Nikon D810 – erster Eindruck

Am 21. September 2014 von Paddy veröffentlicht

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Vor wenigen Tagen habe ich es dann nach einer kurzen Entscheidungsphase getan. Ab zu Calumet und dort eine Nikon D810 gekauft. Nun habe ich die ersten Shootings damit absolviert und hatte sie sogar mit beim Lotto King Karl Konzert im Stadtpark. Zeit für einen ersten Eindruck.

Der Grund für den Kauf der D810 war simple. Ich wollte eine Kamera mit mehr Auflösung haben. Für die Pentax 645z reicht die Kohle nicht, geschweige denn eine Phase One. Bleibt wohl nur die D810, zumal ich da ja auch die ein oder andere Linse besitze. Warum mehr Auflösung? Weil ich es zu 95% geil finde. Die restlichen 5% liegen darin begründet, dass es zum ersten mal etwas Probleme mit den 16 Megapixel gab. Es sollte ein Plakat in 4m x 2,50m gedruckt werden. Das ging letztendlich auch mit 16 MP, aber ich habe das als willkommenen Anlass genommen die D810 vor mir selbst zu rechtfertigen. Basta!

Ich hatte seinerzeit die D800 getestet, lange mit der D4 gearbeitet und zuvor auch andere Nikons in der Hand gehabt. Ich wusste also was mich erwartet. Um es kurz zu machen: die D810 bringt keine Überraschungen. Das ist icht negativ gemeint. Ich habe genau das bekommen, was ich wollte. Mehr Auslösung, und sonst nix. Nikon hat sich in letzter Zeit nicht gerade als Innovationstreiber einen Namen gemacht. So finde ich auch kein Feature an der D810, das ich nicht auch an der D4 oder einer anderen Kamera habe. Klar gibt es ein paar Neuerungen, aber aus rein fotografischer Sicht sind diese nicht wirklich relevant. Das sehe ich ehrlich gesagt positiv, denn ansonsten würde ich ja nur anfangen alles Bisherige in Frage zu stellen, was ja natürlich quatsch ist. So reiht sich die D810 nahtlos in meinen Kamerapark ein.

Die D810 ist eben eine Nikon. Schwarz, schwer und klobig. Meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Aber dafür ist sie kompromisslos in der Bildqualität. Was ich bisher an Fotos geschossen habe war klasse. Wahrlich gestehe ich, dass kein Shooting dabei war, das nicht auch eine meiner anderen Kameras locker gepackt hätte. Aber die Auflösung und Brillanz der D810 Bilder ist schon klasse. Ich möchte aber betonen, dass meine Bilder dadurch nicht besser werden, der Schrott lässt sich nur noch mehr vergrößern. Ich reite extra auf diesem Thema rum, da ich davor warnen möchte, sich eine neue Kamera zu kaufen, weil man sich einredet sie unbedingt zu brauche. Ich kenne das wohlbekannte Haben-Wollen-Gen.

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Natürlich gibt es einige Neuerungen an der D810, die eine kurze Erwähnung verdienen. Da wäre z.B. der extrem leise Verschluss, der wirklich merklich leiser geworden ist. Interessant ist für mich auch der untere ISO-Bereich von 64, bzw. minimal 32. Der Autofokus wurde angeblich verbessert, doch leider muss er den Vergleich mit meiner OM-D halten und da macht die D810 nicht so eine gute Figur. Zwar ist der AF der Nikon deutlich schneller bei bewegten Motiven, aber die Treffsicherheit lässt doch etwas zu wünschen übrig. Die Ausschussquote beim Konzert war für mein Empfinden zu hoch. Mittlerweile glaube ich einfach, dass der Phasen-AF antiquiert ist. Positiv scheint mir jedoch der neue Gruppen-AF, bei dem 5 AF-Felder zusammengefasst werden können. Das neue S-RAW ist auf den ersten Blick interessant, für mich jedoch nicht relevant. Möchte ich kleine Dateien, nehme ich die D4 oder E-M1. Eine D810 kaufen und dann nur halb nutzen ist doch auch Quatsch. Ich glaube damit erkauft man sich Pseudoflexibilität. Es gibt nun einen elektronischen ersten Vorhang, der Verwacklung vermeiden soll. Das habe ich allerdings noch nicht getestet und zudem auch keinen direkten Vergleich zur D800.

