Nikon D600 Test – ISO und erster Eindruck

Am 22. September 2012 von Paddy veröffentlicht

Hier kommt mein erster Eindruck von der neuen Nikon D600. Absolutes Novum war die schnelle Auslieferung der Kamera, nur wenige Tage nach der Ankündigung. Bei den Händlern und auch bei Amazon ist sie bereits erhältlich.  Nikon, das habt Ihr gut gemacht. So ein Disaster wie bei der D800 Auslieferung braucht kein Mensch.

Besonders viel konnte ich mit dem guten Stück noch nicht machen, aber immerhin gibt es schon mal einen ersten Eindruck und ein paar ISO-Testbilder.

Mit letzterem will ich auch gleich beginnen. Ich bin mit der D600, D700 und D7000 in den Keller gegangen, habe abgedunkelt und jeweils mit identischen Einstellungen ein paar Fotos gemacht. Mit den unteren ISO-Werten will ich Euch gar nicht langweilen, sondern komme gleich zum interessanten Teil. ISO 3200, 6400 und 12800. Alle Bilder wurden als JPG in den Kameras aufgenommen mit der internen Rauschreduzierung. Die RAWs sehen deutlich schlimmer aus, da sie noch in einem RAW-Converter behandelt werden müssen, nur wird die D600 noch nicht von Lightroom unterstützt. Ich denke die JPGs sind ein ganz gutes Indiz dafür, was die Kameras können.

Jeweils von links nach rechts in der Reihenfolge D7000-D700-D600

ISO 3200

D7000-ISO3200 D700-ISO3200 D600-ISO3200

  

ISO 6400

D7000-ISO6400 D700-ISO6400 D600-ISO6400

  

ISO 12.800

D7000-ISO12800 D700-ISO12800 D600-ISO12800

  

Habt Ihr auch mehr erwartet, bzw. grössere Unterschiede? Jo, da war ich aber auch etwas platt. Natürlich sieht man die Unterschiede. Der kleinere Sensor der D7000 ist deutlich unterlegen, aber die Ergebnisse sind noch lange keine Matsche, vor allem wenn man bedenkt, dass wir hier von ISO 3200 bis 12.800 sprechen. Vielleicht sollte man doch etwas öfter auf die interne Rauschunterdrückung zurückgreifen.

Die Nikon D600 holt meiner Meinung nach etwas mehr aus den Tiefen heraus. Im direkten Vergleich bei ISO 6400 zur D700 suppt die D700 doch etwas in den Tiefen ab. Aber hey, auch hier: ISO 6400. Ich würde der D600 schon die beste Leistung bescheinigen, hätte jedoch einen grösseren Abstand erwartet. Im Vergleich zur D7000 ist er relativ deutlich, die D700 ist aber noch immer kein altes Eisen. Bedenken sollte man jedoch, dass die D600 mit doppelter Auflösung daher kommt und sogesehen, ist die ISO-Leistung dann natürlich schon deutlich besser als bei der D700.

Der Blick durch den Sucher

Der erste Blick durch den Sucher erinnert mehr an eine Crop-Kamera, denn an die bisherigen FX-Modelle. Die 39 Autofokuspunkte sind leider sehr zentral angeordnet und gehen noch weniger zu den Rändern als bei der D4 oder der D800. Das ist wirklich sehr schade, zumal mich bereits bei der D4 nervt, dass die AF-Punkte nicht weiter an die Ränder gehen. Abgesehen davon sitzt der AF auf den Punkt und hat selbst bei dunkler Umgebung keine Probleme. Die Testbilder oben wurden bei sehr wenig Licht gemacht, da hat sich die D600 mit Abstand am besten geschlagen.

Bedienkonzept

Die Bedienung und das Layout der Knöpfe erinnert mehr an die D7000 als an die D700. Klar, die D600 ist auch als Consumer-Kamera positioniert. Dem Absteiger von einem Profimodell fällt als erstes der fehlende AF-ON Knopf aus, was aber kein Problem ist, da man die AE-L Taste als AF-ON programmieren kann, was dann auch die erste Amtshandlung meinerseits war. Leider ist es auch bei der D600 noch immer nicht möglich die 100%-Ansicht bei der Wiedergabe auf die OK-Taste zu legen. Die sonstigen Bedienelemente sind so, wie man sie von Nikon-Kameras kennt. Gegenüber der D7000 wurde der Record-Knopf für die Videofunktion neben den Auslöser verlegt. Insgesamt keine Überraschungen hier, was ich sehr positiv finde.

Das Moduswahlrad hat nun einen kleinen Nupsie in der Mitte, den man drücken muss, bevor man ein anderes Programm wählen kann. So kann man nicht mehr versehentlich in einen anderen Modus rutschen.

Haptik und Grösse

Die Nikon D600 hat in etwa die Grösse der D7000, vielleicht ist sie minimal grösser. Für meine Hände passt die Grösse sehr gut, nicht zu klein, aber immer noch klein genug als Reisekamera. Wer es etwas grösser mag, kann den optionalen Batteriegriff  MB-D14 dazu kaufen. Als Ergänzung, bzw. Alternative zur D4 für mich genau richtig.

Schärfe

Ich bin ja der Meinung, dass das Thema Bildqualität nicht wirklich diskutiert werden muss, denn alle Kamerahersteller bauen mittlerweile super Kameras, die klasse Bilder hervor bringen. Für mich ist aber das Thema Schärfe immer sehr wichtig und da hatte ich bei der D4 gegenüber der D700 einen richtigen Aha-Effekt. Da liegen Welten dazwischen. Während bei der D700 jedes Bild nachgeschärft werden musste, entfällt das bei der D4 fast komplett und das sogar bei RAWs. Also habe ich eben mal schnell von unserem Terrier ein paar Fotos gemacht, auch hier JPG direkt aus der Kamera.

Und hier noch mal ein Crop in S/W, da man da meiner Meinung nach die Schärfe besser beurteilen kann.

Wow, das sieht super aus. Ich muss dazu sagen, dass sich mein Hund nicht als bestes Objekt für Schärfetests herausgestellt hat, da die Haare teils sehr dicht sind. Umso überraschter war ich, wie gut hier die Details heraus kommen. Fokus lag übrigens auf dem linken Auge (aus Kamerasicht).

