Mein Olympus OM-D E-M1 Test

Am 17. Oktober 2013 von Paddy veröffentlicht

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Ich weiss gar nicht so genau wo ich eigentlich anfangen soll. Nachdem ich den ersten kleinen Blogpost zum Microfourthird-Sensor und damit der Olympus OM-D E-M1 (ein furchtbarer Gerätename übrigens. „Lotti“ wäre besser) abgegeben habe, kochten die Gemüter ja schon hoch. Das will ich mal als Einstieg nehmen. Bei jeder neuen Kamera gibt es Befürworter und Gegner. Die Motivation ist mitunter vollkommen unterschiedlich. Die einen jubeln, die anderen kotzen und dann gibt es diejenigen, die mir vorwerfen gekauft zu sein, weil ich zu viel positives schreibe. Die Gegner argumentieren zumeist, dass grössere Sensoren viel leistungsfähiger sind und der Autofokus einer DSLR noch lange nicht geschlagen wird von den spiegellosen. Die Argumente werden meist in einer Art vorgetragen, dass man meinen könnte es würde jemand um sein Leben kämpfen. Aber so sind wir nun mal. Verliebt in unser Spielzeug DSLR und wenn jemand meint anderes Spielzeug macht mehr Spaß, dann ist das der Feind. Mich kotzt der Umgangston mittlerweile so sehr an, dass ich Kommentare in der Art nicht mehr freischalte.

Ich sehe die Sache so: Jede neue Kamera verbessert die Gesamtsituation. Ist doch voll cool, wenn ich aus einem riesigen Haufen wählen kann. Egal ob Vollformat-DSLR, Microfourthird, APS-C mit Festbrennweite oder demnächst ja auch Vollformat in der Spiegellosen. Die Hersteller geben uns alles, was wir wollen. Die grösste Herausforderung ist es für den einzelnen herauszufinden, was er denn nun wirklich braucht. Da viele das nicht so genau wissen, sind sie vermeintlich auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau. Die gibt es allerdings nicht und so entstehen hitzige Diskussionen. Fangt bitte an die grosse Auswahl als positiv zu sehen, statt Euch angegriffen zu fühlen, weil ihr jetzt nur noch die zweitbeste Kamera auf dem Markt besitzen könntet.

Aber kommen wir mal zum Thema. Ich habe schon sehnsüchtig auf die E-M1 gewartet, da ich zuvor auch schon mit der E-M5 sehr gerne gearbeitet habe. Ausschlaggebend ist schlicht und einfach das Gewicht meiner D4-Ausrüstung. Die D4 ist ein Mordsgerät, vollgeilkannallessuperbildqualitätrauschtnicht Kamera. Ich sage es mal so, wie es ist. Die Bildqualität meiner D4 ist sichtbar besser, als bei der OM-D E-M1. An dieser Stelle können sich alle Besitzer einer Vollformatkamera zurück lehnen. Aber ist Bildqualität alles? Was bedeutet überhaupt besser und schlechter und wie macht sich das bemerkbar? Ich muss gerade selbst lachen, weil ich mal wieder so einen ollen Vergleich mit Autos auskramen muss. Die D4 ist da eher so ein 7er BMW (schnell, fett, souverän, schwer). Die E-M1 würde ich mal als Sportwagen bezeichnen. Schnell, wendig, klein, stylisch aber wehe es liegt Schnee. OK, ihr wisst worauf ich hinaus will. Reicht auch mit dem dämlichen Vergleich.

Ich habe die OM-D E-M1 Lotti nun seit einigen Tagen. Testbilder in dem Sinne habe ich damit nicht gemacht, stattdessen hatte ich sie mit in Graz auf zwei Workshops und habe schon das ein oder andere Shooting damit gemacht. Sie war also die letzten Tage im Praxiseinsatz. Wie drücke ich das jetzt aus, ohne dabei zu euphorisch zu klingen? Ach egal … sie ist schweinegeil. Olympus hat nach heutigem Stand für mich die nahezu perfekte Systemkamera gebaut.

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Bedienung & Handling

Die E-M1 hat einen ganzen Haufen zusätzlicher Knöppe bekommen. Insgesamt 4 frei belegbare Tasten hat sie. Dazu dann noch für so ziemlich jeden Quatsch Direkttasten. Ich will die jetzt nicht alle einzeln aufzählen, aber mir gingen irgendwann die Ideen aus, was ich da noch alles drauf legen soll. Am coolsten finde ich den Schalter um die AEL Taste. Dort kann man zwischen Mode 1 und Mode 2 wählen und somit die Rädchenbelegung ändern. 1 bedeutet Zeit und Blende auf den Rädchen, bei 2 hat man ISO und Weissabgleich drauf. Lässt sich natürlich anpassen. Zudem ändert sich auch noch die Belegung der Tasten oben links am On/Off Schalter.

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Olympus hat der neuen OM-D einen Handgriff spendiert. Damit liegt die Kamera nun deutlich besser in der Hand. Ich finde sie richtig schön griffig. Natürlich lässt sich eine D4 mit Bärenpranken besser bedienen und so bin ich mit der E-M1 auch langsamer als mit der Nikon, aber eine kleinere Kamera ist nun mal kleiner 😉 Dennoch habe ich nicht das Gefühl, dass die Bedienung fummelig ist. Etwas schmerzhaft vermisse ich lediglich den Joystick-Button meiner D4 mit dem ich den AF-Punkt verschieben kann. Immerhin bewegt sich der AF-Punkt sofort, wenn man eine der vier Richtungstasten drückt. Bei anderen Kameras kann ich mich nur schwer daran gewöhnen erst eine Taste zu drücken, bevor ich den AF-Punkt verschieben kann. Aber auch das ist alles Gewohnheitssache.

Das Moduswahlrad hat nun einen Sperrschalter in der Mitte. Finde ich ganz ok, aber nicht lebensnotwendig. Habe eigentlich keine Probleme damit, dass sich der Modus von alleine verstellt hat bei der E-M5. Zu den einzelnen Programmen gibt es nicht viel zu sagen. Neu ist so ein Kreativdings mit dem man direkt kleine Kollagen erstellen kann. Nette Spielerei, die aber auch schnell an Reiz verliert, ebenso wie die Art-Filter, die anfangs bei der E-M5 noch begeistert haben, dann aber doch wieder der Bearbeitung in Lightroom gewichen sind.

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Dass Olympus viele Detailverbesserungen vorgenommen hat merkte ich zum ersten mal, als ich das Display nach unten klappte. Ich stehe ja auf diesen Touch-Fokus. Man tippt einfach am Display auf eine Stelle und die Kamera stellt dort sofort scharf und löst aus. Genial. Doof nur, dass man ständig den Augensensor mit der Hand aktiviert hat und das Display ausging. Bei der E-M1 wird der Augensensor für den elektronischen Sucher deaktiviert, sobald das Display ausgeklappt wird. Einfach, aber genial. Über sowas kann ich mich richtig freuen.

Ebenfalls toll, dass nun der Mikrofonanschluss integriert ist und man nicht mehr diesen blöden Adapter braucht, der auf den Blitzschuh kam. Einen Blitzsynchronanschluss hat Olympus der Lotti ebenfalls spendiert. Hatte ich gedacht, dass ich sowas nicht mehr brauche, so wurde ich gleich bei einem Shooting in Graz eines besseren belehrt. Dort zickte nämlich der Funkauslöser rum und so konnte ich auf den Synchronanschluss ausweichen.

Den Batteriegriff HLD-7 habe ich nicht. Ich vermisse ihn auch nicht, da mir mittlerweile viel wichtiger ist, dass die Kamera klein ist. Ich werde ihn mir aber dennoch zulegen, da die Akkuleistung der E-M1 doch zu wünschen übrig lässt. Geschätzte 400 Bilder konnte ich mit einer Ladung machen. In Graz war ich ein Wochenende, hatte  drei Akkus mit und kein Ladegerät. Das war eine knappe Kiste. Der Akku der D4 hätte darüber nur müde gelächelt. Wenn die E-M1 mit auf Hochzeiten kommt wird also ein Batteriegriff dabei sein.

Um es kurz zu machen. Bei Handling und Bedienung hat Olympus meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Es fühlt sich auch alles sehr gut und wertig an. Die Kamera mit dem 75mm f/1.8 und der Gegenlichtblende aus Metall eignet sich gut als Waffe, Flaschenöffner oder Hammer. Die Geli ist bestimmt auch super um Plätzchen auszustechen ;-). Nebenbei gesagt macht es in dem Preissegment aber keinen guten Eindruck die Gegenlichtblenden als extra Zubehör zu verkaufen.