Den Stich macht die D810 dann aber, wenn es um die Bildqualität geht. Ich habe selten so ein sauberes und detaillreiches Bild gesehen. Da muss ich schon zur Pentax 645z greifen, um das zu übertreffen. Ansonsten gehört die D810 meiner Meinung nach zum besten Kameragerät was man für das Geld auf dem Markt bekommen kann. Keine grossartigen Probleme beim Rauschen bis ISO 6400 (höher bin ich noch nicht gekommen). Wenn der AF sitzt, dann schlackert man mit den Ohren. Ich habe übrigens an Objektiven das 35mm/1.4, 24-70/2.8, 70-200/2.8, 85mm/1.4 und 105mm/2.8 von Nikon dran gehabt und mit allen Linsen knackscharfe, aber auch unscharfe Bilder hinbekommen. Den Mythos, dass einige Objektive nicht an der D810 taugen kann ich so nicht bestätigen, wobei die eingesetzten Linsen alle schon zu den Topscherben gehören. Ich behaupte mal, dass Schärfeprobleme an der D810/D800 in den meisten Fällen durch schluderiges Fotografieren entstehen.

Hier mal ein Bild aus dem letzten Studioshoot mit dem oblogatorischen Pixelpeeper-100%-Crop.

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Das ist schon geil, wobei ich ja fast der Meinung bin, dass das hintere Auge sogar noch einen Ticken schärfer ist. Aber das ist dann wirklich Ebsenzählerei. War aber übrigens auch f/8 😉

Auf dem Konzert von Lotto im Stadtpark hatte ich die D810 nur mit, weil sie noch neu war und ich da ganz gut testen konnte. Man kann mit der D810 gut auf Konzerten fotografieren, aber eine Spezialistin ist sie dafür nicht. Sie kommt wunderbar mit den Lichtsituationen klar, allerdings ist sie im Punkt Schärfe zu anfällig. Es bewegt sich sehr viel auf der Bühne, Licht wechselt ständig, die Musiker und Sänger hüpfen rum.

Richtig Spaß macht die D810 in kontrollierten Shootings. Portrait, Pärchenshootings, Landschaftsfotografie, Architektur, Studio, Fashion … alles Ideal und genau dafür möchte ich sie verwenden. Für Reportagen, Sport, Reise und Konzerte ist sie nicht ungeeignet, aber es gibt da bessere Kameras. Im Fall des Konzertes konnte ich eigentlich nicht von der Auflösung der D810 profitieren, bin aber mit den Ergebnissen trotzdem zufrieden.

Als erstes Fazit möchte ich behaupten, dass es momentan keine Entwicklung am Kameramarkt mehr gibt, die die Fotografie nennenswert positiv beeinflusst. Ich persönlich halte die DSLR für veraltert und bin eher ein Freund der kleinen spiegellosen Kameras geworden. Fuji, Olympus und Sony machen vor was da geht. Hätte ich nicht einen ganzen Eimer an Nikon-Linsen, würde ich jetzt keine D810 mehr kaufen. In meinem Fall reiht sie sich sehr gut neben D4 und E-M1 ein, aber müsste ich mich für eine Kamera entscheiden, wäre es nicht die D810. Trotz allem mag ich die D810, da sie einfach vom Bildergebnis absolut überzeugend ist.

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Ich möchte noch etwas Werbung für meine Videotutorials zur Fotografie machen. Schaut doch mal rein, vielleicht ist ja was für Euch dabei.

Veröffentlicht in: Hardware Tests, Nikon nach oben

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Kommentare (52)

  • Dom schrieb am 21.09.2014

    „Wahrlich gestehe ich, dass kein Shooting dabei war, das nicht auch eine meiner anderen Kameras locker gepackt hätte“
    „… dass meine Bilder dadurch nicht besser werden, der Schrott lässt sich nur noch mehr vergrößern.“

    Genau das waren die beiden Punkte, die mich vor ein paar Monaten dann doch eher rational entscheiden ließen und ich doch eher zur D610 gegriffen habe. Und die gesparte Preisdifferenz investiere ich dann lieber in ein weiteres geiles Objektiv 🙂

    • Martin schrieb am 23.09.2014

      Ging mir exakt genau so. D610 hat mit 24MP wahrlich genug Auflösung (für mich) und kostet die Hälfte. Vermutlich ist der AF nichts für Hochzeit im Dunkeln, aber dafür nehme ich sie ja auch nicht..

  • Konstantin schrieb am 21.09.2014

    In der aktuellen Ausgabe (10/14) der Zeitschrift Photographie ist ein extrem ausführlicher Autofocus Test enthalten. Deine schon öfters beschriebene Beobachtung bestätigt sich dort: bei ruhenden Motiven erzielt man mit DSLM Kameras deutlich weniger Ausschuß. Umgekehrt verhält es sich allerdings bei bewegten Motiven. Hier führen die DSLRs immer noch deutlich.

