Unscharfe Bilder trotz Autofokus – was man da so machen kann

Am 8. April 2012 von Paddy veröffentlicht

Wer kennt das nicht? Man hat einen Autofokus und schafft es trotzdem immer wieder reihenweise Fotos zu versemmeln. Passiert mir auch und daher habe ich mich mal mit meinem Kumpel Josh hingesetzt und wir haben den Autofokus etwas genauer untersucht. Genau genommen den der Nikon D4. Dieser ist gegenüber der D3 und D700 noch einmal verbessert worden, aber die Tipps aus diesem Artikel lassen sich auch auf alle anderen Kameras von Nikon mit den 51 AF-Messpunkten übertragen. Das meiste gilt auch für andere Kameras mit weniger Messpunkten, ebenso Kameras anderer Hersteller funktionieren ähnlich, jedoch müsst Ihr evtl. mal in Eure Anleitung schauen bzgl. der Funktionen und Begriffe.

Autofokus fein justieren

Zunächst haben wir eine paar Aufnahmen mit unterschiedlicher Blende gemacht um zu sehen wie sich die Schärfe dabei unterscheidet. Die Fotos wurden mit dem Nikon 85mm f/1.4 G gemacht. Ab f/2.0 war alles fein, aber bei f/1.4 war mir das Bild doch etwas zu matschig. Das wollte ich so nicht hinnehmen und habe den Autofokus über die Feinjustierung im Systemmenü vorgenommen. Das Vorher/Nachher Bild zeigt den Unterschied. Ich war einerseits erschrocken, aber andererseits auch positiv überrascht was man da raus holen kann. Das 85er ist bei f/1.4 rasiermesserscharf. Verdammt, ich liebe diese Linse. Die Bilder sind übrigens JPGs direkt und unbearbeitet aus der Kamera.

An der Augenbraue seht Ihr, dass der Fokus zu weit vorne lag. Ich musste ihn dann um 15 Punkte nach hinten schieben. Welche Einheit das bei der AF-Feinjustierung ist, kann ich Euch nicht sagen, aber ich nehme an, dass es 1/10 mm sind. Demnach könnte man den Autofokus um insgesamt 4 mm pimpen. Beim nächsten Service-Temin werde ich mal nachfragen ob das in der Toleranz ist oder ob die das auch beim Service noch weiter justieren können. Nach dem Ergebnis habe ich auf jeden Fall erst mal auch noch das 50/1.4, 24/1.4 und 70-200/2.8 justiert. Das 70-200 sass auf den Punkt, aber bei den anderen war noch ein bisschen Luft drin, jedoch nicht so stark wie beim 85er.

Bei solchen Tests ist es übrigens ratsam die Bilder direkt zum Rechner zu übertragen, um sie gleich in anständiger Größe beurteilen zu können. Wir haben dieses mal Shuttersnitch verwendet und dort die Schärfe beurteilt, was auch sehr gut geht. Noch viel genauer geht es natürlich mit diesen Testcharts zur Fokuskontrolle. Spätestens hier musste ich dann beim direkten Vergleich anerkennen, dass das Display des neuen iPad tatsächlich viel besser ist als bei meinem 1er.

Grundsätzliches Problem

Je nach Abstand und Brennweite kommt es häufig vor, dass das Auge kleiner als das Messfeld im Sucher ist. Achtet mal darauf. Bei 85 mm und f/1.4 und geringem Abstand liegt die Schärfentiefe im Millimeter-Bereich. Ich kann Euch nicht genau erklären wie ein AF funktioniert, aber ich weiss, dass er Kontraste benötigt, blauen Himmel fokussieren geht nicht. Nun stellt sich die Frage woran sich der AF bei einem Auge orientiert? Ist es der Übergang zwischen dem Weiss und dem Augenlied? Sind es die Wimpern? Oder ist es die Falte oberhalb des Lieds? Ich weiss es nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass die Pupille nicht unbedingt den Autofokus anzieht, sondern eher alles drum herum. Schaut man von der Seite, so liegen da schon einige Millimeter an Höhenunterschied in so einem Auge. Mir ist wichtig, dass die Pupille scharf ist. Also bin ich so nah ran gegangen wie möglich, damit das Auge möglichst gross ist und so konnte der AF sich auf die Pupille einschiessen. Das klappte ganz gut.

Sobald man die Blende ein bisschen schliesst und etwas mehr Abstand hat, stellt sich das Problem nicht mehr. Aber ich fand es interessant welche Schärfe man letztendlich auch bei f/1.4 erzielen kann, wenn man ganz genau arbeitet. Die Trefferquote bei f/1.4 nimmt aber doch ab, vor allem wenn Bewegung im Spiel ist und so ist mein Tipp: Nur weil Ihr Blende 1.4 habt, müsst Ihr nicht immer damit fotografieren. Blende 2.0 bis 2.8 ist oft deutlich stressfreier und macht immer noch schöne Bokehs.

Nachdem nun erst einmal sicher gestellt war, dass der Fokus auch passt konnte es an die eigentliche Aufgabe gehen. Ich wollte wissen ob ich an meiner Fokussiermethode etwas ändern kann, um eine höhere Trefferquote an scharfen Bildern zu bekommen.

Fokus and Recompose oder Pacman

Viele von Euch verwenden bestimmt Fokus and Recompose. D.h. man fokussiert mit dem mittleren Messfeld auf den Punkt, den man gerne scharf hätte, speichert den Fokus und baut dann das Bild neu auf indem man die Kamera verschwenkt. Das ist bequem. Anders herum geht es auch, d.h. erst den Bildaufbau vornehmen und dann fokussieren. Dafür muss man den Messpunkt an die richtige Position verschieben. Seitdem die D4 so coole Joysticks hat, ist das mein persönliches kleines Pacman-Spiel 😉

Fokus and Recompose ist bequem und geht schnell, hat aber auch seine Tücken. Durch das Verschwenken der Kamera kann man sich eine kleine Unschärfe einfangen. Besonders bei offener Blende und kurzem Abstand kann die Auswirkung so stark sein, dass das Bild zu unscharf ist. Die Pacman-Methode dauert länger. Bei jedem Foto den Fokuspunkt zu verschieben kann schon nerven. Ausserdem befinden sich an den Rändern die schwächeren Messfelder. Was also tun? Am besten mal die Anleitung genau lesen und sich mit den verschiedenen Autofokus-Funktionen beschäftigen.

