Photo Booth bauen – die Software

Am 17. August 2014 von Paddy veröffentlicht

Dass ich mal an einem Photo Booth gefühlte 10 Jahre altern sollte und deswegen Haarausfall bekomme, hätte ich auch nie gedacht. Es lief ja alles wunderbar bisher. Mein Setup hatte sich bereits auf Dutzenden von Hochzeiten bewährt und nie hat jemand gemeckert. Aber wer keine Arbeit hat, der macht sich eben welche.

Alles fing damit an, dass ich den Photo Booth von Martin in Zingst gesehen hatte. Die verwendeten dort ein Weitwinkel und ich mochte die dichte Perspektive total gerne. Würde ich Martin gegenüber natürlich nie zugeben 😉 Davon angefixt schraubte ich mein Nikon 14-24 vor die Photo Booth Kamera und experimentierte etwas damit herum. Sehr geil muss ich gestehen.

Bisher hatte ich immer fett in RAW aufgenommen und von Lightroom dann direkt ein Preset über die Bilder legen lassen. Das fand ich megageil und konnte somit die Bilder immer noch etwas pimpen. Lightroom war also bisher ein Muss für mich, aber ich hatte langsam die Befürchtung, dass sich das ändern sollte.

Dann kam noch mein Kumpel Holgi um die Ecke und redete mir ein, dass ich einen Drucker brauche. Ich habe noch nie einen Drucker am Photo Booth vermisst, nie never ever. Aber mir kann man so einen Flo ja locker ins Ohr setzen. Also brauchte ich plötzlich doch einen Drucker und dann fing das Hirn an zu rattern. Shit.

Alles muss neu

Ich war nun so weit den kompletten Photo Booth neu zu gestalten. Ich spreche hier erst einmal nur über die Software und Steuerung, nicht über ein mögliches Gehäuse o.ä. Schnickschnack. Was genau sollte das Teil denn überhaupt können?

  • Bilder sollen per Funkauslöser gemacht werden. Keinen Knopf und keinen Countdown. Das hat sich bewährt und ich finde so kommt mehr Action auf, als mit einem Countdown und mehreren Bildern hintereinander.
  • Nur ein Foto, keine Streifen mit drei oder vier Bildern. Ich finde die Streifen zwar ganz lustig, aber ein einzelnes Foto wirkt meiner Meinung nach besser. Ist aber Geschmacksache.
  • Die Fotos sollen mit einem weissen Rahmen gedruckt werden. Haha, das sollte noch Nerven kosten 😉
  • Es soll nicht jedes Bild automatisch gedruckt werden, sondern die Gäste sollen wählen können. Es entstehen doch sehr viele Bilder bei der Variante mit dem Funkauslöser und da wäre es zu viel jedes Bild zu drucken.
  • Die Bilder sollen direkt in der Dropbox landen, damit die Gäste sich die Fotos sofort runterladen können.
  • Alle Bilder sollen auf dem iPad (oder anderem externen Terminal) angezeigt und noch einmal gedruckt werden können.
  • Eine automatisch aktualisierende Slideshow mit allen Bildern soll auf einem externen Monitor laufen.

Mann, das kann doch gar nicht so schwer sein. Denkste.

Mir war klar, dass ich das nicht mit Lightroom hinbekomme. Also musste ich mich auch von meinen RAWs mit Presetverarbeitung verabschieden. Demnach stand als erstes eine Optimierung der JPG-Verarbeitung in der Kamera an. Den sehr nahen Look mit dem Weitwinkel fand ich schon mal ganz cool. Licht hatte ich dann auch recht schnell hingebogen und mit etwas Probieren bekommt man auch sehr coole JPGs direkt aus der Kamera. So sieht das dann aus.

DSC_9415  DSC_9868

Nach etwas Recherche war schnell klar, dass wohl eine Windows-Kiste her muss. Argh, das wollte ich vermeiden. Aber die meiste Photo Booth Software gibt es nur für Windows. Mit dem Mac und iPad rannte ich in eine Sackgasse oder konnte nicht alles so realisieren, wie ich es mir vorstellte. Das war der Anfang von deutlich mehr Kohle, als ich eigentlich ausgeben wollte. Ich entschied mich für ein Microsoft Surface  Pro 2. Es wäre auch deutlich günstiger gegangen, aber so hatte ich ein Gerät mit allem. Touchscreen, abnehmbarer Tastatur und USB 3.0. Ich kann Euch sagen, das Teil hat mich Nerven gekostet. Seitdem habe ich schon wieder gefühlte hundertmal neu gestartet und mit dieser neuen Oberfläche komme ich auch nicht klar. Ich kannte halt nur noch Windows XP. Aber egal, das kann man alles wieder zurück bauen und letztendlich soll das Gerät einfach rennen, was es auch tut. Freunde werden wir aber wohl nicht.