24 Megapixel

Die JPG-Dateien bei 24 Megapixel habe eine Größe von knapp 8 MB, die NEFs haben um die 30 MB. Das ist nicht gerade wenig. Meiner Meinung nach sind 24 MP aber ein ganz guter Kompromiss, der zum einen die Freunde der hohen Auflösung bedient, zum anderen aber noch nicht vollkommen zu den Sternen greift, wenn es um die Dateigrösse und nötige Rechenpower geht. 16-18 MP halte ich momentan für ideal, wenn es um Reportage geht, z.B. Hochzeiten. Die 36 MP der D800 sind noch immer ziemlich fett und bestimmt für viele ein Nicht-Kauf-Grund.

Liveview

Ich bin kein grosser Nutzer von Liveview, mag es aber sehr, dass ich bei der D4 direkt eine Vorschau des fertigen Bildes bekomme. D.h. ich sehe wie die Belichtung wird. Das ist leider bei der D600 nicht so, hier ist die Liveview-Anzeige immer gleich hell.

Erstes Fazit

Die Nikon D600 (Amazon Link) kostet aktuell knapp 2.000,- €. Das ist nicht ohne. Beim Sensor hat Nikon jedoch meiner Meinung nach einen Volltreffer gelandet. Extrem scharf, extrem rauscharm und jede Menge Dynamikumfang, wenn man den Tests von DxOMark glauben darf. Dort setzt sie sich nämlich direkt hinter die D800 und sogar noch vor die D4. Dieser Sensor gehört eigentlich in die D800.

Das grösste Problem werden Besitzer von Kameras im Format einer D700 haben. Die D600 ist vom Sensor deutlich vorne, steckt aber in einem Consumer-Gehäuse. Das ist ärgerlich. Wen das nicht stört oder wer z.B. von einer D90 oder D7000 kommt, der wird wahrscheinlich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, da es viele kleine Detailverbesserungen plus dem FX-Vorteil gibt. Letzteren lässt sich Nikon aber auch gut bezahlen, denn 2.000,- € wollen erst mal verdient werden. Da liegt auch irgendwie das Problem. Dürfte ich mir etwas wünschen, so würde ich das Gehäuse und die Funktionen der D800 nehmen, den Sensor der D600 einbauen und einen Preis von 2.295,- € drauf schreiben. Sobald sich die D600 bei 1.700,- € bis 1.800,- € einpendelt passt der Preis meiner Meinung nach.

Unterm Strich überwiegen allerdings die positiven Eindrücke, denn das Wichtigste ist nunmal der Sensor und der rockt. Wer bereit ist die 2.000,- € auszugeben wird mit einer Top-Kamera belohnt. Für mich ist sie eine ideale Ergänzung zur D4 und wird wohl meine Reisekamera werden. Für mich hat damit die D700 ausgedient.

Als Schlußsatz möchte ich sagen, dass mittlerweile alle Kameras auf so hohem Niveau sind, dass man wahllos ins Regal greifen kann und raus gehen sollte zum fotografieren.

Veröffentlicht in: D600, Hardware Tests, Nikon nach oben

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Kommentare (51)

  • Jens Wolter schrieb am 22.09.2012

    Danke für deine sehr ausführliche einschätzung.ich war beim überlegen,d800 oder d600 :-).hast mich wohl jetzt überzeugt und ich werde mir wohl die d600 anschaffen.

    les deine beiträge immer wieder gerne.

    Vg
    Jens

  • Bert Lange schrieb am 22.09.2012

    Hallo,
    eine richtig tolle Beschreibung der D600, hätte ich nicht gedacht, das sie so gut abschneidet.
    Ich muss dann wahrscheinlich mein D7000 auch verkaufen, obwohl ich mit Ihr auch meine Probleme mit der Schärfe (auf dem Punkt hin) NICHT zufrieden bin.

    LG Bert

  • Stefan aus Lilienthal schrieb am 22.09.2012

    Danke für deinen ersten Eindruck zur D600.
    Jetzt heist es „sparen“!

    Grüße aus Lilienthal
    Stefan

  • Tondu schrieb am 22.09.2012

    Danke! Auch wenn die 600 wohl ein paar Folgekosten haben wird (mit meinen Objektiven kann ich wohl noch nicht die ganze Leistung abrufen…und mehr Speicherplatz braucht man bei der Dateigröße auch!)
    sind diese ersten Eindrücke und der Vergleich doch ein echtes Kaufargument für mich. Ich hab auch auf die Farben im Hintergrund geachtet und da ist mir das geringe Farbrauschen aufgefallen. Auch da ist die 600 die beste deiner drei Testkandidaten…

    Was mich noch interessieren würde ist…was kommt raus, wenn man in den dx Modus umschaltet??
    Könntest du das mal mit der d7000 vergleichen, wenn du mal lust und zeit hast? Das wäre klasse! 😉
    lg Annette

  • Jörg l. schrieb am 22.09.2012

    Danke Dir für die Zusammenfassung. Ich sehe es übrigens genauso, den D600er Sensor in die D800 für 2.295,– das wär´s. So werde ich mal abwarten und bei 1.600,– bis 1.700,– könnte ich ins grübeln kommen. Ich bin ehrlich gesagt auch auf die Canon D6 gespannt, mal gucken, was der Sensor bringt.

    LG
    Jörg

  • Sven schrieb am 22.09.2012

    Sehr schön, auf diesen Test habe ich gewartet. Vielen Dank!
    Was mich noch interessieren würde, gibt es denn die Möglichkeit einer Back- / Frontfokus-Feinjustierung wie bei der D300?

    LG
    Sven

  • Dominik schrieb am 22.09.2012

    Vielen Dank für den Test Paddy. Ich sehe das aber ähnlich wie du. Das Gehäuse ist, gemessen am Preis von über 2k Euro, einfach ein K.O. Grund.

  • Maik schrieb am 22.09.2012

    Danke für diesen Bericht über deine ersten Eindrücke zur D600.
    Die Schärfe von deinem Hund ist ja der Knaller,wobei das schwächste Glied immer das Objektiv ist (Mit welchem wurden die Aufnahmen gemacht)? Aber auch die Hohen ISO Werte Respekt.
    Seit 2008 bin ich mit der D90 unterwegs und schaute in letzer Zeit auch immer nach einem anderen Body. Aber dadurch das es sowieso erst im nächsten Jahr ein neuen gibt, bin ich guter dinge das bis dahin der Preis noch ein wenig sinkt.

