica leisten: Verdient hast Du es und ich wünsche Dir viel Freude damit. Denn wenn der Spaß zu etwas dazu kommt, was einem Passion ist, dann wird auch leidenschaft draus und ein unverwechselbarer Stil. Genau doch das, wofür man Fotografen bucht? Und nicht, weil er das perfekte technische Spielzeug auffährt?

    Und mal ganz ehrlich: Auch mit einen Teelöffel bekommt man einen Tunnel gegraben, es dauert zwar länger und ist anstrengender als eine Tunnelbohrfräse…aber es geht. Kameras sind Werkzeuge und keine Statussymbole und genauso sollte man das Thema auch behandeln.

    LG und viel Spaß noch!

    Stephan

  • Marius schrieb am 31.05.2016

    Also ich finde die Bilder aus der Nikon z.T. sehr viel schärfer. Vorallem bei den nahen Portraits (Bilder 7 – 10) – da habe ich aber das Gefühl es liegt mehr an dir
    … äh dem Messsucher als an sonst was. Der Fokus sitzt nicht am gleichen Punkt, oder? Bei den Leicabildern ist die Nasenpartie so unscharf.

  • Ronald Körner schrieb am 31.05.2016

    Subjektive empfinde ich die Nikon Bilder so wie ich sie mögen würde, aber! ist nicht Fotografieren auch ein bisschen wie jagen oder angeln? Der weg dorthin ist das Schönste, wen man das Bild (is ja auch neTrophähe) hat, dann schaut man doch eh schon aufs Nächste Ziel/Herausforderung/Bild/Trophähe…
    …wie Du schon mal sagtest Paddy…mit welchem Tool/Werkzeug/Cam machte mehr Spass 😉 …klare Sache oder?
    Gruß Ronald

  • Michael schrieb am 31.05.2016

    „O-ha!“ dachte ich beim lesen der Einleitung. „Der wird doch jetzt nicht…?“ Man muss dazu erhklären, dass ich selber seit etwas über einem Jahr ins Leica Lager „gewechselt“ bin. Auch wenn ich keine M240 oder M242 mein eigen nenne, so bin ich doch glücklicher Besitzer einer M9. Und ich liebe sie aus den gleichen Gründen wie Du: Besinnung auf das Wesentliche, die unabsprechbare Wertigkeit und ja, auch das Gefühl einen „Rolls“ zu besitzen. Nichts desto trotz benutze ich auch eine Spiegelreflex, besonders wenn es ins Studio geht. Da ist die Leica trotz hervorragender Optiken keine Alternative. Aber wenn ich draußen unterwges bin nehme ich mittlerweile nur noch die Leica und das Summilux 35/1,4 mit und erwische mich immer wieder dabei die anderen Fotografen zu bemitleiden, die mit dicken Bodys um den Hals unterwegs sind.
    Aber um auf mein „O-ha!“ zurückzukommen: so objektiv betrachtet wie es mir möglich ist finde ich die Leica Bilder einen Ticken besser als die Nikon/Sigma-Kombi. Besonders da es sich um Portraits handelt und das Summilux da etwas mehr verzeiht.

    Liebe Grüße
    Michi

  • Armin schrieb am 31.05.2016

    Hallo Paddy,

    technisch ist dem wohl nichts mehr hinzuzufügen.

    Aber …. Deine Art und Weise, wie Du mit den Erkenntnissen und dem Ergebnis umgehst, finde ich sehr gut und auch zum Thema Selbstironie bist Du ein ganz grosser Könner.
    Und genau das macht es für mich auch aus, warum ich Dir folge und immer wieder begeistert von Deinen Beiträgen bin.

    Bleib dran und viel Spass, egal welche Marke

    Liebe Grüsse
    Armin

  • Wolfhard schrieb am 31.05.2016

    Ein interessanter Vergleich.
    Einen Sieger sehe ich nicht.
    Mal gefällt mir ein Bild von der Nikon besser, mal eins von der Leica.
    Insgesamt scheint Nikon mehr in den Farbtopf zu greifen, was leicht auf Kosten der Farbnuancen zu gehen scheint.
    Eine spannende Frage bleibt.
    Wie würden Bilder einer Olympus im Vergleich mit der Nikon und der Leica abschneiden? Immerhin wirbt die Fa. mit dem Slogan: „Entwickelt um DSLRs zu übertreffen“.

    • Sven schrieb am 31.05.2016

      Nunja, die Bilder aus einer Olympus mit, sagen wir mal, einem Summilux 25/1,4, würdest Du schon daran erkennen, dass bei Blende 1,4 eine deutlich größere Schärfentiefe vorhanden ist. Um es vergleichbar zu machen, müsste man dann die anderen Kandidaten abblenden, da vergleicht man aber wieder Äpfel mit Birnen

  • Leon schrieb am 31.05.2016

    Hallo Paddy,
    finde ich super, dass du ehrlich zu uns und dir bist.
    Beim Thema Leica kann ich nicht mit reden. Ich wage aber mal den Vergleich zu Fuji.
    Ich nutze ebenfalls eine D750 mit u. a. 50mm Sigma Art. Diese Kombi bleibt aber oft in der Fototasche zuhause. Warum? Weil ich viel lieber zur wunderschönen Fuji greife und sie einfach gern dabei habe. Komme mir schon fast blöde vor, aber ich fasse die Fuji Kamera (X-E2 in meinem Fall) und die tollen Fujinon Objektive gerne an. Das kühle Metall vermittelt mir den Eindruck von edler Hochwertigkeit. Davon abgesehen sind die Jpegs einfach ein Traum und ich muss nicht alles durch Lightroom „prügeln“.
    Die Fuji macht mir einfach Spaß. Leica würde mir bestimmt auch Spaß machen und ein ähnliches Gefühl verschaffen…
    VG
    Leon

  • Carola schrieb am 31.05.2016

    Ich hab jetzt schon Angst, wenn ich mit meiner alten D200 auf deinem Workshop antanze….
    Aber trotzdem ein interessanter Bericht, der sich lässig lesen lässt!

  • Thomas schrieb am 31.05.2016

    Hi,
    mit einer Kamera Maria scharf abzubilden…. lassen wir das.

    Ich hab zwar keine Leica sondern eine Olympus Pen E-P5, aber was macht den Unterschied zu meiner Panasonic G6. Es ist das Gefühl, wenn man die Kamera in die Hand nimmt, wenn man sie ansieht. Ich fühle mich dann immer mehr inspiriert, wenn ich die PEN in der Hand habe. Sie ist die Kamera für die „schönen“ (künstlerischen) Fotos, die G6 bei mir dann eher für die nüchternen Bilder mit dem Thema Dokumentation und Architektur.
    So haben beide Kameras bei mir ihre Berechtigung, es ist die Inspiration, wie man mit der Kamera arbeitet. Ob der neutrale Beobachter da einen Unterschied sieht ? Ich weiß es nicht, hier geht es um Emotionen und nicht um Vernunft.

    Und nur vernünftige Bilder sind langweilig.

    Ich denke Nikon/Leica haben da ein ähnliches Verhältnis wie meine Panasonic/PEN-Kombi.
    Der Spaß am fotografieren ist mit das Wichtigste und da hat die Kamera eben einen großen Einfluß.