    Das ist vermutlich Vor- und Nachteil der AF Technologie: ein Phasenautofokus kann sehr gut berechnen, wo ein sich bewegendes Objekt als nächstes sein wird. Aber bei einem ruhenden Bild läßt er sich offensichtlich leicht mal täuschen.

  • Dirk schrieb am 21.09.2014

    Tolle Einschätzung.
    Bin auch am Überlegen, ob ich meine D300 so langsam in Rente schicke und die D810 ist momentan mein Favorit.
    Bei mir würde es außer dem mehr an Auflösung noch um das bessere Rauschverhältnis gehen.

    Vielen Dank für den tollen Bericht.
    Gruß,
    Dirk

  • Dieter Fröhling schrieb am 21.09.2014

    Dank Dir. Könnte mein Eindruck sein.

    Stell selber fest wenn man im Workflow mit dem MC36 Langzeit macht, dann kann man sich an die einfache Montage (im Dunkeln und sitzt) gewöhnen. Welche Nikon hat den Anschluß noch? Du hast zwei von dreien. ( D810, D4s, F6)

    Von daher heißt es auf die D810 zu sparen. Nun da ich auch tagsüber mit Stativ rumrenn…..

  • Julia G. schrieb am 21.09.2014

    vielen Dank dass Du die Technik testest, bevor ich meinen Geldbeutel öffnen muss. hättest du die gleich guten Fotos bei den Lichtverhältnissen auch mit der Lotti, äh Olympus OM D-EM1 machen können, oder hätte da ein kleinerer Sensor gestreikt – oder werden die schlechten Lichtverhältnisse durch den Bildstabilisator der Lotti wieder ausgeglichen?

  • Alexander schrieb am 21.09.2014

    Naja, wenn doch die DSLR nicht mehr zeitgemäß ist und Du wirklich die Auflösung brauchst dann leg Dir doch eine Sony Alpha 7R zu. Die hat doch den gleichen Sensor wie die Nikon D810. Oder Du mietest Dir eine digitale Mittelformat wenn die Auflösung wirklich mal benötigt wird.

    • Paddy schrieb am 21.09.2014

      Ich schrieb doch, dass ich das ganze Nikon-Glas habe.

  • christian gratzer schrieb am 21.09.2014

    Danke für den tollen test. Man hört ja aller orts, das die d800/d810 nur toplinsen mögen und alles „normale“ nicht wirklich was bringt. Aber ich denke wie du es sagst ist das oft dem fokus und dem fotografen geschuldet. Auf jeden fall sehr interessant. Vielen dank und weiter so

  • Andreas schrieb am 21.09.2014

    Für welche Kamera würdest Du Dich denn entscheiden?
    Hab auf der Photokina mal zwei Stunden mit einer geliehenen OMD EM1 „gespielt“. Bin echt begeistert.
    Überlge tatsächlich mich von meiner D800 Zicke samt Ausrüstung zu trennen. Für Reise, Family und Street tut es die Olympus sicher auch.
    Hast Du schon große Prints mit der Olympus gemacht? Welche Größen sind aus Deiner Sicht denn gut drin?

    Viele Grüße
    Andreas

    • Paddy schrieb am 21.09.2014

      Ich bin mit der E-M1 als Allrounder ganz zufrieden. Fuji wäre eine Alternative.

    • Paddy schrieb am 21.09.2014

      Ich bin mit der E-M1 als Allrounder ganz zufrieden. Fuji wäre eine Alternative. 16MP hat die E-M1, das ist die gleiche Auflösung wie bei der D4. Da ich eh selten über A2 drucke, ist das alles mehr als ausreichend.

      • Marc schrieb am 21.09.2014

        @Andreas: Obacht, denn die Oly hat eine Brennweitenverlängerung von x2. Dies geht dann natürlich auch einher mit einer Blendenverkleinerung von x2. Bei einer 2.8er Linse hast du dann bereits eine Blendenöffnung von 5.6.

        Das sollte man berücksichtigen in Bezug auf das Freistellen und was an Licht durch die Gläser kommt 😉

      • Marko schrieb am 21.09.2014

        @Marc, das mit dem Lichtverlust versteh ich nicht. Bei der Tiefenschärfe geh ich ja mit aber wo kommt der Lichtverlust her?

      • Steve schrieb am 21.09.2014

        @Andreas
        Probier es doch einfach mal aus. Dank der Test & Wow Aktion gibt es ja die Möglichkeit sich das ganze mal für einige Tage gratis auszuleihen. Letztendlich muss man immer selbst entscheiden was einem liegt und Spaß bereitet und was nicht. Alles andere ist eh zweitrangig.

