Profi oder doch nur Amateur?

Am 30. Juni 2014 von Paddy veröffentlicht

paddy_75mm

Immer mal wieder stolpere ich über eine Diskussion zum Thema Profi vs. Hobbyfotograf, bzw. Amateur. Dabei schwingt unweigerlich auch eine Diskussion über das jeweilige Können des Fotografen mit. Dem Hobbyfotografen stellt man gerne das kleine Wörtchen „nur“ voran und degradiert ihn damit. Er ist ja nur Hobbyfotograf. Dem Profi wiederum wird generell unterstellt, dass er ein gewisses, vermeintlich hohes, Niveau bei der Fotografie an den Tag legt.

Der Hobbyfotograf stellt sich auch mal unter den Scheffel und macht sich klein. Da kommen dann so Äusserungen wie „Equipment xyz ist nichts für mich, bin ja nur Hobbyfotograf“. Dabei ist es löblich, dass ein Hobbyist sich nicht aufblasen möchte und seien Platz in der Rangordnung unter dem Profi einnimmt. Wie kann man sich auch nur anmassen sich mit einem richtigen echten Profi auf eine Stufe zu stellen. Bescheidenheit ehrt. Nüchtern betrachtet ist das aber alles Bullshit.

Ich habe meine fotografische Karriere Anfang der 90er Jahre als reines Hobby mit einem Schwarz/Weiss-Selbstentwickel-Dunkelkammer-Munkelkurs begonnen. Jahrelang war die Fotografie ein Hobby, welches ich zugegebenermassen exzessiv betrieben habe. Als ich mich entschied mein Hobby zum Beruf zu machen, musste ich mir ein neues Hobby suchen. Der Schritt in die Selbstständigkeit als Fotograf hat zunächst nichts an meinen Fotos geändert. Dafür musste ich plötzlich darüber nachdenken, wo ich Jobs her bekomme. Manche Jobs würde man als Hobbyfotograf mit der Kneifzange nicht anfassen, aber sobald man eine Familie ernähren muss, sieht das evtl. schon anders aus. Gelegentlich hatte ich mir als Hobbyfotograf ein Zubrot mit kleinen Gefälligkeiten im Freundeskreis verdient. Nun musste ich richtig hart rechnen. Von € 100,- bleiben oft nicht viel übrig, wenn man Finanzamt, Versicherungen und Vermieter bedient hat. Am Ende hat das schon sehr gut funktioniert mit der Selbstständigkeit, ich will mich nicht beklagen, aber hat es was an meinen Fotos geändert? Wenig.

Banner_Portraitfotografie

Als Hobbyfotograf habe ich mich mit einer neuen Kamera belohnt. Wenn ich das neue Gerät in den Händen hielt, dann hatte ich es mir zuvor verdient. Es war eine Belohnung an mich selbst für die tagtägliche Arbeit. Ob ich das Ding brauchte? Mir doch egal, ich konnte es mir leisten, scheiss drauf. Das war ein gutes Gefühl. Ich musste keine Bilder abliefern und konnte einfach so drauf los knipsen. Ob dabei was heraus kommt? Auch egal, es ist Hobby. So ein Hobby hat jedoch den Nebeneffekt, dass man sehr viel Freizeit damit verbringt alles in sich aufzusaugen. Man kauft Zeitschriften, liest Foren, schaut Tutorials, besucht Workshops. Jede freie Minute verbringt man mit seinem Hobby. Man muss sich auch nicht auf ein Thema festlegen. Landschaften, Menschen, Makro? Egal, Hauptsache ich kann fotografieren. Man inhaliert das Wissen und plötzlich kommt jemand vorbei und sagt sowas wie: „Wow, dass ist aber professionell“.

Ob Du Profi oder Amateur bist sagt letztendlich nichts über Deine Fotos aus. Der Amateur ist eher ein Liebhaber, hat keine kommerziellen Ziele. Das wiederum macht ihn unbefangen und frei. Er muss nicht auf Effizienz achten. Viel Enthusiasmus führt ihn unweigerlich zu hervorragenden Ergebnissen. Der Profi hat sich seine Ausrüstung nicht verdient, er braucht sie, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und sich evtl. ein Hobby leisten zu können. Da stellst sich schon eher die Frage was man denn wirklich braucht. Gebe ich € 1.000,- aus, so muss ich die erst wieder einnehmen, bevor etwas für mich übrig bleibt. Zeit zum Lesen von Foren oder Zeitschriften? Oft nicht vorhanden.

Hin und wieder erlebt man es auch, dass jemand seine Kompetenz mit einem Zusatz wie „ich mache das beruflich“ unterstreichen möchte. Aber habt Ihr mal einen Berufsfotografen und einen Hobbyfotografen um einen Rat gefragt? Ohne alle über einen Kamm scheren zu wollen, behaupte ich, dass der Hobbyfotograf viel auskunftsfreudiger ist und gerne seine Zeit opfert, um Euch weiterzuhelfen. Hey, es geht um sein Hobby, seine Leidenschaft, da redet er gerne drüber. Der Profi wiederum hüllt sich in Verschwiegenheit, da er vermeintlich Gefahr läuft sein wertvolles Profiwissen zu verraten.

Ich möchte nicht verschweigen, dass zwischen Profis und Amateuren durchaus Konfliktpotential besteht, wenn es ums Geld geht. Nie war es einfacher sich ein paar Euros als Fotograf nebenher zu verdienen. Hier mal ein Hunni, da mal ein paar mehr. Wer fragt schon bei Hochzeiten im Freundeskreis nach einer Rechnung? Montags geht es ab in den Laden und man kauft sich ein neues Spielzeug. Das ist geil. Wo der Hobbyfotograf sich evtl. klein gemacht hat und eine Hochzeit für ein paar hundert Euro anbietet, weil er ja nur Amateur ist, fängt der Profi an wie Rumpelstielzchen um das Feuer zu hüpfen. Für ein paar hundert Euro kann man Hochzeiten nicht anbieten, wenn man davon leben muss. Der Amateur macht also in den Augen des Profis den Markt kaputt. Zu dem Thema habe ich eine etwas differenziertere Meinung, die ich jetzt nicht breit treten möchte. Aber das Potential für Reibereien zwischen Profi und Amateur ist durchaus vorhanden.

Als ich mich als Fotograf selbstständig machte, musste ich mir ein neues Hobby suchen. Das neue Hobby heisst Fotografie. Die Fotografie ist so vielfältig, dass man sich dort austoben kann. Ich verdiene mein Geld fast ausschliesslich mit der Fotografie von Menschen. Ich liebe es aber unbekümmert durch die Weltgeschichte zu knipsen. Da tobe ich mich dann auch mal an Bäumchen, Blümchen und Bergen aus. Die Ergebnisse sind oft nicht überragend, aber was soll’s, es ist mein Hobby, ich habe es mir verdient.