Dynamik, 3D und AF-C

Den Unterschied zwischen AF-S und AF-C kennt Ihr sicherlich. Bei Canon heisst das One-Shot und AI-Servo. Bei AF-S fokussiert man einmal und dann bleibt der Fokus so lange gespeichert wie man die Fokustaste gedrückt hält. In AF-C arbeitet der Autofokus die ganze Zeit mit. Das ist vor allem bei bewegten Motiven sehr hilfreich. Im AF-C Modus hat man aber noch weitere Funktionen, die auch bei unbewegten Motiven sehr hilfreich sein können.

Ihr könnt in AF-C den dynmiaschen Autofokus mit 9, 21 oder 51 Messfeldern auswählen. Wenn Ihr in diesem Modus auf ein Objekt fokussiert und dieses sich aus dem Fokusfeld bewegt, dann übernehmen die angrenzenden Messfelder die Fokusmessung. Bei 51 sind das quasi alle anderen.

Im 3D Modus läuft es ähnlich ab, allerdings wird dabei ein anderer Messpunkt aktiv, also leuchtet rot auf. Vom Grundprinzip her also ähnlich zu dem dynamischen Autofokus, nur dass man auch sieht wie das Messfeld wechselt. So ganz hundertprozentig kann ich Euch nicht sagen wo genau der Unterschied zwischen Dynamik und 3D liegt, aber ich glaube 3D eignet sich eher für bewegte Objekte, die sich gut vom Hintergrund abheben, z.B. ein fliegender Vogel.

Das Geniale an dem dynamischen und dem 3D Autofokus in AF-C ist, dass der Messpunkt auch weitergegeben wird, wenn man die Kamera verschwenkt. Ihr fokussiert also z.B. auf das Auge, haltes die Fokustaste gedrückt und zieht nun die Kamera zur Seite. Der AF behält das Auge durch die angrenzenden Felder scharf. Das funktioniert mit dem dynamischen AF ziemlich gut. Ich habe mal versucht das System zu provozieren und bin beim Verschwenken der Kamera auch noch eine Schritt zurück gegangen. Das Ergebnis ist top:

Bei dem Test habe ich mit dem mittleren Messfeld auf das rechte Auge (von mir aus gesehen) fokussiert und dann verschwenkt plus Ausfallschritt nach hinten. Gibt leider kein Video davon 😉 Blende war 1.4.

Das haben wir dann auch noch mal mit einem bewegten Objekt ausprobiert. Josh ist dazu einfach mal mit dem Auto auf mich zu gefahren und ich habe auf das Nummernschild fokussiert. Dieses mal allerdings mit dem 70-200/2.8. Wieder dynamischer AF. Zwischendurch noch gezoomt, alles bei Blende 2.8.

       

Kein Problem, das hat der AF auch wunderbar hinbekommen. Wobei man eingestehen muss, dass so ein Nummernschild auch ein sehr dankbares Objekt für den AF ist und ich es ziemlich in der Mitte gehalten habe. Da gibt es bestimmt grössere Herausforderungen.

Der Autofokus kommt nicht überall hin

Ich denke mal, dass den meisten von Euch diese Funktionen bekannt sind, aber habt Ihr es auch mal so explizit ausprobiert? Ich habe dabei festgestellt, dass der Autofokus verdammt gut ist, wenn man ihn richtig bedient und das Potential des AF-C voll ausschöpft. Die meisten Probleme hatte ich, weil ich versehentlich das Motiv aus dem Fokusbereich gezogen habe. Oft möchte ich das fokussierte Objekt so weit am Bildrand haben, dass es von keinem der 51 Messfelder mehr erfasst wird. Das geht dann in die Hose. Da muss man genau drauf achten. Ich hatte sehr darauf gehofft, dass Nikon bei den neuen Kameras die AF-Felder weiter an den Rand des Suchers verschiebt 🙁

Wie ich mit dem AF arbeite

Zum Fokussieren verwende ich grundsätzlich die AF-Taste hinten an der Kamera. Auf dem Auslöser liegt bei mir nur der Belichtungsmesser. Der AF steht fast immer auf AF-C. Wenn ich nun die AF-Taste gedrückt halte, dann arbeitet der AF im AF-C Modus. Lasse ich die Taste los, so hört er auf zu fokussieren, ist also wie AF-S. Dazu verwende ich den dynamischen AF mit 51 Messfeldern. Nun ist es eigentlich egal, ob ich mit dem mittleren ode einem anderen Messfeld fokussiere, denn der Fokus wird ja übergeben an die anderen Felder. Grundsätzlich schiebe ich aber schon sehr oft den AF-Punkt an die richtige Stelle. Wenn der Bildaufbau so ist, dass der zu fokussierende Punkt ausserhalb aller Messfelder liegt, dann wähle ich das äusserste Feld, fokussiere einmal kurz, lasse den AF-Knopf los und schwenke dann nur minimal. Das funktioniert sehr gut.

Aufpassen muss man bei den äusseren Sensoren, wenn es dunkler ist. Dann könnte die Treffsicherheit nicht ausreichen und die herkömmliche Fokus and Recompose Methode kommt wieder zum Einsatz. Hier muss ich allerdings mal ein Lob an Nikon loswerden. Ich habe mein erstes Event mit der D4 fotografiert. Bei der Eröffnung der neuen Bar Pyrates am Fischmarkt (übrigens ein extracooler Laden) war es teilweise stockduster. Die Trefferquote des AF der D4 ist bestialisch, sogar die äusseren Sensoren haben verdammt gut gearbeitet. Einzig das Halten des Fokuspunktes mit dem dynamischen AF, wie oben beschrieben, funktioniert nicht mehr ganz so gut, so dass ich dann wieder öfter zum klassischen Fokus and Recompose gegriffen habe.