    Gruß
    Thomas

  • Ralf schrieb am 31.05.2016

    Moin Paddy,

    Die Unterschiede sind gering. Die Hautfarben der Leica wirken angenehmer, natürlicher. Bei der Nikon würde ich noch klitzekleine Farb- und Helligkeits-Korrekturen in LR machen, bei der Leica würde ich es so lassen.
    Die Frage nach dem Entweder Oder würde ich mir gar nicht stellen. Beide behalten. Einfach schon weil die Leica schön klein und leicht ist, aber trotzdem (fast) das gleiche wie die Nikon leistet.

    Gruß, Ralf

  • Jan schrieb am 31.05.2016

    Lieber Paddy,
    wow, vielen Dank für soviel Ehrlichkeit.
    Mir persönliches bleibt das gute Gefühl mit meiner D750 nicht im Nachteil zu sein und weiterhin selbst das begrenzende Element zu bleiben?
    Mir scheint auch, dass Maria bei einigen Aufnahmen mit der Leica etwas näher an der Kamera stand. Und ja, ich empfinde das Bokeh bei der Leica auch schöner.
    Aber, kein Porträtierter wird sich jemals daran stören, sondern immer nur schauen, ob er sich gut abgelichtet fühlt, bzw. sich selbst gefällt. Somit bleibt in meinen Augen die Kommunikation mit dem Modell, und damit sein Wohlbefinden und die damit einhergehende Natürlichkeit, immer noch am wichtigsten.

    Das eine Leica Spaß macht, glaube ich gerne. Das ist vielleicht ein bißchen wie der Vergleich zwischen einem Zippo- und einem Einwegfeuerzeug. Beide machen das qualitativ gleichwertige Feuer. Aber mit dem Zippo macht es mehr Spaß, weil es ein schönes Stück ist.

    Vielen Dank für diesen informativen und wohl auch einmaligem Vergleich.

    Solltest Du den Test zwischen Leica Q und D750 machen wollen, leihe ich Dir gerne mein Nikkor 28/1,8. vielleicht kriege ich dann ja die Q endlich aus dem Kopf?.
    LG Jan

    • Steffen schrieb am 01.06.2016

      Das wäre ein Vergleich der meinem Geldbeutel mit Sicherheit gut tun würde. ?
      Wie schon angesprochen wäre Fuji mit der x-pro 2 und dem 18mm Objektiv ebenfalls ein geeigneter Gegner, auch bei dem mehr an Schärfentiefe.

      Also Paddy, mach doch mal bitte. ?

  • Stefan schrieb am 31.05.2016

    Hey Paddy!
    coole Sache das du wieder die Kommentare hier eröffnet hast ;-).

    Und der Test ist etwas enttäuschend für mich, wie wahrscheinlich für viele hier.
    Ich hab eigentlich heimlich immer Geld weggelegt um irgendwann eine Leica zu kaufen.
    Hab da irgendwie immer aufgesehen.

    Muss jetzt aber sagen das es nicht so toll aussieht.
    Da macht dann wohl doch viel das Image, schade eigentlich.
    Aber wie du schon sagst, die kochen eben mit dem gleichen Wasser.
    Und das Bild macht eben immer der hinter der Kamera.

    Dennoch cooler Vergleich!
    LG
    Stefan

  • Stefan schrieb am 31.05.2016

    Also mir gefallen die Bilder aus der D750 durchweg besser, was zu einem Gutteil wohl an der wärmeren Abstimmung liegt. Aber vielleicht liegts auch nur daran, dass ich mir die Leica nie und nimmer leisten könnte 🙂

  • Thomas schrieb am 31.05.2016

    Heute gibt es Huwei P9 mit Leica Monochrom Sensor, günstig zu haben.

  • Patrick schrieb am 31.05.2016

    Hi,

    toller Artikel. Und wenn die Leica Spass macht, dann macht sie halt Spass, dass alleine ist Rechtfertigung genug.

    Ich als bekennender Pixelpeeper würde mich total über ein paar RAW Dateiens dieses Tests freuen. Ich bilde mir z.B. gerade ein, durch entsprechende Farbtonanpassungen das Bokeh im Wald beeinflussen zu können. Würde ich gerne mal testen.

    Danke für die Mühe in diesem Artikel, interessant wie lange nicht mehr.

  • Robert schrieb am 31.05.2016

    Wenn alle Welt Sachertorte essen würde wären in Hamburg die Fischer pleite.
    Also ich finde zu allererst die Bilder toll. Ob sie nun mit Nikon oder Leica gemacht sind ist zuerst einmal zweitrangig. Der Spaß am fotografieren ist auf jeden Fall mal das Wichtigste. Ich denke auch sollten von beiden Kameras die Bilder als RAW durch den Lightroom wandern dann wäre es wohl vorbei mit den Unterschieden.
    Zum Schluss finde ich es Cool das sich mal jemand die Mühe gemacht hat und wirklich 2 der Unterschiedlichen Zugänge zur Fotografie verglichen hat. In „Normalen“ Tests werden ja nur Äpfel mit Äpfel verglichen.
    Freue mich schon auf den nächsten Kampf der Dymastien. :-))
    LG Robert

  • Niklas schrieb am 31.05.2016

    Ich finde das Wichtigste an deinem Bericht ist das Ende: Oft ist man bei einer Leica über die Ergebnisse erstaunt, weil es wie du sagst ein bewussteres fotografieren ist. Etwas, dass bei der ganzen Automatik und Teilautomatik schnell verloren geht. Wenn man seine Kamera kennt und mal alles selber einstellt, keinen LiveView verwendet und sich über das was man tust gedanken macht, dann glaube ich kommt man am Ende mit besseren Fotos nach Hause.

    Wenn du im direkten Vergleich die Bilder bei beiden gleich bewusst gestalltest, wendest du dieses bewusste fotografieren dann ja auch bei der Nikon an. Das hat meiner Meinung nach auf das Ergebnis einen großen Einfluss. Zeigt sich wiedermal, dass die Person hinter der Kamera in vielen Bereichen wichtiger ist als die Kamera selber.

    Danke für diesen schönen Vergleich. Ich habe keinen Favoriten in deinen Vergleichsbildern. Mal gefällt mir das Leica-Foto besser, mal das der Nikon. Es gibt dann doch keine eierlegende Wollmilchsau.

    PS: Ich bin übrigens kein Leica-Besitzer und hatte auch noch keine in der Hand oder im Test 😉

  • Jens schrieb am 31.05.2016

    Tja Paddy, was soll ich dazu sagen? Du triffst den Nagel mal wieder auf den Kopf und sprichst meine Gedanken aus :).

    Auch ich nutze seit einiger Zeit die Leica und auch ich habe mich immer gefragt, wie man so bekloppt sein kan und so viel Kohel für eine Kamera ausgeben kann, wo es anderes Equipment genauso tut und man zu gleich guten Ergebnissen kommt.

    Aber Deine letzten Sätze sind genau der Grund: Das ist mehr der Spaß an dem Messsuchersystem, der Optik und Haptik der Geräte und der reduzierten Technik. Die Fotografie mit einer Leica ist eine andere, in meinen Augen eine bewusstere. Und um ganz ehrlich zu sein ist es auch das Gefühl sich selbst zu sagen „Yeah, ich kann mir eine Leica leisten“

    Danke Dir mal wieder für diesen genialen Blogpost :).

    VG, Jens.

  • Interessanter Beitrag und schön das die Kommentare hier wieder funktionieren 🙂 Der Weissabgleich der Nikon ist mit Vorsicht zu genießen. Ich arbeite auch nicht gerne im „A“ Modus bei WB. Wenn man der Nikon diese in gelbliche tendierende Farben austreiben will eignet sich die K (Kelvin) Einstellung im LiveView. Das gelbliche hat aber dann seinen Charme wenn man warmes Sonnenlicht einfangen will.