Ich möchte mit diesem kurzen Blogbeitrag dazu ermutigen das Wörtchen „nur“ vor dem Hobbyfotografen zu streichen. Es ist ein grosses Glück, wenn man es sich leisten kann die Fotografie als Hobby zu betreiben. Die Ergebnisse aus dem Amateurlager sind oft sogar deutlich besser als die vieler Profis. Nur muss der Profi seinen Scheiss noch irgendwie verkaufen, während der Hobbyfotograf sein Bild einfach an die Wand hängt 😉 Seid stolz auf Euer Hobby und geniesst jede Minute damit.

Das Foto hat Alex auf der letzten Hochzeit gemacht. Danke!

Veröffentlicht in: Dies und Das nach oben

Newsletter Anmeldung

Melde Dich zum Neunzehn72 Newsletter an und verpasse zukünftig keinen Artikel mehr. Du erhältst entweder wöchentlich eine Auflistung der von mir neu veröffentlichten Artikel und / oder direkt wenn ich einen neuen Artikel veröffentlicht habe.

Liste(n) auswählen:

Kommentare (79)

  • marv schrieb am 30.06.2014

    Hey Paddy,

    danke, eine tolle Motivation am Montag Mittag. Ich übe das Hobby erst seit wenigen Monaten aus, aber es macht so unendlich viel Spaß.

    Die zahlreichen wirklich guten Blogs wie Deiner tragen übrigens zu einem Großteil dazu bei, dass mir das ganze Thema soviel Spaß macht. Ich bekomme soviel Informationen, eine wahre Freude für mich 🙂

    Gruß
    marv

  • Michael schrieb am 30.06.2014

    Da kann ich jedes Wort so unterschreiben 🙂
    Trifft genau den Kern der Sache….
    LG
    Michael

  • Lieber Paddy,

    wären wir in der Kirche, würde ich laut AMEN rufen. Du sprichst mir aus der Seele. manchmal gruselt es mich schon, wenn Hobby-Kollegen so rumjammern und sich runtermachen. So manch einer macht da Fotos, die einfach nur Schöööön anzuschaun sind.

    Was mit Liebe und Herzblut geschaffen wird, das kann nur gut werden – egal, ob Hobbyist oder Profi.

    drum lg an die Profifront

    Holger Reich, der immer Hobbyist bleiben will 😉

  • P.S.

    und nicht zu vergessen mein fettes DANKESCHÖN für deine Mitteilungen und den permanenten Wissenstransfer 🙂 Ich denke, das ist Teil eures Erfolges

    🙂

  • Jen We schrieb am 30.06.2014

    Ich bin gerne Hobbyfotograf und frage viele Leute, weshalb sie sich mit „nur Hobbyfotograf“ vorstellen. Es ist heutzutage, besonders wenn man Portraits fotografiert, eine Seltenheit, dass man nicht nebenbei damit Geld verdient.

    Schade eigentlich, dass ein solch schönes Hobby oft so degradiert wird.

  • Horst schrieb am 30.06.2014

    Hallo Paddy,

    vor soviel Offenheit verneige ich mich in Ehrfurcht.
    Dein Blog ist super und noch besser, seitdem Du auch die E-M1 im (Profi-)Einsatz hast.
    Weiter so.
    Gruß
    Horst

  • Alex schrieb am 30.06.2014

    Ein toller Beitrag – vielen Dank dafür :))

  • Jan schrieb am 30.06.2014

    Das hast du schön gesagt! Vor allem kann ich dich nur dazu beglückwünschen, dass du trotz deines Berufes, die Leidenschaft am fotografieren bzw. die Fotografie als Hobby nicht verloren hast, denn das hört man sehr oft von Berufsfotografen.

  • Jens schrieb am 30.06.2014

    Toller Beitrag.
    Da ist viel wahres dran. Es ist sehr Zeitaufwendig und macht einen großen Spaß. Und auch ich habemich vor kurzem mit einer neuen Kamera belohnt. Und der Punkt klein machen stimmt auch. Ich möchte bewusst hier Leute die damit Ihren Lebensunterhalt verdienen müssen nicht in die Quere kommen. Aber das ist schwierig. Es ist ein teures Hobby und ohne den ein oder anderen Nebenverdienst recht schwer weitere Anschaffungen zu ermöglichen.
    Aber ich fühle mich schon nicht mehr so Klein.

    Gruß
    Jens

  • Jan schrieb am 30.06.2014

    Danke für diesen Beitrag.

    Auch ich habe mir die Frage nach dem qualitativen Unterschied gestellt und stelle als Hobbyfotograf fest – wenn man ein Motiv sehen UND sein Equipment bedienen kann, gibt es am Ende keinen. Kann man eines von Beidem nicht, wird man kein Fotograf – weder Hobby- noch Profifotograf.

  • Roberto schrieb am 30.06.2014

    Es tut gut, als Hobbyfotograf solche Worte von einem Profi zu lesen.
    Danke dir dafür!

  • Um es mit Martin Krolops Worten auf einem Workshop zu sagen: „Ich weis nicht ob ich es nicht auch wieder gerne als Hobby machen würde, manchmal bin ich schon neidisch auf die Hobbyfotografen“ …

    Ich bin kein Hobbyfotograf, das würde ich nicht sagen, ich arbeite mit offiziellem Gewerbe und bin in der Handwerkskammer, aber ich lebe nicht von diesem Beruf. WEIL ich eben nur das machen möchte, was mir Spaß macht. Ein Hobby das auch noch Geld einbringt, was will man mehr? Auf die Diskussion über Preise lasse ich mich schon lange nicht mehr ein, wir haben freie Marktwirtschaft. Wem ich zu teuer bin, der darf gerne jemand anderen buchen.

    Was mich stört, sind die vielen „Fotografen“ die meinen Kunst ist das was sie daraus machen. Da kann ein Foto auch total furchtbar sein, wir schreiben einfach Kunst drunter und schon ist man der neue Andy Warhole…das finde ich dann optisch einfach anstrengend….

    • Kim dela Pix, deine Meinung bin ich auch. Mann kann Geld mit der Fotografie verdienen ohne gleich es Hauptberuflich zu betreiben. Ich habe mein Hauptberuf auch nicht gleich aufgegeben und so meine Freiheit als Hobbyfotograf bewahrt.

  • Daniel schrieb am 30.06.2014

    „Der Profi hat sich seine Ausrüstung nicht verdient, er braucht sie, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.“

    Stimmt wir Profis und Berufsfotografen haben ja eine Goldesel im Keller 🙂 .

    Es ist wie überall, es gibt Spinner auf beiden Seiten des Lagers und das wird auch immer so bleiben.

    • Elderin schrieb am 03.07.2014

      Da hast du was falsch verstanden, als Paddy „verdient“ schrieb.

  • Tiny Tic Tac schrieb am 30.06.2014

    Verdammt Paddy.
    Du hast geschrieben, wie ich es auch sehe. Sind wir Hamburger Jahrgang 72 wohl ähnlich.

    Ich betreibe es als Hobby. Wie du schon schriebst, kann ich Fotos machen, muss aber nicht. Wenn ich etwas mache, mache ich es aus Leidenschaft und dabei habe und nehme ich mir die Zeit.
    Da ich keinen Kommerziellen Hintergrund habe, kann ich auch 4 Std. mehr oder weniger mit dem Model verbringen denn ich nehme da kein Geld für. Ist dann einfach, sofern eine gewisse Sympathie vorhanden ist, ein geiler Tag / Nachmittag wo am Ende noch ein paar Fotos bei raus kommen und alle beteiligten sind glücklich.