Wenn Ihr hin und wieder Probleme mit dem AF habt, dann nehmt Euch mal die Zeit und beschäftigt Euch ausgiebig damit. Mir haben die Experimente viel gebracht. Auch wenn man das meiste kennt, dann hilft es doch mal verschiedene Szenarien durchzuspielen. So konnte ich zumindest die ein oder andere Fehlerquelle identifizieren und verhaften.

Eure AF-Tipps sind gefragt

Ich kann mir gut vorstellen, dass kleine Problemchen mit dem Autofokus nicht selten sind. Da lauert bestimmt der ein oder andere Tipp, was man so tun kann, um die Treffsicherheit zu erhöhen. Daher möchte ich Euch aufrufen Eure Erfahrungen, Tipps und Tricks zu teilen und einen Kommentar zu schreiben. Ich glaube das könnte sehr interessant und hilfreich werden.

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Veröffentlicht in: D4, Foto, Neunzehn72 nach oben

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Kommentare (65)

  • Hey Paddy,

    sehr cooler Artikel über ein Thema, welches sicherlich jeden Fotograf schon einmal mehr oder weniger zur Verzweiflung gebracht hat.

    Ich für meinen Teil kann mich deinem Tipp, den Autofokus auf den Button hinten am Body zu legen, nur anschließen, denn persönlich habe ich die Erfahrung machen dürfen, auf diese Weise noch ein bisschen aufmerksamer zu fotografieren, weil nicht mehr alles über einen Knopf läuft. Damit ist auch verhindert, dass man durch einen dummen Zufall den Auslöser beim Fokussieren ganz durchdrückt und dadurch vielleicht einen wichtigen Moment verschenkt.
    An diese Vorgehensweise muss man sich zwar erst gewöhnen, aber im Endeffekt hilft diese Trennung in meinen Augen ungemein.

    Grundsätzlich kann ich den Tipp geben, dass man sich mit seinem Autofokus auseinandersetzen sollte, denn sonst lernt man Ihn nicht richtig kennen. Handbuch schnappen und sämtliche Funktionen des AFs durchprobieren und das nicht nur zu Hause sondern auch einfach mal auf einem privaten Photowalk.

    Gruß Jan

  • Thaumazein schrieb am 08.04.2012

    Das ist der mit Abstand informativste und nützlichste Artikel den ich seit langem gelesen habe. Der sollte ganz nach oben als Sticky stehen 🙂

  • Lucky schrieb am 08.04.2012

    Hi Paddy,
    also ich verschiebe seit der D200 (die D100 hatte ja leider nur 5 Messfelder) eigentlich immer mein Messfeld dorthin, wo ich es gerne hätte. Meistens mache ich das sogar „automatisch“ während ich die Kamera vor’s Auge hole, und mein Bildschnitt bereits im Kopf festgelegt ist. Wichtig dabei ist für mich, daß ich mit einem Druck auf die Mitte der Wippe zum mittleren Messfeld komme, und das aktive Messfeld nicht auf die anderen Seite durchscrollt (kann man im Menü einstellen). Allerdings kämpfe ich auch immer wieder damit, daß die Messfelder einfach nicht nahe genug an den Rand reichen… Da hilft dann nur noch besagtes minimales Verschwenken.
    Im Dunklen habe ich oft auch den SB-900 drauf, obwohl ich damit gar nicht blitze – beim 900er leuchtet das Fokus-Hilfslicht ein paar Messfelder mehr mit aus (ich glaube die inneren fünf); beim SB-800 gehen nur drei (horizontal), soweit ich mich erinnere.
    Haselblad’s H4D hat übrigens einen sog. „True Focus with APL“ – da wird beim Verschwenken der Fokus automatisch korrigiert… 😉

  • EMQI schrieb am 08.04.2012

    Verdammt gute Erläuterung und genau passend zu meinem aktuellen Focus Problem.
    Hat mir sehr geholfen.
    Danke Dir !
    VG
    EMQI

  • Pablo schrieb am 08.04.2012

    Für ganz viele vermutlich super hilfreich!
    Wenn ich es nicht eh direkt so von dir gelernt hätte, würde ich es spätestens ab jetzt so machen. 😉

    ps. Der Tipp das man das aktive AF Feld durch druck auf den Joystick zur Mitte zurück setzen kann fehlt noch. Mittlerweile ist mir das eine totale Hilfe, da ich während ich die Kamera zum Auge nehme schon die Messfelder einstellen kann. Man muss halt nur mit seinem Sucher“per du“ sein. 🙂

  • Frank schrieb am 08.04.2012

    Hallo Paddy, danke für diese ausführliche Beschreibung. Das mit dem AF-C werde ich mal ausprobieren, habe bisher eigentlich immer im AF-S Modus fokussiert und den Messpunkt auf das Feld meiner Wahl gelegt.

    Und zum Thema Front- Backfokus hattest Du ja auch schon mal einen guten Artikel geschrieben. Muss mir die Schablone mal ausdrucken.

    Du schreibst heute ganz schön viel, war so schlechtes Wetter in Hamburg? 😉

  • Foto-Volb schrieb am 08.04.2012

    Ich habe mir vor einigen Jahren angewöhnt, nur mit AF-C zu fotografieren.
    Fokusfeld auf den Schärfepunkt legen und mit dem AF-Button fokussieren.
    Den Auslöser nutze ich wirklich nur zum Auslösen.
    Unscharfe Bilder habe ich zu weniger als 1%.
    lg
    karl

  • Sascha schrieb am 08.04.2012

    Moin Paddy,

    das ist eine wirklich gute und ausführliche Erklärung. So interessant wie Du es erklärt hast hätte ich am liebsten den Test live mitgemacht. Ich bin vor kurzem durch eine ähnliche „harte Schule“ gegangen. Ich lag mit Objektiv und AF völlig über Kreuz. Leider kann ich auf meiner D90 keine Feinjustierung des AF vornehmen. Das geht bei Nikon ja erst ab der D300 aufwärts. Ich habe mir dann PhotoBuddy auf dem iPhone zuhilfe genommen und mir einmal (zum Besseren Verständnis) eine kleine Tabelle der Schärfentiefe mit verschiedenen Abständen, Brennweiten und Blenden gemacht. Das brachte mich schon einmal um einiges weiter und half mir, als erstes mit meinem Objektiv besser arbeiten zu können. Danach habe auch ich die einzelnen AF-Messfeldtypen durchprobiert. Letztendlich komme ich für mich nun am Besten mit der Spotmessung zurecht. Mit Fokus- und Belichtungsspeicherung auf dem Auslöser. An die Speicherung auf der AF-L Taste kann ich mich irgendwie nicht gewöhnen. Was mir auch helfen konnte, war hinterher die Fokusmessfelder mit den Tools von Nikon anzuschauen, damit man den Fokus mit „den Augen“ der Kamera sieht.