    Was für die Leica spricht ist für mich das deutlich kleinere Gehäuse und Objektiv. Wenn man die beiden Kameras so gegenüberstellt, bin ich schon etwas erschrocken wie groß der Nikon Body und das Sigma Objektiv im Vergleich zur Leica ausfällt obwohl beide Vollformat und 24 MP. Leisten kann und will ich mir eine Leica aber nicht. Dann würde ich lieber eine FUJI X zusammen mit den Fujinon Objektiven nehmen. Da ich aber nur eine Kamera will und lieber mein Geld in Objektive investieren will, habe ich nur einen Body und ein System (D600). Achja, das Thema Blitzsystem ist ja auch noch so eine Sache und nicht bei jedem System so ausgereift wie bei Canon und Nikon? Wäre nicht eine Nikon Df etwas für dich? Vom Design gefällt sie mir ja gut. Die Kamera hat auch seinen ganz eigenen Charme, ist wohl zu fast allen (älteren) Nikon Objektiven kompatibel. Wenn ich zu viel Geld hätte würde ich sie mir auch holen (aber dann nicht so riesige Trümmer wie die Sigma Art dranhängen).

  • Michael schrieb am 31.05.2016

    Hallo Paddy,

    tja, das Haben-Wollen-Gen. Ich kann es allzugut nachvollziehen. Die Leica fällt zwar auch nicht in meine Preiskategorie, dennoch wünsche ich Dir viel Freude an Deiner Leica!

    Es wäre doch auch langweilig, wenn wir immer nur „vernünftige“ / rationelle Entscheidungen treffen…
    🙂

  • Joe schrieb am 31.05.2016

    Moin Paddy,

    die Idee von Thomas mit „anonymisierten“ Bildern find ich gut, wahrscheinlich hätte jeder so daneben gelegen wie bei deinem Vergleichstest mit dem 135er Zeiss.
    Eine Leica M irgendwas ist einfach ein mechanisch überzeugendes und damit geiles Stück Technik, man glaubt gar nicht wieviel Spaß allein der Maßsucher machen kann.
    Auch wenn du es vermutlich nicht tun wirst: biiiitte leih dir doch einfach mal für nen Tag die Leica des kleinen Mannes (Fuji X-Pro 1 oder 2) mit dem 1,4/35 und erzähl uns deine Eindrücke damit. Wenn du das tust, kauf ich auch noch ein Tutorial bei dir 😉
    Ich wünsche mir das deshalb, weil ich selbst von Nikon über ganz kurz Leica (aus Finanzgründen schnell wieder weg) beim X-System gelandet bin und was soll ich sagen – für mich ist damit der Spaßfaktor an der Fotografie exorbitant gestiegen respektive zurückgekehrt.

  • Nico Nic schrieb am 31.05.2016

    Hi Paddy,

    danke für den Vergleich. Ich finde alle Fotos schön 🙂 .. ja die Nikon macht genau so tolle Bilder wie eine Leica und mit einem VW komme ich genau so ans Ziel wie mit einem Mercedes.

    Aber irgendjemand muss sich doch eine Leica kaufen … wäre schade wenn ein Traditionshersteller nicht mehr da wäre.

    Manche (wie ich) kaufen sich Smartwatches … ne einfache Uhr hätte es auch getan, aber egal… ich musste eine haben und nun habe ich sie 😀 .

    Viel Spass noch mit der Leica.

    Gruß
    Nico

  • Bernd Gantert schrieb am 31.05.2016

    Hallo Paddy,

    erst mal find´ich es toll, dass du die Kommentarseite wieder geöffnet hast.

    Nach den letzten beiden Fotoschanks finde ich deinen Bericht toll und sehr ehrlich.

    Nachdem heute doch die Kameras alle so weit entwickelt sind, dass sie fast austauschbar sind – die Fotos werden doch meist noch im RAW-Konverter entwickelt und das Ergebnis kann bei unterschiedlichster Technik ähnlich gut ausfallen – spielt die Haptik und die Rückbesinnung auf das Wesentliche doch eine große Rolle. Wenn man es sich leisten kann eine Leica oder einen Porsche oder oder zu besitzen hat man gute Gründe dafür, die außer einem selbst niemand zu bewerten hat.

    Ich – als Besitzer einer D750 – wünsche dir weiterhin einen großen Spaßfaktor mit deinen Leicas, Möger er sehr lange anhalten.

    Hast du schon daran gedacht statt dem Sigma eine sehr gute Nikon-Portraitlinse im Vergleich zu testen? Wenn wir vom Bookeh sprechen, so spielt doch die Scherbe vor der Kamera eine größere Rolle als die Kamera selbst; insofern sehe ich den Bildvergleich eher gelassen.

    Viele Grüße

    Bernd Gantert

  • Oreip schrieb am 31.05.2016

    Einen Kamera- und Objektivvergleich auf der Basis von freihändig aufgenommenen jpg-Aufnamen out of cam vorzunehmen, dünkt mich nicht eben sehr durchdacht.

  • Thorsten schrieb am 31.05.2016

    Hi Paddy,

    ich mache alles eine Nummer kleiner als Du. Statt der D750 nutze ich die D600 und statt der M240 die Leica M9. 50mm 1.4 habe ich nur an der Nikon bei Leica bin ich mit der Brennweite nicht warm geworden. Was ich aber von beiden Systemen habe ist ein 35mm f/2.

    Den ersten Grund für die Leica liefert schon das allererste Bild ganz oben. Bei Leica bekomme ich die M9, 21mm, 35mm und 90mm bequem in eine Billingham Small und für Geldbörse und Sonnenbrille ist dann auch noch Platz.

    Die M9 ist ja bekanntermaßen sowas von lahmarschig, das ist unglaublich. Allerdings spielt die M9 die Nikon sowas von an die Wand. Vielleicht liegt’s an den Presets, die ich mir in LR gebastelt habe, aber kaum ein Bild der Nikon wandert über den Drucker in die Box oder an die Wand. Bei Leica ist die Quote recht groß. Die Detail sind einfach deutlicher und auch der Schärfeverlauf des 35mm ist bei der Leica besser.

    Aber die Nikon hat natürlich den AF Vorteil. Ich würde niemals eine Hochzeit, Feier oder ähnliches ausschließlich mit der Leica fotografieren. Das wäre mir zu heiß, auch wenn es bestimmt gehen würde.

    Insofern ist’s eigentlich wie immer: Beide Systeme haben Ihre Berechtigung. Finde ich zumindest.

    Viele Grüße
    Thorsten

  • Jürgen schrieb am 31.05.2016

    Hallo Patrick,

    statt der Leica wäre es vielleicht interessant gewesen, eine Fuji X Pro 2 zum Vergleich mit der Nikon heranzuziehen. Tut auch preislich nicht so weh wie die Leica.

    Viele Grüße,
    Jürgen

  • Hiho,

    ich habe mir sehr interessiert Deinen Bericht durchgelesen und ich kann es nachfühlen, diese Gedanken, ob der Batzen Geld es wert war, eine solche Kamera zu kaufen.

    Ich besitze keine Leica, aber eine Nikon (D610), die vielleicht nicht in der Liga der D750, spielt, aaaaaber…….

    Wenn eine Kamera Spaß macht, dann macht ein Photograph automatisch bessere Bilder, als mit einer Kamera, die nicht zu ihm passen mag.
    Die Technik ist dabei gar nicht mal so entscheidend, die Haptik ist es aber sehr wohl.