    Ob ich die Qualität eines richtigen Fotografen erreiche ? Nö. Muss ich aber auch nicht zumal es schwierig ist, diese Qualität zu messen. Ist ja meist Subjektiv.

    Egal. Dein beitrag ist genial.

  • Tobias schrieb am 30.06.2014

    Und natürlich nie vergessen, was der Paule im Interview gesagt hat: Leute, die sich ihr Business mühsam aufbauen und dabei erst mal die Kleinunternehmerregel in Anspruch nehmen, darf man eh nicht Ernst nehmen.

    Schön dass mal einer die andere Seite sieht 🙂

  • Martin schrieb am 30.06.2014

    Auf den Punkt…Paddy ????

  • Raphael schrieb am 30.06.2014

    Ich mach’s kurz: Chapeau und danke!
    Un an der Stelle gleich noch ein grosses Danke für die vielen Informationen und sympathische Weitergabe and Gedanken, Tipps und Infos im Allgemeinen!

    Gruss
    Raphael

  • Wie recht Du mal wieder hast. Sehr schöner Beitrag Paddy. Ich liebe Dich ! 😉

  • Phil Grafe schrieb am 30.06.2014

    Servus,

    genau dieser Punkt mit den unterschiedlichen Notwendigkeiten ist der Ausschlaggebende. Wenn man sich (wie ich vor kurzem) als Fotograf selbstständig macht (für mich kam in dem Bereich keine Anstellung in Frage, da ich in irgendeinem kleinen oder mittleren Fotoladen definitiv an Unterforderung sterben würde) und man schauen muss dass, wie und woher man Aufträge bekommt und dann mit regelrechten Dumpingpreisen von Amateuren und/oder ambitionierten Hobbyfotografen konfrontiert wird ist das definitiv ein Schlag ins Gesicht. Im Besonderen, wenn man aus wirtschaftlichen Gründen eben nicht mit einer 5D Mk III und eine 500D nunmal nicht die selbe Qualität mit sich bringt.

    Ich will nicht ausschließen, dass es gute bis sehr gute ungelernte Fotografen gibt ebenso wie Fotografenmeister, deren Arbeiten man getrost unter Mindestanforderung verbuchen kann, doch ist der breiten Masse das Auge für Qualität verlustig gegangen – und damit meine ich „Fotografen“ gleichermaßen wie Kunden. Ich finde, dass, um Fotografie als Produkt oder Leistung (gleich als was von beiden es nun klassifizieren will) anzubieten, einfach auch das handwerkliche Verständnis und Können vorhanden sein muss (die Leidenschaft und Ambition lass ich außen vor und ist da auch gänzlich unerheblich) andernfalls ist es einfach eine herabwürdigung des Fotografenstandes.

    • Elderin schrieb am 03.07.2014

      Handwerkliches Können und Verständnis sind tatsächlich Voraussetzung. Wie überall macht Übung da den Meister und auf diesem Gebiet sollte der Profi einen Vorteil haben, er macht halt mehr Fotos. Insbesondere Leidenschaft ist aber keineswegs unerheblich, wenn es darum geht gute Bilder zu machen. Schon gar nicht gänzlich unerheblich. Da muss ich Dir widersprechen.

  • DANKE!

    Da ich gerade dabei bin, mir eine Existenz aufzubauen, tut es gut, solche Worte zu hören. Die Aussage „Hobbyfotografen machen die Preise kaputt“ musste ich mir auch schon pauschal anhören. Fand ich super. :-/ Im Gegenzug lehnt man dann schon mal einen Auftrag ab, wenn dem potentiellen Kunden die Arbeit das Geld nicht wert ist. Umsonst arbeite ich ja schließlich auch nicht.

    Wenn ich mir hier in der Umgebung die Profis anschaue und damit meine ich diejenigen Fotografen, die ein eigenes Studio haben und damit hauptberuflich Geld verdienen, kann ich kaum einen Unterschied zwischen Profi- und Hobbyfotograf erkennen, außer dass die Fotos der Hobbyfotografen oftmals ideenreicher und technisch besser sind. Komisch. Vielleicht liegt es aber auch an der Provinz.

    Gruß vom Niederrhein!

    • Marcus schrieb am 30.06.2014

      Es liegt eher daran, dass man coole Bilder machen kann, weil viele Leute das gerne als TFP machen. Wie erklärte Martin Strauss in der K&G Live Show, Du kannst ja niemanden sagen, wenn Du so ein Bild willst musst Du mir 2.000 € bezahlen, weil das würde es kosten, wenn jeder seinen gerechten Lohn bekommt.

    • Marcus schrieb am 30.06.2014

      Schöner Artikel. Egal ob Profi, Amateur oder was auch immer, ist es doch wichtig, das man Fotos macht die einen glücklich machen und die Menschen, für die man das eventuell macht. Ein Grund wieso ich das vielleicht nie Hauptberuflich machen werde, weil ich Hauptsächlich nur Dinge machen möchte, an denen ich Spaß habe und nicht weil ich Rechnungen bezahlen muss. Ich merke immer wieder, wenn ich jemanden einen Gefallen tue, dann sehen die Bilder auch so aus.

    • Nancy schrieb am 30.06.2014

      hi, ich finde ja die Bilder der Profilfotografen in meiner Gegend sehen alle gleich aus. Gleicher Ort, gleiche Posen. Fällt besonders bei Hochzeitsbildern auf.

    • Elderin schrieb am 03.07.2014

      Man braucht sie ja nur den Kommentar eines „Profis“ hier anschauen, wenn er dort schreibt „Ambition und Leidenschaft sind gänzlich unerheblich.“

  • Malcolm schrieb am 30.06.2014

    Seit einigen Tagen stehe vor der Frage, ob ich mir eine sehr teure Kamera kaufen soll.
    Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass ich selbst unter Hobbyfotografen eher in einer der unteren Hierarchiestufen bin, weil ich in den meisten Fällen nur zum iPhone greife. Und doch spiele ich mit dem Gedanken vielleicht mehr daraus zu machen.

    Es handelt sich um eine Kamera, die du in einem anderen Beitrag sehr hochgelobt hast und laut eben diesem Beitrag sogar zu Profisessions mitnimmst. Das hat mich sehr verunsichert, um ehrlich zu sein. Nachdem ich jetzt diesen Beitrag gelesen habe, bin ich motivierter und werde wohl doch mein Konto ausreizen.