        @Marc
        Nicht ganz. Eine Brennweite und Blende sind zwei physikalische Größen des Objektives die sich nicht verändern und unabhängig vom Sensor sind. Was sich einzig durch die Sensorgröße bei gleich bleibender Optik verändert ist der Blickwinkel den man am Ende erhält. Aber diese Äquivalent Rechnungen sind eh überflüssig, es kam ja auch keiner zuvor auf die Idee 35mm ständig auf Mittelformat oder Großformat hochzurechnen.

      • Marc schrieb am 21.09.2014

        Sorry, ich meinte ntürlich nicht den Lichtverlust, sondern die Tiefenschärfe, die sich dadurch verändert.
        Klar, die Brennweite in ihrer physikalischen Größe wird nicht geändert, aber selbstverständlich der Bildeindruck.

  • Thomas schrieb am 21.09.2014

    Ehrlicher Bericht. Obwohl die 750er wegen der vielen kleinen Spielerein zu deinen Anfangszeiten besser gepasst hätte.

    Eine D4 kann jetzt weg, vielleicht den 20er Weitwinkel ausprobieren.

  • Perun schrieb am 21.09.2014

    🙂 wie findest du eigentlich die ALpha 7s? das wäre in einen augen ein schritt in die richtige richtung.

    zudem ist sie auch noch kompakt! 😛

    LG

    ps.: Nikon Linsen können da auch drauf.

    • Paddy schrieb am 21.09.2014

      Mag ich von der Bedienung her nicht. Kann mich mit Sony nicht anfreunden. Bildqualität ist aber top.

  • Ich bin viel als Pressefotografin unterwegs und arbeite immer mit meiner Nikon D600 (mit ausgetauschten Verschluss wegen dem wohl bekannten Verschmutzungsproblem). Auch wenn ich von „besseren“ Nikon Kameras träume, werde ich durch solche Rezesionen immer auf den Boden der Tatsachen geholt. D4? D800? D810? Wozu??? Meine hat eine super hohe Auflösung (24 mp), ist super handlich (bin weiblich, klein und schmal ;-)), und wenn mal ein Foto unscharf ist, gib ich mir selbst die Schuld, nicht dem Autofokus. Also Danke für deine Bewertung, ich bin weiterhin glücklich mit meiner D600 und kauf mir … was anderes :-D!

  • Günther schrieb am 21.09.2014

    Ich bin nach dem Lesen ein wenig ratlos:
    „Der Grund für den Kauf der D810 war simple. Ich wollte eine Kamera mit mehr Auflösung haben. Für die Pentax 645z reicht die Kohle nicht, geschweige denn eine Phase One. Bleibt wohl nur die D810, zumal ich da ja auch die ein oder andere Linse besitze. Warum mehr Auflösung? Weil ich es zu 95% geil finde.“

    Und dann das Fazit:
    „Hätte ich nicht einen ganzen Eimer an Nikon-Linsen, würde ich jetzt keine D810 mehr kaufen. In meinem Fall reiht sie sich sehr gut neben D4 und E-M1 ein, aber müsste ich mich für eine Kamera entscheiden, wäre es nicht die D810.“

    Heißt wohl, dass du uns in den nächsten Wochen/ Monaten berichten wirst, dass du dein Nikon-Gerümpel komplett abstößt und dir dafür die nächste tolle M4/3 zulegst, die alles viel besser macht.

    Frage ich mich nur, warum du dir dann überhaupt eine Kamera zulegst, bei der für dich schon kurz nach Kauf das Negative überwiegt…

    • Paddy schrieb am 21.09.2014

      Ich bin etwas ratlos, warum Du ratlos bist. Ich wollte hohe Auflösung und da war die D810 die beste Lösung. Ist doch ziemlich einfach.
      Am ratlosesten macht mich die Anspielung auf die „tolle M4/3, die alles besser macht“. Was genau ist Deine Frage?

      • Günther schrieb am 22.09.2014

        Wahrscheinlich bin ich etwas ratlos, weil ich bislang keine so „unenthusiastischen“ Neukäufe von dir kenne. Du bist sehr begeisterungsfähig und zitierst gerne das „Haben ist besser als brauchen“-Credo – grad erst wieder im jüngsten Podcast als Begründung für eine neue Photo Booth. 😉

        Dass du eine derartige Ausgabe so sachlich und eher unbegeistert kommentierst ist wohl einfach ungewohnt.