    Für mich gibt es Unterschiede bei den Bildern und mein persönliches Empfinden ist, dass die Bilder der Nikon schöner sind. Das ist auch vollkommen ok, soweit. .-) Das mag ein Leica-Besitzer anders sehen.

    Dennoch ist der Vergleich hier ein Apfel/Birnen Vergleich und unangebracht (auch wenn er Dir die Möglichkeit gibt, den Kauf schön zu reden). Für meinen Geschmack machst Du Dir zu viele Gedanken als dass Du es genießt. Scheiß auf die Unterschiede und die Kommentare der anderen und genieße Dein Baby (und ich denke, eigentlich tust Du das auch schon. ,-) ).

    Just my two cents.

    Viele Liebe Grüße,

    Jan

    P.S.: Eine analoge Leica würde mich schon reizen, um ehrlich zu sein. ,-)

  • Thorsten Hofmeister schrieb am 31.05.2016

    Hi Paddy,

    was für ein toller und mutiger Bericht. Also mir gefallen die Bilder aus der Nikon/Sigma Kombi besser.
    Interessant hätte ich jetzt noch den direkten Vergleich zu Deiner Olympus gefunden. Habe mir gerade heute noch mal Dein New York Buch angeschaut, da sind ja viele Fotos mit der Olympus gemacht und mich gefragt, ob die wohl anders / besser mit der Leica geworden wären.

    Für mich steht auf jeden Fall fest, ich brauche nicht von einer Leica träumen und investiere das gesparte Geld lieber in reisen.

    Beste Grüße,

    Thorsten

  • Falk schrieb am 31.05.2016

    Hej Paddy,

    Vielen Dank für Deinen unterhaltsamen Bericht!

    Wie ja schon weiter oben mal geschrieben, hättest Du auch m.E. die Emotion ruhig höher hängen können:
    Ich denke dieses besondere Flair der Marke, dass einem oft seit Aufkeimen des fotografischen Interesses um die Nase weht sorgt dafür, dass viele von uns zugreifen MÜSSEN, sobald sie es denn dann KÖNNEN.
    Und genau das darf und soll so sein – wenn´s dann noch mit erotischer Haptik gewürzt wird, bin ich mir relativ sicher, dass (bei gleicher Leistung) die Bilder mit der Leica besser werden. Zumindest wäre das bei mir sicher – meine Bilder sind besonders gut, wenn ich besonders schlecht oder besonders gut drauf bin. Das Mittelmaß erzeugt Mittelmaß.

    Also genieß´ das Ding, es kleidet, fühlt sich gut an und zeigt Dir, dass Deine Arbeit in den letzten Jahren scheinbar gut war.

    Schönen Abend aus der Gegend Düsseldorf!

    Falk

    • Emotionen kann man nicht rational erklären. Es gibt ja auch die begeisterten Pentax Jünger, die sich dieser Marke verschrieben haben, weil sie sich gerne mit dem Status des Aussenseiters, Unterdog und Kenner brüsten 🙂 Ich halte von Statussymbolen ehrlich gesagt: nichts!

  • Dierk schrieb am 31.05.2016

    Also ganz ehrlich, ich finde die Bilder der Leica schöner, obwohl ich eine D750 habe. Ich finde, dass es schon auf die Farben ankommt. Und wenn man die Bilder so betrachtet, habe ich immer das Gefühl, dass die Nikon einen gelb grünen Stich in die Bilder bringt und die der Leica eher neutraler rüber kommen. Bei Portraits kommt es für mich auch nicht auf die absolute Schärfe des Bildes an, da ich gar nicht jeden Flecken und jeden Pickel auf der Haut sehen möchte. Ausserdem wirkt Maria auf den Bildern durch die übertriebene Schärfe der Nikon älter.
    Ich bin sogar der Ansicht, dass man die Bilder aus der Leica ohne nachträgliche Anpassung verwenden könnte. Selber habe ich noch eine Fuji bei der es ähnlich ist. Es ist fast so, als würde man analog fotografieren.

    Daumen hoch für die Leica.

    Mir ist sie zwar zu teuer, aber ich habe ja noch die Leica (Fuji) für arme ;-))) und bin auch glücklich damit, weil ich nicht jedes Bild bearbeiten muss. Qualität direkt aus der Kamera.

    • Das Problem bei der Nikon war ja der Weissabgleich. Man kann die Nikon auch im Weissabgleich so konfigurieren, das kein Gelbstich vorhanden ist (zum Beispiel Weissabgleich über Kelvin (K) Einstellung). Die Nikon ist schärfer weil das Sigma 50mm Art Objektiv extrem scharf ist. Das ist für Portraits nicht wirklich vorteilhaft. Mit einem AF-S Nikkor 85mm f/1.4G wäre die Schärfe bei Offenblende nicht so extrem.

      • Dierk schrieb am 31.05.2016

        Es sollte aber genau diese Konfiguration verglichen werden und keine andere. Dann könnte der nächste sagen, dann nehme ich ein anderes Objektiv an die Leica und stelle diese auch im Wießabgleich anders ein. Und schon sind die Verhätlnisse ganz anders.

  • Marcus schrieb am 31.05.2016

    Hallo Paddy,

    ich fühle mich bestätigt! Inwiefern? Na, ich hab Deine Webseite an Nummer 1 meiner Fotografie-Links und Artikel wie dieser und Deine Art sich so einem Thema anzuMUTen, bestätigen mich eben in meiner Wahl 😉 Klasse!

    UND ich finde es beinahe den Oberhammer, wie interessant, kollegial, offen und vor allem angenehm hier in den Kommentaren damit umgegangen wird. Hab schon gedacht, sowas gibts gar nicht mehr im Netz! Super!

    Zum Test an sich möchte ich aber auch noch was sagen … In dem Moment wo es bei irgendwas um Leidenschaft geht, muss man sich meiner Meinung nicht mehr rechtfertigen – das ist bei Frauen so, bei Autos und natürlich auch bei Kamera und überall …

    Andererseits muss man bei einem Technikvergleich das Thema „Kosten“ schon fairerweise immer im Auge behalten und mit einfließen lassen. Und da hätte ich mir tatsächlich dann von der Leica mehr Unterschied zur Nikon erwartet.

    Ich finde Leica dennoch super, weil die irgendwie für mich so ne Art fotografische Grundlagenforschung betrieben haben und noch betreiben, quer denken und man – ob man nun will oder nicht – man immer wieder drüber stolpert.

    Auf jeden Fall bitte weiter solche Artikel und weiter so viel gutes Kommentieren!