    Vielen Dank! Auch im Namen meiner Frau, die sehr von dieser Kamera profitieren wird. 😉

  • Leslie schrieb am 30.06.2014

    Ich finde das Wort „Amateur“ hat längst nicht mehr das Wort „nur“ dabei. Ich habe in meinem Leben so viele sehr gute Amateure kennen gelernt, dass es das Wort „nur“ für nicht mehr gibt. Die Stufe nach unten ist eher „Knipser“. Das hat aber auch wenig mit der Kamera zu tun, sondern mit seiner Gestaltung. Ich kenne Leute, die machen mit einem iPhone (hauptsächlich Frauen) bessere Bilder wie Leute, die ich schon mit fetter Ausrüstung auf meinen Seminaren erlebt habe. Der schlechteste Fotograf in den 30 Jahren, hatte eine fast komplette Leica-Ausrüstung dabei, mit allem Zubehör das man zur Ausleuchtung von Modellen braucht. Dagegen hat ein anderer Fotograf – auch mit Leica – diese verkauft und macht auch mit der anderen Marke Top-Fotos. Er hat bei Wettbewerben fast alle Preise gewonnen die es so gibt. Auch ein Amateur aber nicht „nur ein Amateur“.

  • Julius schrieb am 30.06.2014

    Nur mal nebenbei erwähnt…!

    Fotograf ist ein Lehrberuf mit 3 Jahren Ausbildung und einem Gesellenbrief. Anschließend kann auch noch eine Meisterprüfung abgelegt werden.

    Oder alternativ ist auch ein qualifiziertes Studium möglich!

    Die unklare Gesetzteslage und das Eintragen, der HWK’s von jedemin die Handwerksrolle, als Fotograf „zur Zeit ohne Qualifikationsnachweis“ tut ihr übriges!

    Übrigens in Hamburg ist eine der besten Meisterschulen für Fotografen und in Kiel gibt es eine der besten Fachschulen der Welt..!

    Ich möchte hier nicht noch weiter auf dieses elende Thema eingehen.

    Jahrgang 72 sagt mir auch was….

    Die runinierten Preise lassen sich nicht weg diskutieren. Qualitataiv hochwertige Ausbildungen können so auch nicht mehr stattfinden…!

    • David schrieb am 30.06.2014

      Also ich brauche kein 20 % vom Inhalt meiner damaligen Ausbildung heute noch. Ach die ganzen Schulen, die sich gerne als „Elite“ bezeichnen. Ich kenne Quereinsteiger, die viel erfolgreicher sind als Absolventen dieser Schulen.

      Und Erfolg ersetzt halt sehr viele Argumente. Und das jammern mit „die Preise sind kaputt“ hat doch nichts damit zu tun.

      Wenn Du gut bist, dann kommt der Erfolg und man kann davon leben

      Erfolg ersetzt eben viele Argumente.

      • Elderin schrieb am 03.07.2014

        Klar sind Schulen und eine entsprechende Ausbildung klasse. Es ist aber aus meiner Sicht auch so, dass es niemals leichter war als heute, sich mit entsprechendem zeitlichen Aufwand Unmengen an Wissen anzueignen. Allein was es (auch Dank Paddy) im Internet gibt ist ein unfassbarer Schatz.

        Das die notwendige technische Ausrüstung heute entsprechend gut und von (fast) jedermann erschwinglich ist, tut ihr übriges, dass der Unterschied zwischen Amateur und Profi geringer geworden ist.

        Ich denke aber der Profi genießt aber gerade bei „wichtigen“ Jobs einen Vertrauensvorschuss. Man kann sicher sein, dass er konsistente Leistungen abliefert – den Job erledigt. Egal was passiert (oder was kaputt geht).
        Der Amateur nimmt sich die Zeit, die der Profi oft nicht hat. Ich denke darin liegt ein weiterer wesentlicher Unterschied. Das kann sowohl positiv, als auch negativ sein. Hat man nicht alle Zeit der Welt und muss man unter allen Umständen abliefern, dann hilft es einfach, wenn man das beruflich macht. Der unvermeidliche Druck der bei entsprechenden Jobs entsteht, kann einen Amateur eher überfordern.

    • Fred schrieb am 30.06.2014

      Hallo Julius,

      irgendwie kann man diese Sichtweise verstehen. Allerdings sehe ich das mittlerweile überhaupt nicht mehr so dramatisch. Ein Schulabschluss ist in meinen Augen eher nur noch ein Indiz dafür, dass derjenige nicht ganz blöd ist. Ich spreche hier nicht als Fotograf, sondern als Softwareingenieur. Ich habe Fachabitur, Informatik-Ausbildung und abschließend mein Diplom gemacht. Keine Schule hat mir wirklich Programmieren beigebracht. Ich habe mir alles selbst, mit Hilfe von Büchern und dem Internet, hart erarbeiten müssen. Die Breite, Tiefe und Schnelllebigkeit einzelner Themengebiete kann heutzutage von keiner Schule mehr abgedeckt werden. Dazu kommt, dass man die meisten Schulen, selbst den Großteil des Studiums, mit besseren Noten besteht, wenn man den Stoff auswendig lernt. In meinem Studium waren es wirklich nur 2 Kommilitonen, die etwas von der Materie verstanden und verstehen wollten. Der Rest hat sich da irgendwie nur durchgemogelt. Das Ganze führt letztendlich wieder nur zu der Aussage, dass man einen guten Programmierer nicht daran erkennt, ob er studiert hat oder nicht. Man erkennt ihn auch nicht daran, ob er Feuer und Flamme für sein Handwerk ist. Manch ein Fotograf übertreibt es alleine schon beim fotografieren von Hochzeitsgästen, in dem er sie ständig belästigt und um Bilder bettelt.

      Ich habe bisher alle beiden Kategorien (Hobby- und Berufsfotograf) beobachten dürfen. Ich glaube da war auf beiden Seiten alles dabei. Von Arroganz, Angeber, Penetrant, rumrennende Paparazzo, Top-Fotograf aber arsch-teuer, Profis die mit Blitz-Ready-Beep in der Kirche rumrennen… Den Abschuß brachte letztens eine Fotografin auf der Hochzeit einer Freundin. Sie machte bei Mittagssonne Fotos von der Braut und den Gästen, was eigentlich ich angefangen hatte. Ich versuchte zuvor die Gäste nicht in die Sonne schauen zu lassen, da die Schatten in der Augenhöhle viel zu hart waren. Reflektor oder Blitz hatte ich nicht dabei. Dann kam Madam und drehte sie direkt in die Sonne. Sie hatte aber einen Blitz. Später fragte ich sie freundlich, ob ich mal ein zwei Bilder davon sehen kann, wie diese mit dem Blitz geworden sind. Der Schatten war natürlich nicht weg. Ohne, dass ich sie kritisierte, meinte sie dann sehr hochnäsig, arrogant und in einer Selbstverliebtheit, dass sie ja Profi sei und als Profi Photoshop hat. Na dann viel Spaß.

      • Harald schrieb am 03.07.2014

        Danke Paddy, und danke auch Fred!