      • Paddy schrieb am 22.09.2014

        Ach so ist das gemeint, hehe. Ja, das wundert mich selbst. Aber in letzter Zeit freue ich mich einfach mehr über meine Shootings und Bilder als über das Werkzeug. Das heisst nicht, dass ich die Technikverliebtheit verloren habe, aber ich möchte einfach nicht mehr suggerieren, dass man das ganze Zeug unbedingt kaufen muss für geile Bilder.

  • Carsten Keller schrieb am 21.09.2014

    Vielen Dank für Deinen wieder einmal tollen Bericht! Zu Deiner Bemerkung „Schwarz, schwer und klobig. Meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß.“ möchte ich allerdings meine persönliche Meinung ergänzen: ich habe gerne etwas größeres in der Hand, wenn ich fotografiere (vielleicht wäre eine Olympus o. ä. mit Handgriff eine interessante Alternative), und ich mag einfach optische Sucher! Vielleicht bin ich da auch nicht mehr ganz zeitgemäß, aber ich hoffe, dass beide Entwicklungen noch ein großes Weilchen weiter verfolgt werden und es auch in Zukunft spannende neue große klobige geben wird (für mein Haben-Wollen-Gen 🙂

  • Arvid schrieb am 21.09.2014

    Hej, mich würde mal interessieren warum man für 4×2,50 m so eine große Auflösung braucht? Für Großplakate sind ja 12 Megapixel auch schon ausreichend (wenn man vorher weiß welcher Ausschnitt drauf sein soll 😉 ) Welche Art von Plakat sollte das werden? VG

  • Marc schrieb am 21.09.2014

    @Paddy:
    Hast du bei den Bühnenbildern, wenn du mit dem 70-200 oder dem 105’er fotografiert hast, den Stabi eingeschaltet?

  • Elmar schrieb am 22.09.2014

    Hallo Paddy,
    ich lese seit Jahren Deinen Blog, den ich sehr gut finde.
    Nimm es mir nicht übel, aber Deine Verherrlichung der Om-D nimmt langsam überhand. Es ist eine gute Kamera, aber Canon und Nikon sind ebenso innovativ und gut. Man hat echt das Gefühl, dass Du von Olympus gesponsort wirst. Deshalb meine Bitte … auch im Namen vieler anderer: Back to the roots. Die Debatte um Kamerasysteme geht uns auf den Geist. Nix für Ungut. Liebe Grüße Elmar

    • Paddy schrieb am 22.09.2014

      Ich schildere lediglich meinen persönlichen Eindruck. Es ist vollkommen legitim anderer Meinung zu sein. Ich werde aber nicht meine Meinung ändern, weil es Dir auf den Geist geht.

    • Boris schrieb am 22.09.2014

      Ähm… Bitte schreibe nicht „im Namen“ anderer. Wenn es DIR auf den Geist geht, dann ist das völlig legitim. MIR geht es NICHT auf den Geist – u.a. weil gerade Paddy einer derjenigen ist, die eben KEINEN Kampf daraus machen. Einfach mal System wirklich BENUTZEN und entscheiden, welches für welchen Einsatzzweck das praktischste ist. DAS beste gibt es ohnehin nicht, weil jeder anders arbeitet / andere Anforderungen hat.

    • Jörg schrieb am 22.09.2014

      Also jetzt muss ich auch mal was dazu sagen. Paddy ist ein sehr guter Fotograf, den ich sehr schätze und der einfach geile Fotos macht, egal mit welcher Kamera.
      Wenn Paddy mit einer OM-D super Fotos macht, dann ist es doch legitim, dass er diese Kamera auch benutzt und zu schätzen gelernt hat und dies auch hier kund tut.
      Ich finde auch, dass unser lieber Paddy da sehr neutral und sachlich drüber berichtet. Und auch mir geht das nicht auf den Geist, im Gegenteil, ich begrüße das sehr und ziehe auch mal den Hut, dass er als Profifotograf heilige Kühe aka Vollformat schlachtet; nochmal, seine Ergebnisse geben ihm das Recht dazu 🙂
      Paddy, mach weiter so!

  • Hallo Paddy, gratuliere zum Kauf!

    Ich habe bitte eine Frage: Ich fotografiere sehr viele Hochzeiten und Pärchenshootings. Für große Alben wo dann ein Bild über die Doppelseite soll (ist dann fast 80cm breit) sind 16 MP da schon fast am Limit (erst recht wenn man noch etwas Beschnitt hat)

    Wäre also an der D810 super interessiert. Auflösung ist top (eher zu viel, aber ich habe auch immer wieder Werbejobs wo das super ist), Auslöserlautstärke super und ich habe auch praktisch alle tollen Nikon Gläser.
    Einziges großes Fragezeichen: AUTOFOKUS!?!