    Viele Grüße in den Norden,
    Marcus

    • Paddy schrieb am 31.05.2016

      Ich rechtfertige mich ja eigentlich nur zu Eurer Unterhaltung 😉

  • Moritz schrieb am 31.05.2016

    Moin,
    vielen Dank für den echt coolen Direktvergleich, der so schön Laborfern ist 🙂
    Du bestätigst mich sehr in meiner bisherigen Einstellung zur Leica, dass ich sie so gar nicht brauche (und dennoch haben will).
    Seit ich die Sigma Art Festbrennweiten habe, bin ich rundum zufrieden mit der Technik, es gibt einfach nicht mehr viel zu meckern.
    Die Leica bleibt dennoch ganz weit oben auf der Liste meiner Wünsche, da sie die perfekte Begleitung für Momente der Ruhe darstellt, wo Zeit nicht von Bedeutung ist sondern nur der Spaß an der Sache. Mechanische Perfektion in einem handlichen Format, womit sich sehr kreativ arbeiten lässt.
    Viele Grüße
    Moritz

  • Schöner, neutraler Bericht Herr Ludolph, fein! Ich persönlich bin vor ca. 1 1/2 Jahren von einer Canon 5D Mk. II mit einer Horde L-Objektiven auf eine M-P mit dem 50er Summicron umgestiegen und habe diesen Schritt nie bereut. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass die Leica qualitativ überragt (abgesehen von der Verarbeitung natürlich), der Spaßfaktor lässt sich aber nicht einmal ansatzweise vergleichen.
    Selbstverständlich ist dies absolut Typsache, der Prozess zum fertigen Foto ist mit der M ein absoluter Genuss den ich nicht mehr missen möchte.
    Selbst beruflich nutzen wir zwar primär Canons, ich versuche aber bei nahezu jeder Gelegenheit meine M in’s Spiel zu bringen – Spaß bei der Arbeit ist ja auch ein wichtiger Faktor. 😉

  • KH schrieb am 31.05.2016

    servus,
    ich wollte mir zu meiner Nikon-Ausrüstung auch eine Leica M9 oder M zulegen.
    Erfahrungen hatte ich bereits mit einer Leica M 3, M6, und M8.2. sowie als Fotoverkäufer bei einem großen Fotohändler in München.
    Also los zum Leica-Store und eine Leica M 240 testen. Tja, das Vorfürexemplar war dermasen dezentriert weil Fehlfokus.
    Und nach den vielen negativen Erfahrungen vieler Leica-user, die ich im Leica-Fotoforum las hatte ich mich dann für die Fuji X-Pro2 entschieden und mit dieser Entscheidung lag ich bisher richtig.
    Ich werde weiterhin für meine Brautpaarportraits meine Nikon D810 und D750 mit den lichtstarken Nikkoren verwenden. Das Leicafealing erlebe ich mit der Fuji X100s.

  • Bernhard schrieb am 31.05.2016

    Hi Paddy,
    Danke, toller Beitrag!
    Hab selbst M9 & Canon 5DIII
    Zwei mir wichtige Dinge:
    – die Leica ist viel kleiner, das ist der eigentliche Vorteil auf Reisen etc.
    – dicker Kopf? Perspektive ist NUR vom Standpunkt und NIE von der Brennweite abhängig, bist halt näher dran mit der M 😉
    Weiter so!
    Danke
    Bernhard

  • Andreas schrieb am 01.06.2016

    Beide Kameras machen tolle Fotos, oder besser gesagt, macht die Fotos noch immer der Fotograf 😉
    Als ich mir in den 90gern meine erste Nikon gelauft habe geschah das frei nach dem Motto ‚in einer anderen Liga‘ spielen zu wollen. Wenn der eigene Anspruch mit dem Preis der Kamera wächst ist das doch auch ok. Und wenn Dir die Leica soviel Spass macht unterstützt Du damit auch ein mittelständisches Unternehmen in Mittelhessen.
    Also Leute, kauft Leicas wenn Ihr das Geld habt und es Euch auch Spass macht. Und wenn was vernünftiges rauskommt, zeigt die Bilder.

  • Dirk schrieb am 01.06.2016

    Ein cooler Vergleich! Vor allem nicht so nervtötend rational!

    Digital bin ich mit D200 und DF unterwegs, analog u.a. mit Leica M. Nur so viel: In meinen Augen l e b e n die analogen Leica M Bilder, während die DF Shots im digitalen Umfeld für mich oft zu perfekt rüber kommen.

    (So erlebe ich übrigens auch die D750 Portraits (…wenn man den WB mal kurz wegdrückt…) = hinsichtlich Schärfe perfekt ist nicht immer passend, vor allem bei Portaits..).

    Ein blöder Kommentar, weil ich analog mit Digital und damit Äpfel mit Birnen vergleiche? ? Korrekt, das ist so! Es verdeutlicht etwas die in mir drin ablaufenden emotionalen Prozesse, bevor ich mich für ein Aufnahmemedium und damit ein Gerät entscheide. Mit einer analogen M oder Schraub-Leica, nebst teils uraltem Glas davor, fühle ich mich in meine fotografischen Anfänge zurück versetzt und förmlich befreit von Galaanzug viel Ballast. Die Bilder werden nicht zwingend „besser“, aber in meinen Augen „lebendiger“. Bin ich digital unterwegs, erwarte ich noch bei 12800 ISO Perfektion – das hemmt mich selber emotional schon ziemlich….

    Mut zur Vielfalt und Mut zur Emotion haben sicher noch niemandem geschadet.

    Freue mich auf Deine nächsten Berichte ?,

  • Nicole schrieb am 01.06.2016

    Was ist das für ein Lederband an der Kamera?

  • Mark schrieb am 01.06.2016

    Ein aus meiner Sicht nicht zu unterschätzendes Zitat aus Deinem Bericht (hattest Du wirklich etwas anderes erwartet??): „Immerhin bin ich mit der Leica nun aus allen Technikdiskussionen raus“ – und das liebe ich! Die vielen Kommentare („ICH hab dies“ „ICH hab das“ „JA ABER das…“ „Aber FUJI…“ „Canon hat natürlich…) unterstreichen das.

    Leica Fotografen sagen nur selten „die Leica ist besser“ (weil sie es schlichtweg nicht ist), aber sie sagen ständig „ich persönlich finde die Leica schöner“ – und DAS ist sie. Für MICH!

    Danke für den Bericht!

  • Marcus schrieb am 01.06.2016

    Hallo. Ein schöner Vergleich! Danke dafür.

    Du hast Dich hier auf die reine Bildwirkung bezogen.. Jedoch bieten die Kameras doch ein bissl mehr als das… das man vergleichen könnte / sollte. Denn oftmals sind die Bedinungen nicht ideal.. dann kommt es auf…

    High-Iso Verhalten…
    Bearbeitungsreserven / Dynamik
    Geschwindigkeit…

    an! Das solltest Du vielleicht auch betrachten.

    Wenn ich jetzt überlege das ich bei Nikon noch „kostenlos“ den AF dazu bekomme.. und wenn ich den nicht im Sport einsetze den selben Nikon Sensor nochmals 600 Euro günstiger als d610 bekomme.. hmm
    Ich mag die Leica.. ich mag auch meine x-pro1 … sie sind so herrlich unvernünftig. Aber abliefern tut die Nikon letztendlich mindestens genau so…und das zu einem Bruchteil des Preises.
    Leica macht jdoch eigentlich alles richtig. Eine sympatische Marke für Menschen die es sich leisten wollen / können / dürfen!

    Viel Spaß damit.
    Marcus

    • Paddy schrieb am 01.06.2016

      Es sollte ja gerade kein umfassender Vergleich sein. Mir ging es lediglich um den Look der Bilder, da der Leica ja angeblich ein besonderer Look nachgesagt wird. Meiner Meinung nach sind die Kameras zu verschieden, um sie in allen Punkten zu vergleichen.

      • Marcus schrieb am 01.06.2016

        Ja klar … ganz ohne Frage!
        Diese Meinungen kenne ich auch. Und ja..ich halte die eher für esotherisch angehaucht. Daher danke nochmals für den Vergleich!
        Dennoch ist die Kamera „als Werkzeug“ nicht nur aufs Ergebnis sondern auch auf den Weg dahin zu betrachten. Wir oft kommt es vor das eben nicht das ideale Licht da ist.. oder der Fotograf zu sehr am wackeln ist.. Der eine würde sagen.. „dann verzichte auf das Foto“.. der Andere „dann muss ich mich anstrengen“… der Dritte.. „stelle auf ISO-Auto, AF-C und wo soll das Problem sein“?!

