Überlegungen für ein Gigapixel-Panorama

Am 7. Mai 2010 von Paddy veröffentlicht

Ich würde ja sehr gerne mal ein Gigapixel-Panorama erstellen, da ich einfach total fasziniert bin von diesen hohen Auflösungen und der Möglichkeit richtig tief in das Bild reinzuzoomen. Leider habe ich es bisher immer nur auf Bilder um die 400 Megapixel gebracht. Also hab ich mal mein Hirn entstaubt und darüber nachgedacht was ich ändern muss um ein Panorama mit einem oder mehr Gigapixeln zu erstellen.

1. Motiv

Das Motiv darf man nicht unterschätzen. So ein Panorama wie das was ich von Hamburg gemacht habe, eignet sich nur bedingt, da ich zu wenig Motiv nach oben und unten habe. Für ein Gigapixel-Panorama wäre es daher besser wenn man sich einen hohen Punkt sucht und dann von oben schräg in die Szenerie fotografiert. Das haben auch sehr viele der Panoramen mit extrem hoher Auflösung gemein.

2. Auflösung

Die meisten Gigapixel-Panos werden mit Kameras gemacht, die 20 oder mehr Megapixel an Auflösung haben. So bekommt man pro Einzelbild schon mal eine sehr viel höhere Auflösung als ich mit meinen 12 Megapixeln der D700. Evtl. muss ich mir dann mal eine D3X oder 5D Mark II zu dem Zweck ausleihen.

3. Brennweite

Mit meinem 70-200 f/2,8 plus dem 2x Telekonverter von Nikon liege ich schon nicht verkehrt, wie dieser Test gezeigt hat. Evtl. muss ich mal schauen ob es Sinn macht ein Objektiv wie das 80-400 von Nikon zu verwenden, da es einfach viel leichter ist als die Kombi und daher einfacher zu schwenken ist. Vielleicht macht es auch Sinn auf 500 oder 600mm zu gehen, aber ich glaube eine Kamera mit mehr Auflösung zu nehmen ist einfacher, da ich ab 500mm extrem kleinste Schritte zwischen den Einzelbildern habe.

4. Motorkopf

Der Rotator an meinem Nodal Ninja 5 kann minimal in Schritten von 3,75° Grad schwenken, d.h. in der Einheit ist eine Rasterung vorhanden. Das reicht leider nicht aus für 400 mm. Ich denke, dass ich ca. 2° oder sogar noch ein bisschen weniger benötige. So einen manuellen Rotator habe ich leider bisher nicht gefunden. Daher bleibt wohl nur einen Motorkopf wie die MK PanoMachine einzusetzen. Da sind wir dann aber auch gleich in einer Preisregion, die etwas hoch ist, nur um einmal fürs Ego ein Gigapixel-Panorama zu erstellen. Mal schauen ob man so ein Teil vielleicht auch irgendwo leihen kann. Alternativ könnte man natürlich auch ständig durch den Sucher schauen und dann ohne Rasterung weiterdrehen um die Überlappung zu bekommen. Da geht zwar auch, dürfte aber sehr fehleranfällig bei der hohen Anzahl von Einzelbildern sein.

Theoretisch ist es also gar nicht so schwer ein Gigapixel-Panorama zu fotografieren, es ist aber eine ganz schöne Materialschlacht, die man wohl eher mit Leihequipment schlägt statt alles zu kaufen. Momentan ist dabei der Motorkopf noch mein größtes Problem.

Mal sehen welche Probleme dann beim Stitching auftauchen 😉

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Kommentare (13)

  • Tom schrieb am 07.05.2010

    …das ist das beste was ich dazu bisher im Web gefunden habe… vielleicht hilfts …

    http://www.paris-26-gigapixels.com/index-en.html

    Schönen Tach noch

  • Jens schrieb am 07.05.2010

    Kann man sowas nicht mit nem Schrittmotor und einem Microcontroller selberbauen?

  • Tom schrieb am 07.05.2010

    Ich finde, der Franzmann erklärt die Aufnahmetechnik und das Stitchen doch ganz gut oder. Brauch man das Fahrad ja nicht nochmal erfinden …
    Das Equipment bei Calumet bekommt man ja schon recht günstig. Bei der Bearbeitung der 2346 Einzelbilder wünsch ich gutes Gelingen 😉

    • Paddy schrieb am 07.05.2010

      Ja, der beschreibt das schon ganz gut. Hört sich aber so an, als wenn man daraus ein geplantes Projekt machen müsste.

      • Tom schrieb am 07.05.2010

        naja, so mal eben schnell ein Gigapixel-Pano zu machen halte ich auch nicht für durchführbar. Zumindest bei deinem Anspruch auf Quali wirds da schwierig …

      • Paddy schrieb am 07.05.2010

        Ist ja auch die Frage wie viel Gigapixel. Vielleicht sollte ich mit 1 oder 2 anfangen.

      • Tom schrieb am 07.05.2010

        klingt gut …

  • Christian schrieb am 10.05.2010

    Zum Thema Rotator und Schrittweite:
    mal so zum Ausprobieren könntest Du doch auch zwei Pixelmassen nacheinander ablichten, wobei Du zwischen beiden Aufnahmeserien dein Stativ um eine halbe Schrittweite drehst

    • Paddy schrieb am 10.05.2010

      Hi Christian,
      vielen Dank. Das ist in der Tat ein sehr guter Tipp. Muss man nur schnell sein, wegen der Lichtschwankungen.

      • Christian schrieb am 12.05.2010

        Hallo Paddy,

        das stimmt natürlich, sonst gibts am Ende noch ein Hell/Dunkel-Karo über dem Bild.
        Aber prinzipiell ist das Problem der Helligkeitsschwankungen doch eh bei jedem Pano (naja, bei 3 Bildern vielleicht nicht so ausgeprägt wie bei nem Gigapixel) vorhanden.

        Ich sehe eher das Problem, dass die Übersicht leidet. Statt wie gewohnt die Bilder in der richtigen Reihenfolge auf der Speicherkarte zu haben wären diese dann umzusortieren.
        Also Bild Nr 1, 51, 2, 52, 3, 53,…
        statt 1, 2, 3, 4, 5, 6,…
        (Beispielzahlen für Pano aus 100 Bildern)

  • Daniel schrieb am 14.05.2010

    Hier ist ein 45 Gigapixel-Panorama zu finden:
    http://gigapan.org/gigapans/48492/

    Erstellt hat er es mit einer Canon EOS 7D, 100-400mm f/4.5-5.6 L auf 400 mm und diesem Kopf:
    http://gigapansystems.com/gigapan-products/gigapan-epic-pro-product-page.html

    • Paddy schrieb am 14.05.2010

      Hi Daniel,
      der Epic von Gigapan sieht wirklich nicht schlecht aus. Der Preis ist auch noch halbwegs akzeptabel. Wäre mal cool so ein Teil zu testen.

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