    Der bei der D800 zuckt sehr häufig. Weder die Geschwindigkeit noch die Treffsicherheit konnte mich da begeistern. Angeblich ist der D810 AF zwischne D4 und D4s. Kannst du das bestätigen? Ist der D810 AF wirklich soo gut??

    Weil der AF der D700 war ja auch angeblich gleich jener der D3 und da muss ich ehrlich sagen dass da nicht so war. Er war gut, aber die D3 war schon noch deutlich flotter.

    Vielen Dank für Deine Antwort. Würde mich extrem interessieren was du vom AF haltest. (Auf Reportage bei schlechtem Licht finde ich schon dass der AF ziemlich gefordert wird. -Erst recht wenn man gerne mit 1.4 oder 1.8 fotografiert.

    DANKE! LG

    • Paddy schrieb am 22.09.2014

      ich finde den AF der D810 nicht so toll.

      • Ok, danke. Also bei der D4 deutlich besser? Das habe ich „befürchtet“ ;-(

      • Holger schrieb am 23.09.2014

        Ich kann das nicht bestätigen. Habe die D810, D610, OMD Em1 und Xt1. Die D810 weist die anderen Kameras deutlich in die Schranken. Wichtig ist m.A.n. die AF-Feinkustierung mit jedem Objektiv. Hat man das erledigt sitzt der AF genau dort wo er hin soll und ist extrem treffsicher und schnell. Klar ist meine OMD ein bisschen schneller bei unbewegten Motiven (falls genügend Kontrast vorliegt, kleinerer Sensor, weniger Daten zu transferieren), ob es aber 0.05 oder 0.07 Sekunden sind ist ziemlich egal. Großartig ist der AF bei bewegten Motiven. Hier gab es einige Reviews die zeigen dass er locker im Sportbereich eingesetzt werden kann oder für Vögel im Flug oder ähnliches (D4-Niveau, auch mein Eindruck eines Vergleichs den ich angestellt habe). Da ich gerne freistelle werde ich die OMD verkaufen, hier sind die entscheidenden Objektive schlicht zu teuer (Pana 42.5/1.2, Voigtländer, etc.) im Vergleich zu den 1.8G Linsen von Nikon, bspw. die sehr gute optische Eigenschaften haben und auch nicht sonderlich schwer sind. Mir ist die OMD ausserdem zu klein für meine Hände, die D810 ideal. Vergleiche ich die Bilder gefallen mir die der OMD ausserdem nicht mehr so, im Vergleich zu den Nikons (auch mehr Nachbearbeitung hins. Rauschen nötig bei schlechterem Licht), insbesondere die extreme Dynamik der D810 ist unschlagbar. NAtürlich bedeutet das, dass man mit größeren und schwereren Gerät arbeiten muss, macht mir aber nichts aus. Äquivalente Objektive sind sowieso etwa gleich groß, so dass man hier keinen Größenvorteil erreicht (vgl. z.B. das neue 50-140/2.8 von Fuji mit einem äquivalenten 70-200/4 von Nikon (selbe DOF, AOV und Lichtmenge). Ist die OMD ausreichend? Sicher fur das meiste. Für mich ist es aber Vollformat und mit Abstrichen APSC.

  • Claudia schrieb am 22.09.2014

    Hallo Paddy 🙂 Sehr interessant zu hören, dass die D810 keine Kamera für Konzertfotografie ist. hast Du Erfahrungen, welche Nikon (VF) dafür am besten geeignet wäre?

    Danke! LG

    • Paddy schrieb am 22.09.2014

      Ich habe ja nicht gesagt, dass es damit nicht geht. Aber da ich kaum Erfahrung mit Konzerten habe, kann ich auch keine Empfehlung geben. Mit der D4 geht es super, aber die ist wahrscheinlich zu teuer. Warte doch mal auf die D750.

      • Claudia schrieb am 22.09.2014

        Stimmt, blöd ausgedrückt. Auf die D750 spekulier ich ja 😉 D4 ist mir definitiv zu teuer, kann ich mir nicht leisten ohne Lottogewinn. Ich werde mir dann beide, die 750 und die 810, nebeneinander mal im Laden ansehen.