Wifi

Olympus hat der neuen Wifi spendiert. Das gehört ja so langsam zum guten Ton. Die Umsetzung ist Olympus ganz gut gelungen. Wie sagt man aber so schön? Da ist noch Luft nach oben 😉 Man kann die Kamera über die App fernsteuern. Alle wichtigen Funktionen gehen. Programm wählen, Blende, Zeit, ISO, WA. Fokussiert wird mit einem Touch auf dem Display, wer mag kann darüber auch sofort auslösen. Klasse finde ich, dass hier auch das Live-Bulb geht. Dabei wird während der Belichtung auf dem Display der Belichtungsstatus angezeigt. Man sieht also wie sich das Bild aufbaut und drückt Stop, wenn es gefällt. Dabei gibt es zwei Bulb-Modi. Bei dem ersten wird solange belichtet, wie man den Finger auf dem Auslöseknopf lässt und beim zweiten muss man jeweils für Start und Stop einmal den Button drücken. Das ist eine echt tolle Funktion für alle, die gerne mit Langzeitbelichtungen spielen. Einen Fernauslöser muss man nun auch nicht mehr kaufen. An der Stelle sei angemerkt, dass die E-M1 von 1/8000 Sek bis 60 Sek. belichten kann. 60 Sekunden sind mehr als die meisten DSLR können und besonders für Langzeitbelichtungen interessant.

Mit der App kann man auch Bilder von der Kamera laden und diese dann lokal auf dem iPhone (glaube auch Android) bearbeiten. Allerdings nur, wenn diese in JPG aufgenommen wurden. Hier würde ich mir auch RAW wünschen, selbst wenn es länger dauert. Evtl. auch dass das Vorschau-JPG aus dem RAW ausgelesen und übertragen wird.

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Grösster Kritikpunkt für mich persönlich ist jedoch, dass ich nicht mit der Kamera gewohnt fotografieren kann und quasi live die Bilder zur App übertrage. Sobald Wifi aktiviert wurde, ist die Kamera blockiert. Das wäre speziell für Demos und Workshops grossartig. Diese Funktion nutze ich an meiner D4 sehr häufig. Beim Shooting werden die Bilder auf das iPad übertragen, wo die Schüler dann gleich schauen können was aus der Kamera kommt. Bitte nachrüsten Olympus!!!

Bildstabilisator

Der Stabilisator in der E-M5 war ja schon richtig gut. In der neuen OM-D soll dieser noch mal verbessert worden sein. Einen direkten Vergleich habe ich nicht gemacht, aber jedem, den man den Stabilisator live vorführt fällt die Kinnlade runter. Wo ich gerade an meinem Schreibtisch sitze, fällt mir ein, dass ich den Stabilisator noch nie ausgereizt habe. Irgendwie sitzt das mit den kurzen Belichtungszeiten ja doch in einem drin. Also mal schnell meinen stolzen Ritter aus Griechenland fotografiert. 1/8 s, 1/4 s und 1/2 s. 1/8 problemlos, die viertel Sekunde an der Grenze und erst bei 1/2 s werden die Verwackler richtig sichtbar. Wow. Gemacht übrigens mit dem 45mm f/1.8 Objektiv. Von links nach rechts: 1/8, 1/4, 1/2.

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Also das kann sich doch mal sehen lassen. Mir ist schon klar, dass man mit langen Belichtungszeiten bei Sportfotografie keinen Blumentopf gewinnt. Aber wenn sich das Motiv nicht bewegt und man mit 1/30 Sek. bequem fotografieren kann, reisst das in manchen Situationen schon einiges vom Licht herraus und spart ein bis zwei ISO-Stufen. Ich denke da z.B. an die Kirche bei Hochzeiten,wo sich eh kaum etwas bewegt.

Beim Videomode ist der Stabi natürlich ebenfalls grossartig. Man kann sehr viel aus der Hand machen ohne zu nervige Wackler zu haben. Auch mal ein kleiner Schwenk ist drin, was sonst nur mit Stativ denkbar ist. Da sich die Kamera im Videomodus auch voll manuell kontrollieren lässt ist sie ein echter Geheimtipp für Filmemacher. Ich denke, dass vor allem diejenigen auf ihre Kosten kommen, die nicht in Videozubehör wie Stative und Fluid-Köpfe investieren möchten.

Autofokus

Eines der wichtigsten Kriterien, bzw. der meist bemängelte Punkt bei den Spiegellosen Kameras. Es hat sich viel getan. Der Autofokus der E-M1 ist wirklich richtig schnell und zudem auch sehr treffsicher. Das merke ich vor allem bei weit geöffneter Blende. Ich fotografiere mit der OM-D fast nur bei f/1.8 und habe kaum Ausschuss. Das macht schon richtig Spaß. Olympus hat der E-M1 neben dem üblichen Kontrast-Autofokus auch einen Phasen-Dingsbums-Autofokus spendiert. Das ist die Technik, die man auch aus den DSLRs kennt und die eben so schnell ist. Ich bin da nicht vom Fach, aber versuche es mal laienhaft zu erklären. Beim Phasen-AF weiss die Kamera in welche Richtung sie das Objektiv drehen muss und auch wie weit. So peilt sie zielsicher auf den richtigen AF-Punkt. Beim Kontrast-AF muss die Kamera sich herantasten. Das merkt man daran, dass die manchmal pumpt, also das Objektiv vor und zurück fokussiert, bevor es den Treffer versenkt. Beides in einer Kamera klingt toll. Leider steht das Phasen-Dingsbums nur zur Verfügung, wenn man nicht die Microfourthird, sonder die Fourthird-Objektive der älteren Olympus Spiegelreflexkameras verwendet. Das ist toll für alle, die solche Objektive haben, aber ob man sich so eins noch kauft, wenn man heute eine OM-D anschafft wage ich doch zu bezweifeln. Sind wir also wieder beim Kontrast-Dingens. Das funktioniert aber wirklich extrem gut. Also echt jetzt, es gibt nichts am AF zu meckern ….. solange sich das Motiv nicht bewegt.

Schaltet man den AF auf AF-C, also den Verfolgungsmodus, so wird angeblich eine Kombination aus Kontrast- und Phasen-AF verwendet. Das klingt toll, funktioniert aber auch nicht perfekt. Vielleicht ist es auch ein Bedienerfehler, aber meine Ausschussquote steigt doch deutlich und das schon, wenn sich ein Mensch gehend auf mich zu bewegt. Ist aber auch vom Licht abhängig und ich teste ja liebend gerne im Dunklen 😉 Mit unserem Hund habe ich es auch noch nicht getestet, folgt aber. Zur Ehrenrettung sei aber gesagt, dass bei einer Sequenz von 6-8 Bildern immerhin ein paar scharfe dabei sind. Es ist also kein Totalausfall, aber in dieser Disziplin würde ich der E-M1 noch nicht so sehr vertrauen, wie einer DSLR.

Hier mal ein Bild, das mit der D4 gemacht wurde. Das ist die Messlatte. Test steht aus.

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Zum Glück bewegen sich meine Motive meistens nur wenig und so kann ich den Punkt als für mich weniger wichtig abtun, weiss jedoch, dass dies ein wichtiger Punkt für einige Fotografen ist.

Bildqualität

Ebenfalls grosser Diskussionspunkt dürfte die Bildqualität, bzw. der Bildlook sein. Kleine Sensoren haben ja nun einmal eine grössere Schärfentiefe. Darüber hatte ich mich bereits ausgelassen. Das führt nun einmal dazu, dass der Bildlook unweigerlich ein anderer ist, als bei Kameras mit grösseren Sensoren. Das ist so und lässt sich nicht wegdiskutieren. Wer minimale Tiefenschärfe möchte, der greift zu einem möglichst grossen Sensor. Ich mag ebenfalls die Freistellung von Personen und Objekten durch einen unscharfen Hintergrund. Glücklicherweise gibt es lichtstarke Objektive von Olympus und auch Panasonic, die das durchaus ermöglichen. Allen voran meine beiden Lieblingsoptiken 45/1.8 und 75/1.8. Wie in dem verlinken Artikel beschrieben ist die grössere Schärfentiefe nicht immer von Nachteil. Ich möchte dieses Thema aber nicht weiter diskutieren, sondern einfach ein paar Bilder der letzten Tage einfügen, die mit den genannten Optiken entstanden sind. Ich kann mich mit den Ergebnissen sehr gut anfreunden.