    Gruß
    Maik

  • Günter schrieb am 22.09.2012

    Hallo Paddy, schöner Vergleich der 3 Nikons und wie immer schön geschrieben.
    Wenn man bedenkt, wie weit die Kameras von der Entwicklung auseinnader liegen, kommmt schon die Frage auf – muß es wirklich eine D600 sein?!
    Ich sehe gegenüber einer D7000, welche einen Bruchteil kostet, nicht den Entwicklungssprung und die Frage kommt schon auf, was möchte Nikon erreichen. Klar die Videofunktion usw. sind hier nicht berücksichtigt.
    Was wird für den nicht Profi mit kleinem Geldbeutel angeboten oder entwickelt!
    Genau – Nichts! Zwischen einer D7000 und einer D600 liegen ca.1200,- Differenz!
    Sieht man mal von DX und FX Format ab.
    Bekommt man das wirklich als Gegenleistung?
    Höhere Auflösung oder FX verlangt auch nach immer beserem oder neuem Glas.
    Nikon möchte nicht nur die Bodys verkaufen, sondern damit verbunden auch teueres Glas und ob das klappt?!
    Nicht jeder der mit einer neuen Kamera schwanger geht, will oder kann gleich einige tausend Euronen ausgeben, weil er noch neues Glas braucht.
    Der Markt ist hart und ob nicht der ein oder andere ins andere Lager wechselt bleibt ab zu warten.
    Ich bin bei der D600 der gleichen Meinung wie Du Paddy – Ausstattung D800 mit dem neuen Sensor und 200,- Euronen mehr dann ist das Teil Rund und die Zielgruppe klar.

    Grüße
    Günter

  • hallo paddy,

    danke für den test! ist der sensor der d600 besser als der von der d800? ist es gar derselbe wie von der d4? wie ist es mit belichtungsreihen, wieviele stufen und welche blendenabstände sind möglich? bei deinen tests, sind die schärfeeinstellungen bei d700 und d600 dieselben? da sind ja doch erhebliche unterschiede zur d700. sollte meine doch bald ausgedient haben? wärst du evtl. bereit, mir ein paar vergleichs-nefs von d700 und d600 per mail zu schicken? adresse findest du im impressum meiner seite 🙂 vielen dank!!

  • Michael schrieb am 22.09.2012

    Das der Sensor der D700 in den Tiefen schwächer ist, wundert mich nicht. Der ist entwicklungsmässig von wann, 2007? Ich bin eher überrascht, wie gut der immer noch mithält.

  • Luca S. schrieb am 22.09.2012

    Das hört sich ja ganz gut an.

    Ich denke ich werde jetzt ein bisschen sparen und dann wird die D600 meine alte D70s ablösen!

  • Torsten schrieb am 22.09.2012

    Hallo Paddy,

    ich hatte die d600 und auch kurz in der Hand. Da ich mit dem Body nichts anfangen kann (mir fehlt die linke Hand) hat mich die Bildqualität nicht weiter interessiert. Wenn Du Deine D700 noch hast und verkaufen möchtest würde ich mich über eine email mit Preisvorstellung sehr freuen!
    Gruß
    Torsten

  • Hauke H. schrieb am 22.09.2012

    „Sensor gehört eigentlich in die D800“. Wg. der Bildgröße? Was ist nur los? Was machen denn Videofilme? Supercomputer? Gamer kaufen sich für 500,- eine passende Graka und einige jammern wg. größerer Dateien. Eher gehört der Preis der D4 gesenkt. 6k Euro, nee, passt nicht. Aber der Markt gibts ja her.
    Aber hier gehts um die D600. Super Kamera geworden und sogar >2000,- inzwischen. Das ist fein.
    @foto-tipps.com: Der Sensor ist nicht schärfer als der der D800 und nicht identisch zur D4. Rest steht sehr gut erklärt bei DxO.

  • Lutz schrieb am 22.09.2012

    Auch ich danke für den ersten Schnelltest der D600,
    die wohl auch ab 1.Quartal 2013 in meinen Besitz übergehen wird.
    Nicht ganz glücklich finde ich die „Kellerfotos“, da ist mir zu wenig Farbkontrast schon im Objekt vorhanden.
    Toll dagegen das Foto DEines Hundes in Farbe!

    Zu was die Kamera mit dem richtigen Objektiv wirklich in der Lage ist wird unter:

    http://www.dpreview.com/news/2012/09/13/Nikon-D600-preview-real-world-samples-image-gallery

    oder noch besser wegen der 100% Ansicht:
    http://www.imaging-resource.com/PRODS/nikon-d600/nikon-d600GALLERY.HTM

    Liebe Grüße von Lutz

  • Hi Paddy, klingt ja ganz gut, was du über die D600 schreibst, aber mich würde der Consumer-Body stören, wobei ich diesen natürlich noch nicht in der Hand hatte.

    Übrigens finde ich nicht, dass man jedes Bild der D700 nachschärfen muss, die mit hochwertigen Optiken fotografiert sind. Das kommt wohl darauf, auf wie viel Schärfe man steht 😉 LG, Conny

  • @Hauke: Naja, zu dxo, da muss ich mich ja doch mal fragen, ob man das für bare Münze nehmen kann, ich mein, die D4 mit (deutlich) schlechterem Score als die D600..!? Ich wäre nach wie vor an Vergleichs-NEFs von D700 und D600 interessiert (idealerweise mit denselben Aufnahmebedingungen)

  • Daniel schrieb am 23.09.2012

    Der Schlussatz. Wie wahr! Wie wahr.

  • Thomas schrieb am 23.09.2012

    Hallo Paddy,

    Dein Test liest sich wie immer gut! Und ja, von der D90 kommend habe ich das Grinsen im Gesicht, hatte bereits mit der D800 geliebäugelt, aber für Trekking und im Ruchsack dabei haben, ist das sicherlich der bessere Formfaktor. Und im Gegensatz zur D800 erreichen die kleinen Hände meiner Frau auch alle Bedienelemente. Vom Formfaktor nervt mich am meisten der Nupsi auf dem Moduswahlrad, irgendwie finde ich den schwer bedienbar, aber am meisten nervt, dass man uns nicht die 100%-Vergrösserungstaste geschenkt hat. Da ja das Software ist, kann man da ja noch hoffen! Könntest du da nicht mal bei Nikon ne Petition für uns machen?

    Danke für deinen Test! Thomas

  • iL schrieb am 23.09.2012

    Die ganze NIKON POLITIK geht mir zur Zeit auf den Wecker.
    Ich hatte gekauft:
    D200 wieder verkauft Meine Bewertung Top
    D7000 wieder verkauft Meine Bewertung Top
    D800 wieder verkauft und jetzt D3X
    ………..und glücklich.