  • DX-FX schrieb am 08.04.2012

    Hallo Paddy,

    genau an diesem Thema bin ich verzweifelt. Und genau deshalb habe ich auf meinem Blog eine Seite dazu geschrieben. Da es Quatsch ist, dies alles hier zu kopieren, möchte ich den Link angeben.

    Ich weiß nicht, ob das hier gewünscht oder erlaubt ist. Wenn nicht, einfach Beitrag löschen 😉 Würde mich freuen, wenn Dir meine Seite zu diesem Thema gefällt und Du sie erwähnst:

    http://www.dx-fx.de/kleine-fotokunde/dof-fokussieren-bei-f-1-4/

    Oliver

  • Alex K. schrieb am 08.04.2012

    Hi,

    ich habe auch das Problem mit dem Fokus bei meinem 70-200mm Nikkor und der D7000. Allerdings habe ich von der Fokusfeinjustierung schnell wieder Abstand genommen da diese nur für die aktuell bei der Feinjustierung eingestelte Brennweite gilt.
    Wenn ich also bei 200mm anpasse kann es sein das der Fokus bei 70mm wieder total verzieht.
    Vermutlich muss man einfach versuchen Motive mit einem ordentlichen Kontrast zu finden. Ansonsten muss man eben manuell fokussieren. Wobei sich dann ja der Inhalt der Technik unterordenen muss was ich mit meinem Verständnis von Fotografie nicht vereinbaren kann. Ich verzweifle 🙁

    • Thaumazein schrieb am 08.04.2012

      In so einem Fall würde ich einfach mal bei Nikon anklingeln. Ich hatte auch Probleme mit meiner D7000 + 50mm f1.4G. Nach einer Justage läuft das Zeugs 🙂

  • hallo paddy,

    vielen dank für deinen bericht! hatte letztes jahr auch einige probleme mit dem autofocus.

    autofocus lag immer wieder bei allen objektiven nicht auf dem von mir (kamera) gemessenen punkt. sogenannter front oder backfocus, dachte ich, der sich jedoch stark bei unterschiedlichen blenden unterscheidete.

    nachdem ich mein komplettes system incl. aller objektive mehrmals zu nikon geschickt habe und alles mehrmals nach nikon vorgaben justiert und feinjustiert wurde, erklärte mir ein nikoningenieur:

    alle lichtstarken objektive werden bei blende 4 auf den „schärfepunkt“ justiert. jedoch ist zu beachten……

    verschiebung des punktes höchster schärfe beim abbleden:

    der autofocus selbst funktioniert einwandfrei. wenn man nach erfolgter focussierung die entfernungseinstellung fixiert und schrittweise um einige stufen abblendet, wächst die tiefenschärfe wie zu erwarten um die eingestellte entfernung herum und der anvisierte punkt selbst wird dabei ebenfalls schärfer als bei offenblende. man kann jedoch auf pixelebene (100%-ansicht) beobachten, dass in einer etwas größeren entfernung die schärfe noch mehr zunimmt als am ort der focussierung, sodass dieser fernere punkt tatsächlich schärfer erscheint.
    dieser effekt ist nicht mit einem „back-focus“, also einer fehlfokussierung zu verwechseln. er ist in der geometrischen optik als „blendendiffernz“ (focus-shift) bekannt und ein nebeneffekt der sphärischen aberration (öffnungsfehler). ursache für die blendendifferenz ist, dass sich der öffnungsfehler beim abblenden im bildraum nicht gleichmäßig reduziert, sondern je nach abstand vom objektiv unterschiedlich stark ist. der öffnungsfehler und damit einhergehend die blendendifferenz sind normale optische eigenschaften, von denen praktisch jedes fotografische objektiv betroffen ist.

    habe auch festgestellt, daß bei blendenreihen der schärfepunkt wandert. aus diesem grund empfiehlt nikon, die lichtstarken objektive nicht bei den anfangsöffnungen zu verwenden, sondern mindesten zwei mal abzublenden, deshalb die nikoninterne justage bei blende 4.

    es scheint so, daß scharfe bilder bei offener blende eher ein zufall sind. habe bei meinen testreihen dies leider auch feststellen müssen.

    • Paddy schrieb am 08.04.2012

      Vielen Dank. Sehr interessante und wertvolle Information.

    • Danke! Damit hast du mir sehr geholfen! Ich hatte mein 50mm 1:1,4 auch bei 2,8 getestet und wegen Verdacht auf Backfokus zum Werk geschickt. Ich konnte auch keine Verbesserung feststellen. jetzt weis ich auch wieso.

    • Woifee! schrieb am 09.04.2012

      @Harald Peter: Meinst du damit, dass man z.B. bei einer 50mm f/1,4 Festbrennweite bei Offenblende etwas näher fokussieren sollte und man bei z.B. f/5,6 ein wenig hinter dem gewollten Schärfepunkt den AF-Punkt setzen sollte?