131013-SH-0004-E-M1 1-1250 Sek. bei f - 2,0 ISO 200 131015-MH-0013-E-M1 1-320 Sek. bei f - 1,8 ISO 400 PA160205-E-M1 1-100 Sek. bei f - 1,8 ISO 400

PA120046-E-M1 1-200 Sek. bei f - 2,8 ISO 250 131013-SH-0015-E-M1 1-250 Sek. bei f - 1,8 ISO 200

Was mich immer wieder begeistert ist die Schärfe der OM-D. Das hat mich auch schon bei der E-M5 vom Hocker gehauen und Besitzer einer D800 zum Heulen gebracht. Nicht weil eine D800 nicht so scharfe Bilder macht, sondern weil die OM-D es mit einer wahnsinnigen Leichtigkeit schafft. Die Trefferquote ist extrem hoch. Die D800 ist da ja bekanntlich ein Sensibelchen was Belichtungszeiten und Verwackelungsgefahr angeht, aber das ist ein anderes Thema. Nun gab es schon einen Hinweis, dass die neue E-M1 nicht ganz so scharf abliefert, wie die E-M5. Hmm, schwer zu beurteilen. Ich habe keinen Vergleich gemacht und möchte das auch ehrlich gesagt gar nicht. Denn das, was aus der E-M1 kommt, stellt mich mehr als zufrieden. Hier zwei Aufnahmen mit entsprechender Vergrösserung. Das farbige Foto bei ISO 1600, allerdings auch in Lightroom schon bearbeitet.

131015-MH-0009-E-M1 1-200 Sek. bei f - 1,8 ISO 400 131015-MH-0009-E-M1 1-200 Sek. bei f - 1,8 ISO 400-2

Ich finde das kann sich durchaus sehen lassen. Mehr Schärfe brauche ich für meine Zwecke nicht. Was passiert, wenn man die Blende auch noch etwas schliesst, seht Ihr in folgendem Bild:

PA110081-E-M1 1-200 Sek. bei f - 4,0 ISO 200-2 PA110081-E-M1 1-200 Sek. bei f - 4,0 ISO 200

Wie sieht es mit dem Rauschen bei höheren ISO-Werten aus? Auch hier muss man einfach eingestehen, dass grosse Sensoren mehr Spielraum haben. Ab ISO 1600 trennt sich die Spreu vom Weizen. Dann wird auch das Rauschen bei der E-M1 deutlich sichtbar. Es gibt zum Glück sehr gute Software wie Lightroom, die das gut korrigieren kann, aber irgendwann ist auch mal das Licht weg und der Arsch ab.

Bis ISO 1600 schlägt sich die E-M1 sehr gut. Hier zwei Beispiele.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA PA160134-E-M1 1-30 Sek. bei f - 1,8 ISO 1600 PA160134-E-M1 1-30 Sek. bei f - 1,8 ISO 1600-2

Letzteres Foto ist unbearbeitet. Zum Schluss noch ein unbearbeitetes Beispiel mit ISO 3200 und dann ist aber auch gut mit Pixelpeeperei 😉

PA120296-E-M1 1-80 Sek. bei f - 1,8 ISO 3200 PA120296-E-M1 1-80 Sek. bei f - 1,8 ISO 3200-2

Man sieht also schon, dass Olympus hier kein Wunder vollbracht hat, wenngleich ich angesichts der Sensorgrösse positiv angetan bin. Das letzte Bild wurde mit 1/80 s geschossen. Hier wäre mit dem grandiosen Stabilisator auch 1/20 s bei ISO 800 möglich gewesen.

Alles in allem sieht man schon, dass der MFT-Sensor Nachteile gegenüber den grösseren hat, aber unterm Strich ist die Performance doch so gut, dass ich keine Bauchschmerzen habe die E-M1 auch für professionelle Shootings einzusetzen.

Ich empfehle auch das Testchart von Dpreview, welches den direkten Vergleich verschiedener Kameras erlaubt.

Elektronischer Sucher und Display

Ein elektronischer Sucher ist halt ein Mäusekino, das kann ich nicht wegdiskutieren. Ich mag einen optischen Sucher lieber. Die Lücke wird aber glücklicherweise immer kleiner. Mittlerweile ist der Sucher in der E-M1 schon echt gut zu gebrauchen. Was ich einfach so extrem liebe ist die Live-Belichtungsvorschau, die man auch auf dem Display hat. Man sieht schon vor dem Abdrücken wie hell das Bild wird. Das führt zwar dazu, dass ich gar keine Belichtungsmessung mehr durchführe, aber wen kümmert es schon. Das macht einfach so einen grossen Spass. So lange am Rädchen drehen, bis die Helligkeit passt. Der Sucher in der E-M1 ist gut und auch schnell, auch beim Schwenk der Kamera. Allerdings muss ich gestehen, dass ich schon bei der E-M5 immer mehr das Display benutzt habe. Jaja, das böse verpönte Display mit dem man sich als Knipser outet. Haha, mir doch egal, denn nun falle ich nicht mehr auf. Wer gerne Street-Fotografie betreibt wird das Display und den Touch-Fokus lieben. Mittlerweile habe ich so viele Bilder von oben oder vom Boden aus damit geschossen, dass ich langsam anfange es zu lieben. Das verrate ich nur nicht, denn ich habe ja immer über Klappdisplayfotografen gelästert. Das Display ist extrem brillant und erlaubt eine sehr exakte Vorschau des späteren Ergebnisses. Ich gehe zudem mehr dazu über meinem Protagonisten direkt ins Gesicht zu schauen, wenn ich fotografiere. Dazu halte ich die Kamera vor mir, ein klein wenig wie eine Kamera mit Lichtschacht. Ist halt eine etwas andere Art zu fotografieren.

Weiteres

Ein paar weitere Punkte, die mir angenehm aufgefallen sind: Ein Farbmischer, mit dem man eigene Tonungen zusammenstellen kann. Leider nur für JPG, denn das Teil ist echt cool implementiert. Es gibt Fokus Peaking, was vor allem beim manuellen Fokussieren sehr hilfreich ist. Die E-M1 macht bis zu 10 fps und 6,5 fps beim kontinuierlichen Autofokus. Mehr als ich brauche aber Haben ist ja bekanntlich besser als Brauchen. Die Kamera ist spritzwassergeschützt, was mir mit der E-M5 in Hong Kong auch schon sehr geholfen hat. Die Gesichtserkennung des AF ist nicht schlecht und teilweise sehr hilfreich. Leider liegt sie manchmal daneben und erkennt das vordere Auge nicht richtig. Es gibt einen Low-ISO Mode, der bis auf ISO 100 runter geht, Basiswert ist aber 200.

Mein Fazit

Ich habe lange nach einer Kamera gesucht, die meine Vollformat-Ausrüstung ergänzt und in vielen Situationen sogar ersetzen kann. Die spannende Frage ist der Gewichts-Qualitätsverlust-Index. Welchen Preis zahle ich in Punkto Bildqualität und Handling im Vergleich zur Gewichtsersparnis. Dieses Verhältnis ist meiner Meinung nach bei der OM-D sehr gut. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das sehr gute Objektivangebot. Olympus und Panasonic haben zusammen bestimmt über 30 Objektive im Angebot. Ich habe aktuell neben dem 45/1.8 und 75/1.8 auch noch das Olympus 17/1.8, Panasonic 7-14/4, Panasonic 12-35/2.8 und Panasonic Fisheye 8mm zum Test hier liegen. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen etwas damit zu machen, denke aber bald etwas nachreichen zu können. Dann gibt es jetzt auch noch ein 12-40/2.8, auf das ich ebenfalls gespannt bin. Für mich ist das Angebot an Linsen mehr als gut, ich vermisse nichts. An Ausstattung vermisse ich auch nichts, da ist die Olympus E-M1 schon nah an der perfekten Systemkamera. Es stellt sich also lediglich die Frage, ob ich mit dem Microfourthird-Sensor zufrieden bin. Ja, das bin ich, auch wenn mir bewusst ist, dass er nicht das leistet, was Vollformat kann, aber Sportwagen … 7er BMW … ihr versteht schon. Bei den meisten Shootings wird der Kunde nie einen Unterschied feststellen. Die Tatsache, dass ich in einer kleinen Umhängetasche eine Kamera mit 4 Objektiven durch die Gegend trage ohne dabei Rücken zu bekommen ist halt ein wichtiger Punkt für mich. Es stehen wieder einige Reisen an und so wie es ausschaut, muss die D4 wohl in der Zeit zusammen mit dem Hund in die Hundepension 😉 Die Nachteile sind offensichtlich und keine Überraschung, die Vorteile hingegen umso mehr, speziell was das Handling der Kamera angeht. Nein, ich empfehle Euch die Kamera nicht. Jeder muss selbst abwiegeln und entscheiden. Ich fotografiere aber mit Lotti und das soll Aussage genug sein.