  • Bjoern Hirsch schrieb am 22.09.2014

    Hallo Paddy

    vielen Dank fuer einen wiedereinmal tollen & informativen test .. nicht neutral aber persoenlich. Mir bringt so einer am meisten . Bin nur von den AF statements etwas ueberrascht als Besitzer einer D800. Ich dachte immer AF waere der letzte Punkt wo die DSLR noch fuehrt und das die D810 viel besser ist als die D800. Zum focus D800 gibt es ja viele meinungen … entweder schlechter AF oder schlechte Handheld technik … ich hab auch viel ueber den AF geschimpft ..bis ich mal eine testreihe auf dem stativ gemacht habe … und siehe da , viele meiner non keeper hatten doch motion blur hand hold . Seitdem ich auf min 1/250 und eine andere Handhold technik umgestellt habe ist mein AF viel besser 🙂

    Kann es sein das einige AF kommentare auch auf den shutter und die 36 MB (man sieht halt viel mehr Fehler ) zurueckzufuehren sind ?

    Gruss Bjoern

    • Paddy schrieb am 22.09.2014

      Hallo Björn, das will ich nicht ausschliessen. Aber ich habe auch versucht immer möglichst kurze Belichtungszeiten zu nehmen, da mir das Problem bekannt ist. Aber es nutzt ja nix, wenn ich im Alltag immer 1/250 nehmen muss. Das ist bei Low Light auch wieder Mist. Wie gesagt, wenn ich mich drauf konzentriere, bekomme ich atemberaubende Fotos hin, aber oft ist eben nicht diese Zeit.

      • Bjoern Hirsch schrieb am 22.09.2014

        Hallo Paddy,

        Da ich nicht nur Photo sondern auch Oldtimer fan bin … koennte man sagen das die D800 / 810 wie ein 70er Jahre Ferrari oder Maserati ist .. nichts fuer den Alltag, faehrt nicht immer geradeaus , braucht viel Liebe & Pflege ….aber wenn er faehrt dann faehrt es grossartig und macht suechtig 🙂

        PS als Hamburger aber in Paris lebend mag ich Deinen Podcast aus zwei Gruenden … wg den Info aber auch wg dem Hamburger Schnack .. bringt einfach Heimat nach Frankreich 🙂

  • Sven schrieb am 22.09.2014

    Hallo Paddy,

    ich lese deine Berichte regelmässig, eigentlich fast immer und kann vielem nur beipflichten. Ich habe mich nach reichlicher Überlegung aber gegen die 800/810 entschieden und mir eine D4s gekauft, ist die Dritte „Grosse“ in der Sammlung und habe das nicht bereut, eher im Gegenteil und bin schwer am Überlegen, das gleich noch mal zu machen. Ich arbeite als Pressefotograf, fast ausschliesslich, und da passt die einfach. Hatte mit dem AF keine Probleme, weder bei Konzerten und schon gar nicht bei Sportaufnahmen. Der AF steht, wenn es Ausrutscher gibt, hab ich mich verzielt. Von Fuji war ich eher enttäuscht, hab allerdings die X-T1 noch nicht in der Hand gehabt und will ich wohl auch nicht. Ich hatte mir eine X-E1 geholt, weil die so über den grünen Klee gelobt wurde, Fotografen reihenweise ihre DSLR´s verkauft haben usw. Aber nicht mein Ding, zu langsam und von der Bildqualität des Sensors nicht überzeugt.

    VG Sven

  • Bernd schrieb am 22.09.2014

    Hallo Paddy,

    Deine angeführten Gründe waren für mich der Grund eine D800 zu kaufen. Ich bin von der Schärfe und dem Dynamikumfang auch völlig begeistert. Allerdings muss ich sagen, dass das Zusammenspiel von D800 und 24-70mm, ƒ2.8 (Nikon) nicht passt. Die Fotos sind leider unscharf auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt und sauber arbeitet. Die besten Ergebnisse erziele ich mit dem 70-200mm, ƒ2.8 (Nikon) 50mm, ƒ 1.4 (Nikon) und dem 16-35mm, ƒ4.0 (Nikon).
    In diesen Kombinationen ist die D800 eine Waffe.

    Viele Grüße
    Bernd

    • Paddy schrieb am 22.09.2014

      Hast Du denn das 24-70 mal justieren lassen? Bei mir funktioniert das ganz gut.

      • Bernd schrieb am 22.09.2014

        das wird der nächste Schritt. Muss nächsten Monat eh mal zum NPS, da ich einen Ausfall des AF zu beklagen hatte… Dann sollen die mal etwas justieren…

  • Martin schrieb am 22.09.2014

    Eine Frage zu den ISO-Werten unterhalb von 100:
    Sind hier wirklich noch einmal Steigerungen in der Bildqualität sichtbar?