        Ich habe mich selbst lange mit der Überlegung herumgeschlagen zu Leica zu wechseln..
        Ich habe dann die M probiert.. und festgestellt das gerade bei offener Blende der Focus eher zufällig da war wo ich ihn wollte.. das spontane Bilder mit offener Blende nahezu unmöglich waren (mir), ich enormen Ausschuss hatte und letztendlich ich einfach kein „Messsucher-Typ“ zu sein scheine. Ja sicher geht alles.. aber das ist mir dann doch zu entschleunigt.

        Jedoch.. Zugegeben.. die Leica S hat mich abgeholt.. Ist nun nochmals eine andere Gattung Kamera.. aber die ist .. hach.. 🙂
        Bis dahin tut es der Japaner dann doch noch weiter.

  • Mathias.G schrieb am 01.06.2016

    Auch wenn wir alle wissen die Kamera ist „nur“ das Werkzeug, und der Fotograf macht das Bild ! so sind wir Fotografen doch alle mal mehr mal weniger Technik Nerds :-))

    Klar erkennt man ein paar kleine Unterschiede 🙂 aber ab einen gewissen Preissegment sind die Unterschiede doch marginal.
    Egal ob Leica, Nikon oder Canon wichtig ist doch eine Kamera zu haben mit der wir uns wohl fühlen und Lust haben zu Fotografieren…
    L.G

  • Karl F. schrieb am 01.06.2016

    Leute, besucht workshops! Wenn ich in der Nähe von Hamburg leben würde, wüsste ich schon, bei wem.
    Kauft euch alternativ Fotobücher oder gönnt euch eine lang ersehnte Reise… Je höher das Ausstattungslevel, desto geringer die Chance, durch teureres Equipment besser zu werden.

    In diesem Vergleich eindrucksvoll beschrieben. Danke dafür!

  • Lutz schrieb am 01.06.2016

    Danke für den „Test“. Für mich recht eindeutig, die Nikon/Sigma-Kombi gefällt mir auf allen Bildern besser. Und gerade die Leica-Bilder könnte man IMHO nicht, wie oben in einem Kommentar geschrieben, ooC verwenden.

  • Peter schrieb am 01.06.2016

    Hallo Paddy,

    Gute Idee, der Vergleich ist sehr interessant. Beide Kameras sind vom Bild ganz vorne einzusortieren. Wobei die Leica die Bilder ehrlicher und wahrscheinlich näher am Original wiedergibt. Die Nikon schönt in der JPEG Engine offensicht. Dies macht sie aber sehr geschickt und gefällig.
    Die Preisdiskussion ist müßig – Leica muss diese Preise nehmen, um auf die Kosten zu kommen. Wer hier zweifelt, dem sei eine Werksführung in Wetzlar ans Herz gelegt. Der Aufwand, der dort betrieben wird, um die berühmten letzten 2 Prozent an Qualität ins Produkt zu bringen ist unglaublich. Die Leica ist ihr Geld wert. Und es ist gut, dass wenigstens eine deutsche Kameramarke überlebt hat. Nikon & Co. lassen leider überwiegend in China fertigen, sonst wäre das niedrige Preisniveau für Vollfomat nicht darstellbar. Die bessere Erfahrung beim Fototgrafieren dürfte die Leica bieten durch ihr Konzept und Wertigkeit. Die bessere Elektronik findet sich noch in der Nikon… Jeder sollte für sich selbst entscheiden, was er sucht. Dich macht die Leica glücklich – gut so… In der Regel führt das zu Bildern mit dem Gewissen Extra …

    Peter

  • StephanSchuler schrieb am 01.06.2016

    Da ich von der Audioecke kommt hat sich mir hier gleich der Vergleich zu guten Lautsprechern aufgezwungen.
    Ein guter Lautsprecher im Studio hat z.B. Nichts mit dem Klang von den typischen HiFi-Lautsprechern zu tun. Bei den HiFi Boxen ist viel so hingetrimmt, dass die den Hörerwartungen der Masse entsprechen. StudioLautsprecher klingen erstmal sehr lahm vor den Otto-Normal, aber haben dafür einen perfekten Frequenzgang aus dem man dann genau das zaubern kann was man möchte.

    Die Nikkon ist hier wohl auch eher massentauglicher als die Leice und da werden JPGs sicher etwas anderst bearbeitet bei einem Profi-Werkzeug wie die Leica. Aber ob man aus den RAWs der Leice mehr rausholen kann als bei der Nikkon kann ich nicht beruteilen. Es drängt sich mir aber die Vermutung auf.

    Ob man es braucht oder nicht ist ein ganz anderes Thema. Da man sich das RAW später sowieso macht wie es der eigene Geschmack möchte, zählen für mich Preis, Funktionen und Bedienung inzwischen mehr als JPG Output. Gute Fotos können heut ja fast alle Kameras. Und den Unterscheid erkennt man nur im direkten Vergleich.

    Aber danke für den ehrlichen Artikel!! 🙂

    • Elderin schrieb am 02.06.2016

      Der Vergleich ist recht passend finde ich – und ja, ich war mit den RAW Dateien meiner Leica immer sehr zufrieden. Da musste man nicht erst tausend Regler einschließlich Schärfe und Kontrast bedienen, damit das Bild ansprechend war. Das war es auch so. Insbesondere habe ich nie RAW Dateien aus der Leica geschärft, es sei denn die Aufnahme war nicht perfekt oder das Schärfen war Teil des gewünschten Looks. Ich muss aber auch sagen, dass die M9 die bessere M für mich ist 😉 Das ist aber ein anderes Thema…

  • Thorsten schrieb am 01.06.2016

    Ich hatte mir den Vergleich gestern auf dem Smartphone angesehen und konnte kaum Unterschiede erkennen. Meine Tendenz lag durch den wärmeren Weißabgleich bei der Nikon.

    Auf dem Rechner gefallen mir die Bilder der Leica jedoch eindeutig besser. Ich denke es liegt eher an den Objektiven, als an den Kameras. Das Sigma ist natürlich schärfer, aber der Schärfeverlauf des Summilux ist nach meinem Empfinden angenehmer. Das Sigma bietet mir hier selbst bei 1.4 ein wenig zu viel Struktur auf der Haut. Das Summilux vermag im Gegensatz dazu mehr Farbnuancen der Haut darzustellen. Insgesamt ergibt sich für mich bei der Leica ein natürlicheres Gesicht. Beim Sigma ist das Gesicht eher flächig, hebt sich aber stärker vom Hintergrund ab.

    Ein schöner Vergleich – vielen Dank!

  • Olaf schrieb am 01.06.2016

    Hallo Paddy.
    ich denke mal, zu Analogzeiten, da war noch ein großer Unterschied. Ich habe hier eine Rolleiflex 3003, die habe ich mir geleistet, als sie für mich bezahlbar war. Und als ich die Abzüge vom ersten Testfilm gesehen habe, war ich baff. Diese Schärfe und diesen Detailreichtum hatte ich vorher noch nie von einer Kleinbild in Händen gehalten. Das waren früher auch die exzellenten Objektive Zeiss und Schneider Kreuznach. Da kamen die Asiaten noch nicht ran, aber sie haben gelernt.
    Und heute im Digitalen spielen auch noch mehr Faktoren eine Rolle.