Den Preis möchte ich nicht diskutieren. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Ich weiss nur, dass ich mir sofort einen Porsche kaufen würde, wenn ich mir einen leisten könnte, egal wie unvernünftig es ist. Hauptsache Spaß.

Und hier noch ein paar weitere Bilder, die in den letzten Tagen mit der E-M1 entstanden sind.

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Veröffentlicht in: Hardware Tests nach oben

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Kommentare (65)

  • Olaf schrieb am 17.10.2013

    Danke für den ausführlichen Test. Kann ich alles so unterschreiben. Da ich ja der Angesprochen bin, der sich über die Auflösung kristisch geäußert hat, oute ich mich mal. 🙂

    Ich werde die nächsten 2 Wochen mehr Zeit haben und die E-M1 testen.
    VG
    Olaf

  • Olaf schrieb am 17.10.2013

    Ach was ich vergaß: Ein vernünftiges Handbuch könnten die Hersteller nun wirklich mal dazulegen. Ich finde es traurig und empfinde das als Zumutung. Sorry, aber das Geld sollte wirklich übrig sein.

  • Markus schrieb am 17.10.2013

    Volle Zustimmung! Ich bin auch vollauf begeistert von den OM-D-Modellen und dem MFT-Angebot.
    1/2 Sek. Belichtung aus freier Hand scheint für die Bildstabilisierung übrigens ein Klacks zu sein. Ich hab im Sommer eine Aufnahme mit 4 Sek. (!) Freihand belichtet (Versehen) und war fassungslos ob des Resultats (hier das Beispiel: http://www.markuswaeger.com/es-kommt-nicht-auf-die-grose-an/).
    Die größere Schärfentiefe ist übrigens mehr Segen als Fluch. Z.B. Makro – eh klar –, aber nicht nur. Offenblende mit Vollformat in Street oder auf Events macht die Schärfentiefe ja tendenziell zu kurz: Zwei Leute hintereinander ist zu vergessen, selbst wenn sie sich nahe sind. Und wenn ich an ein Voigtländer ƒ0.95 denke – da sollte ausreichend kurze Schärfentiefe für ALLE Fälle drin sein.
    Wer kleinere Sensoren als schlechter ansieht denkt falsch. Sie sind weder besser, noch schlechter, nur anders. Wie Limo und Roadster!

  • Oliver schrieb am 17.10.2013

    ich sag einfach mal laut und deutlich: Danke!
    Mehr ist wirklich nicht zu sagen, kein mein/ dein/ besser/ schlechter – wie du schon selber so oft gesagt hast, ich glaube aktuell ist einfach ein extrem hochwertiges Niveau von Kameas erreicht, dass es eben kein wirklich schlechter/ besser/ one and only mehr gibt.
    Somit vielen Dank für die Zusammenfassung und Infos deiner Erfahrungen mit der Oly Lotti 😉

  • Paddy – du hast dir schon die Finger am E-M1 Review wundgeschrieben, und ich habe noch nicht einmal einen Liefertermin :-(((( Aber gut Ding will Weile haben, solange muß es halt die E-M5 noch tun. Zwei Anmerkungen

    a) Ich finde die Gesichtserkennung mega-geil. Auch wenn sie mal ein Auge nicht treffen sollte – insgesamt ist die Trefferquote extrem hoch. Doof nur, dass man dabei schnell die Fokussier-Praxis verliert.
    b) Du warst inzwischen kein 70-200 Freund mehr, oder? Klar, bei dem 45er und 75er vermisst man es kaum, aber seitdem ich mir das 2,8/35-100 von Panasonic zugelegt habe, bin ich echt super glücklich mit dem Brennweitenbereich.

    Da war dann noch beim Pressetermin der Typ mit seiner 1D-irgendwas, 70-200IS und Speedlite mit Batteriepack. Ich hatte die E-M5 mit Pana 35-100 und FL360. EIN Vorteil war klar auf seiner Seite – nach dem Termin war er fertig, während ich noch ins Fitness-Studio zum Hanteltraining mußte 🙂

    Johannes

    • Roman Kampa schrieb am 14.01.2014

      Hallo Johannes!

      Kurze Zwischenfrage: Bist Du mit dem AF des 35-100 an der E-M5 zufrieden?

      Habe so meine Bedenken, weil das 20 1.7 von Panasonic das einzige Objektiv an der E-M5 ist, mit dem ich aufgrund der AF-Leistung nicht ganz warm werde…

      Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!

  • Dirk schrieb am 17.10.2013

    Hi Paddy,

    vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht!! Lese Deine Beiträge immer wieder gerne, weil man merkst, dass Du niemandem nach dem Mund reden musst und willst!

    Einen Schreibfehler habe ich noch gefunden und werde ihn behalten: ich nehme an, Du meinst das 12-40 1/2,8 🙂

    Viele Grüße und einen schönen Abend,
    Dirk (der sie auch schon bestellt hat ;))

  • René schrieb am 17.10.2013

    … schöner Test. Allerdings ist die E-M1 nicht das Nachfolgemodell der E-M5, sondern ersetzt die DSLR E-5. Damit verabschiedet sich Olympus leider aus der DSLR-Welt, aber gibt allen E-System-Fotografen mit der E-M1 eine Kamera in die Hand, mit den „alten“, aber absolut fantastischen FT-Objektive der Pro- und TopPro-Linie weiter verwendet werden können. Mein Sparschwein ist noch nicht ganz voll, aber sicher bald Schachtreif.

    Gruß aus Hamburg,
    René

  • Klaus Busse schrieb am 17.10.2013

    Schön zu lesen, auf angenehme Weise subjektiv!

    Einen Hinweis zum verlinkten Testchart von dpreview habe ich noch:
    Die haben ihr Testchart der M1 mit dem 45er/1.8 gemacht… dementsprechend ist das von der Grundschärfe weniger knackig als deren Chart der OMD M5, wo das FT 50mm Makro verwendet wurde.
    Auf diesem Unterschied beruht der kolportierte Eindruck, sie sei etwas unschärfer. Durch den Entfall des AA-Filters und verbesserte Objektivkorrektur ist das Gegenteil zu erwarten.

  • Holger schrieb am 17.10.2013

    Das Foto mit der Kaffeetasse verwirrt mich gerade total. Wie kann es denn sein, dass Augen und Nasenspitze scharf sind, während die Wangenknochen (die ja von der Schärfeebene her dazwischen liegen) unscharf sind?

    • Klaus Busse schrieb am 18.10.2013

      Also wenn ich eine Ebene durch Auge und Nasenspitze lege, liegen die Wangenknochen da in der Regel aber deutlich drunter… Ich glaube, Du gehst einfach nur von der Frontalsicht aus, hier ist die Absicht aber leicht von oben.

  • Gerd schrieb am 17.10.2013

    Hallo Paddy,
    deine Einleitung zu diesem Artikel hat mir aus dem Herzen gesprochen. Danke dafür.
    Deine Beschreibung von Lotti (schöner Name) hat mir sehr gefallen und macht mich neugierig. Da werde ich bestimmt dran bleiben, denn der Gewichtsvorteil ist schon ernorm.
    Ciao
    Gerd

  • Arnd schrieb am 17.10.2013

    Ein toller Test – vielen Dank für Deine Mühe!

  • Julia schrieb am 17.10.2013

    Vollformat oder Systemkamera? ich muss nur reich heiraten, dann muss ich mich nicht entscheiden…. ich will nämlich BEIDES, das ist wie mit den Handtaschen…. *seufz

  • Oliver schrieb am 17.10.2013

    Du solltest dir einen MMF-3 noch holen, ich hab heute ein 9 Jahre altes 14-54 drangeschraubt, die Scherbe liefert eine wahnsinns Performance!