        @ Julius: Ja es wird schwieriger, als Profi mit den entsprechenden Auslagen lukrative Jobs an Land zu ziehen. Echte Qualität wird da immer wichtiger. Es muss ja nicht unbedingt wahnsinnig „kreativ“ oder gar „Kunst“ sein, wenn ich mal ein Familienfoto oder was nettes mit den Kindern will, wenn´s einfach handwerklich solide ist.
        Aber hey, was da letztens der Profi-Meisterprüfungs-Platzhirsch und Innungshäuptlichg unserer 300.000-Einwohner-Stadt bzw. 1.300.000-Einwohner-Provinz letztens bei der Erstkommunion meines Großen abgeliefert hat (übrigens auch Blitz-Ready-Beep!) ist nicht nur in meinen Augen keinen Bruchteil seiner Einnahmen wert, die ihm diese eine Stunde + Aufwand (Präsentationsmappe in Klarsichtfolie, Bildbestellung über die Lehrerin) eingebracht hat. Ich meine okay, es war „nur“ eine Erstkommunion und keine Hochzeit… Aber dafür wäre er ja ein Profi, dass er egal was auch immer adäquat hinkriegt, oder? Und für den Umsatz den er damit gemacht hat kriege ich ein ebenfalls-Vollzeit-Profi-Zweimannteam für mindestens 3 Hochzeiten inkl. allem Drumherum all inclusive, also sorry…

        Liebe Profis, ich kenne einige von euch vor denen ich wirklich den Hut ziehe, handwerklich als auch was das „Auge“ angeht. Aber wie ist denn das jetzt eigentlich mit diesen pseudokreativen professionellen Studioportraits? Wird dieser Kanon aus immergleichen Bildern (am auffälligsten: Kind mit Flügerln, Kind mit Weihnachtsmannmütze, Kind mit Stofftieren im Koffer sitzend, … ähnliches ließe sich auch bei Erwachsenenportraits aufzählen) deshalb gemacht, weil es so viele hirnverbrannte Kundschaften gibt die wirklich auf diesen Kotzbrockensch****dreck stehen und es verlangen, und drum macht man´s halt weil´s Geld bringt, oder schlucken die Kunden das weil sie selber keine konkreten Vorstellungen mitbringen bzw. dem Profi der wo sich ja auskennen tut nicht ins Handwerk pfuschen wollen oder was, und der Profi macht´s halt so weil er ja sooo viel Routine hat und sich nicht den Kopf zerbrechen bzw. sich mit der Individualität des Motivs beschäftigen muss wenn er in die altbewährte 90erJahre-Mottenkiste greift? Oder müssen sich einfach die Requisiten amortisieren? Und warum will so einen Bockmist nie jemand von mir, egal ob für Geld oder als Freundschaftsdienst? Au Mann, wenn ich so was machen müsste, da bin ich wirklich froh kein hauptberuflicher Vollzeitprofi zu sein… Weil für sowas ist wirklich jedes Honorar / Schmerzensgeld zu niedrig gegriffen…

  • Sebastian schrieb am 30.06.2014

    Toll beschrieben. Sehe ich genauso. Auch wenn ich „nur“ es zum Hobby mache 🙂

  • Fran schrieb am 30.06.2014

    Danke für diesen Beitrag, der es so total auf den Punkt bringt, dass ich da echt nichts weiter sage als: Vielen Dank, könnte dies genau so unterschreiben!

  • Alexander schrieb am 30.06.2014

    danke.

  • Michael Quack schrieb am 30.06.2014

    Ein schönes und herzerfrischendes Plädoyer für die Schwarzarbeit.
    Da geht jedem ehrlichen Steuerzahler das Herz auf vor so viel Offenheit.

  • Heiko schrieb am 30.06.2014

    Hallo Paddy,

    klasse Beitrag und auf den Punkt gebracht.

    LG aus Kassel

    Heiko

  • Feyzi schrieb am 30.06.2014

    Hallo Paddy,

    mit Deinem Blogbeitrag hast Du meines Erachtens Recht. Es ist schön, seinem Hobby nachgehen zu können, ohne, zumindest meistens, dass da Druck dahinter ist.

    Wenn man so Deine Arbeit verfolgt, was ja dank einer gewissen Transparenz, die Du durch verschiedene Beiträge schaffst, möglich ist, dann bekommt man schnell den Eindruck, dass Du ein Workaholic bist. Du scheinst Dir ja nur den Montag als freien Tag zu gönnen, ansonsten bist du gefühlt nur auf Achse. Würdest Du sagen, dass ist das Standardpensum eines Fotografen oder ist das jetzt bei dir mehr oder weniger eine Ausnahme? Würdest Du auch mit weniger ein gutes Auskommen erzielen oder ist das schon eher ein Muss? Wenn man sich an dem, was man von dir mitbekommt orientiert, dann könnte man denken, dass da für Freizeit nicht mehr viel Zeit da ist. Bei dem einen oder anderen geht es ja unter Umständen auch um mehr, sprich Kinder oder ähnliches, was definitiv noch Zeit benötigen würde.

    Eventuell ist das ja mal ein Thema für die nächste Podcast-Folge… 🙂

    Beste Grüße in die Hansestadt

    Feyzi

  • Hallo Paddy,

    mal wieder ein toller Beitrag. Genau dieses Thema hatte ich mir auf meine To-Do-Liste meines Blogs geschrieben. Da ich auch im Netz immer wieder die mühseligen Diskussionen zwischen Profi und Amateur mitbekomme.

    Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht. Für mich ist die Unterscheidung zwischen Profi und Amateur bzw. Hobby relativ leicht. Profi macht es Berufsmäßig und Hobby halt nicht. Es ist für mich überhaupt keine Qualitätsfrage und bin froh, dass es andere genauso sehen.

    LG Daniel

  • Steffen schrieb am 30.06.2014

    Toller Eintrag, den ich als Hobbyfotograf glatt unterschreiben kann.

    Oft wird man von Nichtfotografen anhand der verwendeten Kameratechnik zu den Professionellen geordnet. Z.b. Fotoerlaubnis innerhalb einer Burg – alles Kein Ding, Packst du aber eine Vollformat aus gilt die Erlaubnis nicht mehr, weil du damit Profi, bzw. kommerziell unterwegs bist. (Ist so einem Freund passiert)

  • Viktor schrieb am 30.06.2014

    Gehr Seil! ich meine, sehr geil! 😀
    macht wirklich spass zu lesen.

  • Alex schrieb am 30.06.2014

    Hallo Paddy,
    Vielen Dank für diesen tollen Blockbeitrag.
    Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
    VG
    Alex

  • Hallo Paddy
    erstmal nen herzlichen Dank an Dich und die anderen dir geistig Verwandten K&G, Kaplun, Staiger, Hollywood und…und…und…Ihr kennt sie ja doch alle 🙂
    Ohne Euch wuesste ich NIX vom fotografieren.
    Zum Thema „Jobs wegnehmen“…auf das laeufts ja im enteffekt hinaus……seh ich das etwas diffenrenzierter…..ich hatte letztes Jahr auf Rechnung fuer eine Baeckerei neue Leuchtkasten Bilder der aktuellen Produkte erstellt….ausser Erfahrung unterm Strich nix verdient weil ichs eben fuer ein minimum gemacht habe…..aber haette ich oder ein fotograf das selbe fuer das 4fache angeboten haette die Baeckerei es nicht gemacht…..das Ergebniss sehe ich so, die Baeckerei hat neuegute Bilder in der Auslage….ich habe Erfahrung gesammelt und ein Profi hat nix verloren weil bei Ihm diese Bilder keiner bestellt haette fuer nen normalen Preis.
    Bei Hochzeiten , Firmenfeiern und alls die hochpreisigen Auftraege muss man sich auch leisten koennen……Klar koennte man sagen wer sich seine Hochzeit nicht fuer 2,3oder4 tausend € fotografieren lassen kann der hat halt pecht gehabt, aber eben auch die „armen“(jetzt nicht wort woertlich nehmen) wollen eventuell fuer solche Events ein paar Bilder machen lassen….und fuer die sind halt die Hobbyisten da….weils die halt umsonnst oder fuernen knappen Unkostenbeitrag machen

    Gruß Thomas

  • ebaer schrieb am 30.06.2014

    Joh, das sollten sich alle Hobbyfotografen, die es beruflich machen wollen VORHER durchlesen. Denn der Punkt ist: Wenn es beruflich gemacht wird – sprich damit sein Lebensunerhalt verdient werden MUSS, dann vergeht schnell mal die Lust am Samstag abend oder Sonntag bei schönem Wetter nochmal 1.200 Fotos anzuschauen, auszuwählen und zu bearbeiten. Und das vielleicht auch noch schlecht bezahlt.