    Gruß,
    Olaf

  • Elderin schrieb am 01.06.2016

    Die Idee nur jpg ooc zu nehmen scheint zwar zunächst gut, aber tatsächlich sind diese Dateien extrem intern bearbeitet. Nikon macht da von Haus aus einen guten Job, Leica eher weniger. Unbearbeitete RAW Dateien würden besser die nakte Wahrheit zeigen und hätten dich bestärkt mit der M eine der besten Vollformatkameras zu besitzen. Die Bildanmutung kann man mit einer Nikon nicht errichen auch wenn der Sensor dieser Kamera sicher auf dem selben (oder technisch besserem) Niveau ist.

  • Jens schrieb am 01.06.2016

    Hallo. Für mich hat Fotografie sehr viel mit Emotion zu tun. Deshalb würde ich mich – wenn ich die Wahl hätte – immer für die Leica entscheiden. Beste Grüße aus Hannover und vielen Dank für den schönen Artikel, Jens

  • Henrike Scheid schrieb am 01.06.2016

    Lieber Paddy,
    mal wieder herrlich selbstironisch! Ein sehr gelungener, humorvoller Artikel! (Zu dem Technik-Kram äußere ich mich als Sony-Jüngerin nicht….;)
    Beste Grüße!

  • Olaf schrieb am 02.06.2016

    @ Elderin
    Ich weiß nicht, ob Nikon da einen so guten Job macht.
    Bei den ersten Nikonbild ist die Hautfarbe von Maria noch natürlich.
    Beim zweiten Nikonbild könnte man meinen Maria lieget jeden Tag auf der Sonnenbank.
    Während das zweite Leicabild zu kühl und etwas farblos ist.

  • Leif schrieb am 02.06.2016

    Out of cam gefällt mir der Hautton der Nikon überhaupt nicht, zumindest im direkten Vergleich empfinde ich den als „zu“ warm, gesättigt und gelbstichig. Eigentlich mag ich ja überhaupt nicht dieses Schubladendenken, aber manchmal kann ich schon nachvollziehen warum Nikon gerade bei Landschaftsfotografen so bliebt ist und beispielsweise Canon im Portraitbereich. Ist aber alles nichts dass man nicht mit ein paar Presets ändern könnte. Die Leica wirkt da schon sehr neutral, fast etwas in Richtung Retro, was zu einem großen Teil wohl auch den Objektiven zu „verdanken“ ist.

    Am Ende zählt halt wirklich nur mit welchem Werkzeug man am liebsten hantiert – Marke, Preis usw spielt da keine Rolle so lang es im eigenen Budget liegt.

  • Olaf Jnk schrieb am 02.06.2016

    Ich hatte mal eine Leica M6 mit dem 2.0 90mm und habe geglaubt, dass ich nie wieder etwas vergleichbares finden werde. Als ich Testbilder der Sigma DP3 Merrill gesehen habe, hat es mich schier umgehauen. Schärfe, Bokeh, Farben … alles passte perfekt.

    Wenn Du mal deine Leica und Nikon mit meiner Sigma DP3 Merrill vergleichen möchtest, ich komme aus Hamburg.

  • Carsten schrieb am 03.06.2016

    Moin Paddy, ich kann die „unfairen“ Vergleiche gut nachvollziehen.

    Geht mir gerade auf analoger Ebene ähnlich. Leica M5 mit 35 f2 gegen Canon 5 (90er Body) mit Sigma 35 Art 1,4. Meine Tests sind noch nicht abgeschlossen. Der erste Eindruck schockt mich aber leider schon ein wenig. Da ist der 30 Euro Body und die Sigmalinse deutlich besser. Ich gebe der Leica aber noch eine Chance, weil ich sie schöner finde 🙂 Die Größe spielt für mich auch eine Rolle. Die kleine süße Leica. Sie macht einfach Spaß.

    Siehe auch mein „Leica Experiment“ https://carlitopix.wordpress.com/2016/04/21/das-leica-experiment/

    Viel Spaß und ahoi
    Carsten

  • Jörg-Peter schrieb am 03.06.2016

    Hallo!

    Mich persönlich hätte ein Vergleich zwischen der Leica und der Nikon D4s oder D5 interessiert, da diese Nikons die besten Farben, die beste und präziseste Belichtungsmessung und den besten Weißabgleich aller Nikon-Modelle haben. Außerdem wäre dann das Preisgefüge in etwa gleich.

    Eine Nikon dann ausgerechnet mit Sigma-Objektiv zu bestücken und dann mit Leica/Leica zu vergleichen, halte ich auch für ziemlich unglücklich, da das Ergebnis eben ein Mischprodukt aus Komponenten verschiedener Hersteller ist.

    Wenn man die D750 als Ausgangskamera wählt, würde bei Portraits meiner Meinung nach auch eher das AF-S G 85mm 1.4 angesagt sein und die Leica sollte dann mit einem vergleichbaren Objektiv ausgestattet werden.

    Ich persönlich finde, daß die Nikon sich für das starke Preisgefälle erstaunlich gut mithalten kann, immerhin kostet sie nur 1/3 der Leica. Wenn einem die Farben der Nikon zu „warm“ sind, kann man, zumindest bei der D4s geht das, den automatischen Weißabgleich auf neutral stellen, ich persönlich finde den zweiten automatischen Weißabgleich mit der „wärmeren“ Farbgebung für Portraits aber schöner.

    Gruß aus dem Taunus!

  • Wolfgang schrieb am 03.06.2016

    Hallo Paddy,
    vielen Dank für diesen interessanten Bericht. Ich selber fotografiere mit Canon Vollformat (6D und 5d MKI) und MFT, wobei MFT mittlerweile mein meistbenutztes System ist. Der Grund hierfür sind Gewicht und Volumen der Ausrüstung, die Qualität der 16MP Sensoren reicht mir für fast alle Zwecke. Ich habe einen seit Jahren im Schrank liegenden analogen Leica M clone, eine Konica Hexar RF. Dazu auch eine 4 Objektive (28mm, 35mm, 50mm 90mm).
    Ich habe leider nur relativ kurz mit der Hexar fotografiert, denn ich hatte sie noch nicht so lange, bevor ich auf digital umgestiegen bin. Aber das Fotografieren mit einem Messsucher hatte mir schon sehr gefallen. Da man auch Dinge ausserhalb des eigentlichen Bildes im Sucher sieht, kann man die Bilder besser komponieren, man rahmt ja den endgültigen Bildausschnitt quasi ein.
    Insofern haben mich natürlich auch die digitalen Leica M Kameras immer interessiert, aber sie hatten so ihre Macken (M8 nicht Vollformat, M9 schlechte High Iso etc.) und ausserdem waren sie mir auch zu teuer. Die M240 gefiel mir dann seit ihrem Erscheinen, aber der Preis hat mich dann doch geschockt. Mir war auch bewusst, dass ich damit zwar sicher sehr gute Bilder machen könnte, die aber nicht wirklich besser als die mit meiner vorhandenen Ausrüstung wären.
    Bis dann zufällig ein Nachbar mich fragte, ob ich in meinem Fotoclub jemanden kenne, der von ihm eine gebrauchte Leica M240 kaufen möchte. Der Mann hatte sich gerade eine Leica SL gekauft und besaß auch noch eine Leica M240 in der MP Ausführung und meinte, er bräuchte Platz im Schrank. Die Kamera war sehr wenig gebraucht und wie neu, der Preis den er haben wollte, war mehr als fair. Nach einer unruhigen Nacht habe ich sie dann selber gekauft und irgendwie einen alten Traum realisiert. Die Kamera ist aus sehr wertigen Materialien und es macht einfach Spaß, damit zu fotografieren. Witzigerweise las ich dann am nächsten Tag Deine Geschichte vom Kauf der M240 bei Leica Meister. Das habe ich sehr gern gelesen, schliesslich war ich damit für mich nicht mehr der einzige Verrückte!