    Und auch mit 14-35, 35-100 und die anderen (Top-) Pro-FT werden so schnell nicht als MFT nachgebaut werden, da fehlt es an Unterschied.

    Alles in allem ein toller Wurf, meine wird bestellt!

    Gruß vom OlyTreffen in der Ortenau

    Oliver

  • Stefan schrieb am 18.10.2013

    So, und jetzt will ich hier mal was loswerden:

    Hallo Paddy

    Ich meine in Deinem Blog und Deinem Podcast mit Martin heraus zu hören, dass Dich manche Reaktionen im Blog langsam doch nerven. Soll’s geben, da kann man leider nichts ändern. Daher hier an dieser Stelle mal ’ne Streicheleinheit von mir – und wahrscheinlich auch im Sinne so manchem weiteren Blogleser: Deine positive Einstellung, Deine offene Art mit Technik (und wohl auch Menschen) umzugehen, finde ich einfach klasse. Ich mag Deine Bilder, ich mag Deine Beiträge und ich mag Deine Podcasts. Und ich weiss es echt zu schätzen, welchen Aufwand Du betreibst und gestehe, dass ich doch manchmal wie süchtig nachsehe, ob Du einen neuen Beitrag gepostet hast.

    Also vielen Dank für Deinen tollen Blog und bitte, bitte: Mach weiter so…

    Liebe Grüsse

    Stefan

    • Paddy schrieb am 18.10.2013

      Danke. Streicheleinheiten tun manchmal gut 😉

    • Patrick schrieb am 18.10.2013

      Stefan hat meine volle Zustimmung!
      Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen.

      Außer vielleicht:
      Paddy, lass dich nicht unterkriegen von den negativ geladenen Teilchen, die hier so im Netz umherschwirren. Sie wollen gar nicht fotografieren, sie haben auch keinen Spaß am fotografieren, sie wollen einfach nur ihr Umfeld vergiften.
      Schöne Fotos sieht man von denen nie, denn sie können nur Ziegelwände, Satteldächer und Siemenssterne fotografieren.

  • Michael schrieb am 18.10.2013

    hi paddy,

    die bilder zeigen es, dass die kamera nebensache ist.
    ein top fotograf macht mit allem gute fotos.

    hier für den technik-paddy:
    die tage erschienen bzw. angekündigt
    die sony A7 (siehe webseite sony). eine spiegellose im vollformat!

    Michael

  • Tobi schrieb am 18.10.2013

    EIGENTLICHT müsste ich, wenn ich deine Testberichte lese, mein X-System schon lange das Fenster rausgeschmissen haben. Die Features, die Olympus mittlerweile bietet, schlagen meine X-E1 in quasi jedem Punk. Stabi, Objektivauswahl (zumindest, was die Menge und Preise angeht), AF-Geschwindigkeit, Bedienung,… man könnte irgendwie gefühlt ewig weitermachen.

    Das Einzige, womit ich mit meine X noch rechtfertige ist der etwas größere Sensor und das (deutlich) hübschere Design… wobei letzteres durch zu viel Plastik schon wieder fast nichtig gemacht wurde (grade im Vergleich zu ihrem Vorgänger X100…)

    Und jetzt? die X-E2 kann nichts großartig neues… wenn das so weitergeht, muss ich wohl wechseln… verdammte Axt.

    • Paddy schrieb am 18.10.2013

      Lass Dir gesagt sein: Wechseln bringt nichts 😉

    • Edy schrieb am 13.05.2014

      ich mag meine X-Pro1 mit Ihren Festoptiken und muss trotzdem gestehen, dass ich wegen AF’s schon an ein wechseln gedacht habe. 🙂

  • Norbert schrieb am 18.10.2013

    Hallo Paddy, kann auch nur sagen das ich deine Testberichte liebe. Hab mir schon viele zur neuen Oly angesehen bei Youtube oder gelesen. Alles schön und gut aber dein Schreibstil hat einfach was. Einfach mega cool 😉
    Zum Thema Kommentare und Emotionen kann ich auch nur beisteuern, dass hier wohl der Amateur gegenüber dem Profi einen deutlichen Nachteil hat. Meine Definition zum von Profi und Amateur ist hier jetzt mal das der Profi einfach viel mehr (oder eben den ganzen Tag) fotografiert und der Amateur hauptberuflich irgendwas anderes tut und nebenbei einen Testbericht nach dem anderen liest. Dann kann man sich über die neusten Errungenschaften die man gerne hätte, die man sich aber nicht kaufen kann weil man ja grade erst das Beste aus 1000 Testberichten gekauft hat wunderbar aufregen.

    Wenn es mir gestatte ist, eine kleine Anregung für dich, da ich dazu eigentlich noch nie was bei dir im zusammenhang mit M4T gelesen hab.
    Ich hab mir für meine OM-D E5 den Pt4pano (http://pt4pano.com/de/products/panorama-kompakt-set-f-r-kompaktkameras) und das Walimax Pro 7,5mm Fisheye (Amateur halt, das Panasonic 7-14 hätte ich mir natürlich lieber gekauft 😉 mal geholt um mich mit der Panoramafotografie zu beschäftigt. Das spart extrem Gewicht (panokopf unter 200gr mit Rotator und passt locker in die Fototasche) und du brauchst nichts einzustellen, da du pro Objektiv eine Bohrung hast. D.h. dein Panoramakopf ist in 10 Sekunden einsatzbereit auf einem Kugelkopf um z.B. deine little Planet Gruppenfotos zu machen. Ich find das sehr praktisch. Da für dich Zeit und Gewicht sicher Argumente sind, kann ich dir nur empfehlen das mal zu probieren.

    Viele Grüße,
    Norbert

    • Paddy schrieb am 18.10.2013

      Danke für die Empfehlung. Habe sogar vor kurzem einen noch kleineren Panokopf gesehen, nur leider den Link verschlampt 😉

      • Norbert schrieb am 18.10.2013

        Bei dem PT4Pano find ich die fixen Bohrungen für den Nodalpunkt genial. Du brauchst dir keine großen Gedanken zu machen. Einfach Rotator + Adapter auf den Kugelkopf, ausrichten mit der Wasserwage am Rotator (und ich steck meistens noch so ein Wasserwagenwürfel auf den Blitzsschuh, ginge unter Umständen auch mit der Wasserwage in der Oly) und 5 Fotos um einmal den Kreis zu schließen und schon bist du fertig.

  • TomHB schrieb am 18.10.2013

    Hallo Paddy,

    du bringst es gleich zu Anfang auf den Punkt. Der Unterschied zu unseren täglichen Arbeitsgeräten ist enorm, was Größe und Gewicht betrifft. Dann hälst du das Teil in Hand und stellst plötzlich fest wie schnell die OM-D und wie brillant das (Monitor-)Sucherbildist, usw. Ich konnte sie kurz in Berlin testen und war überrascht, positiv überrascht. Hätte neben mir nicht ein sehr freundlicher japanischer Mitarbeiter von Olympus gestanden, ich wäre in Versuchung gekommen. 😀 Bin schon gespannt sie in Dezember ausführlicher unter die Lupe zu nehmen und mal zu hören, was meine (Pressebild-)Agenturen zur Bildqualität sagen. Und ob sie es überhaupt merken.
    Und allen die gerne meckern sei geraten: einfach selbst in die Hand nehmen. 😉
    LG Tom

  • Michael schrieb am 18.10.2013

    Vielen dank für das ausführliche Review!
    Muss ich mir nun wirklich mal Näher ansehen, wenn es dann in der Schweiz erhältlich ist.

    Wir kennen alle das Problem: Manchmal verbietet einem der Geistliche doch glatt, während der Zeremonie zu Fotografieren (ausser Ein/Auszug und Ringtausch). Natürlich halten wir uns so gut es geht daran oder knipsen wenn der Geistliche nicht gerade in unsere Richtung Blickt, aber mit solch einer Kamera könnte mann noch unauffälliger mehr Fotos machen.

  • Werner schrieb am 18.10.2013

    Hallo Paddy,

    jetzt tue ich es doch….