      • @Woifee, auf diese von dir beschriebenen weise habe ich mir auch einige zeit „geholfen“, ist aber in der praxis zu kompliziert! man muß bei jedem objektiv und jeder blende wissen wo der schärfefehlpunkt ist, um gegenzusteuern, auch unter berücksichtigung des abbildungsmaßsabs.
        ich habe nach der letzten nikon feinjustage neue tests gemacht und weiß jetzt bei welcher öffnung meine lichtstärken objektive den schärfepunkt treffen. es ist meinstens im bereich von f4. in meinem fall sind die anfangsöffnungen nicht zu verwenden (schärfe bessert sich jedoch ab f2,2)!
        das ganze gilt jedoch nur, wenn man sicher gestellt hat, dass die fehlfocussierung nicht vom af des body kommen.
        ich muss immer wieder an meinen lehrer in der fotografenausbildung denken, der uns immer einbleute: objektiv muß 2 blenden geschlossen werden, damit der optimale schärfepunkt und die beste schärfe getroffen wird.
        daran hat sich trotz neuster technik und digitalisierung nichts geändert, wie ich leidvoll erfahren musste.
        zur totalen verwirrung: eine meiner ältesten linsen, das nikon AF D 100mm macro, ist komischerweise von allem ausgenommen! dieses objektiv weist keinerlei fehler auf, ob bei offener oder geschlossener blende ist auch in jedem entfernungsbereich top scharf.
        mein tipp an dich, lasse das objektiv und deine kamera mal von nikon überprüfen mit exakten angaben der fehlfocussierung!

    • Sascha schrieb am 09.04.2012

      Das was Du beschrieben hast Harald Peter, habe ich selbst auch festgestellt. Aber es hat mich trotzdem geärgert, ein lichtstarkes Objektiv zu kaufen, um es dann wieder um 2 Blenden reduzieren zu müssen, damit ich eine anständige Schärfe erreiche. Das Phänomen des Front- oder Backfokus scheint es aber (sicherlich Bauartbedingt) bei jedem Objektiv zu geben. Ich habe mir dann mit einer kleinen Tabelle (hier zu finden: http://www.kemena.net/?p=242) die wirkliche Schärfentiefe vor Augen geführt und mir die Frage gestellt, ob ich außer in der Makrofotografie 2,43cm Schärfentiefe bei meinen Anwendungsgebieten benötige.

      Wer sein Objektiv auf einen Front- oder Backfokus testen möchte findet auf der Seite vom Traumflieger (http://www.traumflieger.de/desktop/fokusdetektor/fokusdetektor.php) einen Fokusdetektor zum Selberbasteln 😉

  • Maria schrieb am 08.04.2012

    Hallo Paddy,

    vielen lieben Dank für diese Erklärung. Habe meinen Fokus gleich umgestellt und bin total begeistert! Und auch der Kommentar von Harald Peter war extrem informativ!

  • Klasse Zusammenfassung!
    Ich habe AF und Belichtungsmessung auch getrennt.
    Leider kann man bei AF-C das Hilfslicht zuschalten.Das wäre im Dunkeln schon recht Hilfreich, zumal bei den SB900 ein besseres Hilfslicht benutzt wird. Dann hätte ich wiederum gerne, wenn ich nur das Hilfslicht ohne den eigentlichen Blitz benutzen könnte.

  • Stefan schrieb am 08.04.2012

    Herzlich Willkommen im kleinen 1×1 der Sportfotografie. Nikon hat bei den Olympischen Spielen 2008 ein kleines Booklet rausgebracht, mit welchen AF Einstellungen die besten Ergebnisse herauszuholen sind. Mittlerweile steht das alles auch im Handbuch (S100f).
    Da der AF bei unterschiedlichen Entfernungen unterschiedliche Ergebnisse bringen kann, justiere ich meine AF-Feinjustierung vor jedem Spiel auf die Arbeitsentfernung.
    BTW: das mit dem Auto habe ich am ersten Tag des D4 Besitzes beim Eishockey gemacht und war begeistert http://www.stefangroenveld.de/2012/erster-einsatz-mit-der-nikon-d4/

    • Dirk schrieb am 09.04.2012

      Hallo Stefan,

      wie genau machst Du den die Feinjustierung? Ich stelle mir gerade ein leeres Fussballfeld vor, auf dem noch nichts los ist. Ausserdem wird es dann ja erhebliche Entfernungsunterschiede geben. Genau an dieser Punkt suche ich aktuell nach Lösungen für mich, damit ich hier nicht überwiegend Ausschuss produziere.

      VG

      Dirk

      • Stefan schrieb am 10.04.2012

        So große Entfernungsunterschiede gibt es nun auch nicht (es sei denn, du fotografierst Polo) – und so gravierend sind die Feinjustierungsnotwendigkeiten auch nicht. Ich fotografiere beim Warmmachen der Spieler meistens die Schuhe und anhand der Grasbüschel/Parkettboden kannst du dann sehen, wie der AF justiert werden muss.

  • MichaelG schrieb am 09.04.2012

    Cool!!!!
    Danke für diesen Beitrag! und ich dachte immer, ich bin zu blöd zu scharfstellen.
    Jetzt’s geht’s mir besser . . .
    Michael

  • stefan schrieb am 09.04.2012

    Toller Artikel, mal schauen, wie gut ich den beim Arbeiten mit meiner EOS 5 adaptieren kann.
    stefan

  • Torbo schrieb am 09.04.2012

    Hey Paddy, mich würde mal interessieren worauf Du AF Lock-on dabei stehen hast (D700 Menü A4)?! Spielt meiner Meinung nach eine große Rolle?!
    LG, Torben

  • Woifee! schrieb am 09.04.2012

    Nikon hat ja einen RGB-AF – ist es dann so, dass Canon-Kameras nur Kontrast-AF und auch kein 3D-Tracking („festkleben“ des AF-Punkts an einem sich bewegenden Objekt; wie auch von Paddy beschrieben) beherrschen?

  • Jörg schrieb am 09.04.2012

    Hallo Paddy,

    da ich mich in diesen Tagen mit dem Autofokus an meiner D300s auseinandersetze, um meine Fehler besser zu verstehen, kommt mir Dein Artikel als wertvolle Ergänzung sehr entgegen.

    Ich möchte auf etwas hinweisen, dass für alle wichtig ist, die mit VR-Objektiven fotografieren: VR funktioniert u.U. NICHT, wenn man die AF-ON Taste zur Scharfstellung benutzt. Auf S. 75 meines Handbuches („Autofokussteuerung“) steht: „Beachten Sie jedoch, dass der Bildstabilisator […] nur durch Drücken des Auslösers bis zum ersten Druckpunkt aktiviert werden kann.“

    Ich frage mich jetzt, was passiert, wenn ich mit der AF-ON Taste die Schärfeeinstellung vornehme und den Auslöser dann direkt von 0 auf 2 durchdrücke. VR ja oder nein? Hat jemand damit bereits Erfahrungen?