Nun musste eine Software für den Photo Booth her. Da gibt es einen ganzen Arsch voll. Breeze, DSLRBooth, Darkroom Booth, Sparkbooth, Social Booth und vielleicht noch ein paar mehr. Beschäftigt habe ich mich mit Breeze, DSLRBooth und Darkroom Booth, da die anderen keine Nikon Kameras unterstützen. Wer also Canon hat, der hat grössere Auswahl. Ich war auch kurz davor eine kleine Canon zu kaufen, aber dann scheute mich die Anschaffung eines Ultraweitwinkels dafür. Die Programme tun alle ihren Dienst, aber der Teufel liegt meistens im Detail. Ich habe mich nach mehrmaligem Hin und Her dann für Breeze entschieden. Es ist mit Abstand die hässlichste und benutzerunfreundlichste Software, die es auf diesem Planeten gibt. Ich glaube da kommt nur noch Lotus Notes ansatzweise heran. Aber der Dreck ist am flexibelsten. Das Ergebnis zählt und Breeze liefert am besten ab, auch wenn es dauert bis man das Biest davon überzeugt hat, was man will. Keine Software für Computerlegasteniker.

Mit Hilfe des Setup Assistenten von Breeze war mein kleiner Photo Booth schnell eingerichtet. Der hat ein Bild aufgenommen und wenn ich auf dem Touchscreen mit meinen dicken Fingern auf „Print“ touchte, so kam ein Bild aus meinem Drucker, der übrigens ein DNP DS 40 ist. Breeze konnte ich auch ganz einfach dazu bringen mir einen weissen Rahmen um dieses Bild zu drucken. Wer also nichts mehr als das möchte, der ist fein raus.

breeze

Voller Motivation machte ich mich daran die Bilder in die Dropbox zu packen. Ist doch easy, gebe ich einfach einen anderen Speicherort an. Ja denkste. Kann man zwar machen, aber Breeze speichert mit jedem Bild eine XML-Datei. Kann man das abstellen? Ich habe es nicht gefunden. Diese XML landet dann auch in der Dropbox. Will ich da aber nicht haben. Zwar kann man Breeze auch sagen, dass die Bilder beim Output an einen anderen Ort kopiert werden sollen, aber das passiert dann wiederum nur, wenn man ein Bild druckt. Automatisch geht das nicht. Ich will aber nicht jedes verdammte Bild drucken, da man damit nur unnötigen Müll erzeugt und schliesslich machen die Leute bei meinem Photo Booth mit dem eigenen Auslöser schnell mal tausende von Bildern.

Nun machte sich das nächste Problemchen in Kooperation mit einer anderen Anforderung breit. Ich wollte die Bilder ja auf dem iPad anzeigen lassen. Kein Thema … also in der Theorie. Da gibt es z.B. PicPic Social oder auch Photo Booth Connected. Die funktionieren beide nach dem Client/Server-Prinzip. Auf der Windows-Kiste läuft ein Server-Programm und auf dem iPad (oder Android) eine App, die sich daran connected. So ist z.B. auch der Druck über den am Windows hängenden DNP DS 40 möglich. Geilomat dachte ich mir und wurde höhnisch von beiden Programmen ausgelacht.

IMG_4713

Photo Booth Connected schied aufgrund unterirdischer Performance aus. Es dauert Ewigkeiten, bis die Bilder auf dem iPad angezeigt werden. Ausserdem war es zickig beim Ausdruck, denn irgendwie passte das Format nie so wirklich richtig gut. PicPic lief top, aber druckte nicht mit weissem Rahmen. Verdammt, aber ich will diesen blöden Rahmen beim Druck haben. Der Support (übrigens hervorragend schnell) rieht mir dazu ein Overlay über das Bild zu legen. Damit kann man z.B. sein eigenes hässliches Logo auf das Bild patschen. Allerdings würde dann ja etwas an den Rändern des Bildes fehlen. Skalieren geht nicht. Bah, leck mich doch.