    Fotograf ist inzwischen ein Beruf geworden, wo alleiniges Handwerk nichts mehr die Einkünfte sichert. Ich vergleiche ihn mit der Schauspielerei: man braucht sehr viel Können und noch mehr Glück um damit genügend verdienen zu können und kann nie sicher sein, dass nicht morgen jemand den nächsten Auftrag wegschnappt.

  • Hille schrieb am 30.06.2014

    Vielen Dank für diesen spitzenmäßigen Beitrag, bei dem ich gefühlt um 20cm gewachsen bin 🙂
    Weiterhin möchte ich anmerken, dass ich die Art und Weise wie du schreibst sehr „erfrischend“ finde, wie wäre es mit Schriftsteller als neues Hobby? 😉

  • Torsten Thies schrieb am 30.06.2014

    Schöner Blogeintrag!

    … das „nur“ spielt bei mir keine Rolle.

    Für mich ist eine Berufsfotograf jeder, der für seine Areibt Geld bekommt, auch wenn es nur der kleine Beitrag zu einer neuen Ausrüstung ist … Amateure sind für micht diejenigen, die garkein Geld mit ihrem Hobby verdienen.
    Was nun die Qualität der Arbeit angeht, gibt es sowohl Berufsfotografen die von machen Amateur in dei Tasche gesteckt werden wie umgekehrt.

    Also ist die Arbeit die zählt, das Ergebnis, egal ob es „nur“ ein Amateur ist oder ob er Berufsfotograf ist!

    Glück Auf!
    Torsten

  • Jörg schrieb am 30.06.2014

    Ich kann mir vorstellen, dass dieser Beitrag bestimmt polarisiert und jetzt einiges zu tun ist, um die unsachlichen und anfeindenden Kommentare der „Profis“ raus zu filtern.

    Was für mich diesen Blog einfach sehr sympathisch macht, ist die Un-Eitelkeit solcher Beiträge.

    Zum Beispiel findet sich hier kein stures Votum pro Vollformat, kein in anbiedernder, arroganter Video-Zweisamkeit von „Profis“ vorgetragenes runtermachen von Hobbyisten durch „Bildkritik“ an deren Fotos, sondern stattdessen einfach eine interessante Anlaufstelle für alle Anhänger der Fotografie.

    Das zeigt, man kann die Bodenhaftung auch behalten, ohne in ferne Länder zu reisen.

    Einfach so.

    Bestimmt Genetik. Klasse, weiter so!

  • Marcus schrieb am 30.06.2014

    Lieber Paddy,

    ich bleibe „nur“ Hobbyfotograf und kümmere mich eben nur um das machen von Bildern 😉
    Alle die die Fotografie als Broterwerb betreiben haben eine Reihe von zusätzlichen Aufgaben. Du hast es ja selbst schön ausgeführt.
    Von daher kann ich das „nur“ nicht als abwertend sehen, sondern als Luxus sich nur auf das machen von Bildern fokussieren zu können. Als „nur“ Hobbyfotograf darf ich mir aussuchen was ich machen will und was nicht…und wann und wann nicht…und wie und wie nicht 😉

    Danke für die Schützenhilfe für die Hobbyfotografen, aber ich denke die brauchst es amS gar nicht.

    Cheers,

    Marcus

  • Dietmar schrieb am 30.06.2014

    Paddy wenn du jetzt in Dresden wärst würde ich einfach sagen, „Darauf trinken wir jetzt einen, alles gesagt“.
    In diesem Sinn, dir und allen anderen Prohobby-Fotografen eine schöne Woche.

  • Hallo Pady,

    auch ich habe Hobbys und zwar wie du es dir denken kannst die Fotografie und den Modellflug. Ich bin dankbar dafür das ich mir die beiden Hobbys finanziell leisten kann. Auch ich mache ab und zu mal für ein paar Euros Fotos von Hochzeiten und anderen Aufträgen und ich muss sagen das ich mich dabei manchmal nicht so ganz wohl fühle denn ich mache ja damit dem Berufsfotografen das Geschäft kaputt. Aber auf nachfragen warum mich die Leute gebucht haben war nicht der Preis der Grund sondern die Bilder. Danke das du diesen Beitrag geschrieben hast denn der hat den Wunsch nach einer Selbstständigkeit von mir doch in etwas weiterer Ferne gerückt und ich mache erst mal weiter als “ Hobbyfotograf“.

    • Michael Quack schrieb am 01.07.2014

      Stefan Heppe:
      Das Hotel Adlon geht nicht pleite nur weil man in Berlin für 17 Euro übernachten kann, und Du nimmst keinem Berufsfotografen den Job weg. Wenn der einzige Unterschied zwischen einem Berufsfotografen und einem Amateur der Preis ist, dann hat der Berufsfotograf verdient den Job nicht zu bekommen. Das schlechte Gewissen ist allerdings berechtigt. Das was Du machst wird amtlich nämlich als Schwarzarbeit und Verstoß gegen die Gewerbeordnung angesehen. Wer Geld für Hochzeitsfotos nimmt, betreibt ohne jedes Vertun ein meldepflichtiges Gewerbe.

      Wenn Du Pech hast, schreibt jetzt gerade ein ordentlich gemeldeter Fotograf in Finsterwalde eine Abmahnung. Das ist nämlich das was solche Artikel nicht vermitteln. Die Handwerkskammern stecken zwar wenig Energie in Weiterbildung, aber sie schreiben Monat für Monat reihenweise Abmahnungen für „Hobbyfotografen“ die Hochzeiten gegen Geld fotografieren.

    • Marc schrieb am 01.07.2014

      @Stefan:
      Wenn es, so wie du schreibst, nicht der Preis war, warum dich Hochzeitspaare gebucht haben, sondern deine Bilder, warum bist du dann nicht so fair gegenüber den „hauptberuflichen“ Hochzeitsfotografen und nimmst anständiges Geld dafür?
      Ich bin mir fast sicher, das sich dann der eine oder andere Auftrag für dich erledigt hat und es doch der Preis und nicht deine Bilder sind.
      Einen Tag lang Hochzeitsfotos machen und dann nur ein paar hundert Euro zu nehmen…., da langt doch jedes Hochzeitspaar gerne hin 😉

  • Alex schrieb am 01.07.2014

    DANKE!!!