    VG,
    Jörg

    • Paddy schrieb am 09.04.2012

      Dass der VR nicht über AF-On aktiviert wird, kann ich bestätigen. Für mich war das aber bisher nie ein Problem, da ich den Auslöser sowieso erst einmal halb durchdrücke, u.a. für die Belichtungsmessung.
      Ich gehe mal davon aus, dass der VR auch aktiviert wird, wenn Du den Auslöser komplett durchdrückst. Die Frage ist, ob die Zeit für die Aktivierung des VR ausreicht? Das weiss ich nicht und habe es auch noch nicht ausprobiert.

      • DX-FX.de schrieb am 09.04.2012

        Hallo,

        bei der D800 aktiviert der AF-on Button auch den VR (was aus meiner Sicht auch Sinn macht, so kommt VR auch dem AF zugute). In der Anleitung findet man nur indirekt diese Tatsache, da nämlich der oben zitierte Hinweis in den Handbüchern nun fehlt.

        Oliver

      • Paddy schrieb am 09.04.2012

        interessant, muss ich bei der D4 auch mal ausprobieren.

  • DonPaolo schrieb am 09.04.2012

    Hallo Paddy,

    vielen Dank für diesen wirklich hilfreichen Artikel!

    Hilfreich ist auch die zusätzliche Benutzung der Serienbildfunktion. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit, das Objekt innerhalb der Schärfeebene zu erwischen, deutlich erhöht.

    Herzliche Grüße
    Paul

  • Dirk schrieb am 09.04.2012

    Hallo Paddy,

    ein sehr guter und lehrreicher Beitrag. Schön dass es Menschen gibt, die ihre Erkenntnisse mit Anderen teilen.

    Den Unterschied zwischen Dynamik und 3D liegt nach meinem Wissen darin, dass beim 3d-Tracking die Farbinformation des sich bewegenden Objektes mit genutzt wird. Das bedeutet natürlich, dass diese Methode dann am Besten funktioniert, wenn sich das Objekt farblich vom Hintergrund abhebt.

    Ich habe meine Objektive mit Hilfe der „Moire fringe technique“ feinjustiert. Diese Vorgehensweise war für mich einfach, schnell realisiert und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
    (http://www.northlight-images.co.uk/article_pages/cameras/1ds3_af_micoadjustment.html)

    VG

    Dirk

  • Michael schrieb am 09.04.2012

    Hallo Paddy,
    Soweit alles verständlich. Aber wie bzw. mit welchem Autofokusfeld läuft die Belichtungsmessung im AF-C Modus?
    Vor dem Drücken der AF-On Taste ist ausserdem alles erst mal unscharf im Sucher.
    Gruß
    Michael

    • Paddy schrieb am 09.04.2012

      Die Belichtungsmessung ist bei AF-C die gleiche wie bei AF-S und hat nichts mit dem Autofokus zu tun. Lediglich bei der Spotmessung wird an dem Punkt die Belichtung gemessen an der auch der Fokuspunkt ist. Und es ist übrigens normal, dass es unscharf ist, BEVOR man die AF-On Taste drückt 😉 Danach sollte es dann scharf sein 😉

      • Mario schrieb am 09.04.2012

        Nein! Auch bei der Matrixmessung ist das Fokusfeld entscheidend!

      • Paddy schrieb am 09.04.2012

        Interessant, das ist mir neu. Steht so nicht in der Anleitung.

      • Mario schrieb am 09.04.2012

        Richtig, die Anleitung schweigt sich darüber aus, aber die Erfahrung zeigt dass es so ist… 😉 Probier’s mal aus.

      • mikeb schrieb am 09.04.2012

        Hallo,
        das alles unscharf ist vor Drücken der AF On Taste
        ist mir schon klar. Hatte nur gedacht, daß es irgendeinen
        Einfluß auf die Belichtungmessung hat.
        Aber es scheint ja, als ob die Messung im AF-C
        Modus etwas komplizierter zu sein scheint.
        Gruß
        Michael

  • Mario schrieb am 09.04.2012

    Der Vorteil der 3D-Variante ist auch eine deutlich bessere Belichtungsmessung, da das jeweils aktive Fokusmessfeld eben auch zur Belichtungsmessung bzw. deren Gewichtung herangezogen wird.

    Da bei der 51-Messfeld Dynamik das aktive Fokusfeld immer gleich bleibt, gibt es hier ein paar Nachteile.

    • Jörg schrieb am 09.04.2012

      Ich habe heute Nachmittag bei einem kurzen Test weiterhin festgestellt, dass es zwischen 51-Messfeld- und 3D-Variante in der dynamischen Messfeldauswahl einen weiteren Unterschied gibt.

      Dadurch, dass bei der 51-Feld-Variante das aktive Fokusfeld immer gleich bleibt, besteht hier auch eher die Möglichkeit/Wahrscheinlichkeit, dass nach Fokussieren und Verschwenken eher auf ein anderes Motiv scharfgestellt wird. Nämlich dass, was dann wieder im aktiven Messfeld liegt.

      Kann hier die „Schärfenachführung mit Lock-On“, wenn „lang“ eingestellt ist, die SItuation merklich verbessern?

      • Mario schrieb am 09.04.2012

        Davon ist auszugehen.