Mann, was habe ich gesucht und überlegt. Ich war kurz davor den weissen Rahmen aufzugeben. Dann stiess ich auf Hotfolder Prints von Breeze. Das Programm überwacht einen Ordner und stellt mit neu ankommenden Bildern lustige Dinge an. Also sowas, was man am Mac mit dem Automator aus dem Ärmel schüttelt. Damit kann ich z.B. jedem neuen Bild das gleiche Layout zuweisen, wie schon in der Breeze Photo Booth Applikation. Die Schurken, hätten sie auch mal in eine Anwendung packen können. Also noch mal Kohle auf den Tisch gelegt. Zur Erinnerung: Breeze NKRemote für $175, PicPic Social für $299 und Hotfolder Prints noch mal für $99. Scheiss die Wand an.

Allerdings löste Hotfolder Prints auch mein Dropbox-Problem und kopierte die Bilder an einen beliebigen Speicherort. Allerdings mit weissem Rahmen, den ich aber bei den Bildern in der Dropbox gar nicht haben will. F*** you. Aber das nehme ich jetzt einfach mal in Kauf. PicPic Social läuft somit echt rund ist voll cool. Da können die Gäste dann in den Bildern stöbern und nach Belieben nachträglich drucken. Man kann in PicPic auch Knöpfe um Versand per Email oder Teilen auf Facebook und Twitter einblenden. Das habe ich aber deaktiviert. Die Leute sollen sich die Bilder aus der Dropbox holen und dann damit machen, was sie wollen.

IMG_0443

Aber damit nicht genug. Ich wollte ja gerne eine Diashow auf einem externen Monitor zeigen. Am liebsten natürlich auf einem Fernseher oder Beamer, da diese oft an Locations vorhanden sind. Nur kommt man dort meistens nicht mit einem Kabel hin. Chromecast heisst der Schlüssel. Diese kleine Teil von Google steckt man in die HDMI-Buchse und kann dann beliebige Inhalte darauf streamen. Fast beliebige Inhalte. Also alles, ausser den Fotos auf meinem Windows-PC. Jetzt werd ich hier aber langsam zum …

chromecast

Glücklicherweise will an dieser Stelle auch wieder jemand Geld verdienen. Der Hersteller von PicPic Social bietet auch eine Slideshow-Software mit Chromecast-Funktionalität an. Kostet auch nur $99. Egal, die haben ja eh schon meine Kreditkartendaten. Das Stückchen Software war dann zu allem Übel so zickig, dass es hinten und vorne nicht lief. Wieder ein paar Stunden versenkt. Aber der Entwickler ist fix und antwortete schnell auf meine Emails. Nach nur wenigen Stunden bekam ich eine neue Version geschickt. Damit ging es dann auch endlich und ich bin nun glücklich.

Was ich hier zusammengefasst habe, hat insgesamt mehrere Tage mit Stunden Recherche im Internet gebraucht. Wirklich gute Anleitungen gibt es leider kaum. Aber verdammt noch mal, jetzt löppt die Kiste. Glücklicherweise kann man die ganze Software vorher testen, was Ihr auch tun solltet. Ein einfacher Photobooth, der nur ein paar Bilder aufnehmen und drucken soll, ist übrigens verhältnismäßig leicht zu realisieren. Mit DSLRBooth geht das auch mit dem Mac.

IMG_4715

Als nächstes steht nun das Aufhübschen an. Der ganze Krempel muss schick verpackt werden. Es gibt da unterschiedliche Möglichkeiten und die naheliegenste und einfachste ist eine Kiste. Die ist praktisch und weitestgehend gegen Vandalismus geschützt, aber optisch bin ich damit noch nicht so glücklich. Mir schwebt etwas im Vintage-Style vor. Die Kamera in eine alte Balgenkamera, das Surface in ein altes Radio, das iPad in einen alten Bilderrahmen. Das ganze dann auf alten Reisekoffern gestapelt oder so ähnlich. Klar ist das viel Einzelzeug und auch nicht ganz so gut geschützt, aber ich mag es.