  • Klasse Post und erstklassige Meinung.

  • eccolo schrieb am 01.07.2014

    Super Beitrag.
    Nur in einem Punkt stimme ich nicht überein: Hobby, Amateur, Beruf und Profi sind an sich völlig eigenständige Bezeichnungen, die immer gerne durcheinandergeworfen werden – oder Hobby wird mit Amateur und Beruf mit Profi gleichgesetzt. Das ist aber quatsch! So kann ein Hobbyfotograf auch Profi sein, und ein beginnender Berufsfotograf ist Amateur. Deswegen gibt es ja auch Hobbyfotografen die viel coolere Bilder machen als manche Berufsfotografen – sie haben einfach Talent oder stehen nicht unter dem kommerziellen Erfolgsdruck.
    Die Bezeichnung Profi und Amateur kennzeichnen dabei das Können und die Erfahrung des Fotografen, und da gibt es sicherlich mehr Abstufungen als nur die beiden Extreme (z.B. ambitioniert, semi-professionell, …)
    Paddy hat völlig recht, die Diskussion zwischen Hobby- und Berufsfotograf ist müßig und unnötig. Wichtig ist, was am Ende herauskommt, egal ob einer Anfänger oder Profi, Hobby- oder Berufsfotograf ist. Ich glaube, wir sollten Fotografen nur nach Ihren Ergebnissen beurteilen, weder wie sie sich selbst sehen, noch welche Ausrüstung sie mitbringen.
    eccolo

  • Christian schrieb am 01.07.2014

    Genau auf den Punkt…Dankeschön! …und ab jetzt einfach ohne „nur“ 🙂

    Grüße
    Christian

  • Dirk schrieb am 01.07.2014

    Ich denke auch, Hobby- oder Profifotograf unterscheiden sich in aller erster Linie darin, dass der eine das aus Spaß macht, der andere es kommerziell betreibt.
    Die Ergebnisse, die dabei hinten raus kommen, sollte man nicht durch diese Wortwahl entscheiden oder vorbelegen.

  • FunknipsPRO schrieb am 01.07.2014

    Na werden Beiträge die eine andere Meinung vertreten nicht veröffentlicht? Finde ich schade. Meine Kritik richtet sich ja nicht gegen den tollen Beitrag sondern an einige der Antworten. Gruß aus Berlin

    • Paddy schrieb am 01.07.2014

      Eine andere Meinung ist schon ok. Aber anonymes Rumgepoltere von einem Starfotografen passt mir vom Umgangston nicht hierher. Etwas mehr Respekt.

  • Stefan schrieb am 01.07.2014

    Hallo Paddy,

    Dein Beitrag scheint doch den Nerv getroffen zu haben, wie sonst lassen sich die zahlreichen Kommentare erklären…
    Ich denke, der Satz „ich bin nur ein Hobbyfotograf“ kann auch anders verstanden werden. Es ist ein Stück weit auch ein Eingestehen der eigenen Unzufriedenheit und Unsicherheit im Zusammenhang mit den eigenen fotografischen Kölnnen. Dieses „nur“ beinhaltet daher vielleicht eine Entschuldigung dafür, dass der Hobbyfotograf die Bilder nicht so hinbekommen hat, dass er voller Stolz verkündet: „Das ist mein Werk und es sieht geil aus!!!“ Ob der Profi ein besseres Foto gemacht hätte, sei an dieser Stelle dahingestellt.

    Eine Anmerkung sei am Schluss noch erlaubt: Ich frage mich ohnehin, weshalb beim Begriff „Amateur“ oder „Hobbyfotograf“ bzw. „Profi“ eine Qualitätsbeurteilung impliziert wird. Diese Qualitätsbeurteilung bezieht sich lustigerweise aber häufig auf unterschiedliche Dinge: Manchmal bezieht sie sich auf Bildergebnisse, manchmal aber auch auf das Equipment, das der Fotograf sein Eigen nennt. Spätestens hier fällt auf, dass die Begriffe „Amateur“ oder „Profi“ völlig unterschiedlich bewertet werden: Wenn jemand als „Amateur“ betitelt wird, wird das selten als Kompliment verstanden. Der Begriff „Profi“ adelt aber den Angesprochenen.

  • FunknipsPRO schrieb am 01.07.2014

    Hallo Paddy,

    na wenn dem so ist und meine Antwort „respektloses Herumgepoltere“ war, was ich keineswegs so empfunden habe, werde ich mir weitere Antworten in Zukunft wohl ersparen. Vielleicht solltest Du ein Hinweis unter dem jeweiliegen Blog einstellen „Bitte nur zart besaitete Antworten posten!“ Und der Wunsch nach Anonymität kann und sollte niemandem in der heutigen Zeit negativ angelastet werden. Die Email ist ganz normal auf mich registriert. Wo ist also das Problem? Vielleicht weil ich mit meinen Aussagen einige Punkte auf den Kopf getroffen habe? Ist egal. Viel Spaß und alles Gute mit dem Eye Wash Blog für Sensible.

  • Daniel Man... schrieb am 01.07.2014

    Gut gebrüllt Löwe!
    Solche Texte motivieren einen immer wieder aufs neue 🙂
    Danke!

  • Sascha schrieb am 01.07.2014

    Tolles Statement, gut geschrieben und kann ich zu 100% beipflichten!
    Diese Erfahrung „Profi vs. Amateur“ durfte ich vor ca. 1 Monat selbst wieder mal erleben, als ich in Regensburg auf der Dult die letzte Sequenz meines Zeitraffervideos gemacht hatte.

    Wenn man dann mit Geringschätzung behandelt wird, denn Zeitraffer macht ja momentan eh jeder. Er hat dann auch noch den ganzen Workflow zerpflückt, wie das funtkioniere und warum und wie das überhaupt gehen sollte, Bilder zu einem flüssigen Film zusammenzustellen. Meine Antwort war nur „Ist mir eigentlich egal, wie oder was. Hauptsache ich weiß, was ich machen muss, damit ich zum gewünschten Ergebnis komme.“
    Der gute Mann hatte wohl eine Nikon D3 oder D4, hat aber von gleicher Position ein, zwei Langzeitbelichtungen gemacht.

    Klar, das weicht ein wenig vom Thema ab, aber dennoch – ein Hobbyfotograf wäre mit Interesse dabei gewesen, hätte höchstwahrscheinlich keine „“versuchsweise niederschmetternden““ Fragen gestellt und wäre vielleicht selbst auf den Geschmack gekommen.

    P.S.: Falls der nette Mensch das hier lesen sollte – schöne Grüße, ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis 😉

  • LENE schrieb am 02.07.2014

    Sehr geehrter Herr, Ihr obiger Blogbeitrag wird seit Tagen intensiv auf dieser Seite diskutiert.
    http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1450980

    Es wäre schön, wenn Sie sich dort einmal zu dem Thema äußern könnten.

    • Paddy schrieb am 03.07.2014

      Wow, das ist viel. Aber leider zu viel, um es mir durchzulesen. Wenn Du eine Frage zu dem Blogpost hast, dann stell sie bitte hier.