    Kein Spielzeug……..keine Ü-Ei-Nikon
    hat alles was man zum fotografieren braucht.
    Ist robust und ich hatte noch nie so wenig Fehlbelichtung, wie mit dieser Kamera.
    Bin nun rundum glücklich und zufrieden!
    Ende und aus 🙂

    PS. Paddy trotzdem finde ich es Super, dass Du dir hier die Zeit nimmst und die Kameras unter die Lupe nimmst. Vielleicht kannst Du damit manche vor einem Lehrgeld bewahren.

    • Gerhard schrieb am 02.11.2012

      D800 – zu viel MP
      D600 – Plastik und klein (war schon mit der D7000 NICHT glücklich)
      D4 – brauche kein Video

      D3 rules!!!!
      …nächstes Jahr kommt dann noch eine D3x

      *als 2. Gehäuse nutze ich eine D300 – und die bleibt dann als 3.Gehäuse

  • Ralf schrieb am 23.09.2012

    Zur D600

    Die irgendwo gelesene Bezeichnung „D7000 FX“ trifft wohl am besten, was die D600 wirklich ist…

    Es gibt Leute, die mangels Erfahrung auch mit 10 B/s kein Sportfoto hinbekommen, aber ich bin froh über die 8 B/s meiner gut „abgehangenen“ D700 samt Batterieteil und 8 Akkus…

    Und das ist auch mein Hauptkritikpunkt an der D600 – die schwache Seriengeschwindigkeit der D600, die vermutlich gewollt ist. Wenn ich bei der D800 in den 25 MP 1,2-Cropmodus gehe, erhöht sich die Seriengeschwindigkeit von 4 auf 5 B/s. Und im DX-Modus und Batterieteil samt 8 Akkus werden es gar 6 B/s. Für mich hochwillkommen, die in der D800 „eingebaute“ 16 MP D7000 😉

    Wenn sich die Bildfrequenz in der D600 beim Wechsel in den 10 MP DX Modus wenigstens auf – sagen wir – 7 B/s gesteigert hätte, wäre die D600 viel universeller. Für eine kleine Lokalredaktion, die auch die eine oder andere Sportveranstaltung besucht. Für die (Zeitungsfotos) 10 MP vollkommen ausreichen und der virtuelle 1,5-fach Telekonverter des Crop-Modus hoch willkommen wäre. In diesem Fall ist es wahrscheinlich die bessere Option weiter mit einer schnellen D300/s oder D7000 zu fotografieren.

    A prospos D300/s. Ob es angesichts der „D7000 FX“ – äh – D600 noch einen „D400“ Nachfolger für die D300/s geben wird? Ich glaube mittlerweile nur noch an eine 24 MP D5200 und das war es neben der D3200 dann bei Nikon mit APS-C/DX…

    Ralf

    ISO 25600? JA! Hab ich mich bei der D700 nicht getraut… Die D600 sollte da Vorteile haben! Hier ein Beispiel aus der D800:

    http://farm9.staticflickr.com/8318/8014841922_9de15a6a03_b.jpg

    Erst nach ein paar Minuten im Inneren der Kneipe entdeckten die dann an die Dunkelheit gewöhnten Augen das Szenario, das die D800 bei ISO 25600 in unglaublicher Qualität eingefangen hat. Ich habe nicht gemessen, wie viel Blenden Unterschied zwischen dunkel und hell waren, aber es ist irre, was die D800 daraus gemacht hat. Und das ganz ohne RAW (NEF)! Wobei Photoshop mit seiner Funktion „Tiefen/Lichter“ unterstützt hat. Stativ war in diesem Fall nicht möglich, und ein bisschen Abblenden sollte auch noch möglich sein. Ein lichtstarkes Objektiv hätte also auch nichts gebracht. Das Foto wurde mit dem 28-300 VR Nikkor bei 28 mm, f/4 und 1/25 s aus der Hand aufgenommen. Es ist auch in A3+ Ausdruck noch absolut absehbar…

  • Tondu schrieb am 23.09.2012

    Komisch…warum hört sich nur so vieles zu einer neuen Kamera so negativ an? Ich will mich da selbst nicht freisprechen von den „Mosertendenzen“, aber irgendwie ist es schon lustig, wenn zuerst die d800 als „wer braucht das denn“ schlecht gemacht wird und jetzt ist sie plötzlich ein Traum…oder die d7000 die auch angeblich nix getaugt hat und jetzt ist sie plötzlich eine super Kamera die man auf jedenfall weiterbenutzt…
    Die eierlegende Wollmilchsau gibts nicht. Man muss einfach das nehmen, bei dem man die wenigsten Kompromisse machen muss.
    An der d600 gefällt mir z.B., dass Nikon der Kamera sicher noch einiges an erschwinglichen Objektiven folgen lassen wird. Denen ist offensichtlich aufgefallen, dass viele Vollformat wollen aber nicht alle 6000 Euronen für einen Body oder ein Objektiv haben. Darum werden da sicher im passenden Preissegment auch noch ein paar (lange!!!) Gläser kommen…da wird dann zwar auch wieder geunkt, aber trotzdem werden damit sicher tolle Bilder geschossen 😉
    lg Annette

  • Uwe II. schrieb am 23.09.2012

    Ich hatte die D600 gestern auf der Photokina ausprobiert und muss sagen, dass mir das Gehäuse sehr zusagt. Eine D800 ist doch schon ganz schön groß und schwer. Mag sein, dass das vielen gefällt, mir ist es zu viel. Ich habe im Moment eine D7000, und die D600 fühlt sich fast genauso an, ein klein wenig größer vielleicht noch, aber ich fand sie genau richtig. Und ich kann auch nichts schlimmes am Consumer-Body finden, denn ich bin nun mal Consumer und mache nicht von morgens bis abends Fotos.

    Auch mit den 36 MP der D800 kann ich nichts anfangen, viel zu viel, man nutzt die Auflösung ohnehin nicht und hat nur Ärger mit der langsamen Bildverarbeitung. Ich finde auch, 16 MP ist ideal, mit 24 MP kann ich auch noch leben, aber wirklich brauchen tue ich sie nicht.