    Ich habe jetzt schon viel Freude mit der Kamera gehabt und bereue den Kauf nicht. Trotzdem habe ich im letzten Urlaub meine MFT Ausrüstung mitgenommen. Die Leica benutze ich für für bestimmte Projekte und geniesse es.

    Schönen Gruß
    Wolfgang

  • Markus schrieb am 03.06.2016

    Hallo Paddy,

    immer wieder schön, Deine Website und natürlich auch euren Fotoschnak zu verfolgen!

    Dieser Testbericht hier hat es mir wirklich angetan. Immer wieder schaue ich mir die Bilder an und tendiere ganz klar zur Nikon! Allerdings nicht in jeder Hinsicht! Was mich am meisten stört – und mir direkt aufgefallen ist – ist das wirklich rundere Gesicht! Ich würde sogar noch weitergehen und sagen Maria sieht auch an der Wand stehend etwas fülliger aus. Aber egal, ich denke da wird es entsprechende Profile in Lightroom geben. Am Ende bleibt doch wirklich nur das Bokeh und da gefällt mir dann die Leica doch ein ganz klein wenig besser. Ich denke alles andere lässt sich korrigieren. Am Ende bleibt der Spaßfaktor und der persönlich Geschmack! Ich für meinen Teil würde auch lieber mit der kleinen Leica arbeiten, als mit der fetten Kombi. Nur diese kann und will ich mir diese nicht leisten. Deshalb habe ich mich für eine Sony Alpha entschieden die mir in Verbindung mit einem Zeiss Loxia Objektiv eben vielleicht auch ein ganz klein wenig „Leica-feeling“ vermittelt. Verstehen kann ich Dich vollkommen! Gerne würde ich den Vergleich mal mit der Leica aufnehmen, leider bin ich selten in Hamburg, abgesehen davon müsstest Du auch Zeit und „Bock“ dazu haben.

    Gruß aus Düsseldorf,

    Markus.

  • Marc schrieb am 04.06.2016

    Hallo Paddy,
    ich habe auch die D750 mit dem Sigma 50/1.4 und muss sagen, dass dies die beste Kombination ist, die ich je gehabt habe. Meine Hochzeiten fotografiere ich zu 95% nur noch mit dieser Kombi weil mir der Look des Sigma wahnsinnig gut gefällt. Einfach eine Traumlinse deren Kauf ich nicht bereut habe. Selbst das vielgelobte 70-200/2.8 VR II von Nikon, was auch eines der besten Nikonlinsen ist, kommt an das Sigma nicht heran (ja ja, es ist eine Festbrennweite und eine andere Brennweite…, ich weiß).

    Aber eine Leica zu haben ist schon was ganz besonderes…..alleine der rote Punkt vorne an der Kamera verführt manch einen 😉

  • CHRiiZ schrieb am 05.06.2016

    Sehr schöner Bericht. Hier kommt mal wider durch, dass teuer nicht gleich das Beste ist. Für mich als Hobbyfotograf kommt es jedoch auch auf den Spaßfaktor darauf an.

  • Tobias Döring schrieb am 05.06.2016

    Lieber Paddy,

    bitte sieh Dir nochmal das erste Foto, vor den Testbildern an, dann geht es Dir wieder besser! Meine Automatikuhr zeigt die Zeit auch ungenauer an, als die Casio von meienem Sohn, ja und deutlich teurer war sie auch. Ich werde zu Leica wechseln, wenn es bei denen einen Sensor, oder besser den Sensor aus der Sony a7s gibt. Wenig Pixel, aber unglaublich viel Licht. Ich behaupte sogar, dass ein Sensor auch ein Bokeh hat und hier spielt nach meiner Erfahrung die Größe der einzelnen Pixel eine entscheidende Rolle. Die Leica ist die schönere Kamera und ich bin mir sicher, dass auch Thomas L. manchmal von einer Monochrom träumt.

    L.G. Tobias

  • Michael schrieb am 05.06.2016

    Hi Paddy,

    man kann es auch so sehen, der Sensor hat die gleiche Größe aber wie wenig umbauten Raum die Leica im Vergleich zur Nikon hat und und dennoch es Nikon nicht schafft bessere Bilder damit zu produzieren als Leica zeigt die Genialität dieser Kamera in Kombination mit dem sehr kompakten Objektiv. Das Nikon und Sigma soviel günstiger sind hängt dann alleine nur an den hohen Stückzahl und dem Wettbewerbsdruck anderer Hersteller die diesen „Klassenkampf“ bis aufs Messer austragen.
    Leica hat sich hier wunderbar aufgestellt, klein, genial und fein, also ich bin tatsächlich etwas neidisch auf Dich Paddy.

    Grüße
    Michael

  • Tobi schrieb am 08.06.2016

    Lässt sich mit einer Olympus Kamera auch solche Fotos machen?

    Alles sehr tolle Fotos! Für eine Leica reicht mein erspartes nicht aus, aber vielleicht für eine Nikon oder Olympus 🙂

    Stellt sich mir nur die Frage was für die Art der Fotografie besser ist, wenn ich Menschen und Städte fotografieren will.

    Ich mag es wenn der Hintergrund förmlich verschwindet. Dafür scheint mir eine Olympus aber nicht die richtige zu sein, oder?

  • dirk schrieb am 09.06.2016

    Wieder ein tolle Bericht. Vielen Dank. Ich möchte aus meiner Sicht dazu anfügen:

    ganz ehrlich

    Kennt das nicht jeder? ….. Man stolpert über alte Aufnahmen und denkt sich, „hey, das hat was … oder sogar, die waren echt gut“. Ich habe vom Mittelformat, analog, digital, fachkamera über Nikon, Canon, Sony 7RII bis zur kleinen Lumix GX80 mit so vielen Kameras fotografiert. Bildqualität ist – vor allem heute – kein wirkliches Thema. Viele fangen sogar an und suchen Objektive bei ebay mit möglichst starken Blendefekten und bauen für „mehr Natürlichkeit“ mit Photoshop alles mögliche ein. All das und noch mehr, macht dann doch kein Foto aus und auch kein gutes Foto.

    Die Arbeitsweise, oder ein Gefühl, das auch Technik bei der Arbeit vermittelt schon. Analog macht man andere Bilder, mit einem Lichtschacht andere, als mit einem olet sucher .. Mit einer Leica fühlt es sich anders an. So ähnlich ist das auch, wenn ein Sänger in den teuersten Studios in ein 10T Euro Mikrofon von 1957 singt. Sucht bitte nicht nur die Pixel und dieses oder jenes kleine Detail.

    Arbeitet mit Kameras, die das haben, was für die Art der Fotografie gebraucht wird. Eine Kamera, die man lieben kann. Wenn es dann eine Leica ist, dann ist das so und vielleicht sind sogar Fotos dabei, die man mit einer EOS nicht gemacht hätte. Grundsätzlich aber bleibe ich dabei … die eigentlich Technik, oder eine Kamera hat mich in keinem Jahrzehnt ein Bild besser machen lassen.