      • Torbo schrieb am 10.04.2012

        Genau damit haben meine D700 und ich uns gestern auch beschaeftigt. Wenn ich die Schaerfenachfuehrung auf AUS stelle, wird sofort nach schwenken der Kamera auf das naechste Objekt im aktiven (mittleren) AF-Feld scharf gestellt – hier waere dann Pacman angesagt. Wenn ich die Schaerfenachfuehrung auf LANG stelle, kann ich die Kamera verschwenken und ich kann mein Bild machen. Allerdings habe ich keine optische Kontrolle darueber das die Schaerfe ueber die benachbarten Felder weitergefuehrt wird – im Gegenteil, der Schaerfeindikator im Sucher-Display zeigt sofort an das das Objekt nicht mehr scharf ist. Wenn ich den AF dann noch auf Schaerfeprio und nicht Ausloeseprio stelle, ist es nicht mehr moeglich ein Bild zu machen.
        Ich habe auch gesehen das es funktionieren kann mit den benachbarten AF-Feldern, mir kam es aber etwas unsicher vor. Habt Ihr weitere Tips bzw. habt Ihr auch fleissig getestet? 😉

  • Sabrina schrieb am 09.04.2012

    Hi Paddy,
    was mich jetzt noch interessiert:
    habt ihr die Feinjustierung mit einem Stativ gemacht? Denn der AF-C ist ja sowas von empfindlich. Bei minimalsten Bewegungen tritt der AF ja schon in Aktion.

    Danke und LG
    Sabrina

  • Bastian schrieb am 09.04.2012

    Vielleicht noch ein kleiner Tipp zu „Der Autofokus kommt nicht überall hin“: Bei den Crop-Kameras (D300/D7000) ist der von AF-Sensoren abgedeckte Bildanteil größer als beim Vollformat.

  • Andy schrieb am 10.04.2012

    Besten Dank für diesen ausführlichen Bericht. Meine Kamera habe ich daraufhin umgestellt und der AF liegt nun nicht mehr auf dem Auslöser. Ich bin gespannt ob ich damit bessere Erfahrungen machen kann. Die 3D-Variante halte ich persönlich meist auch für die gängigste und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.

  • Tobi schrieb am 10.04.2012

    Habe mir auch schon oft überlegt, ob ich auf die Methode mit der AF-ON Taste umsteigen soll. Was mich dabei etwas verunsichert, ist die Anwendung bei der Konzertfotografie. Da muss ich auch öfters mal am Rädchen drehen (in jeder Hinsicht). Dabei hätte ich logischerweise keinen Finger mehr frei für den AF-Button.. :/

  • Tobias schrieb am 10.04.2012

    zum thema pupille anfokusieren, man kann auch einen „nicht-kreuzsensor“ auswählen (horizontal oder vertikal sollte man dan wissen was man nimmt) und peilt damit die vertikale kante von pupille/augenweis an, da besteht zumindest nicht die gefahr das der af auf die augenfalte/wimpern oder augenbrauen springt.

  • Thomas schrieb am 10.04.2012

    1. AF Taste zum Fokussieren zu verwenden, habe ich auch schon versucht. Nur leider schaffe ich nicht mit dem rechten Augen durch den Sucher zu schauen :(. Ich empfinde es als anstrengend.

    2. Feinjustierung kann leider in die Hose gehen! Ich habe mein Objektiv auch mal feinjustiert … auf ein Objekt in etwa 2m Entfernung. War alles toll und superscharf. Bis ich Landschaftsbilder gemacht habe. Die waren dann richtig unscharf und ich musste wieder alles zurückstellen. Es ist nämlich am Ende ein Kompromiss und Beides schien bei meinem Objektiv nicht möglich.

  • Matze schrieb am 10.04.2012

    Toller Artikel mit Aha-Effekt. Werde mich mal noch näher mit dem AF auseinandersetzen. Und den Tipp mit dem Trennen von Focus und Auslösen werde ich auch beherzigen.
    Danke!

  • Jan schrieb am 11.04.2012

    KLASSE BEITRAG !
    Da Ich CANON User bin würde Ich mich über einen Canon spezifischen Beitrag zum Thema Autofokus sehr freuen.
    Deshalb bin Ich auf der Suche nach einem Beitrag über Autofokus für Canon.
    Kann mir damit irgendjemand dienen ?
    Viele Grüße Jan

    • Kevin schrieb am 11.04.2012

      Da häng ich mich mal dran. Wär ich auch dran interessiert.

      Wie schaut es denn mit der Akkulaufzeit aus bei AF-C/AI Servo?
      Hab bisher immer mit „One Shot“ fotografiert

  • Frank schrieb am 11.04.2012

    Toller Artikel mit aha Effekt…

    besten Dank

  • Dirk schrieb am 13.04.2012

    Schöner Artikel. Ich selbst fotografiere mit Pentax und weiss, wie wichtig die AF Feinjustierung sein kann. Bei Pentax gibt es noch die Besonderheit, dass die AF Messfelder wesentlich größer sind, als im Sucher angezeigt. Dies ist häufig ein Grund für – vermeintliche – Fehlfokussierung. Naja, aber AF ist bekanntlich nicht die Domäne von Pentax (ist aber auch nicht so schlecht, wie oft behauptet).
    Mein Tipp: irgendwann ist der Kontrast AF so schnell, dass er die meisten User glücklich macht …

  • Totti schrieb am 14.04.2012

    <>

    Und warum korrigiert das die Kamera nicht automatisch?

    Blende und Fokusentfernung werden doch vom Objektiv zur Kamera übertragen, da kann die Kamera doch (wie z.B. bei der Korrektur der Vignettierung) den Fokusshift korrigieren.

    Ich denke das macht die Kamrera auch und wenn es nicht stimmt dann entspricht das Objektiv nicht den Daten die in der Kamera hinterlegt sind.

    Oder kann mir einer einen Grund nennen warum Nikon den Fokusshift nicht in der Kamera berücksichtigt?

    VG Torsten

    • Sascha schrieb am 15.04.2012

      Moin Totti,

      könnte vielleicht diese Zeichnung hier das Problem erklären: http://www.leongoodman.com/d70focus.html

      So, wie ich es verstehe, wenn der Abstand vom Objektiv zum AF-Sensor nicht der gleiche ist wie vom Objektiv zum Bildsensor, tritt eine „Fokusverschiebung“ auf, die man je nach Schärfentiefe sofort bemerkt oder nicht.

      Gruß
      Sascha

  • photopoeth schrieb am 19.04.2012

    DANKE! Mein Gott, das ist eigentlich so naheliegend, aber manchmal braucht man doch einen Anstoß von außen. Mein 50mm f1.4 musste um +20 korrigiert werden. Und ich dachte immer es läge daran, dass man ein Objektiv nicht an den Extremen nutzen sollte.
    Ich habe das jetzt bei mehreren Entfernungen verglichen und es trifft jetzt auf den Punkt. KLASSE!