    Die Bildvergleiche zur D7000 bei hohen ISOs machen mich schon neidisch! Und noch dazu die besseren Freistellmöglichkeiten! Aber hey, ein Aufpreis von 1200 € dafür? Plus noch Geld für das ein oder andere Objektivupgrade. Ne, erst einmal noch nicht. Wenn der Preis auf 1500 € gefallen ist, denke ich noch mal drüber nach.

    Ich bin gespannt auf die RAW-Bilder, mal schauen, wie viel der verbesserung vom Sensor kommt und wie viel vielleicht nur durch bessere Software in der Kamera. Interessant wäre auch noch ein Vergleich mit Bildern aus der D800.

    Auf jeden Fall schon mal ein toller erster Einblick!

  • Daniel L. schrieb am 24.09.2012

    Ich greife dann doch lieber zur D7000. Nach 1,5 Jahren sparen will ich mit jetzt auch endlich mal eine Kamera kaufen. Die D600 ist mir einfach zu teuer. Hinzu brauche ich in nächster Zeit noch ein paar Gläser. Werde schon in genau einem Jahr die Hochzeit meiner Schwester ablichten…

  • Komme von der D300 und auch mir viel die Wahl zunächst schwer; D600 oder D800. Habe mich für die D800 entschieden und bereue die Wahl nicht,vieles fand ich überhaupt nicht bestätigt wie z.B. die Notwendigkeit bestimmter Objektive, Verwackelungsgefahr usw. usw.. Die Haptik und viele Details ist einfach besser und als längerfristige Investition (werde mir vermutlich nicht nächstes Jahr wieder einen Body kaufen :-)) den Mehrpreis Wert. 36 MPixel? Warum nicht, schaden tun sie jedenfalls nicht. Wie Paddy so schön sagt, meine subjektive Mainung.

    • Ralf schrieb am 25.09.2012

      Hallo Herbert

      Genau die richtige Meinung!

      „die Notwendigkeit bestimmter Objektive“…

      Sagen wir mal so, es „geht“ nicht jedes Objektiv auf der D800. 2/24 mm MF Nikkor: unbrauchbar… 3,5-5,6/24-120 VR auf der D800: unbrauchbar… Viel besser als die DXO-Werte und wunderbar unauffällig: 3,5/18 MF Nikkor… Exzellent und für wenig Geld zu haben: 2,8/55 mm Micro MF Nikkor. Und so weiter und so weiter. Da muss man schon ein bisschen genauer hinschauen.

      „Verwacklungsgefahr“

      Die besteht auf jeden Fall! Statt mit dem 35er aus der Hand eben nicht 1/35 s sondern (viel) besser 1/125s!

      „36 MPixel? Warum nicht, schaden tun sie jedenfalls nicht.“

      Schaden tun sie nicht… Aber ich lasse mir auch nicht von Foren-„Experten“ vorschreiben dass ich eine D800 IMMER mit 36 MP „fahren“ muss. Der 25 MP 1,2-Cropmodus bringt in der Sporthalle eine hochwillkommene Steigerung der Serienbildgeschwindigkeit von 4 auf 5 B/s. Mein uraltes 4/300 wird zum 4/360 und schlägt sich auch auf der D800 sehr gut. Und im 1,2-Modus wird das 1,8/35 mm DX zum „noch geheimeren Geheimtipp“ 😉 Damit habe ich nicht die geringsten Hemmungen das 2,8/17-55 DX auf der D800 im 1,2-Modus einfach weiter zu benutzen – ab ca. 24 mm. Um mich dann von besagten Forenkaspern beschimpfen zu lassen, das ginge doch nicht. Wer eine D800 hat, hätte gefälligst auch das 2,8/24-70 Nikkor zu kaufen. Außerdem ist es „streng verboten“ in der D800 das JEPG-Format zu verwenden. Solche Leute verstummen aber gewöhnlich sofort, wenn man nach der Menge ihrer Veröffentlichungen in Hochglanzmagazinen oder nach der Menge der großformatigen Bilder, die bei ihnen zu Hause an der Wand hängen, fragt. ICH bestimme weiterhin, in welchem Format die Fotos in der Kamera gespeichert werden und welches Objektiv ich bei welcher Gelegenheit auf die D800 montiere…

      Außerdem zwingen 25 MP das schwachbrüstige Airbook bei Bedarf (unterwegs) nicht so in die Knie wie die volle Auflösung.

      Ralf

  • Olli schrieb am 26.09.2012

    Moinsen,

    schon etwas dekadent Paddy, die 600er als Drittcam zu nehmen. Bei Deinem Scherben-Fuhrpark mag das ja noch Sinn machen aber ich persönlich halte das Teil für eine Nikon-Panne mit Canon-Haptik. Bei dem Preis wurde zu sehr an vermeitlichen „Pro-Komponenten“ gespart. Wenigstens einen 100%-Sucher hätte Nikon beim Fx-Einstieg mal springen lassen können. Da behalte ich lieber meine D700 als Reisecam.

    LG
    Olli

  • Apropos Gläser:
    Benutzt doch mal wieder die alten Nikkore, wenns nicht gar so schnell gehen muss.
    Früher gab´s nur „Vollformat“.
    Ich freu mich schon, mein feines 25-50er von 1981 statt an der D3100 an der „echten“ Vollformatigen zu betreiben…
    Und endlich mehr in der Hand 🙂
    -> Manuell Fokus mit etwas mehr elektronischer Unterstützung. So wirds bei mir werden.

    Und immer gut Licht,
    Micha

    • Ralf schrieb am 26.09.2012

      Hallo Micha

      >> Benutzt doch mal wieder die alten Nikkore, wenns nicht gar so schnell gehen muss.
Früher gab´s nur “Vollformat”. <<

      „JEIN“

      Das „alte“ Vollformat, der Kleinbildfilm stellte keine so hohen Anforderungen an die Optik. Gutmütig ist noch die D700. Die D800 „sortiert“ gnadenlos aus. Und die D600 liegt ja „irgendwie“ dazwischen… Als „Reminiszenz“ an die eigene Vergangenheit hatte ich noch ein 4,5/28-45 mm, Nikons erstes Weitwinkel-/Normal-Zoom. Für DX Blödsinn, auf der D700 na ja und auf der D800 unbrauchbar, wie auch mein 3,5-5,6/24-120 VR…

      Lass dich aber nicht davon abhalten dein „feines“ 25-50 im Vollformat zu probieren! Denn das Zoom ist gegenüber dem 28-45 die modernere Konstruktion. Aber sei nicht enttäuscht, wenn es nicht hinhaut.