    Bin zwar kein Blogger, lese sie aber und schreibe jetzt meinen 1. Kommentar. Ohne Lobhudelei, Deine gefallen mir mit Abstand am besten, von denen die ich lese 😉

    Ich finde den von Dir kommentierten Umgangs/Ausdruckston einiger Leute ebenfalls echt erschreckend. Aus welcher Kinderstube kommen die ??

    Manchmal scheint es wie vor nicht all zu langer Zeit mit Computern. Der einzig selig machenden PC war erst 8088, 80286, 80386… heute sind es wohl die Kameras. Manchmal auch die Autos ;-)).

    Freue mich auf Deine weiteren Ansichten und Blogs

    Werner

  • Oliver schrieb am 18.10.2013

    Lieben Dank für den ausführlichen und ehrlichen Lotti-Test!

    Wenn ich überlege, dass ich derzeit neben der D700 auch noch immer eine D300 mit schleppe, dann könnte ich schon schwach werden und beide verkaufen – inklusive der gesamten Zubehörs und mal einen Neuanfang wagen.

    400 bilder pro Akku sind nicht gerade der Hit, aber wenn man sich drauf einstellt sicher zu handhaben – jetzt gibt es aber auch seit dieser Woche noch von Sony eine reizvolle a7, da werde ich wohl noch einmal in mich gehen und schauen was bei der so raus kommt – Nikon muß meiner Meinung nach auch im Bereich der speigellosen deutlich nachlegen, wäre ja schade um die tollen Objektive 🙂

    LG

    Oliver

  • Alexander schrieb am 18.10.2013

    Technischer Fortschritt ist toll, eine große Auswahl zu haben ebenfalls. Jeder kann sich am reich gedeckten Buffet bedienen, was ihm am besten schmeckt.
    Allerdings habe ich seit einigen Jahren das Gefühl, dass die ganzen vielen neuen Formate und Modelle marketinggetrieben sind. Das Rad dreht sich immer schneller, ständig müssen Innovationen her. Wir leben in einer immer mehr individualisierten Welt, jeder ausgefallenen Wunsch muss bedient werden und wenn kein Makt da ist, dann wird einer geschaffen.
    Meine erste Spiegelreflex war eine Ricoh, mit der habe ich über 10 Jahre fotografiert. Dann habe ich eine EOS bekommen (ja, das waren diese altmodischen Dinger mit Film, meine Kinder lachen immer, wenn sie das sehen), die hatte ich auch über 10 Jahre im Einsatz, die Objektive habe ich immer noch. Hat alles funktioniert. Die F2 und F3 von Nikon – ultrastabil und nicht kaputtzukriegen. Wie lange hat es gedauert, bis Nikon ein neues Modell Modell auf den Markt gebracht hat? 10 Jahre? Das wurde dann groß gefeiert.
    Und heute? Im Jahreswechsel kommen neuen Modelle auf den Markt – egal ob der Markt es braucht oder nicht, die Aktionäre verlangen nach Umsatz.
    Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob das von Olympus nicht doch nur gutes Marketing ist, um uns was Neues zu verkaufen.

    Andererseits gab es früher auch die schweren Spiegelreflexkameras und wer das nötige Kleingeld hatte, hat sich eine M5 von Leica gegönnt.
    Natürlch macht das Sinn, für unterschiedliche Anwendungen unterschiedliche Produkte anzubieten.
    Ich bin noch unentschlossen, was ich davon halten soll. Ich sehe die Olympus maximal als Ergänzung zu einer Spiegelreflex.

    Viele Grüße
    Alex

  • Tondu schrieb am 18.10.2013

    Solche Artikel sind einer der Gründe, warum ich (als Tier- und Pflanzenknipse) deine Seite (auch auf Facebook) so mag…ich bekomme viele neue Ideen und Eindrücke jenseits meines eigenen Tellerrandes! 🙂
    Und hier habe ich richtig Lust bekommen, mal mit einer kleinen, leichten Kamera was ganz anderes zu machen. Besonders gefällt mir bei der Olympus der Klappmonitor mit Touchbedienung und die Schärfeleistung….
    Zwar muss mein Sparschwein erst einmal ein längeres Nikon Rohr rausrücken, aber diese Kamera hat es nach deiner Beschreibung jetzt eindeutig auf die „ich will es haben und spare dafür“ Liste der zu realisierenden Kamerakäufe geschafft 😉
    lg Annette

  • Leon schrieb am 18.10.2013

    Hallo Paddy!
    Vielen, lieben Dank für deinen tollen Bericht über die EM1.
    Habe in den letzten Tagen auch immer wieder mal mit ihr geliebäugelt. Besonders, wenn ich an Urlaub und eher ungezwungene Events denke reizt die Kompaktheit und das geringe Gewicht schon. Bisher bin ich mit meiner D800 + Objektive und Ausrüstung unterwegs. Die Schlepperei nervt manchmal schon sehr.
    Als Ergänzung ist die neue „Lotti“ bestimmt ne Wucht! Komplett und nur noch die Eine kann ich mir aber nicht vorstellen. Würde meine Diva (D800) nicht mehr hergeben wollen 🙂
    Die Preisfrage muss natürlich jeder selbst beantworten. Für meinen Geschmack ist Lotti ganz schön hochpreisig. Ich musste scherzlich feststellen, dass sich abwarten manchmal auszahlt. Habe meine D800 damals auch gleich nach Erscheinen gekauft und konnte ein paar Monate später meinen Augen nicht trauen, wie sich der Preis entwickelt hat. Den Preis der EM1 werde ich diesmal ein wenig im Auge behlaten, bevor ich zuschlage… 😉

    Betreibe deine Blog bitte weiter mit so viel Enthusiasmus, du hast ne riesige Fanbase!
    LG
    Leon

  • Matthias schrieb am 18.10.2013

    Hallo Paddy!

    Vielen Dank für den tollen „subjektiven“ Test. Ich bin gerade auf der Suche nach einer tollen Systemkamera und was da so in den letzten Tagen auf den Markt gekommen ist, macht es nicht besonders leichter sich zu entscheiden. Aber die E-M1 spielt oben mit.

    Glück auf,

    Matthias

  • Oliver schrieb am 18.10.2013

    Sehr schöner persönlicher und unterhaltsamer Bericht über die E-M1! Sowas lese ich lieber als die 08/15-Texte der einschlägigen Magazine.

  • Hi Paddy,

    Schau mal ob das der kleine Panokopf ist, dessen Link du nicht mehr findest…

    http://www.tomshot360.com/ultralight-panohead

    internette Grüße, Kurt

    • Paddy schrieb am 20.10.2013

      der sah so ähnlich aus, aber war schon speziell für Micro 4/3.

  • Thomas Wild schrieb am 21.10.2013

    Servus Paddy,

    soll das ein Witz sein?
    Keine aussagekräftigen Fotos im highiso-Bereich.
    Keine verpixelten Rauschbildausschnitte in 1:1 Vergrößerung.
    Keine endlose Diskussionen um die Schärfentiefe.
    Und das wohl am Unerträglichsten, die Kommentatoren fallen nicht gegenseitig übereinander her!
    Das merk ich mir und Du kommst gleich als Favorit in meine Auswahl.
    Ja, da fühlt man sich wohl beim Lesen und traut sich wieder mal einen Kommentar zu schreiben. Und ja, Dein subjektiv geladener Erfahrungsbericht begeistet und wenn man ganz genau aufpasst, kann man schon Essentielles herauslesen und sich ein gutes Bild von der Kamera machen.

    Mit besten Grüßen
    Tom

  • OhWeh schrieb am 23.10.2013

    Klasse Bericht!

    Zum C-AF: Du weißt schon, das nur bei den 3,5 Bildern / s, also der langsamen Variante der AF immer fokussiert? Bei den schnelleren Framerates fokussiert er nur das erste Bild.

    Und zum Phasen-AF: der ging mit den FT-Obis zumindest auf der Veranstaltung von Olympus (dunkle Halle mit Lichtrigg für Gegenlicht-Versuche) mit dem 2/14-35 und 2/35-100 besser als mit der E-5. Die kann bei Gegenlicht das 14-35 oft nicht exakt scharf stellen.

  • Dirk schrieb am 02.11.2013

    Gut zu lesen. Und ich frage mich: warum wettern so viele für as eine oder das andere System. Warum ist denn keine Co-Existenz von mft und DSLR möglich? Ist doch eher genial, da muss man doch nicht das eine System gegen das andere ausspielen. Die ergänzen sich wunderbar. Bei mir sinds übrigens ne EOS 6d und ne OM-d E-M5.