  • photopoeth schrieb am 19.04.2012

    Kommando zurück! Der Effekt ist tatsächlich abhängig von der Entfernung. Ich hatte zwar verschiedene Entfernungen durchexerziert, aber alles im Bereich bis 1,50 m. Jetzt habe ich einen Test gemacht bei 3 m Entfernung – Ergebnis: Focus ist total verstellt! Also, doch VORSICHT! Ich werde also die Funktion an meiner D300 je nach Einsatzzweck ein- oder ausschalten.

  • SPHDE schrieb am 06.05.2012

    Schöne Zusammenstellung; über Schärfe und Autofokus könnte man vermutlich ewig reden! Da die Kamera ja nie weiß, was ICH denke, besteht m.E. zu jeder Zeit das Risiko, im wahrsten Wortsinne ‚daneben‘ zu liegen. Da wünsche ich mir oft meinen Schnittbildindikator plus Mikroprismen zurück – die würden nach Scharfstellung ja (im Sucherbild) fast unsichtbar sein und ließen einem immer die Alternative, SCHNELL mal manuell zu fokussieren.
    Noch ein Wort zum Thema ‚warum liegen die Fokusmeßpunkte nicht weiter außen‘ (hattet Ihr ja auch im Podcast mal bedauert). Hier vermute ich, daß eine Überlegung war, daß viele Objektive an den Bildrändern schlechte(re) Abbildungsleistungen haben und hier NIE Schärfe zu erreichen ist. Warum also messen? Allerdings sähe ich es auch lieber, wenn ich die Wahl hätte…

  • linde34 schrieb am 06.05.2012

    Hi Paddy,
    lese hier schon des öfteren Deine Beiträge. Vielen Dank für Deine ausführlichen und interessanten Berichte.

    Ich habe Deine AF Einstellungen mit AF-C nun an meiner D300s eingestellt und bin über das Ergebnis wirklich positiv überrascht. Hatte bisher fast ausschließlich mit AF-S Einstellung gearbeitet.

    Gruß
    linde34

  • Tim schrieb am 07.07.2012

    Hi Paddy!

    vielen Dank für deinen Beitrag. Das sind sehr nützliche tipps. ich habe nur eine Frage: wie schaffst Du es bei AF-C mit bspw 51 Messfeldern schnell und einfach genau das zu fokussieren, was mann sodann „mitziehen“ will, wenn es sich bewegt, also insbesondere ein Auge bei Prortraits?

    Gruß
    Tim

  • 123Fotografie schrieb am 30.07.2012

    sehr guter artikel.. gibt immer wieder welche die denken die kameratechnik sei schuld.
    dabei ist auch die eigen technik sehr wichtig!!!

    ausserdem ist jede kamera und jedes objektiv ein bischen unterschiedlich.

    manche kombination sind super aber we man kauft sich einen neuen body. dann kann das schnell anders aussehen.

  • Nick schrieb am 05.06.2013

    Hallo,

    erstmal muß ich sagen, eine der informativsten Webseiten zum Thema Nikon die ich kenne.

    Nun zur Frage:
    Ich mache viel Actionfotografie also Motorsport ect.
    Dazu habe ich bisher die D300 mit 200-400 f/4 verwendet.
    Nun habe ich mir die D4 zugelegt und bin von den 4 verschiedenen Methoden der AF-C Priorisierung verwirrt.
    Hast du hier Erfahrungen was man in meinem Fall (sehr schnelle Objekte in größerer Entfernung) einstellen sollte?

    Gruß
    Nick

  • Pierre schrieb am 19.09.2013

    Hallo Paddy,

    ich habe auch verschieden Fokustests durchgeführt und musste dabei feststellen, das je weiter man die Blende öffnet oder je größer der Abstand wird desto mehr verrutscht der Fokus nach hinten. Da ich aber mich damit nicht zufrieden gegeben habe, bin ich daran gegangen und habe mich mal mehr mit Schärfentiefe, Nahgrenze und Ferngrenze beschäftigt. Das Ergebniss davon ist, dass die meisten Testcharts nicht wirklich helfen den Autofokus zu justieren, da jede Brennweite, Blende und sogar Distanzveränderungen den Winkel verändern. Es verschiebt sich vor allem die Ferngrenze nach hinten. Zum Beispiel: Wir nehmen ein 35mm Objektiv mit Blende F/2.0 bei einer Distanz von 1m, daraus ergibt sich eine Nahgrenze von 0,955m und die Ferngrenze liegt bei 1,05m. Wenn ich aber jetzt die Blende auf f/8 stelle sehen die Werte so aus, die Nahgrenze liegt bei 0,84m die Ferngrenze bei 1,23m. wenn ich dazu noch die Distanz auf 2Meter ändere sind wir bei einer Nahgrenze von 1,44m und die Ferngrenze liegt bei 3,25m. Somit müsste man für jede Blende und Brennweite den Testchart umbauen, da es sich so auch im Bereich von cm verhält.

    Ich hoffe, so konnte ich etwas zu dem Verständniss mit dem Autofkus helfen.

  • Raimund von St. Vith schrieb am 22.04.2014

    Hallo erst einmal,

    ich bin von Deinem Bericht ebenfalls sehr angetan. Kombiniert mit einigen der Kommentare interessanter als die Bedienungsanleitung zu studieren (ganz persönliche Meinung).
    Frage: Was soll denn bei der neuen D4s der so gerühmte 5-Feld Meßbereich besser können als die verschiedenen Meßfeldbereiche bei der D4?
    Klar, eine weitere „Verengung“ der kontrollierten Fläche, aber hast Du schon einmal persönlich Erfahrungen damit gemeacht?
    Ich fotografiere am liebsten Hunde, da ist der AF schon gefordert, nicht selten sind es sogar kleine Gruppen und ich ziehe noch mit.
    Hast Du hier eine Empfehlung, die aus Deinem sicherlich deutlich größeren Erfahrungsschatz stammt?

    Ganz herzlichen Dank im Voraus und Grüße an alle.

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