      Erfolgreich erprobt habe ich diese alten Nikkore:

      3,5/18 AI-S MF eigentlich nicht geeignet für die D800. In der Praxis viel besser als es die Theorie (DxO) weismacht…
      2,8/24 mm AF („Stange“ ohne „D“) sehr ordentlich zwischen f/5,6 und f/11 (Beugung!)
      2,8/35 mm AI-S MF noch besser als das 24er AF
      2,8/55 mm Micro AI-S MF immer noch sensationell gut!
      4/105 mm Micro AI MF Wie das 55 mm Micro
      2,8/180 mm AF-ED („Stange“, erste Version) Preiswert bekommen und doch kein Alteisen…

      Und für den Urlaub auf der D800 ohne (!) Batterieteil am Slingshot-Riemen ein Traum: das 28-300 VR Nikkor. Wirklich alles andere als ein „Suppenzoom“. Zumindest mein Exemplar. Aber Erfahrungen muss wohl jeder selbst machen. Hängt ja auch von den Vorlieben und der Art der Fotografie ab. Wer Lust hat findet hier noch weitere Informationen zum Thema Objektive für Vollformat:
      

      http://www.photoscala.de/grafik/2012/Nikon-Nikkor-Objektive.pdf

      http://izibook.eyrolles.com/store/search?search_text=Nikon

      Ralf

      PS.: Und sag es keinem weiter: das 10-24 mm Tamron ist bei 15-18 mm IM VOLLFORMAT grandios auf der D800!

  • Guter Bericht, dankeschön!

    Was ich aber einfach nicht verstehe: Der Bildausschnitt der D600 ist meist nicht so nah dran wie der der D7000? Sofern alle das gleiche Objektiv drauf hatten, müsste der Ausschnitt doch fast gleich sein…?

    16MP x 1,5 Cropfakror = 24MP

    24MP hat „zufälligerweise“ die D600, somit sollte sich der Cropfaktor ziemlich genau ausgleichen??

    • Matthias schrieb am 30.09.2012

      Mit DX Objektiv hat die D600 10 (und nicht 16) Megapixel. Der Cropfaktor bezieht sich nicht auf die Megapixel, sondern auf die Brennweite (Objektiv mm mal 1,5)

      • Ja, das ist mir klar… aber damit der Test aussagekräftiger wird, sollte man doch für beide Kameras dasselbe Objektiv verwenden (also ein FX)..?

        Schraube ich also ein FX Objektiv mit sagen wir mal 100mm FB an beide Kameras, müsste die 100% Ansicht bei beiden den gleichen Bildausschnitt zeigen (zumindest annähernd).

  • Tondu schrieb am 27.09.2012

    Seit gestern nenne ich ein D600 mein eigen 🙂
    Und das erste Ausprobieren hat mir ein Grinsen ins Gesicht gehängt, das seitdem nicht mehr weggehen will. Klar…ich bin eine d90 Aufsteigerin, da ist das natürlich ein größerer Sprung als für Besitzer der FX Vorgänger. Aber wie auch die d90 habe ich das Gefühl die d600 ist wieder so eine Kamera, die eine Klasse für sich bildet. Der Brückenschlag zwischen ambitionierten Amateuren und Profis. Und wenn sich keine „Erstauslieferungsfehler“ zeigen, wie bei den beiden großen Modellen d800 und d4 dann ist Nikon mit dem Teil wirklich ein ganz großer Wurf gelungen.
    Aber bevor ich dazu mehr sage, werde ich die Kamera erst einmal ausprobieren, ausprobieren und ausprobieren 🙂
    lg Annette

    • Matthias schrieb am 30.09.2012

      Ich habe seit Freitag eine D600 und bin auch absolut begeistert (vorher: D5100).
      Das Ding ist die perfekte Mischung aus Vollformat, Bedienbarkeit und Größe/Gewicht.

  • Martin schrieb am 28.09.2012

    Vielen Dank für deine ersten Tests und Eindrücke. Wie beurteilst du denn die ISO-Vergleiche und Tests „D7000 vs. DD600“ von deinem Kollegen von gwegner.de?
    Sein ISO-Verlgeich spricht ja eine andere Sprache. Oder habt ihr einfach nur jeweils die FX und die DX-Brille auf? 😉
    Ich hatte die Möglichkeit auf der Photokina einige Fotos mit der D600 zu machen und bei mir auf einer SD abzuspeichern und die Bildqualität sprach schon eine deutliche Sprache (im Verlgiech zu meiner geschätzten D5100).
    Kannst du mir bestätigen, dass der ISO-Unterschied zu D5100/D700 doch erheblich ist? (Und zwar auch in den niedrigen Stufen.)

  • Martin schrieb am 28.09.2012

    Entschuldigung, Korrektur:
    Kannst du mir bestätigen, dass der ISO-Unterschied zu D5100/D7000 (Tausend) doch erheblich ist? (Und zwar auch in den niedrigen Stufen.)

    • Paddy schrieb am 28.09.2012

      Ich finde schon, dass die D600 deutlich besser im Rauschverhalten ist, als die D7000. Wobei es mir gar nicht so sehr um das Rauschen geht, sondern viel mehr um die Dynamik und Schärfe. Gerade die Dynamik in den unteren ISO-Bereichen ist hervorragend. Allerdings muss ich auch noch mal abwarten, bis Lightroom endlich die D600 unterstützt. Letztendlich hilft aber nur „selbst ausprobieren“.

      • Martin schrieb am 28.09.2012

        Vielen Dank für deine Antwort!
        Die Frage nach dem Unterschied in der Bildqualität zwischen DX und FX stellt sich für einen, der umsteigen möchte ja grundsätzlich immer.
        Ich habe definitiv das Gefühl, dass ich mit meiner DX Kamera all zu oft an die Grenzen des Machbaren stoße und selbst bei ISO 100 gewisse Abstriche machen muss und nicht ganz glücklich bin.
        Habe wie erwähnt einen Schnappschuss mit der D600 bei ISO 2500 gemacht und war schon recht angetan, da ich auch in der 100% Ansicht ein tolles Bild hatte. Vielleicht habe ich mich auch nur durch die 24 MP täuschen lassen.
        Aber wie du sagst, neben ISO spielen natürlich Dynamik und Schärfe noch eine entscheidende Rolle und wenn du hier klare Unterschide siehst, dann freut mich das 🙂

  • Matthias schrieb am 30.09.2012

    Vielen Dank für den Testbericht. Nach Blick auf die JPGs hat es mich überrascht, wie gut immerhin die D7000 abschneidet. Nicht nur ist sie rauscharm, auch nicht sehr weit von den VF Kameras entfernt.