    “ Interessant ist für mich auch der untere ISO-Bereich von 64, bzw. minimal 32. „

    • Paddy schrieb am 22.09.2014

      Dabei geht es mir nicht um die Bildqualität, sondern um die Blitzsynchronzeit.

      • Martin schrieb am 22.09.2014

        Das ist mir bewusst. Aber erkennt man einen Unterschied?

  • Daniel H. schrieb am 22.09.2014

    Moin Moin,

    was definitiv für die D810 spricht, ist (neben der Bildqualität) die Option der 36MP. Was eigentlich zu viel ist, kommt erst zur Geltung, wenn man häufig Ausschnitte anfertigt. Die 24MP meiner D5200 z.B. finde ich auch toll, weil ich großzügig croppen kann, ohne dass Einbußen in der Bildauflösung sichtbar werden.

    Derzeit ist meine D5200 mit Freundin und Hund in Kroatien, darum war ich mit meiner „Anfänger-DSLR“, der D3100 auf einer kleinen Safari. Ja, ich mag die D3100 immer noch, sie macht tolle Fotos und Lightroom benötigt keine Ewigkeit, um die NEFs der D3100 zu konvertieren. Aber mit dem Croppen der Fotos sieht es bei nur 14MP leider schlecht aus. Ein hohe Auflösung hat somit seine Vor- und Nachteile.

    Die Technik der DSLRs betreffend, teile ich Deine Einschätzung. Das Konzept Spiegelreflex ist zwar genial, aber auch veraltet. Die Zukunft gehört den spiegellosen Systemen, auch wenn ich noch keine gefunden habe, mit der ich dauerhaft glücklich werden könnte.

    Reden wir doch in 5-10 Jahren noch einmal darüber. 🙂

    LG aus IBK

    • HF schrieb am 23.09.2014

      Nicht zu vergessen, im Crop-modus (APSC) hat man immer noch 16MP, als die selbe Auflösung wie die der D7000 (mit neuerem Sensor), und 7fps. Für mich ist die D810 deshalb eigentlich zwei Kameras in einem Body. Hinsichtlich Technologie: für mich ist der Sensor und die Bedienung entscheidend. Ersterer ist Spitzenklasse (und die meisten Sensoren sind sowohl in Spiegelreflexkameras wie auch in Spiegellosen ähnlich oder gleich). Die Bedienung ist für mich bei den größeren DSLRs angenehmer, viele Speigellose sind mir zu klein. Veraltet? Wenn, dann dürfte keiner mehr ein Auto mit Verbrennungsmotor fahren.

  • Alex schrieb am 22.09.2014

    Erstmal vielen Dank für einen wiedereinnahm informativen Erfahrungsbericht. Ich warte noch immer sehnlichst auf eine Fortführung deines iTunes-Podcasts (schnief), aber das ist ja hier nicht Thema.

    Sowohl die D810 und erst recht die D4s liegen absolut außerhalb meines Budgets, aber die angesprochenen OMD-EM 1, Fujifilm X-T1 und Sony a7 sind für mich als D7000 Besitzer hoch interessant, da mir selbst die D7000 mit 18-200 Zoom doch unterwegs schon zu schwer und klobig waren. Wobei ich trotzdem gerne „was in der Hand“ habe (widerspricht sich zwar etwas).

    Am WE hatte ich die Gelegenheit die Fujifilm, Olympus und Sony etwas zu testen und in die Hand zu nehmen (bei Nikon war leider kein drankommen). Mein eindeutiger Favorit war vorher die X-T1, auf Grund der ganzen Eindtellmöglichkeiten direkt am Gerät ohne in Menüs zu müssen. Da für mich dann leider mein Favorit geschwächelt, da man um die ISO am Einstelrad zu verstellen noch umständlich den Verriegelungsknopf auf dem Rad drücken muss. Schade. Somit blieben die Sony oder die Olympus.

    Aber ich bin noch sehr unentschlossen, ob ich wirklich meine D7000 samt 18-200 und 35/1,8 verkaufen soll um dann auf die Spiegellosen zu wechseln! Bin ja eigentlich damit zufrieden, wenn das Gewicht nicht wäre.

    • Herr Ergebé schrieb am 23.09.2014

      Mich beschleicht das komische Gefühl, dass unter den „Fotografen“ momentan ein wilder Aktionismus wütet, unbedingt so schnell wie möglich eine Spiegellose erwerben zu müssen.
      Es ist immer die Rede davon, ein Spiegel sei ja „soooo“ anfällig und überhaupt total veraltet. Komischerweise sind Spiegelreflexkameras robuster und zuverlässiger als alles andere.
      Leute, konzentriert euch aufs fotografieren!

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