    Grüße
    Dirk

  • arthur schrieb am 10.11.2013

    soso mal wieder ein bericht über die „lotti“. wie auch immer, ich fotografiere nunmehr 5 wochen mit der om-d e-m1 + hld7 + 43 zuiko pro grade glass.
    wie du schon gesagt hast, muß jeder für sich entscheiden und was zählt ist einzig das was rauskommt, und das hängt 99,9% vom fotografen ab.

    jedoch gibt es einen punkt, der mich als panorama-fotograf nervt und das ist das seitlich von der optischen mitte liegende stativgewinde, so eine schlamperei, das muß mal gesagt werden !!
    aber lotti wird nicht mehr hergegeben und ist immer dabei !

    • fschott schrieb am 11.11.2013

      Das ist in der Tat dann eine etwas mangelhafte Kosntruktion … Ist die Sensorposition denn wenigstens irgendwie gekennzeichnet, oder muss man selber „suchen“?

  • fschott schrieb am 11.11.2013

    Hi,
    schöner Bericht über die Lotti. ich finde es auch immer wieder köstlich, wie sich die „Profis“ im Internet die Köpfe einschalen und heißreden… (Ja in der Reihenfolge)
    Ich selber bin auch gerade dabei meine Reportageausrüstung umzustellen.. (Hier kommt das Futter für den Shitstorm!) Ich habe meine D3 verkauft und werde mit jetzt die Lotti holen. Ja richtig.. Crop 2 statt FX 🙂 Die Bildqualität der Lotti ist einfach für Reportagezwecke ausreichend. Zugegeben, im Studio bleibe ich bei den großen Brüdernn (Aber da ist auch FX eher am unteren Rand angesiedelt 😉 ), aber unterwegs ist so eine kleine, leichte Kamera einfach gold Wert.
    Und die Bildqualität ist inzwischen einfach 100% praxistauglich. Punkt.

  • Tom schrieb am 23.12.2013

    Hallo Patrick,

    erstmal besten Dank für den ausführlichen Test.
    Ich möchte auch nur auf einen Punkt eingehen, der mich tatsächlich sehr überrascht.

    „Es fühlt sich auch alles sehr gut und wertig an“, schreibst du. Etwas, das ich, nachdem ich die Kamera nur 5 min in der Hand hatte, bereits komplett gegenteilig wahrgenommen habe. Ich versuche mal, meinen Eindruck (der schon ein paar Monate alt ist) wiederzugeben:

    Ich war drauf und dran, mich ob der euphorischen Tests für das System zu entscheiden, bis – ja bis ich sie mal angefasst habe. Die Bedienknöpfe sitzen nicht fest sondern wackeln in ihrer Verankerung und wirken daher billig. Auf- und Eindrucke sind unsauber gefertigt und Drehknöpfe justieren nicht sauber in die Skala ein.

    Alles Dinge, die ich von einer Kamera in dieser Preislage als letztes erwartet hätte. Und auch nicht bereit bin, hinzunehmen. Daneben alles wirkt seltsam Plastik artig (obwohl es das nicht ist), kurz eben alles andere als „wertig“.

    Hatte ich da ein Montagsgerät in der Hand oder kannst du diese Beobachtung teilen? Deshalb kann sie ja trotzdem gute Bilder machen und vielleicht halten die knöpfe auch ewig, wer weiß.

    LG
    Tom

    • Paddy schrieb am 23.12.2013

      Das ist schwer zu sagen. Ist natürlich auch etwas subjektiv. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass Du wirklich ein Gerät hattest, das total ausgelutscht war. Schau Dir die Kamera doch noch mal im Laden an.

      • Tom schrieb am 23.12.2013

        Ja, das dachte ich auch gerade. 😉

        Ich werd dann hier mal berichten, wenn’s recht ist.

        LG und frohe Weihnachten.
        Tom

      • Paddy schrieb am 23.12.2013

        unbedingt. Was hast Du denn bisher für eine Kamera. Bzw. welche fühlte sich für Dich bisher sehr hochwertig an?

      • Tom schrieb am 23.12.2013

        Ich fotografiere hauptsächlich mit der 5D MK III. Da sitzt halt jeder Knopf und jedes Teil an seinem Platz und nix wackelt. Momentan halte ich Ausschau nach einer Alternative für meine Panasonic GF2.

        Es gibt ja diese Knöpfe, die sich vor dem Druckpunkt in sich bewegen lassen. Ich glaube, das ist nicht mal ein Qualitätsmerkmal. Ich finde sie nur unpassend in der Preislage und oft klappern sie. Ich hatte das Gefühl, dass die in der Olympus verbaut sind.

        Ich schau sie mir noch mal an.

  • Andreas schrieb am 22.02.2014

    Wunderbar geschrieben. Hebt sich wohltuend ab von allem was ich bisher in Tests von *Lotti* gelesen habe.
    Ich weiß genau, daß ich dieses Teil nicht ausreizen werde, aber ich find das Ding einfach g**l.
    Lange Rede kurzer Sinn….*Lotti* mit 12-40mm soeben bestellt.
    Freu mich wie Bolle drauf und auch auf viele feine Tests und Blogs von dir.

  • Andreas schrieb am 06.04.2014

    Hallo Paddy,

    guter Test und Dein Einstieg mit „Die einen jubeln, die anderen kotzen“ trifft es genau. So viel vieles in Deinem Blog meine meinung trifft 🙂

    Eines ist mir aufgefallen: kann die M1 immer noch kein Tethering? Ich kenn bei Olympus einige Leute und die Aussage war bei der OM-D E-5: „Das wird von unseren Kunden nicht nachgefragt“.

    Ich fände es zur Professionalisierung von Olympus gut, WENN sie das mal einabuen würden. Und ich dachte eigentlich, das würde bei der M1 jetzt gehen. Und nun doch nicht?

    Technisch wäre das sicher einfach zu machen.

    Grüße
    Andreas

    • Jens schrieb am 13.04.2014

      Danke, sehr feiner Bericht!

      Und ich mag Berichte sehr (wohingegen mir „Tests“ oft auf die Nerven gehen), lese also häufiger welche…

      Die zutreffende Einleitung wurde ja schon mehrfach gelobt (ganz zu recht) – die Glaubenskriege unter Knipsern sind leider fürchterlich weit verbreitet und immer grauenhaft.

      Ich selbst habe Erfahrungen mit allen möglichen Systemen und Kameras (und Formaten) gesammelt – dennoch würde ich nie pauschal (für jedermann, sozusagen) eines empfehlen, sondern IMMER die Bedürfnisse des Fragestellers im Vordergrund sehen – und dann „muß“ man auch mal eine Sache befürworten, die man selbst nicht nehmen würde.
      Wer nicht soweit von sich selbst zurücktreten kann, sollte stille sein.

      Hier ging auch diesbezüglich alles SEHR GUT über die Bühne, Glückwunsch!

  • Ich bin beeindruckt von der Bildqualität dieser Kamera.
    Das Design ist auch toll.

    Ich könnte mir vorstellen, diese Kamera als Zweitkamera auf Hochzeiten zu nutzen, da sie so schön handlich und klein ist.

    Was andere darüber lästern, kann ich nicht nachvollziehen.