Ziel vieler Photo Booth Betreiber ist es ein Gerät zu haben, das man einmal aufstellt und dann den ganzen Abend unbeaufsichtigt laufen lässt. Das ist natürlich im Betrieb einfach und rein aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Ich mag aber den Photo Booth als sozialen Treffpunkt. Hier schnacke ich gerne mit den Gästen und lache mit ihnen gemeinsam über die Bilder. Da kommt man super ins Gespräch. Meistens sind wir ja eh im Team unterwegs und so kann auch jemand ein Auge auf den Booth werfen. Wenn Ihr aber alleine unterwegs seid, dann ist eine feste Box natürlich besser. Zudem ist der Photo Booth auch nicht mein Kerngeschäft, sondern eher ein Goodie für meine Hochzeitspaare.

Vielleicht mache ich auch einfach zwei Varianten. Eine Kiste und eine im Vintage Style. Evtl. habt Ihr da ja ein paar Ideen und könnt weiterhelfen. Bin offen für alles. Wenn Ihr irgend etwas an altem Zeug habt, was passen könnte, also Koffer, Radio, Bilderrahmen, Balgenkamera o.ä. dann würde ich mich auch riesig über eine Nachricht freuen. Vielleicht kommen wir ja ins Geschäft.

Zum Schluß noch eine lose Linksammlung. Einige der Links sind schon im Text enthalten.

  • Breeze Systems – Photo Booth Software
  • Open Photobooth – freie Photo Booth Software, die ich aber nicht ausprobiert habe
  • PicPic Social: Software für Bilder auf iPad/Android und Slideshow über Chromecast
  • DSLRBooth – auch für Mac. Nicht schlecht und einfach zu bedienen. Hat nicht ganz so viel Optionen wie Breeze, aber einen Blick wert.
  • Chromecast bei Amazon
  • Photo Booth Props (keine Ahnung warum die Dinger Props heissen)
  • Drucker DNP DS 40 (gibt es z.B. bei Tetenal). Braucht nur 8 Sekunden für ein Bild. Qualität ist gut, aber nicht so gut, wie z.B. ein Epson Fotodrucker.
  • Alternativ Epson SureLab D700 Drucker. Autsch im Preis.
  • Wenn man wenig Druckvolumen hat, dann kann es auch ein Canon Selphy tun, die Dinger sind klasse.
  • Mobiler Hotspot mit LTE. Baut mein lokales Netz auf und um die Bilder in die Dropbox zu packen. Alternativ zur Dropbox eignet sich auch Google Drive sehr gut.
  • USB 3.0 Hub mit SD-Kartenleser. Ganz praktisch um am Surface mehr USB-Plätze und mehr Speicher zu haben. Darauf kann man z.B. die Bilder ablegen.
  • Griffin Controller. Falls Ihr mit einem Countdown arbeiten möchtet, dann ist das Teil als Startknopf ganz schick.
  • Christian Horn zeigt, wie man einen Yongnuo Funkaulöser in einen Grobhandtaster bauen kann. Funktioniert super.
  • USB Buzzer
  • Blitzschuhadapter, um den Blitz per Kabel auslösen zu können, falls Eure Kamera keine Syncbuchse hat. Funkauslöser geht auch, aber ich wollte möglichst wenig mit Batteriebetrieb.
  • Coole Druckvorlagen, falls Ihr doch mit den klassischen Streifen und mehr Bildern drucken möchtet.
  • Photo Booth Owners – Seite mit News rund um das Thema Photo Booth
  • iSiT – Photo Booth Software für das iPad. Habe ich nicht ausprobiert.
  • QR Code Generator. Damit erzeuge ich den Link zur Dropbox. Der Code wird ausgedruckt und am Booth aufgehängt.
  • Photolive: Kostenlose Slideshow-Software. Super, wenn Ihr einen zweiten Monitor angeschlossen habt und nicht über Chromecast geht.

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Veröffentlicht in: Know How nach oben

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Kommentare (25)

  • Timo schrieb am 17.08.2014

    Klasse Beschreibung mit viel hilfreichem Input, danke!
    Für meine Hochzeit in zwei Wochen haben wir beschlossen, mein eigenes Equipment als Photo Booth zu nutzen – und wehe, man hat sich (so wie ich) vorher nicht weiter mit diesem Thema befasst…
    Unser Setting wird dabei etwas einfacher:

    Meine Nikon D7100 mit 18-200 und Nikon IR-Auslöser auf dem großen Stativ
    Ein Nikon SB-600 als Slave seitlich auf einem Stativ
    Mein MBP und ein Canon Selphy.