    Allerdings musste ich das ein bißchen revidieren, nachdem bei dpreview jetzt RAW Vergleiche erschienen sind. Da bringt der VF Sensor der D600 dann doch eine volle Blendenstufe (ISO 3200 VF ist dann doch vergleichbar mit ISO 1600 DX).

    Spricht für D600 / D700 gegenüber D7000.

  • Christian schrieb am 06.10.2012

    Zunächst: herzlichen Dank an Paddy für den ausführlichen Bericht.
    Ja – ich gebe zu: ich hatte auch ein Auge auf die D600 geworfen. Doch aus folgenden Gründen habe ich inzwischen Abstand zu dem Teil genommen:
    1. Haptik nicht besser als bei der D7000
    2. Kein großer Sucher wie bei der D800/D4
    3. enttäuschendes Preis-Leistungsverhältnis
    Bevor ich also einem gewissen ‚Pixelwahn‘ verfalle, habe ich mir lange über die Vor-und Nachteile Gedanken gemacht.
    Sicher – die D600 spielt in der sog. ‚Consumer-Liga‘ – dann verstehe ich aber den Preis nicht so ganz. Ich hatte Gelegenheit mal die D600 mit der D7000 im Laden zu vergleichen. Da ist aber auch kein anderes ‚Anfass-Gefühl‘ wie bei der D7000. Mein größtes k.o-Kriterium ist der Sucher. Bei dem Preis hätte ich einen größeren Sucher erwartet – leider Fehlanzeige.
    Dann galt es abzuwägen, ob mich diese Kamera auch wirklich weiterbringt. Ich glaube nein ! Die 24MP nützen letztendlich nur demjenigen, der 100%-Vergrößerungen machen und anschließend mit dem Bild eine Foto-Tapete an die Wand nageln möchte.
    Außerdem entstehen u.U. zusätzliche Kosten durch Objektiv-Neuanschaffungen – außer man nutzt den DX-Modus – was ja einem keiner verbietet. So schöpfe ich aber nur den kleineren Teil der Leistung aus !
    Zusätzlich wäre dann noch ein neuer Rechner fällig, weil meiner langsam in die Knie geht.
    Sorry, aber so wird das nichts mit einer Hochzeit zwischen mir und der D600.
    Mein Fazit: mit dieser Kamera hat sich meiner Meinung nach Nikon ins Knie geschossen. Der Preis ist nicht heiß, sondern erkaltet bei einem Preisvergleich mit der D800 ganz schnell.
    Und mal ehrlich: wer hat schon seine Fotos in Hochglanzmagazinen untergebracht und fotografiert grundsätzlich mit ISO 25.000 nur bei Kerzenlicht ? Und wenn, dann kann man die Fotos immer noch mit einer Software ‚entrauschen‘.
    Schaut doch mal bei einschlägigen Foto-Gemeinschaften wie z.B. flickr vorbei und vergleicht die Fotos, die mit den Kameras (D600/D7000) gemacht wurden. Irgendwelche Unterschiede gröbster Art erkennbar ? Nein. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: die meisten Fotofreunde werden ihre Fotos im Internet zeigen – und da wird komprimiert bis die Schwarte kracht. Der Vorteil der D600 ist somit schnell dahin.
    Allen Neu-Besitzern der D600 viel Freude damit und allen D7000-Besitzern: nicht traurig sein – die Kamera bleibt für den Hobby-Fotografen immer noch erste Wahl 😉

    Allzeit ‚Gutes Licht‘ wünscht
    Christian

  • Michael schrieb am 06.10.2012

    Überlegungen FX oder DX (speziell D600 oder D7000)

    Hallo zusammen,

    also ich möchte einfach mal meine Überlegungen mitteilen, vielleicht ist es ja für den einen oder anderen ein Denkanstoß…

    Angefangen bei D70s, über D80, D200, D300, D300s bin ich dann vor ca. einem halben Jahr bei Vollformat gelandet (D700).

    Durch ständige Recherche im Netz war mir natürlich schon immer klar, daß erst gute Optiken ein (mögliches) Potential einer DSLR ausschöpfen können. Bis zur D300s war ich noch mit „normalen“ Objektiven unterwegs:
    – Tamron 17-50 VC
    – Nikkor 70-300 VR
    – zeitweise Nikon 55-300 VR
    – zeitweise Tokina 11-16

    Letztendlich habe ich doch festgestellt, daß ich mehr Tele als Weitwinkel einsetze, und es blieben das Tamron 17-50 und das Nikon 70-300 VR übrig.

    Und in Urlauben (gerat ebei Safari oder Portraits aus grosser Entfernung) war ich sehr glücklich über den Crop-Faktor, hatte ich doch dann satte 450mm, die ich oft auch wirklich benötigte.

    Dann habe mich (wie alle) vom Vollformat-Hype verrückt machen lassen und mir eine gebrauchte D700 gegönnt. Die Bildqualität war bei der D700 schon sehr gut (so weit ich das als ambitionierter Fotograf beurteilen kann). Trotzdem habe ich schon die fehlenden 150mm (300 statt 450) vermisst. Der jetzt bessere Weitwinkel war mir ja eh nicht so wichtig.

    Nun dache ich mir: wenn schon eine D700, dann auch vernünftige Optiken. Also wurde angeschafft:
    – Nikon 70-200 2.8 VR II
    – Nikon 24-120 4.0 VR
    – Nikon 85mm 1:1,8 G

    Das 70-300mm habe ich verkauft, weil es ja nun nicht mehr in den „guten“ Objektivpark „passte“ – war sicherlich ein Fehler. Jetzt fehlen mir satte 250 mm 🙂

    Gut, kann man sicher mit Teleconverter einigermaßen kompensieren, oder es müsste ein weiteres Objektiv (z.B. 80-400mm) angeschafft werden.

    Fazit:
    Also eigentlich war für mich das DX-Format doch sinnvoller, da es eher meinen Anforderungen entspricht.