    Tolle Seite! Die werde ich nun öfters mal besuchen 🙂

    Grüße aus Berlin

    Thomas

  • Alex schrieb am 04.05.2014

    Hallo Leute,
    hier ein verrücktes Video eines YTube-User namens Blunty. Unter anderem wird Wetterbeständigkeit der Kamera getestet. Und zwar richtig mit Wasser in einer Fotoschale.
    https://www.youtube.com/watch?v=N9Omqui0SoI – Drown it, Shoot it! – OMD EM1 Timelapse & Water Resistance tests…

  • Thomas Fritz schrieb am 08.05.2014

    Hallo Paddy, vielen Dank für den tollen Beitrag zur EM-1. Ich stehe momentan vor derselben Entscheidung wie vermutlich viele Hobby-Fotografen. Ursprünglich komme ich vom APS-C-Format und habe zuletzt mit einer Eos 60D und 15-85mm fotografiert. insgesamt ein ganz schöner Brummer mit den bekannten Vor- und Nachteilen einer DSLR. seit dem letzten Jahr habe ich einige Erfahrungen mit meiner EM-5 und dem 12-50mm sammeln können und habe im Output wirklich keine signifikanten Schwächen gegenüber der Canon feststellen können. allerdings hat die Kamera für mich im Handling noch ein paar Kinderkrankheiten, die mit den beiden neueren Modellen ausgeräumt wurden. So ist die EM-1 wesentlich besser zu bedienen, gerade für größere Hände, und noch wertiger verarbeitet, die EM-10 hat hingegen endlich einen eingebauten Blitz. An der EM-5 nerven mich vor allem die schwammigen und merkwürdig positionierten Tasten und der hypernervöse Augensensor.
    Was also tun, kurz vor dem Urlaub? Die EM-5 behalten und erst einmal in hochwertige Objektive investieren, vor allem Festbrennweiten wie das 45mm und das 17mm (sicher großartig für einen Trip nach NYC), die EM-5 zu Geld machen, so lange der Preisverfall nicht noch größer geworden ist, und zur EM-1 wechseln? und vor allem: Die 60D behalten in der Hoffnung, irgendwann noch einmal auf sie zurückzugreifen oder die Chnace nutzen und einen radikalen Wecchsel zu MFT wagen? Thomas Leuthard hat zwar Recht wenn er schreibt, dass die Ausrüstung zweitrangig ist um gute Fotos zu machen, aber der Comfort beim Forografieren ist letztlich auch nicht ganz unerheblich.

  • Cornell schrieb am 09.05.2014

    Seit März 2014 besitze ich die OMD 1. Als Zweitkamera fungiert die OMD 5. In Punkto Schärfe kommt die OMD 1 nicht an die OMD 5 an, obwohl die neue Firmware 1.3 aufgespielt wurde. Da gab es ja Probleme mit dem Anti-Shock. Bei langen Verschlüssen kam es wegen dem mechanichen Verschluss zu Schwingungen, die eine Unschärfe hervorriefen. Mit dem neuen Update wurde es zwar besser, aber nicht gut genug. Es wurden mit 4 Objektiven Testfotos gemacht. Alle mit den gleichen Parametern und mit Stativ. Immer schnitt die OMD 5 im Detail besser ab. Nur im Nahbereich habe ich so gut wie keinen Unterschied gesehen. Das ist schon seltsam. Hat jemand eine Idee woran es noch liegen könnte? Danke.

  • Richard schrieb am 07.07.2014

    Hallo Paddy,

    erstmal eine riesiges Kompliment an Dich. Ich verfolge Deinen Blog regelmäßig und hab mir auch Deine Trainings gekauft. Weiter so !
    Jetzt hab ich mir auch endlich eine MFT gegönnt. Es ist aber eine EM10 (Little Lotti) geworden.
    Für meine „normalen“ Jobs (Portrait und Pferde) nehme ich noch die Nikon D7000 mit dem 70-200mm f4 / 50mm f1.8 her.
    Ab und zu bin ich auch im Studio und muss dann natürlich auch mit den Blitzen arbeiten was aber bei der EM1, EM5 und EM10 wieder so ne Sache ist. Die Yongnuo RF622/602/603 passen nicht da diese natürlich für die Nikons/ Canons gebaut sind.

    Nun meine Frage. Welche Flash Trigger nimmst Du her oder machst Du mit „Lotti“ nur AL?
    Hast Du einen Tipp oder Empfehlung?

    Danke im Vorraus,
    Richard

    • Paddy schrieb am 07.07.2014

      Ich nehme die RF602. Wer sagt denn, dass die nicht gehen?

  • Jens Wolter schrieb am 17.07.2014

    Hallo Paddy,

    Ich finde deine Beiträge auch immer sehr gut und Aufschlussreich beschrieben.

    Ich habe mir jetzt auch die E-M1 angeschafft.Leider ist die Beschreibung nicht ganz so Aufschlussreich.

    Vielleicht kannst du mir Helfen.Ich finde die Einstellung für das RAW Format nicht. Habe es zwar im Menü und Bildformat gefunden ,aber da kann man nichts einstellen,so dass ich auch in RAW fotografieren kann.

    Ich danke dir schon mal im Voraus .

    Beste Grüße
    Jens

  • Thomas schrieb am 20.09.2014

    Hallo Paddy,
    Deine Beiträge finde ich sehr gut, nicht so abgehoben, werbungslastig und das Superlative strapazierend wie vieles im Netz. Dummerweise habe ich diesen hier gelesen und war sofort interessiert. Als D7000 Fotograf mit einigen Festbrennweiten merke ich das Gewicht der Ausrüstung (Stativ und ein paar Filter trgen das ihrige noch bei) bei jeder Wanderung. Immer häufiger gehe ich ohne aus dem Haus was schade ist. Ich will fotografieren!

    So war ich dann heute spontan im Laden und habe sie mir angesehen, einige Testphotos gemacht und war von Handling und Qualität der Photos sagen wir mal sehr angetan.
    Allerdings konnte mir der bemühte Verkäufer nicht alles beantworten. Eine meiner an der D7000 am häufigsten genutzen Funktionen ist bei der Bildbetrachtung der Druck auf OK, der das Bild an der Fokusstelle auf ca. 100 % vergrößert, so dass ich die Schärfe schnell und gut beurteilen kann. Geht das Deines Wissens an der OMD EM-1 auch? Im vorab heruntergeladenen Handbuch habe ich es auf die Schnelle nicht gefunden.

    Grüße und weiterhin solche Beiträge
    Thomas

    • Paddy schrieb am 21.09.2014

      Das geht so nicht bei der E-M1. Dafür hast Du die Vergrösserung bei Bildbetrachtung auf einem Einstellrädchen, was fast genauso geil ist.

  • Wolfgang schrieb am 11.10.2014

    Hallo,

    Lotti ist kein schöner Name für solch eine Kamera. Warum nicht einfach M1?

    Gruß
    Wolfgang

  • Baris schrieb am 19.10.2014

    Hallo Paddy,

    Auch wenn deine Bericht schon ein Jahr alt ist, vielen Dank für diesen ausführlichen und guten Bericht. Ich bin überwiegend im Bereich der Hochzeits- und Portrait Fotografie tätig. Vor einigen Monaten habe ich mir auch eine E-M5 zugelegt und war so begeistert, dass ich nunmehr auch zwei E-M1 mein Eigen nenne. Meine Nikon FF benutze ich gar nicht mehr und habe meinen MFT Objektivpark ausgebaut.
    Ich stimme dir zu, dass das Rauschen der E-M1 ab ISO 1600 sehr stark ist, aber manchmal macht auch genau dieses Rauschen den Reiz eines Fotos aus.
    Bei meiner 3-wöchigen Thailand Reise habe ich nur eine E-M5 und eine E-M1 dabei gehabt. Als Objektive hauptsächlich das 75mm f1.8 und das 12-40mm Pro f2.8. Beide Optiken sind „hammermäßig“. Mein Augenmerk lag auf der Streetphotographie , aber auch bei 3 Hochzeiten mussten beide Oly’s ihre Qualitäten zeigen.
    Sie haben mich und meine Kunden absolut überzeugt, so dass ich nunmehr nur noch mit meinen Oly’s unterwegs bin und meine Nikon Ausrüstung verkaufe.

    Beim Preis scheiden sich die Geister, aber wie du schreibst, das muss jeder für sich entacheiden. Ich jedenfalls fühle mich gut mit meiner Wahl und kann die E-M1 sehr empfehlen.

    Beste Grüße
    Baris

  • Nina Grunenberg schrieb am 25.10.2014

    Hi Paddy, danke für deinen Testbericht! Toll + super-hilfreich! Bin auf der Suche nach einer Kamera und denke habe mich jetzt entschieden diese zu kaufen. Kannst Du mir ein Objektiv dazu empfehlen? Für Aufnahmen von hauptsächlich: Innenarchitektur, Produktfotografie von Möbeln und Architekturdetails. Danke im Voraus! Viele herzliche Grüsse aus Holland, Nina

  • Sturtzel,Jürgen schrieb am 25.11.2014

    Danke für diesen Beitrag, nun habe ich mich auch für diese Kamera entschieden und sie gestern in Goslar erworben dazu gleich das 45mm/1,8 . Mein Hauptwerkzeug wird weiterhin die Nikon D 700/800 sein aber ich freue mich auf die „Erleichterung“ durch die EM1 in vielen Situationen, wie auf Reisen zum Beispiel, danke. MfG Jürgen

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