    Und jetzt kommst du um die Ecke, und ich stelle fest, dass ich mich mit der Software noch überhaupt nicht befasst habe – mein Plan war (um massenhaft Fehlausdrucke zu verhindern), dass unsere Trauzeugen etwa stündlich die Bilder auslesen und für die Gäste drucken. Auf die Idee, da vorher noch LR-Presets drüberzubügeln, bin ich selbst noch nicht gekommen – gute Idee, danke!
    In Sachen Cloud wird es bei uns allerdings doch anders laufen: wir haben eine Hochzeits-App, und dort werden auch die Bilder landen, weil es einerseits Apps für iOS und Android gibt und andererseits auch ein Online-Interface für Up- und Download. Nach einigen Überlegungen wurde es WedPics – ist zwar immer noch etwas crappy, aber bringt uns den meisten Nutzen.
    Im Blog meiner besseren Hälfte habe ich dazu niedergeschrieben, warum genau diese App (und warum überhaupt eine Hochzeits-App) – und ergänzend dazu: sie greift das begrenzte Dropbox-Volumen vieler Nutzer eben nicht an. Hier gehts zur Erklärung: http://adina-traut-sich.de/wegwerfkamera-nein-foto-app-fuer-gaestefotos/

    Jetzt fange ich natürlich in letzter Sekunde wieder an, mein gesamtes Setting infrage zu stellen. Allerdings ist das nur mein eigenes Photo Booth, und ich verdiene ohnehin generell keine Kohle mit Fotografie – weitere Ausgaben fallen damit weg. Immerhin etwas… 😉

    Danke für das neue Gedankenkarussell!

    • Timo schrieb am 17.08.2014

      So, Gedankenkarussell beendet, den ganzen Tag getestet und für gut befunden.
      Hier habe ich unser Setup für die Photo Booth zusammengestellt – leider deutlich weniger automatisiert und mit eher semi-professionellem Licht, dafür mit vorhandenen Mitteln: http://adina-traut-sich.de/unsere-photo-booth-das-technische-setup/
      Ob das Ganze gutgeht – man wird es sehen. Wenn ich nach der Hochzeit keinen Artikel mehr darüber schreibe, könnte es in die Hose gegangen sein… 😉

      • Elderin schrieb am 17.08.2014

        Haha 🙂 ich bin gespannt. Viel Erfolg.

        Gruß Elderin

      • Elderin schrieb am 17.08.2014

        Hallo Paddy,

        Wirklich schön zu lesender interessanter Beitrag. Die ersten Fotos sehen klasse aus. Ich denke auch, dass eine weitwinkligere Lösung einen tollen Look erzeugt, insbesondere für Spassfotos. Ist aber eh für ein Booth wichtig, weil die Leute dort ja tendenziell dicht davor sitzen und so passt einfach mehr aufs Bild. Die dabei auftretenden leichten Verzerrungen eines Weitwinkelobjektivs sind hier doch gerade ein Goodie. Gratuliere das du die Nerven behalten hast und eine Lösung für dich gefunden hast.

        Gruß Wlderin

      • Thomas schrieb am 18.08.2014

        Für mein Setup habe ich den IR-Auslöser schnell verworfen:
        * Die Kamera schaltet den IR-Empfänger nach 5 min Inaktivität ab. Dann muss man am Moduswahlrad schrauben, um ihn wieder zu aktivieren.
        * Der IR-Empfänger zieht überraschand viel Strom. Ohne externe Stromversorgung kommt man damit nicht über den Abend.

        Ich kann Euch nur dringend zu einem Funkauslöser raten. Die gibt es von Yongnuo für rund 25€. Der „RF-602/N“ hat einen recht handlichen Sender mit gut erkennbarem Auslöser (bei den neueren Modellen sind Sender und Empfänger identisch, da stört der scharfkantige Blitzschuh und der Auslöseknopf ist ziemlich klein). Je nach Anbieter muss man das passende Anschlusskabel für die Kamera zusätzlich bestellen, für die D7x00 müsste es das „N3“ sein.

        Beste Grüße und alles Gute!
        Thomas

  • Holger schrieb am 17.08.2014

    Hi Paddy,

    danke für diesen Eintrag. Sehr interessant und köstlich zu lesen mit welchen Problemen Du zu kämpfen hattest.