    Habe zwar gerade eine D600 gekauft, aber überlege, nun doch zur D7000 „downzugraden“. Für den fast zweieinhalb-fachen Preisunterschied bekommt man sicher nicht zweieinhalb-fache Leistung bei der D600. Obwohl bei http://snapsort.com/compare/Nikon-D600-vs-Nikon_D7000 die Bildqualität der D600 als hervorragend eingestuft wird.
    Mich stören aber auch die so eng angeordneten Fokusfelder der D600. Die Idee, dann einfach mit der D600 einen größeren Bildausschnitt abzulichten, um dann anschließend zu croppen (damit man auch mal auf ein Motiv ganz links oder rechts in der Ecke fokussieren kann), kann ja wohl nicht die Lösung sein 🙂

    Das 70-200 sowie das 24-120 machen auch an der D7000 sicherlich eine gute Figur – vielleicht kommt dann wieder ein Tamron 17-50 2.8 dazu. Das Nikon 85mm 1:1,8 würde ich dann wieder verkaufen, da eine 130mm Festbrennweite (an DX) nicht so richtig sinnvoll für mich ist.

    PS: Habe gelesen, daß die D7000 für Landschaften super sein soll und für Portraits eher nicht – wie seht ihr das?

    • Christian schrieb am 07.10.2012

      Hallo Michael,

      keine Frage – die D7000 ist für beides sicher gut. Kannst dich ja gerne auf meiner Homepage überzeugen 😉 Ich hatte mich von einigen ‚Scherben‘ getrennt und fotografiere fast nur noch mit Festbrennweiten. Das ist aber mehr meinem derzeitgen Themenschwerpunkt ‚Straßenfotografie‘ geschuldet. Klein, handlich, günstig und gut – so sind meine Kriterien eines Objektivs. Warum also nicht auch ‚alte‘ D-Nikkore nutzen ?
      Ich habe viel Lehrgeld gezahlt, weil ich mir vorher unüberlegt Objektive gekauft hatte – Motto: muss ich haben. Muss man NICHT !!! Und mal ehrlich – wer sieht denn schon einem ins Netz gestellte Foto an, ob es mit der D7000, der D700 und irgendwelchen ’scharfen Linsen‘ gemacht wurde ? KEINER ! Schaue dir doch mal bei ‚flickr‘ die hochgeladenen Fotos an – Unterschiede erkennbar ? Tippe im ‚Suchfeld‘ bei flickr das entsprechende Objektiv ein und du bekommst genügend Beispiele geliefert. Da sind selbst die verpönten ‚Reisezooms‘ mit guten Bildern dabei ! Der Crop-Faktor hat auch noch den Vorteil, dass Randunschärfen so gut wie gar nicht vorkommen. Bei Vollformat schon !
      Ganze Heerscharen von Pixelpeepern die jedes Pixel mit Namen und Adresse ansprechen, wollen dir weismachen, dass dieses oder jenes Objektiv mit dem oder den Kameras nicht geht.
      Einfach mal überlegen, wofür man den ganzen Kram den braucht ? macht man es beruflich ? Muss ich Kunden bedienen, die meine Fotos in Hochglanzmagazinen abdrucken ? Habe ich Hochzeiten zu fotografieren und muss die Fotos im DIN A3-Format abdrucken ? Dann sollte man sich eine Profi-Cam zulegen.

  • f2.8 schrieb am 09.10.2012

    Hallo!
    Ich hatte auf der Photokina 2012 sowohl die d800, als auch die d600 ein wenig testen können. Die Bilder, die ich mit der d600 geschossen und mir zu Hause in Ruhe anschauen konnte waren klasse. Der Body hat mich mit seiner Haptik und den fehlenden Schnittstellen/Funktionen (Fernsteuerung, AF-on…) leider überhauptnicht angesprochen.
    Wie schon beschrieben, hätte der Sensor etwas mehr „Fleisch“ verdient!!!
    Vielleicht haben wir ja Glück und NIKON ließt hier mit 😉
    Danke für den schönen Test!

  • Hallo zusammen,
    dem positiven Urteil von Paddy über den Sensor der D600 kann ich mich anschließen, aber nicht der Auffassung, dass die D700 zum „alten Eisen“ gehört. Ich habe das Rauschverhalten der D600 mit der D700 auf meinem Fotoblog projekte.momente-der-natur.de verglichen. Die D600 ist besser, aber die D700 schlägt sich hervorragend! Also: Weiter mit der D700 arbeiten und nicht verkaufen!
    Allen hier viel Erfolg mit ihren Nikon DSLR!

  • stonehenge schrieb am 10.10.2012

    Hi Paddy!
    Du schreibst:

    Ich bin kein grosser Nutzer von Liveview, mag es aber sehr, dass ich bei der D4 direkt eine Vorschau des fertigen Bildes bekomme. D.h. ich sehe wie die Belichtung wird. Das ist leider bei der D600 nicht so, hier ist die Liveview-Anzeige immer gleich hell.

    Nun meine Frage: Ist das bei der D700 auch so, oder bekomme ich dann wie bei der D4 die Vorschau eines fertigen Bildes??
    Außerdem habe ich gelesen dass man im Video-Modus nicht die Blende verstellen kann sondern aus dem Liveview rausmuss um sie zu ändern?! Reicht da nicht die automatische ISO-Anpassung beim filmen??
    Danke für Antworten

    Gruß

    stonehenge

    • Paddy schrieb am 11.10.2012

      Bei der D4 siehst Du Live was passiert. Kannst auch die Blende verstellen und bekommst das direkt angezeigt. Bei der D700 ist das meines Wissens nicht so, habe aber jetzt auch nicht noch mal nachgeschaut.

  • Ich finde, man sollte das Thema nicht zu theoretisch angehen. Testbilder sagen mehr als 1000 Worte. Deshalb habe ich einen neuen eigenen kleinen Beitrag auf projekte.momente-der-natur.de veröffentlicht. Die D600 ist nach meinen bisherigen Erfahrungen ein guter Kompromiß, wenn man auf die eigentlich nur für spezielle Zwecke sinnvoll einsetzbare D800 verzichten will, aber eine FX-Kamera mit höherer Auflösung braucht. Natürlich kann man trefflich über den Preis der D600 meckern – aber wer das tut, muß sie ja nicht kaufen …

  • stonehenge schrieb am 13.10.2012

    Hi Paddy!

    Das „BlendenNICHTverstellenkönnen“ im Liveviewmodus meinte ich bei der D600. In anderen Foren liest man, dass manche nur deswegen gleich die D800 kaufen. Oder denkst du auch dass die automatische ISO-ANpassung reichen wird in den meisten Fällen. Würdest du do etwas mal testen um u.A. mir die Kaufentscheidung zu erleichtern???
    Danke und Grüße

    Stonehenge

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