  • Norman schrieb am 04.07.2014

    Jup, zusammengefasst: Einem Bild sieht man nicht an, ob es von einem Amateur oder einem Profi gemacht wurde.

  • ? schrieb am 06.07.2014

    Sehr schöner Arikel!

    Das Thema polarisiert Fotografen seit die Digitale Fotografie aufgekommen ist.
    Durch die Digitale Fotografie ist es viel einfacher (und auch kostengünstiger) geworden Fotos mit guter Qualität zu produzieren.

    Was bleibt wenn der Qualitätsunterschied den ein Kunde von einem einem Profi Fotografen wegfällt?

    Ein härterer Konkurenzkampf.
    Ich kann die „Rumpelstilzchen“ Mentalität nicht verstehen. Wenn ein Profi sein Geld mit Fotografie verdient braucht er einen Berreich, der nicht so einfach von jedem Hobbyfotografen nachgemacht werden kann.
    Wen das der Fall ist und sein Geschäftsmodel untergraben wird muss er sich einen anderen Berreich suchen.

    Das Meckern und aufplustern das oft mit dem Theme Fotografie verbunden ist, ist denke ich der Versuch eine Hirarchie aufzubauen. WIe oft habe ich schon gehört „Meine Kamera ist toller“, “ Meine Speicherkarte hat mehr MB /GB“ ect…)

    Toller Artikel und echt faszinierend was für eine Diskusion dadurch im DSLR Forum breitgetreten wurde.

    Beste Grüße

  • Sergej schrieb am 06.07.2014

    Hallo Paddy

    Danke sehr für die inspirierende und motivierende Worte.

    Besonders der Satz „Die Ergebnisse aus dem Amateurlager sind oft sogar deutlich besser als die vieler Profis“ ist schon sehr motivierend.

    Aber das stimmt, wenn ich mal mit meiner Kamera auftauche und Bilder mache, kommt von vielen „Machst du das als Hobby oder auch beruflich?“ bei den Endergebnissen staunen die Leute dann umso mehr.

    Gruß
    Sergej

  • Tondu schrieb am 07.07.2014

    Super geschrieben! Das trifft genau ins Schwarze…
    Statt Profi vs. Amateur würde ich sagen dass es eher um Berufsfotograf vs. „ich muss davon ja nicht leben“ Fotograf geht.
    professionelle, tolle Bilder können beide machen (unprofessionelle, schlechte übrigens auch!) und auch beim Equipment geht es quer durch alle Möglichkeiten. Da gibt es ja immer noch die „analog Leica“ Fraktion die beruflich fotografiert und davon leben kann und den Amateur mit der D4s in der Hand…das Feld ist da so bunt durcheinander und so vielseitig, dass einem fast der Kopf schwirrt 😉
    Aus meiner Sicht gewinnen aber alle davon, dass es heute keine Hexerei mehr ist überhaupt Bilder zu machen, die über Schnapschussniveau hinausgehen. Denn ohne Bilder geht doch heute gar nichts mehr. Oder kann sich heute wirklich noch jemand eine Hochzeit mit nur einem offiziellen Hochzeitsfoto und ein paar Schnappschüssen vorstellen???
    Oder einen Tierpark, der nur ein paar Plakate aufhängt und einen Tierparkführer rausgibt und das wars?
    Es werden unglaublich viele Bilder benötigt und auch geliefert. Und das aus den verschiedensten Quellen.
    Ich seh das z.B. bei meinem „Heimtierpark“. Da gibt es einen Profi, den man anruft, wenn schnell etwas bestimmtes zu machen ist und einen Stamm von Amateuren, der einen Großteil des restlichen „Bilderfutters“ liefert. Davon sind 3-4 fest eingeplant und werden auch direkt angesprochen, ob bestimmte Sachen machbar wären und dann gibt es noch einen Pool von denen, die z.B. auf FB Bilder hochladen und diese auch in Druckqualität liefern können. Das wäre in analog Zeiten nicht machbar gewesen. Da hätte es einfach die meisten Bildveröffentlichungen nicht gegeben, weil das Geld für Berufsfotografen gefehlt hat und es kaum Amateure auf „Veröffentlichungsniveau“ gab. Die Anzahl der „festen Profis“ ist übrigens in meinem Beispiel gleich geblieben, denn auch in analog Zeiten war es nur einer, der die Bilder gemacht hat…es ist also bei diesem Beispiel durch uns Amateure nicht wirklich etwas weggefallen für Berufsfotografen…aber es sind viele Bilder dazugekommen und viele davon sind auch wirklich richtig gut 🙂
    lg Annette

  • Peter Hostermann schrieb am 10.07.2014

    Danke!

  • Julia G. schrieb am 10.07.2014

    schöne diskussion. was ich als „hobbyist“ genieße, ist, dass der einzige Druck den ich habe, der ist, den ich mir selber mache. ich mache mir meine aufträge selbst und wenns nicht gelingt, verrate ich es keinem. ich hab die „nicht-geling-erlaubnis“ und kann deshalb experimentieren. neidisch, wa?

  • Danke für diese Worte! Vielleicht sollte man es einfach bei „Fotograf“ belassen, und den Zusatz davor generell streichen. Auch ohne „nur“ sind Profi und Amateur für viele doch wertende Begriffe. Ob man damit nun Geld verdient oder nicht zeigt sich im Gespräch auch so, oft ist es egal.

  • Stefan schrieb am 25.07.2014

    Die Frage für mich ist immer wie definiert man Profis? Leute die damit Geld verdienen? Mit jeder Art von Fotos? Also den ganzen Tag im Fotostudio hocken und Passfotos machen kann ich auch 😉 für mich sind Profis, Leute die mit ihren Fotos regelmäßig in Fachzeitschriften auftauchen, die richtig beeindrucken. Und da es davon recht wenige Fotografen gibt, sind wir alle gar nicht so schlecht wie manche uns das einreden wollen.

    Gerade in den Facebookgruppen ist ja immer gut was los. Stellt man ein Bild online. 5 findens schön und 318931931 finden scheiße und sie können ja soviel bessere Bilder machen und stellen es natürlich auch gleich online um ihren imaginären Penis zu zeigen, der dadurch zumindest bei mir eher schrumpft. Ich denke man sollte sich eher unterstützen, gegenseitig Tipps und Tricks verraten und ein freundliches Miteinander praktizieren, sodass man am Ende des Tages sagen kann: Hey heute wieder einem Typen geholfen sein Bild noch besser zu machen^^

  • Bennet schrieb am 29.08.2014

    Ich habe schon die schönsten Fotos von diesen Amateuren gesehen. Und wie es eben immer ist. Macht etwas mit Herzblut, erlernt sich vieles auch schneller, noch dazu wenn man ein Auge für die Fotografie hat.

    Einfach nur Mut und ausprobieren. Übung macht den Meister 🙂

Trackbacks

  1. Profi oder doch nur Amateur? - Blog von Hauke Jürgens
  2. Fotografen und der “Profi” Status: Nur Standesdünkel? | Portrait Foto Kunst