    Du bist doch sonst ein Freund von mFT und spiegellosen Kameras und Besitzer etlicher mFT Bodies. Wieso steckt denn hier ausgerechnet eine DSLR drinnen?

    Den Spiegel benötigt doch niemand und die Mechanik wird nur unnötig ausgenudelt.
    Wenn wir uns einig sind, dass spiegellose heutzutage die gleiche Qualität liefern und Du eh alles manuell einstellst (wovon ich mal ausgehe), dann wäre doch eine mFT oder Fuji APS-C ideal, weil billiger, kompakter und nebenbei produziert Fuji auch noch die besten JPGs der Welt mit vielen Preset Möglichkeiten.
    Spannst Du da wirklich Dein sündhaft teures 14-24mm davor?

    Was waren Deine Gedanken zu diesem Setup und was sagst Du zu der Idee mit den spiegellosen?

    Bye und allzeit viel Spaß mit dem Photobooth…
    Holger

    • Paddy schrieb am 17.08.2014

      Die Photobooth Programme unterstützen bisher nur Nikon und Canon.

      • Holger schrieb am 17.08.2014

        Ah, okay. Das macht Sinn… 🙂

    • Lucky schrieb am 17.08.2014

      Ich hatte das mit meiner Fuji X-E1 ausgetestet, und einen entscheidenden Nachteil festgestellt:
      Die spiegellosen werden mit der Zeit verdammt warm, wenn andauernd der Sensor unter Strom steht… StandBy der Kamera sollte man abschalten, wenn eine EyeFi Karte zur Übertragung drin steckt. Darum hab ich dann noch eine D3200 für meine FotoBox gekauft…

      @Paddy: Danke übrigens für den Link zu meinem Button 😉

  • Nando schrieb am 17.08.2014

    Hallo

    Besten Dankf für diesen Blogeintrag, so oder so ähnlich geht es uns allen.
    Kurz zu unserem PhotoBooth-Setup

    – Drucker DS-RX1 , der hat ein Hotfoldertool zum drucken mitgeliefert, und Rahmen gibts auch, für verschiedene Formate verschiedene Ordner
    – Auslöser ist variabel -> Taster, Schall, Funk, Licht …
    – Bilder landen per tethering direkt in lightroom+preset, werden nach auswahl direkt in den hotfolder exportiert
    – alle Bilder werden am Ende per Dropbox zur Verfügung gestellt (je nach Kosten mit oder ohne Logo) , der Link wird ebenfalls per QRCode zur Verfügung gestellt

    Ich finde es gut das die Photo Booth begleitet und den Kundenkontakt pflegst, das kann man gleich als PR sehen 🙂 und wenn man sowieso vor Ort ist ist der Platz der Beste, hier kommt jeder vorbei der das Brautpaar mag

    Die Idee mit dem Surface und der dazu gehörigen Verpackung inspiriert mich 🙂

    Grüße aus Dresden
    Nando

    • Paddy schrieb am 17.08.2014

      Der DS-RX1 ist auch interessant. Das mit dem Hotfolder-Tool wusste ich nicht, sonst hätte ich den wohl genommen ;-( Ist auch etwas günstiger, dafür einen Ticken langsamer.
      Aber das mit Lightroom interessiert mich. Wie geht das mit dem automatischen Export? Oder muss da jemand Hand anlegen?

    • Lucky schrieb am 17.08.2014

      Ich bastel‘ grade an einer ähnlichen, aber andeern Lösung 😉
      Den automatischen Export hab ich mit den kleinen, feinen Plugin „FolderWatch“ gelöst: http://regex.info/blog/lightroom-goodies

      Das Importiert UND exportiert automatisch! Gedruckt wird dann per Automator-Script als Ordner-Aktion. Mehr dazu bei mir im Blog, wenn alles fertig ist 😉

  • Frank Hau schrieb am 17.08.2014

    Oh ich hab selten so viel gelacht , da ich einige der Problemchen kenne und hier in den Foren schon einiges gelesen habe . Paddy du solltest Bücher schreiben . Danke aber für deinen Einblick .

  • Alex F. schrieb am 17.08.2014

    Hi Paddy,
    sensationeller Blogeintrag – ich konnte jeden Schritt und den dazu gehörigen emotionalen Zustand mitfühlen. Ich befürchte bei mir hätten viele Gerätschaften nicht überlebt. 🙂 Ich neige in großer Demut für deine Geduld mein Haupt vor dir 🙂
    Coole Geschichte danke für die lehrreiche Unterhaltung.
    Gruß Alex aus München

  • Karlis schrieb am 17.08.2014

    Toll, viele nützliche Infos… mich würde deine Licht-Lösung noch interessieren?! 🙂

  • Andreas schrieb am 17.08.2014

    Oh Mann, und ich dachte ich hätte mir mit meinem Photobooth viel Arbeit gemacht. 😉

    Der Begriff „Props“ kommt übrigens aus dem Filmgeschäft. Ist eine Abkürzung für „Property“, also Eigentum, und zwar sind damit die Requisiten gemeint, die Eigentum der Filmfirma sind.

  • Stefan schrieb am 17.08.2014

    Mein Gott Paddy, Du musst entweder ja echt gesegnet sein mit einer riesen Portion Geduld 🙂 Auch wenn ich diesen Tipp wohl nicht so schnell brauchen werde, finde ich es cool, dass Du Deine Erfahrungen anderen erzählst… Und ich werde, bevor ich mir eine Photobooth selber zusammenklöppel, wohl doch lieber zuerst Dich samt Photobooth buchen 🙂

  • Stephan schrieb am 18.08.2014

    Hallo Paddy,
    ich benötige zwar (noch) keine Photo Booth, finde aber deinen Beitrag dazu absolut gelungen. Danke für deine Mühe und vor allem, dass du uns an deinen Problemen und Lösungen teilhaben lässt. Wer in einer ähnlichen Situation steckt und nicht weiterkommt kann dadurch Zeit und Nerven sparen. Ich wünsche dir deshalb weiterhin viel Geduld und DANKE für solche und alle anderen Beiträge deines Blogs. Denk immer daran: Alles wird gut.
    Viele Grüße, Stephan

  • Wow Paddy, was ein Aufwand…! 😉

    Ich glaube das mit dem Drucken schlage ich mir aus dem Kopf und bleibe bei meiner iPad-Variante! 🙂

  • Philipp schrieb am 21.08.2014

    So in Textform liest sich das doch alles relativ kurz und problemlos 😀 *sorry*

  • Christian schrieb am 02.09.2014

    Das sind viele gute Tipps dabei, die ich echt dankbar aufnehme, denn auch wir überlegen, das Thema etwas „aufzupimpen“. Deswegen diesen Dank für den Aufwand!!!

    Christian

  • AleX schrieb am 05.09.2014

    Hey Paddy,

    ich hoffe Du schaust auch noch mal in den Beitrag rein und kannst mir evtl. kurz eine Antwort geben.
    Ich schieß auch direkt in Lightroom rein und bin bis jetzt auch immer glücklich gewesen.
    Dummerweise wurde jetzt beim letzten Einsatz das MacbookPro(das zum betrachten mit auf dem Stativ angebracht war) in Mitleidenschaft gezogen*fu***
    Ich möchte vom Prinzip her meinen Aufbau so lassen, nur das (neue Macbook) soll anderweitig aufgestellt werden und zum betrachten nur noch ein Ipad dienen.
    Kann ich mit „dslrbooth“ die gemachten Aufnahmen aufs Ipad schicken?
    Oder hast DU sonst ne Idee? Bist ja jetzt quasi der absolute Profi was ne Booth angeht.
    Und zum zweiten.
    Deine Gleitträger, sind das die Jinbei oder die teuren „frottos“?
    Viele Grüße und Danke
    AleX

  • Sven schrieb am 10.09.2014

    Hi, Paddy…
    Top Idee mit dem ganzen Aufbau.
    Ich will für meine Hochzeit auch so etwas machen,
    wird aber nicht so aufwendig. Ich bin da auf der Suche nach einer preislich Guten Softbox. Was hast du da für eine in Verwendung und kann man da auch einen Systemblitz einbauen?
    Mein Aufbau soll so sein:
    Hintergrund ein Raumteiler von Ikea oder so, denke mal maximal 3 bis 4 Meter gross.
    Davor wird halt dann 1 bis 2 Stühle/Hocker gestellt.
    Vielleicht hast mir ja auch nen TIP , thx

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